Aidsschleife
Rote Schleife

Die Rote Schleife (englisch Red Ribbon) ist das weltweite Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken.

Die Farbe Rot hat dabei mehrere Bedeutungen. Sie steht zum einen für die Liebe und das Blut, zum anderen hat Rot eine Signalwirkung als Warnung vor den Gefahren von AIDS und den damit verbundenen sozialen Problemen, vor allem der Ausgrenzung und Stigmatisierung.

Die Rote Schleife wurde in den 1980ern von dem New Yorker Frank Moore als Reaktion auf die ersten bekanntgewordenen AIDS-Todesfälle geschaffen. Ausgangspunkt war eine amerikanische Tradition, eine Stoffschleife um einen Baum zu binden, um zu zeigen, dass man an einen entfernten Freund oder Geliebten denkt - so trugen zum Beispiel viele Amerikaner während des Zweiten Golfkriegs (1991) eine Gelbe Schleife aus Solidarität mit ihren Soldaten im Irak.

Die Rote Schleife wurde anfangs vor allem in der Künstlerszene und unter Homosexuellen verbreitet. Erst in den 1990er Jahren setzte es sich weltweit durch, als berühmte Filmstars wie Elizabeth Taylor und Prominente wie Lady Diana dieses Symbol öffentlich trugen und sich mit seiner Botschaft identifizierten.

Bei der Oscarverleihung 1992 trugen Alan Menken und Bill Lauch als einer der ersten in einer breiten Öffentlichkeit die Rote Schleife am Anzug. Hintergrund war, dass Howard Ashman, der 1991 an Aids verstorben war, postum mit dem Oscar für den Besten Song ausgezeichnet wurde.

Inzwischen ist sie so weit akzeptiert, dass sie auch am Wiener Opernball von Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Moderator Alfons Haider und Life-Ball-Organisator Gery Keszler getragen wird.

Siehe Auch

Weblinks

Informationen zur Roten Schleife und zum Welt-Aids-Tag


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