Aigens
Christian Aigens, Landschaft, Öl auf Leinwand, um 1910/20.

Christian Aigens (* 21. Juli 1870 in Kopenhagen; † 15. März 1940 ebenda) war ein dänischer Künstler.

Seine Ausbildung erhielt er zunächst an Kunstnernes Studieskole, einer Schule, die von den impressionistischen Skagenmalern gegründet wurde. Zu diesen gehörten Peder Severin Krøyer, Lauritz Tuxen, Michael Ancher und andere renommierte dänische Künstler dieser Zeit.

Aigens studierte von 1888 bis 1890 an der Kunstakademie Kopenhagen. Reisen führten ihn 1900 in die Schweiz und 1906/07 auf die Färöer. In seiner Jugend verbrachte er die Sommer in Skagen.

Aigens war vor allem Porträt- und Figurenmaler, er schuf aber auch Landschaften. Er wurde stark durch seinen zehn Jahre älteren Landsmann Julius Paulsen beeinflusst. Aigens gehörte zu einer Künstlergruppe um Poul Friis Nybo (1869–1929). Diese wurde bekannt durch ihre Darstellung von durch Lampenlicht beleuchtete Innenräume mit und ohne Personen.

Zwischen 1908 und 1932 malte Aigens mehrere Porträts des Schriftstellers Christian Engelstoft (1876–1945). Eines dieser Bildnisse befindet sich im Museum in Aalborg.

Viele seiner Motive fand Aigens, indem er die Bevölkerung im Alltag und bei der Arbeit beobachtete. Zahlreiche seiner Figurenmalereien tragen anekdotenhafte Züge, allerdings finden sich in seinen Arbeiten auch sozialrealistische Elemente.

Literatur

  • Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts, Bd. 1, Nachdruck, Leipzig 1999.
  • Philip Weilbach: Dansk Kunstnerleksikon, Band 1, Kopenhagen 1994.

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