Aiplspitze
Aiplspitz
Aiplspitz, Blickrichtung aus Nordwest, im Hintergrund der Wendelstein

Aiplspitz, Blickrichtung aus Nordwest, im Hintergrund der Wendelstein

Höhe 1.759 m
Lage Bayern
Gebirge Mangfallgebirge
Geographische Lage 47° 40′ 25″ N, 11° 55′ 28″ O47.67361111111111.9244444444441759Koordinaten: 47° 40′ 25″ N, 11° 55′ 28″ O
Aiplspitz (Bayern)
DEC
Aiplspitz

Der Aiplspitz gehört zu den Hausbergen von Fischbachau bzw. Bayrischzell in den Bayerischen Voralpen östlich des Spitzingsee. Mit 1.759 m ist er der höchste Berg nordöstlich von Spitzingsee, gefolgt vom Jägerkamp (1.746 m) und dem Benzingspitz (1.732 m).

Inhaltsverzeichnis

Gipfelanstiege

  • Normalweg: über den Ost-Grat von der Krottenthaler Alm aus, unschwierig.
  • Über den West-Grat vom Tanzeck, ca. 400 m lange Gratwanderung, zwei Stellen versichert. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, bei Nässe u. U. rutschig, ansonsten unschwierig, ca. 20 min.
  • Über den Nord-Grat, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, stellenweise Kletterei im Schwierigkeitsgrad I.

Wandertouren aus den Talorten

Der Aiplspitz lässt sich gleich aus allen vier Himmelsrichtungen erklimmen:

  • aus Norden: von Aurach bei Fischbachau über Benzingalm, Jägerkamp, Tanzeck und den W-Grat, AV-Wege 641, 641a und 643, 1200 Hm, 3 1/2 h, unschwierig bis auf den W-Grat.
  • ebenfalls aus Norden: von Aurach bei Fischbachau über den N-Grat, zunächst AV-Weg 641.
  • aus Osten: von Geitau bei Osterhofen (Vorort von Bayrischzell) übers Geitauer Alpl und den N-Grat, AV-Weg 643.
  • ebenfalls aus Osten: von Geitau über Krottenthaler Graben/Krottenthaler Alm (AV-Weg 644), dann über den O-Grat (AV-Weg 641) oder zum Tanzeck und über den W-Grat (AV-Weg 643)
  • aus Süden: von der Bergstation der Taubensteinbahn am Rauhkopf vorbei zum Tanzeck, dann über den W-Grat.
  • aus Westen: vom Spitzingsattel entweder Sommerweg (unbeschildert; später AV-Weg Nr. 641A) über den Jägerkamp oder Winterweg (AV-Weg Nr. 643) über Schönfeldalm, dann zum Tanzeck und über den W-Grat.

Rundwanderweg vom Spitzingsattel zum Aiplspitz

Datei:Aiplspitz by R2.jpg
Der Aiplspitz bei der Besteigung über die südliche Route
Datei:Spitzingsattel 1999.jpg
Spitzingsattel

Vom Spitzingsattel führen zwei Wege hinauf zur Aiplspitz: der Sommerweg mit teilweise steilen Anstiegen über den Jägerkamp sowie der Winterweg mit gemäßigten Steigungen vorbei an der Schönfeld-Alm, wo man frischen Bergkäse und Buttermilch kaufen kann. Der Endanstieg verläuft über den W-Grat (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich).

Aufstieg

Datei:Aufstieg Jaegerkamp by R2.JPG
Aufstieg zum Jägerkamp bei dichter Wolkendecke

Der Parkplatz am Spitzingsattel schmiegt sich um den östlichen Rand der Spitzingstraße. Am südlichen Ende beginnen die meisten Wanderwege bei der Gastwirtschaft. Wir wählen jedoch den nicht beschilderten Sommerweg. Ein kleiner Zaundurchgang am nördlichen Ende des Parkplatzes weist den Eingang zu dem schmalen Pfad, der sich serpentinenartig über die freie Fläche des Osthanges hinaufschlängelt. Gerade die ersten 500 Meter muss man immer auf der Wiese bleiben und darf nicht in Versuchung geraten, Richtung Neuhaus einen der Trampelpfade zu benutzen. Hat man an Höhe gewonnen und steigt in den Wald auf, bleibt der Weg sehr klar erkennbar und führt nun eindeutig nach Norden zum AV-Weg Nr. 642. Nach etwa einer Stunde stößt man auf den beschilderten Wanderweg von Josefsthal zur Jägerbauern-Alm (der aufmerksame Wanderer wird auch ein Lama treffen). Ab jetzt folgen wir dem AV-Weg Nr. 642, der uns von hinten auf den Jägerkamp führt. Der Anstieg ist teilweise sehr steil, technisch jedoch unkritisch.

Vom Jägerkamp fällt der Weg ostwärts zum Benzingspitz ab und umrundet ihn Richtung Tanzeck. Ab der dortigen Wegkreuzung folgen wir den Wegweisern durch eine Senke bis zum Beginn des W-Grates mit einer Warntafel. Auf dem Gipfel des Aiplspitz angelangt wird alle Mühe durch eine herrliche Aussicht belohnt.

Abstieg

Datei:Abstieg von Aiplspitz by R2.jpg
Abstieg zur Oberen Schönfeld-Alm. Im Vordergrund Steinmännchen errichtet von fleißigen Wanderern.

Zurück geht es auf dem Winterweg. Zunächst vom Aiplspitz wieder zurück über den W-Grat bis zur Wegkreuzung, dann bergab dem AV-Weg Nr. 643 zur oberen und schließlich zur unteren Schönfeld-Alm folgen. Ab jetzt taucht der Weg ab in teilweise sehr feuchten Wald. Viele Steine und Wurzeln erschweren das Absteigen. Wir nähern uns von Südosten dem Spitzingsattel und steigen die letzten 100 Höhenmeter über die Bergwiese zum Parkplatz ab.

Etwas zeitintensiver ist der Abstieg von der Aiplspitz über den AV-Weg Nr. 641 nach Osten. Er führt an der Krottenthaler Alm vorbei zur Bergstation der Taubensteinbahn. Von dort folgt man dem AV-Weg Nr. 644, quert zwei mal die Taubensteinbahn und gelangt schließlich im unteren Bereich auf denselben Weg, der von der Schönfeld-Alm zum Parkplatz führt.

Aurach - Aiplspitz - Geitau

Hinweis: der Weg über den N-Grat ist rein nach der Karte und nach Aussagen anderer Wanderer beschrieben. Bitte ergänzen, wer ihn tatsächlich gelaufen ist.

Aufstieg

Direkt von der Kapelle in Aurach führt genau südlich der AV-Weg Nr. 641 (B8) als Forstweg in das Aurachtal. Nach etwa 1 Stunde verengt sich der Forstweg zum Pfad und führt nun serpentinenartig zum Benzingberg-Haus. Danach spaltet sich ein schmaler Steig links ab und führt östlich steil auf den N-Rücken des Aiplspitz; bei ca. 1600 m ü. NN knickt er genau nach Süden ab und folgt dem N-Grat bis zum zum Gipfel; stellenweise im I. Schwierigkeitsgrad. Viele Büsche erschweren zusätzlich den Anstieg. Der Weg erfordert Trittsicherheit und alpine Erfahrung.

Alternativ und einfacher ist der Weg über Benzingalm, Jägerkamp und Tanzeck zum W-Grat.

Abstieg

Zunächst geht man zurück über den N-Grat bis zur Verzweigung bei ca. 1600 m ü. NN. Dann zweigt nordöstlich der AV-Weg Nr. 643 (B5) zur Geitauer Alm ab. Nun geht es langgezogen am Geitauer Berg vorbei nach Geitau.

Alternativ unschwierig über den O-Grat zur Krottenthaler Alm, von dort ins Tal (AV-Weg 641).

Des Weiteren führt auch ein Weg durch die Latschen immer am östlichen Grat des Aiplspitz entlang. Der Weg ist nicht markiert, nur ab und zu durch Stoamandl (Steinmännchen) gekennzeichnet und er erfordert Trittsicherheit, aber keine spezielle Ausrüstung. Der Steig trifft dann auf den Weg von Geitau zur Krottenthaler Alm.

Hinweis: diese (letzte) Wegbeschreibung ist nicht vollkommen klar -- führt der Weg über den Kleinmiesing zur Angel-Alm und dann nach Norden? Wer den Weg kennt -- bitte eintragen!

Literatur und Karten

  • Heinrich Bauregger: Bayerische Hausberge - Genusstouren zwischen Berchtesgaden und Füssen. Bruckmann-Verlag, ISBN 3-7654-4143-0
  • Topografische Karte 1:50.000 Sonderblatt "Mangfallgebirge" (BLVA)
  • Alpenvereinskarte 1:25.000 "Tegernsee Schliersee", ISBN 3-937530-00-2
  • Wanderkarte 1:40.000 "Alpenregion Wendelstein - zwischen Schliersee und Thiersee"

Weblinks


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