Air Liban
Middle East Airlines

Airbus A330-200 der Middle East Airlines
IATA-Code: ME
ICAO-Code: MEA
Rufzeichen: Cedar Jet („Zedernjet“)
Gründung: 1945
Sitz: Beirut, Libanon
Allianz: Partner von SkyTeam
Flottenstärke: 9
Ziele: Europa, Afrika, Naher Osten

Middle East Airlines (arabischطيران الشرق الأوسط‎ Tairān asch-Scharq al-ausat, DMG Ṭayrān al-šarq al-awsaṭ, MEA) ist eine Fluggesellschaft des Libanons mit Sitz in Beirut. Ihr Drehkreuz ist der Rafiq-Hariri-Flughafen. Von dort werden Ziele im Nahen Osten sowie in Afrika und Europa angeflogen. Die MEA ist Mitglied der IATA und der Arab Air Carriers Organization.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Airbus A321 der MEA

Die 1945 gegründete MEA begann mit ersten Flugrouten zwischen Beirut und Syrien, Zypern sowie Ägypten, und später nach Saudi-Arabien, Kuwait und in die Golfregion. Zwischen 1945 und 1947 waren Flüge der MEA ab Beirut bevorzugtes Transportmittel für zionistische Politiker aus Palästina wie David Ben Gurion und Mosche Scharett, denen die britische Militärregierung Flüge von palästinensischem Territorium untersagt hatte. In den 1950er Jahren war die MEA die gemeinsame Regionalfluggesellschaft von Pan Am und der BOAC, die die MEA mit Fluggerät ausstatteten. Daher resultiert auch der Name der Gesellschaft. Beirut war in dieser Zeit das regionale Drehkreuz für Flüge in den gesamten Nahen Osten, speziell in die Golfregion. 1963, nach der Fusion mit Air Liban, wurde das Streckennetz auf weitere Ziele in Europa, Naher Osten und Afrika ausgeweitet.

Am 28./29. Dezember 1968 landeten israelische Kommandos auf dem Beiruter Flughafen und sprengten 13 Maschinen der MEA sowie Treibstofflager als Vergeltung für einen palästinensischen Angriff auf ein israelisches Flugzeug am 26. Dezember 1968 in Athen.

Während des libanesischen Bürgerkriegs 1975 bis 1990 war der Flughafen von Beirut geschlossen. In dieser Zeit vermietete die Gesellschaft Fluggerät und Personal an andere Fluggesellschaften. Danach konnte der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

Ab 1998 musste die Gesellschaft eine größere Restrukturierung durchlaufen, um einen Verlust von 87 Mio. US-Dollar im Jahr 1997 in einen Gewinn von 22 Mio. (2003) und 50 Mio. (2004) umzuwandeln.

Am 13. Juli 2006 wurde im Zuge der Israel-Libanon-Krise der Flughafen Beirut von israelischen Raketen getroffen. Die drei Startbahnen erlitten dabei schwere Schäden, weshalb der Flughafen vorübergehend geschlossen wurde. Dennoch gelang es der MEA, fünf ihrer Flugzeuge über eine Rollbahn zu evakuieren.

Noch 2006 wurden am Flughafen Beirut sogenannten Self-Service-Check-in-Automaten eröffnet. Weiters wurde mit sechs weiteren arabischen Fluggesellschaften die Regionalflugallianz Arabesk Airline Alliance gegründet. Weiterhin wurden im Sommer 2006 zwischen 10 % und 20 % der Firmenanteile an der Beiruter Börse platziert als Teil einer langfristigen Strategie, die Gesellschaft vollständig zu privatisieren.

Außerdem soll die Flotte zwischen 2007 und 2008 um zwei weitere Airbus sowie eine Anzahl nicht näher bezeichneter Regionalflugzeuge (ca. 50 Plätze) erweitert werden.

Im Jahr 2007 trat die MEA der SkyTeam-Allianz als sog. assoziiertes Mitglied bei. Hilfreich waren hier die guten Beziehungen zur Air France auf Grund deren Beteiligung an der MEA.

Ab 2008 wird MEA nach langer Unterbrechung die Strecke Zürich–Beirut wieder bedienen. Vorgesehen sind drei Flüge pro Woche zwischen den beiden Städten.

In den Sommermonaten Juni bis September bietet die MEA auch zwei wöchentliche Flüge nach Köln/Bonn an.

Flotte

(Stand: November 2007)[1]

Bestellungen[2]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ch-aviation.ch: Middle-East-Airlines-Flotte 4. November 2007
  2. Airbus: Middle-East-Airlines-Bestellungen, 31. Oktober 2007

Weblinks


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