Airport Bremen
Flughafen Bremen
Kenndaten
IATA-Code BRE
ICAO-Code EDDW
Flugplatztyp Verkehrsflughafen
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km von Bremen
Straße A281
Nahverkehr Straßenbahnlinie 6 Buslinie 52, Fernlinienbus aus Hamburg
Basisdaten
Eröffnung 1913
Betreiber Flughafen Bremen GmbH
Fläche 314 ha
Passagiere 2.486.337 (2008)
Luftfracht 30.636 t [1] (2007)
Flug-
bewegungen
45.215 [1] (2007)
Start- und Landebahnen
23 (nur Starts) 700 m × 23 m Asphalt
09/27 2.640 m × 45 m Asphalt

Der Flughafen Bremen (IATA: BRE, ICAO: EDDW) ist der Flughafen des Stadtstaates Bremen. Gemessen an der Zahl der Passagiere liegt der Flughafen an zwölfter Stelle in Deutschland, gemessen an der Fracht an sechzehnter Stelle (Stand: 2007)[2]. Die Betreibergesellschaft Flughafen Bremen GmbH gehört zu 100 Prozent der Stadt Bremen[3].

Inhaltsverzeichnis

Lage und Verkehrsanbindung

Straßenbahnhaltestelle am Flughafen

Der Flughafen Bremen liegt 3,5 Kilometer südlich von Bremens Stadtmitte. Er ist durch mehrere regionale Straßen an das Bremer Straßennetz angebunden; darüber hinaus ist der Flughafen aus dem Westen über die Autobahn A1 und vom Norden über die Autobahnen A27 sowie A281, die sich direkt neben dem Flughafen befindet, zu erreichen. Durch die Straßenbahnlinie 6 ist der Flughafen an das Netz der Bremer Straßenbahn angebunden, die zu den Hauptverkehrszeiten im Fünf-Minuten-Takt ein öffentliches Verkehrsmittel in die Innenstadt darstellt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Fernbuslinien, zu denen beispielsweise der Publicexpress nach Oldenburg und Groningen oder der bus2fly nach Hamburg gehören.[4]

Geschichte

Vorgeschichte

Im Jahr 1909 gründete sich der noch heute existierende und am Flughafen Bremen aktive Bremer Verein für Luft(schiff)fahrt(siehe Abschnitt unten). Er versuchte von Beginn an, in Bremen einen Luftschiffhafen zu bauen. Der Senat der Hansestadt unterstützte dieses Vorhaben und beauftragte den Norddeutschen Lloyd und den Bremer Verein für Luftfahrt, die Planung eines Luftschiffhafens auf dem Bremer Werder zu übernehmen. Im Mai 1910 wurde ein Antrag des Ingenieurs Walter Schudeisky Senator Dr. C. C. Buff zum Bau vorgelegt; Schudeisky wollte auf dem Exerzierplatz Neuenlander Feld Flugversuche durchführen. Sowohl der Senat als auch das Garnisonskommando stimmten zu, und so wurden im Sommer 1910 drei Schuppen zur Unterbringung des Fluggerätes gebaut. Von Beginn an gab es Beschwerden von Anliegern über den Fluglärm und vereinzelte Bruchlandungen in den Äckern der Bauern. Dies führte zu einem kurzzeitigen Flugverbot. Bereits 1912 begann der inzwischen umbenannte Bremer Verein für Luftfahrt Rundflüge anzubieten und erhielt am 16. Mai 1913 die Genehmigung, einen Flugstützpunkt auf dem Neuenlander Feld einzurichten. Der Flughafen hatte hier eine Größe von fast einem halben Quadratkilometer. Während des Ersten Weltkrieges gab es auf dem Flughafen keine Flüge. Nach Kriegsende beschloss Bremens Senat im Jahre 1919 die Errichtung eines Flughafens.

Professioneller Flugbetrieb

Am 18. Juli 1920 führte die niederländische KLM den ersten internationalen Flug über Bremen durch. Am 15. September 1921 entstand die Bremer Flughafenbetriebsgesellschaft, deren 75.000 Mark Stammkapital und 25.000 Mark Betriebskapital nicht von der Stadt Bremen kamen, sondern von Bremer Persönlichkeiten und ortsansässigen Firmen, wie beispielsweise A.G. Weser, Norddeutscher Lloyd, Bremer Bank, Deutsche Bank, Kaiserbrauerei Beck & Co. und dem Bremer Verein für Luftfahrt. Später schloss der Senat der Freien Hansestadt Bremen einen Betriebsüberlassungsvertrag ab und steuerte weitere 1,2 Millionen Reichsmark bei. Somit war es möglich, dass die Lloyd Luftfahrtdienst GmbH, eine Tochter des Norddeutschen Lloyd, bereits 1920 Flüge von Bremen nach Berlin, Dortmund und Wangerooge anbieten konnte. Eng verknüpft mit dem Flughafen war auch der Flugzeugbau. Noch während des Verbotes des Flugzeugbaus durch den Versailler Vertrag begannen Henrich Focke, sein Bruder Wilhelm, und Georg Wulf damit, Flugzeuge im Keller des Focke-Museums zu bauen und ab 1921 auf dem Flughafengelände zu testen. Am 24. Oktober 1923 gründeten beide die «Bremer Flugzeugbau AG», die späterere «Focke-Wulf-Flugzeugbau AG».

Auf Grund des immer höheren Gewichtes von Flugzeugen und schnelleren Start- und Landegeschwindigkeiten wurde 1937 ein System von befestigten Start- und Landebahnen errichtet. Insgesamt wurden vier Betonbahnen angelegt, von denen die längste 600 Meter lang und 52 Meter breit war. Die Bahnen kreuzten sich an verschiedenen Stellen und ermöglichten so, den Flugbetrieb bei verschiedenen Windrichtungen aufrechtzuerhalten. Zusammen mit den Rollwegen, der Nachtflugbefeuerung und der Lorenzbake entstand so der damals modernste Flughafen Deutschlands, von der Presse „Luftbahnhof Bremen“ getauft. Außerdem wurde 1937 ein neues Flughafenverwaltungsgebäude auf dem inzwischen fast einem Quadratkilometer großen Gelände fertiggestellt. Der zweigeschossige Zweckbau vereinte Wetterwarte, Verwaltung, Zoll- und Post-Büros mit den Abfertigungsschaltern und einem Restaurant.

1939 brach der zivile Luftverkehr in Bremen mit Beginn des Krieges komplett ein, was vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Flugzeugbau zu begründen ist. In der Folge war der Flughafen häufig Ziel von alliierten Bombenangriffen. Kurz nach Einmarsch der alliierten Truppen in Bremen behoben diese die schwerwiegendsten Schäden an der Infrastruktur notdürftig und benutzten den Flughafen in der Folgezeit als Militärflugplatz. Am 27. Januar 1949 gaben sie den Flughafen wieder für die zivile Nutzung frei.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die Ost-West-Startbahn (09/27) auf 1300 Meter in Richtung Osten verlängert, wenig später noch einmal auf 2034 Meter. Ebenso wurden neue funktechnische Anlagen aufgebaut, die selbst bei schlechtem Wetter den Flugbetrieb aufrechterhalten sollten. Dies ermöglichte die Nutzung des Flughafens auch für internationale Ziele.

Innerdeutsch flog die skandinavische SAS pro Woche einige Strecken. Für heimkehrende US-Soldaten wurden von Bremen aus Flüge nach New York angeboten, ebenso stand Rio de Janeiro Anfang der fünfziger Jahre auf dem Flugplan. Obwohl die Lufthansa 1955 wieder fliegen durfte, nahm sie Bremen erst am 2. Januar 1957 wieder in den Flugplan auf; allerdings errichtete die Lufthansa schon am 1. Mai 1956 die Verkehrsfliegerschule Bremen am Flughafen. Später zog die Schule in ein neues Gebäude in unmittelbarer Nähe zum Flughafen um und das alte Gebäude mit direkten Anschluss an das Vorfeld wurde der Flugsicherung überlassen. Heute firmiert die Verkehrsfliegerschule unter den Namen „Lufthansa Flight Training“.

Nachdem eine Maschine in München-Riem beim Start zerschellt war, wurden die Sicherheitsräume an den Enden der Startbahnen vergrößert. Dies führte dazu, dass in Bremen nur noch 1740 Meter beim Start und 1909 Meter bei der Landung aus Richtung Westen respektive 2034 Meter und 1740 Meter aus Richtung Osten als Start- und Landebahn genutzt werden durften. Deshalb mussten immer wieder Flüge gestrichen werden, da die Crew erst kurz vor dem Start die benötigte Startbahnlänge, abhängig von der Bahn-Temperatur, Wetter und anderen Faktoren, berechnen konnte. Häufig genug kam es so vor, dass die Crew die schon sitzenden Passagiere wieder aus dem Flieger heraus bitten musste. Am 28. Januar 1966 ereignete sich beim Landeanflug des Lufthansa-Fluges 005 der bisher einzige Absturz eines Lufthansa-Passagierfluges auf deutschem Boden. Alle 42 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder an Bord starben.

Bestrebungen zu Umbauten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts

In den 1960er und 1970er Jahren gab es verschiedene Bestrebungen, den Flughafen umzubauen. Zu der Einschränkung wegen des Flusses Ochtum stand nun eine weitere Einschränkung wegen der Bebauung im Osten an. Um diese zu umgehen, gab es verschiedene Pläne: So sollte die Ochtum überbrückt oder verlegt werden. Eine andere Lösung wäre gewesen, eine zweite, parallele Landebahn zu errichten, was jedoch an den Anwohnern scheiterte. Bis 1973 wurden die Kapazitätsprobleme immer ernster. Bremen versuchte die anderen Küstenstädte sowie das Land Niedersachsen davon zu überzeugen, dass ein Großflughafen gebaut werden sollte. Diese Versuche waren allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Schließlich wurde der Entschluss gefasst, für Baukosten in Höhe von 23 Millionen Mark die Ochtum zu verlegen; die tatsächlichen Bauarbeiten verzögerten sich jedoch: Erst Anfang 1982 wurde das Verfahren zur Verlegung des Flüsschens eingeleitet, wodurch sich der Streit um den Flughafen noch einmal zuspitzte. In dieser Zeit wurde durch Bremer Kaufleute am 13. Januar 1983 der Interessenverband Förderverein Bremer Flughafen e.V. gegründet.

Das Gebäude der Deutschen Flugsicherung am Flughafen Bremen mit dem Tower im Hintergrund

Wegen der Stadtnähe und des Lärmproblems definierte der Bremer Senat den Airport 1973 als Flughafen für Kurz- und Mittelstreckenflüge. Mitte der siebziger Jahre starteten ab Bremen auch Urlauberflüge. 1979 wurde das Instrumentenlandesystem (ILS) aufgebaut. 1987 beantragte Messerschmitt-Boelkow-Blohm (MBB), heute Teil von EADS, die Verlängerung der Startbahn, um den Abtransport der Airbustragflächen mit dem Transportflugzeug Super Guppy zu ermöglichen. 1988 nahm Bremens Senat diesen Antrag endgültig an und die Startbahn wurde auf 2634 Meter verlängert. Wegen eines Gerichtsbeschlusses auf Antrag der Flughafengegner musste am 25. Januar 1989 ein Vertrag zwischen der Stadt Bremen, der Gemeinde Stuhr und der Betreibergesellschaft des Flughafens abgeschlossen werden. In ihm wird festgelegt, dass die 300 Meter Verlängerung an beiden Enden der bestehenden Start- und Landebahn nur von Flugzeugen des Typs Super Guppy sowie dem Nachfolger Airbus Beluga genutzt werden dürfen. Ein weiterer Gerichtsbeschluss vom März 2004 legt fest, dass ein bestimmter Anwohner darüber informiert werden muss, wenn die Verlängerung der Startbahn genutzt werden soll. Die Bahn 23 ist eine reine Startbahn, Landungen der auf dieser Bahn zugelassenen kleineren Maschinen sind nicht gestattet.

1989 wurden am Flughafen Bremen erstmals mehr als eine Million Passagiere transportiert. Im selben Jahr entstand auch der Plan für den Flughafen 2000. Für umgerechnet 199,4 Millionen Euro wurden neue Terminals, Parkhäuser und Verwaltungsgebäude errichtet. In der Nachbarschaft siedelten sich Dienstleistungsunternehmen an, die als Airport City einen eigenen kleinen Stadtteil prägen.

Schwierige Jahre im 21. Jahrhundert

Boeing 737-800 der Ryanair

Durch die Luftfahrtkrise 2001, durch die Terroranschläge am 11. September 2001 noch verstärkt, gingen am Flughafen Bremen erstmals deutlich die Passagierzahlen zurück; insbesondere der Charterbereich war betroffen, da die TUI ihre Aktivitäten zunehmend auf Hannover konzentrierte. Im Jahr 2006 gab es mit knapp 1,7 Millionen Fluggästen einen Rückgang von 2,4 Prozent. Doch durch die Stationierung zweier Flugzeuge der Billigfluggesellschaft Ryanair im April 2007 konnten mit der Zahl von 2,2 Millionen wieder deutlich mehr Passagiere abgefertigt werden. Außerdem kaufte Ryanair eine ehemalige Werkstatthalle und baute sie zum „Terminal E“ um. Im September stationierte Ryanair eine dritte Boeing 737-800 am Flughafen und baute die Zahl der Zielflughäfen weiter aus, wodurch die Zahl der Fluggäste am Flughafen auf insgesamt 2.486.337 im Jahr 2008 anstieg.

Zum Jahreswechsel 2007/2008 kündigte die Fluggesellschaft Air Berlin kurzfristig die Einstellung der drei täglichen Verbindungen von Bremen nach München an. Im Mai 2008 nahm Air Berlin wieder Flüge nach Berlin-Tegel auf. Diese Flüge führte die Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW) mit Dornier 228 durch. Im August 2008 jedoch wurde bekannt, dass die Flüge nach Berlin aus wirtschaftlichen Gründen wieder gestrichen werden sollten. Am 15. September 2008 startete das letzte Mal eine Maschine der (LGW) nach Berlin-Tegel.[5]

Ausstattung

Blick von der Besucherterasse auf das Vorfeld
Flugwetterwarte am Airport Bremen

Der Flughafen Bremen verfügt über drei Terminalgebäude; in dem südlichsten, eine Kurve formenden Gebäude befinden sich die Terminals 1, 2 und 3. Hier sind fünf Fluggastbrücken vorhanden und es werden alle Fluggesellschaften abgefertigt; einzige Ausnahme ist Ryanair, die eine ehemalige Werkhalle nördlich zum Terminal E umbaute. Darüber hinaus gibt es noch ein Terminal für die Allgemeine Luftfahrt, das sogenannte „GAT“.

Auf der gegenüberliegenden Seite, am südlichen Rand des Flugfeldes befindet sich das Gebäude der Flugwetterwarte des DWD mit dem meteorologischen Messfeld.

Widerstand aus der Bevölkerung

1967 gründete sich die heute gemeinnützige Vereinigung zum Schutz Flugverkehrsgeschädigter e.V. Bremen als Vereinigung zum Schutz der Bevölkerung vor Lärm, Luftverseuchung und anderen Schäden des Flugverkehrs e.V., die sich als „Parteiunabhängige Schutzgemeinschaft“ versteht. Diese Vereinigung hat als Ziel unter anderem ein achtstündiges Nachtflugverbot am Flughafen, eine Neuauflage des Schallschutzprogramms, die Anwohnerinformation in Form eines umfassenden Lärmschutzberichts sowie das Verbot von Sichtanflügen und Trainingsflügen über bewohntem Gebiet.

Bremer Verein für Luftfahrt e.V.

Die Junkers W33 in der Bremenhalle

Eine Besonderheit, in dieser Form einmalig in Deutschland, ist der Sitz des Bremer Vereins für Luftfahrt e.V. (BVL), bisher unmittelbar am Flughafen zwischen dem Ryanair-Terminal und dem Cargo-Gelände gelegen, seit April 2009 im GAT. Der 1909 gegründete Verein besitzt als Flughafen-Gründungsmitglied immaterielle Sonderrechte, pflegt als „Flughafengründer“ ein ausgesprochen intensives Verhältnis zur Flughafen Bremen GmbH und betreibt am Standort Bremen Luftsport mit fünf vereinseigenen Maschinen der Echo-Klasse. Weiterhin unterhält er eine Flugschule; mehrere Mitglieder besitzen eigene Flugzeuge. Die fünf Vereinsflugzeuge der Motorfluggruppe tragen die Namen bekannter und verdienter Mitglieder der Vereinsgeschichte, wie etwa die Piper PA28 D-ETCL den Namen «Hans-Joachim Schulze» (Gründer und Cheffluglehrer der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der sich sehr um den Verein verdient gemacht hat) oder die C172 den Namen «Cornelius Edzard», eines berühmten Flugpioniers. Ein Flugzeug ist nach dem berühmten Kunstflieger «Gerd Achgelis», selbst früher Vereinsmitglied, benannt. Der am Flughafen neben dem sog. TOR 1 stehende Turm ist entgegen verbreiteter Ansicht kein Tower der Flugsicherung, sondern die im Jahre 2009 völlig neu gestaltete Clublounge der nahezu 300 Privatpiloten. Er wurde ursprünglich als Reserve für die Vorfeldkontrolle konzipiert, jedoch nie als solche genutzt. Der Turm steht auch Gästen für exklusive Veranstaltungen zur Verfügung

Bis 1974 wurde am Bremer Flughafen Segelflug betrieben, seit diesem Zeitpunkt sind die Segelflieger auf dem Segelfluggelände in Osterholz-Scharmbeck aktiv. Die rund 80 Ultraleichtflieger fliegen am Flugplatz Rotenburg/Wümme, die Ballonfahrer starten von unterschiedlichen Plätzen aus.

2009 werden gemeinsam mit dem Flughafen verschiedene Veranstaltungen aus Anlass der „100 Jahre Luftfahrt in Bremen“ stattfinden, so etwa am 10.Mai ein Großflugtag mit den verschiedensten Groß- und Kleinflugzeugen, am 14.6. das Eintreffen von etwa 100 Flugzeugen, die am Deutschlandflug des DAeC teilnehmen .[6]

Besucherterrasse

VFW-614 nach der Renovierung auf der Besucherterasse

Auf der Besucherterrasse des Flughafens steht eine VFW-614, die von EADS zur Erprobung des Flugverhaltens des Airbus A380 verwendet wurde. Außerdem ist die Bremenhalle über den Zugang zur Besucherterrasse erreichbar. Es handelt sich um ein Museum zur Geschichte der Bremer Luft- und Raumfahrt. Hier sind unter anderem das maßgeblich vom Bremer Raumfahrtunternehmen Astrium entwickelte Spacelab und die Junkers W 33 «Bremen» ausgestellt. Es ist das Flugzeug, mit dem 1928 die erste direkte Ost-West-Atlantiküberquerung gelang. Auch der einst in Bremen gebaute Doppeldecker Focke-Wulf Fw 44 «Stieglitz» ist zu sehen.

Verkehrszahlen

Flughafen Bremen – Verkehrszahlen[7][8]
Jahr Fluggastaufkommen Luftfracht [t] Flugbewegungen
1920 150
1929 6.450
1932 1.541
1949 5.150 110.386
1957 61.357
1964 224.350
1979 719.000
1987 850.000 12.002 56.456
2003 1.640.000 24.509 42.789
2004 1.670.000 24.992 42.722
2005 1.740.000 25.340 42.560
2006 1.700.000 26.330 40.419
2007 2.230.000 30.636 45.213
2008 2.486.337 27.649 46.876

In Bremen wird die Luftfracht überwiegend per LKW an- und abtransportiert. Dennoch handelt es sich rechtlich gesehen um Luftfracht. Der tatsächlich per Luft transportierte Anteil belief sich 2007 auf 894 Tonnen, nach 1.006 Tonnen im Jahre 2006.[7]

Literatur

  • Siegfried Spörer: Airport Bremen. Edition Temmen, Bremen 1999, ISBN 978-3-86108-629-1
  • Herbert Schwarzwälder: Das Große Bremen-Lexikon. 2., aktualisierte, überarb. und erw. Aufl., Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-693-X. (2 Bände; Bd. 1, A – K; Bd. 2, L – Z)

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b ACI
  2. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen: „Statistiken IVF 2007“
  3. Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen: „Gesellschafter und Beteiligungsverhältnisse - internationale Verkehrsflughäfen“ (Stand: Oktober 2007)
  4. Flughafen Bremen: „Abruf/Service“ (Stand: 3. Mai 2008)
  5. Welt» zur Einstellung der LGW-Flüge nach Berlin (Stand: 28. August 2008)
  6. Bremer Verein für Luftfahrt e.V.
  7. a b Flughafen Bremen: „Zahlen Fakten“ (Stand: 3. Mai 2008)
  8. Bremen: „Flughafen Bremen: Flugbewegungen nach Betriebsrichtungen“ (Stand: 3. Mai 2008)

Weblinks


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