Aitkenkerne

John Aitken (* 18. September 1839 in Falkirk; † 14. November 1919 ebenda) war ein britischer Physiker.

Nach einem ingenieurwissenschaftlichen Studium an der Universität Glasgow arbeitete er, finanziell unabhängig, in seinem privaten Forschungslabor in Falkirk, Stirlingshire (Schottland), wo er viele klassische Entdeckungen vor allem auf dem Gebiet der Meteorologie machte.

Er beschrieb als erster die Rolle von Festkörperpartikeln (Schwebstoffteilchen kolloidaler Größenordnung) als Kondensationskerne bei der Bildung atmosphärischer Niederschläge und klassifizierte sie nach Größe und Chemismus (Aitken-Kerne=Aersolpartikel <0,1 µm Ø). Ebenso untersuchte er die Bedingungen für die Entstehung von Tau. Weitere grundlegende Forschungen waren dem Effekt der Wellendämpfung durch dünne Ölfilme auf bewegten Wasseroberflächen und der Bestimmung der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten gewidmet. Für seine Untersuchungen entwickelte er die nach ihm benannte Aitken-Nebelkammer.

Literatur

  • Eine Biografie und Einschätzung der Arbeiten von Aitken wurde durch C.G. Knott vorgenommen in: "Collected Papers", Cambridge University Press 1923
  • Eine Beschreibung der Forschungsarbeiten zur Wellendämpfung findet sich in: C.H. Giles, S.D. Forrester: Wave Damping: The Scottish Contribution; Chemistry & Industry 1970, S.80-87.

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