Akademie für Musik und Theater

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Hochschule für Musik und Theater Hannover
Logo
Gründung 1897
Trägerschaft staatlich
Ort Hannover
Bundesland Niedersachsen
Staat Deutschland
Präsident Rolf-B. Klieme (zurückgetreten ab 31 März 09)
Studenten ca. 1.200
Website www.hmt-hannover.de

Die Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Hochschule an vier Standorten in Hannover mit Promotions- und Habilitationsrecht. An ihr werden derzeit knapp 1.200 Studenten in 20 Studiengängen zu Musikern, Schauspielern, Musiklehrern, Musik- und Medienwissenschaftlern sowie -managern ausgebildet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Ursprünge der HMTH bilden die Landesmusikschule und die Hannoversche Schauspielschule, die zum Teil bereits im neunzehnten Jahrhundert existierten. 1950 wurde aus ihnen die Akademie für Musik und Theater. Seit 1973 ist das Land Niedersachsen Träger der HMT. 1978 erhielt die HMTH den Status einer künstlerisch-wissenschaftlichen Hochschule. Das Hauptgebäude der Hochschule wurde 1972 gebaut und galt damals als eines der modernsten Gebäude, das eigens für den Zweck einer künstlerischen Hochschule gebaut wurde.

Studienangebot

Studienorte und Fachbereiche

Die Gebäude der HMTH verteilen sich auf die Standorte Emmichplatz (Hauptgebäude), Hohenzollernstrasse 47, Schiffgraben 48, Bismarckstrasse 2 und Expo Plaza 12. Auf dem ehemaligen Expo-Gelände bilden die Studiengänge Jazz, Rock, Pop und Schauspiel sowie das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung und das Europäische Zentrum für Jüdische Musik gemeinsam mit den Fachbereichen Bildende Kunst, Design und Medien der Fachhochschule Hannover das Kurt Schwitters-Forum.

Künstlerische Studiengänge

Die HMTH bietet alle klassischen Studiengänge einer Musikhochschule an, der Schwerpunkt liegt auf der Ausbildung in den Bereichen Musikerziehung, Künstlerische Ausbildung, Soloausbildung, Schulmusik und Theater. Im Rahmen einer Verstärkung der Popularmusik-Ausbildung wurde außerdem ein neuer Studiengang "Jazz, Rock, Pop" innerhalb der Musikerziehung eingerichtet. Die Fächer Gesang, Musiktheorie/Komposition, Dirigieren sowie Jazz/Rock/Pop können auch als Hauptfach für das Lehramt Musik an Gymnasien studiert werden. Die Studienangebote sind in den Bereichen Klavier, Orchesterpraxis und Förderung der Kammermusik besonders ausgeprägt, vor allem in der Künstlerischen Ausbildung und der Musikerziehung. Im Jahr 2000 wurde das Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter (IFF) gegründet, an dem seit Wintersemester 2001/2002 hochbegabte Früh-Studenten ausgebildet werden.

Wissenschaftliche Fächer

Musikwissenschaft, Musikpädagogik und Philosophie werden nicht nur als Ergänzung der klassischen Studiengänge einer Musikhochschule (s.o.), sondern auch als eigenständige Magister- bzw. Promotionsaufbaustudiengänge angeboten. Ab dem WS 2004/2005 bietet die HMTH statt der bisherigen Lehramtsstudiengänge sowie der Magisterstudiengänge Musikwissenschaften und Musikpädagogik den Studiengang Bachelor of Arts an. Dieser erste berufsqualifizierende Abschluss ist in acht Semestern zu studieren.

Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung

Logo des IJK

Das Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) ist das medien- und kommunikationswissenschaftliche Institut der HMTH und nimmt damit thematisch eine Sonderstellung in der Hochschule ein. Zu den Forschungsschwerpunkten am IJK zählen: Massenmedien und Wahlen, Medienrezeption, Interaktive Medien, Öffentlichkeitsarbeit und ihre Evaluation, Europäische Pressemärkte, Tageszeitungen, Werbung, Kulturjournalismus, Kinder und Medien, Gesundheitskommunikation usw.

An Studiengängen wird der Bachelor/Master-Studiengang 'Medienmanagement' angeboten, außerdem der Master-Studiengang 'Medien und Musik'. Letzterer löste zum Wintersemester 2008/09 den Master-Studiengang 'Multimediale Kommunikation' ab.[1]

Im Ranking von Karriere (Heft 05/2006) kommt das Institut in der Kategorie Medienwissenschaft auf den zweiten Platz hinter der Universität Leipzig. Laut Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) im Jahr 2008 zählt das IJK zur Spitzengruppe deutscher medien- und kommunikationswissenschaftlicher Institute. Im Urteil der Studierenden erhielt das Institut mit der Gesamtnote 1,4 die beste Wertung im CHE-Ranking.[2]

Praxisorientierung

Die Studenten und Absolventen der Hochschule haben dank intensiver Ausbildung und Betreuung durch ihre Professoren in der Regel keine Probleme beim Einstieg ins Berufsleben. Der Berufseinstieg wird auch durch vielfältige Kooperationen der HMTH wie z.B. mit den Städten Hannover, Hildesheim, Goslar und Nordhorn erleichtert. Mit Schauspiel und Oper des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover und der NDR Radio Philharmonie besteht eine enge Zusammenarbeit. Sowohl das Sinfonieorchester als auch die Big Band der Hochschule sind weit über die Grenzen Hannovers für Qualität und Programmvielfalt bekannt. Mehrere Opernproduktionen je Studienjahr - darunter auch Ur- und Erstaufführungen - bieten die Möglichkeit, die Praxisbedingungen und -anforderungen schon im Studium hautnah kennenzulernen. Bei nationalen und internationalen Wettbewerben ist die Zahl der Preisträger aus der HMTH jedes Jahr groß.

In- und Auslandsbeziehungen

Ein internationaler Erfahrungsaustausch und weitere künstlerische und wissenschaftliche Beziehungen mit verschiedenen deutschen und ausländischen Musikhochschulen bringen zusätzliche Erfahrungen für die Studenten. Die Hochschule für Musik und Theater Hannover unterhält künstlerische und wissenschaftliche Beziehungen sowie einen internationalen Erfahrungsaustausch mit mehreren in- und ausländischen Musikhochschulen und Universitäten, u.a. in den Niederlanden und in Osteuropa. Ein Studentenaustausch sowie mehrere Kooperationsprojekte vertiefen diese Beziehungen stetig.

Öffentliche Veranstaltungen

Die große Veranstaltungszahl trägt in besonderem Maße zur Praxisorientierung der Ausbildung bei: Im Hauptgebäude der Hochschule am Emmichplatz finden fast täglich öffentliche Konzerte oder Veranstaltungen der Opern- und Schauspielabteilung statt. Jährlich veranstaltet die Hochschule als feste Programmpunkte drei Orchesterkonzerte sowie zwei Opernproduktionen. Die Schauspielabteilung bespielt seit Herbst 2001 das Studiotheater in der Expo Plaza 12.

Forschung

Aufgrund der für eine künstlerische Hochschule seltenen Einbindung starker wissenschaftlicher Aktivitäten wird neben der Ausbildung für die künstlerische Praxis auch intensive Forschung betrieben. Dies spiegeln auch die Aktivitäten der Institute der Hochschule wider, die Forschung und Praxis verbinden: Eine im bundesweiten Vergleich einzigartige Einrichtung ist das Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin. Hier werden spezielle Forschungen auf dem Gebiet der anatomisch-physiologischen Voraussetzungen für Sänger, Instrumentalisten und Bühnentänzer betrieben. Auch das weltweit einzige Europäische Zentrum für Jüdische Musik ist an der HMTH angesiedelt, ebenso wie das für eine Musikhochschule außergewöhnliche Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung. Letzteres ist neben zahlreichen weiteren Forschungsprojekten am EU-Projekt FUGA "The fun of gaming: Measuring the human experience of media enjoyment" beteiligt. Das Institut für Musikpädagogische Forschung hat besondere Schwerpunkte in den Bereichen Geschichte der Musikpädagogik sowie musikalische Lernprozesse entwickelt. Am 26. November 2001 beschloss der Senat die Gründung des Studienzentrums Weltmusik. Ziel des Zentrums ist die interdisziplinäre Erforschung und die didaktische Aufbereitung des Musiklebens weltweit. Das jüngste Institut an der HMTH ist das Institut für Neue Musik, das sich der Vermittlung neuer und neuester Musik widmen wird. Auf möglichst breiter Basis soll im Rahmen des Instituts praktisch und theoretisch die vielseitige Welt der Neuen Musik erarbeitet und präsentiert werden.

Studentenzahlen

Entsprechend der Vergrößerung der Aufgabenfelder und der damit einher gehenden Verbreiterung des Lehrangebotes war ein steter starker Anstieg der Studentenzahlen zu verzeichnen. Heute sind etwa 1.200 Studenten immatrikuliert. Die Zusammensetzung der Studenten zeigt eine breite Palette verschiedener Nationalitäten, die der Hochschule internationales Flair verleihen und das Miteinander verschiedener kultureller Strömungen begünstigt.

Berühmte Dozenten und Studenten der Hochschule

Siehe auch

Liste deutscher Hochschulen

Einzelnachweise

  1. Neuer Studiengang, IJK-Website
  2. CHE Hochschulranking 2008, Die ZEIT

Weblinks

52.37759.75444444444457Koordinaten: 52° 22′ 39″ N, 9° 45′ 16″ O


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