Akademie für Publizistik

Die 1970 gegründete Akademie für Publizistik in Hamburg ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein. Mitglieder/Förderer sind Verleger- und Journalistenorganisationen, Verlage, Rundfunkorganisationen, das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sowie Einzelpersonen aus allen Medien.

Inhaltsverzeichnis

Ausbildung

Die Akademie für Publizistik ist eine Institution zur berufsbegleitenden, überbetrieblichen Aus- und Fortbildung von Journalisten aller Medien. Für Journalisten ohne Berufserfahrung sind die Kurse und Seminare in der Regel nicht geeignet.

Pro Jahr bietet die Akademie elf vierwöchige Kurse für Presse-Volontäre, zwei Kurse (zweimal zwei Wochen) für Radio-Volontäre und zwei vierwöchige Kurs für Fernseh-Volontäre an. Das entspricht dem Ausbildungstarifvertrag für Volontäre bei Tageszeitungen und Zeitschriften: möglichst im ersten Ausbildungsjahr mindestens vier Wochen überbetriebliche Ausbildung.

Im Bereich der Weiterbildung veranstaltet die Akademie jährlich mehr als 90 ein-, zwei-, drei- und fünftägige Seminare, ebenfalls für alle Medien sowie, auf Anfrage, Inhouse-Workshops für Redaktionen.

Leitung und Dozenten

Die Akademie bzw. der eingetragene Verein wird von einem Vorstand geleitet, der von einem Kuratorium unterstützt wird. Leiter der Akademie war von 1981 bis 1989 Armin Sellheim. Vorstandsvorsitzender war von 1999 bis November 2007 der Kommunikationswissenschaftler Will Teichert; sein Nachfolger wurde der Medienfachmann Rainer Cabanis, der im Juni 2009 verstarb. Seit November 2009 ist mit Barbara Thomaß, Professorin am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, erstmals eine Frau Vorstandsvorsitzende.[1][2] Die Akademie hat eine hauptamtliche Geschäftsführung, seit 2001 ist Annette Hillebrand Geschäftsführerin.[3]

Die Dozenten sind Praktiker des Journalismus. Viele haben Lehrbücher veröffentlicht wie Stefan Karzauninkat, der Internet-Recherche lehrt, Peter Linden im Bereich praktischer Journalismus, Sprache und Stil, oder Matthias Spielkamp und Nea Matzen, die Schreiben fürs Web unterrichten. Stefan Willeke, ebenfalls Dozent, ist Träger des Erwin-Kisch-Preises.

Ausstattung

Das Haus in Hamburg erstreckt sich über drei Etagen. Zwei größere Veranstaltungssäle im Erdgeschoss werden ergänzt durch Leseräume und einen Garten. Im ersten Stock befinden sich die Büros und ein Fachseminar-Raum; der zweite Stock beherbergt den Multimedia-Raum (für Internet, digitale Bild-, Ton- und Video-bearbeitung), ein TV-Studio, die TV-Regie und ein Hörfunk-Studio sowie zwei Arbeitsräume mit PCs.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. http://kress.de/alle/detail/beitrag/101166-akademie-fuer-publizistik-mit-neuem-vorstand-thomass-uebernimmt-vorsitz.html
  2. Wechsel im Vorstand der Akademie für Publizistik: Rainer M. Cabanis folgt auf Prof. Will Teichert, Beitrag beim na.presseportal vom 15. November 2007 (letzter Aufruf: 30. Juni 2009).
  3. http://www.akademie-fuer-publizistik.de/akademie/team/annette-hillebrand/

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