Akira Iriye

Iriye Akira (jap. 入江 昭, Irie Akira; * 20. Oktober 1934 in der Präfektur Tokio) ist ein Historiker, der sich auf die Geschichte der US-amerikanisch-ostasiatischen Beziehungen sowie internationale Probleme spezialisiert hat. Er ist der einzige japanische Staatsbürger, der bis jetzt zum Präsidenten der US-amerikanischen historischen Gesellschaft ernannt wurde. 2005 wurde er mit der Orden des heiligen Schatzes 2. Klasse ausgezeichnet, der ähnlich dem Bundesverdienstkreuz eine der höchsten japanischen Auszeichnungen für Zivilisten darstellt. Er wurde auch mit dem Yoshida-Shigeru-Preis für das beste populärwissenwissenschaftliche Buch über Geschichte ausgezeichnet, und dem Yoshino-Sakuzō-Preis.

Leben

Iriye studierte Geschichte am Haverford College (Pennsylvania) und erhielt dort 1957 den Bachelor-Titel. Anschließend ging er an die Universität Harvard und erlangte dort den Doktor-Titel. Er erhielt 1974 ein Guggenheim-Stipendium. Nach seinem Abschluss begann Iriye in Harvard zu unterrichten, erhielt danach Lehrstellen an der University of California, Santa Cruz, der University of Rochester und der University of Chicago, bevor er als Professor für Geschichte nach Harvard zurückkehrte. Dort übernahm er 1991 den Posten des Charles Warren Professors für Amerikanische Geschichte. Nachdem er sich 2005 aus dem Lehrbetrieb von Harvard zurückgezogen hatte, hielt er an der Waseda-Universität, der Ritsumeikan-Universität und der University of Chicago Gastvorlesungen.

Publikationen

  • After Imperialism: The Search for a New Order in the Far East, 1921-1931; Harvard University Press, 1965
  • Across the Pacific: An Inner History of American-East Asian Relations; Verlag Harcourt, Brace Chicago, 1967
  • Pacific Estrangement: Japanese and American Expansion, 1897-1911; Harvard University Press, 1972
  • Priscilla Clapp, Iriye Akira (Ed.): Mutual Images: Essays in American-Japanese Relations; Harvard University Press, 1975
  • Yonosuke Nagai, Iriye Akira (Ed.): The Origins of the Cold War in Asia; Columbia University Press, 1977
  • Power and Culture: The Japanese-American War, 1941-1945; Harvard University Press, 1981
  • The Origins of the Second World War in Asia and the Pacific; Longman-Verlag London New York 1987
  • The Internationalization of History; American Historical Association Presidential Address, 1988 [1]
  • Iriye Akira, Warren I. Cohen (Ed.): The United States and Japan in the Postwar World; University Press of Kentucky, 1989
  • Iriye Akira, Warren I. Cohen (Ed.): The Great Powers in East Asia, 1953-1960; Columbia University Press, 1990
  • Fifty Years of Japanese-American Relations; (japanisch, 1991)
  • Iriye Akira , Michael J. Barnhart (Ed.), Above the Mushroom Clouds: Fiftieth Anniversary Perspectives, Journal of American-East Asian Relations 4.2 (Summer 1995): 89-179.
Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Eigennamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Japanischen. Iriya ist hier somit der Familienname, Akira ist der Eigenname.

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