Akiva Jaglom

Akiwa Moissejewitsch Jaglom, englisch Akiva Yaglom (russisch Акива Моисеевич Яглом; * 6. März 1921 in Charkiw, Ukraine; † 12. Dezember 2007 in Boston) war ein russischer Mathematiker und Physiker.

Jaglom zog 1926 nach Moskau, wo er sich 1955 mit einer Arbeit über die Anwendung stochastischer Prozesse in der Turbulenz-Theorie habilitierte (russischer Doktor). Er arbeitete am Institut für atmosphärische Physik der Russischen Akademie der Wissenschaften und war Professor in der Abteilung Wahrscheinlichkeitstheorie der Lomonossow-Universität. 1992 siedelte er in die USA über, wo er am MIT arbeitete.

Jaglom beschäftigte sich mit stationären Zufallsprozessen. Er ist mit Andrei Kolmogorow einer der Begründer der statistischen Theorie der (homogenen) Turbulenz in Russland (unabhängig in Deutschland von Werner Heisenberg untersucht).

1988 erhielt er den Otto-Laporte-Preis der American Physical Society.

Er ist der Zwillingsbruder des Mathematikers Isaak Jaglom, mit dem er das Buch Wahrscheinlichkeit und Information schrieb.

Schriften

  • mit Andrei Monin: Statistical fluid mechanics, MIT Press, 2 Bände, 1971
  • Einführung in die Theorie der stationären Zufallsfunktionen, Berlin, Akademie Verlag 1959 (englisch: An introduction to the theory of stationary random functions, Prentice Hall 1962, Dover 2004)
  • Correlation theory of stationary and correlated random functions, 2 Bände, Springer 1987

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