Akleiblättrige Wiesenraute
Akeleiblättrige Wiesenraute
Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium)

Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium)

Systematik
Unterklasse: Hahnenfußähnliche (Ranunculidae)
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Isopyroideae
Gattung: Wiesenrauten (Thalictrum)
Art: Akeleiblättrige Wiesenraute
Wissenschaftlicher Name
Thalictrum aquilegifolium
L.

Die Akeleiblättrige Wiesenraute (Thalictrum aquilegifolium), auch Amstelraute genannt, gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Akeleiblättrige Wiesenraute ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter am Stängel sind zwei- bis dreifach gefiedert und enthalten einen gelben Farbstoff der zum Färben von Wolle genutzt wurde. Die Blätter ähneln denen der Akelei verblüffend.

Die blauen (violett) farbigen Blüten sind in einer kompakt erscheinenden rispigen Blütenstand. Die Staubblätter sind zahlreich in einer Kugel büschelig angeordnet. Diese sind auffallend gefärbt und haben die Funktion des Schauapparats übernommen. Dies ist einmalig in der heimischen Flora, ansonsten aber auch bei Myrthen, Eukalypten und afrikanischen Akazien. Die Pflanze bietet Pollen statt Nektar, sichert aber durch ihren Schauapparat die Bestäubung durch Insekten.

Blütezeit ist von Mai bis Juni.

Vorkommen

Generell ist diese Art in den Alpen bzw. Voralpen und bis Ostasien verbreitet. Diese Art bevorzugt als Standort feuchte Gebüsche und Wälder und liebt stickstoffreiche basische Böden.

Im deutschen Mittelgebirge und Alpen kommt die Akeleiblättrige Wiesenraute selten vor und gehört deshalb auch zu den schonungsbedürftigen Pflanzen.

Volksheilkunde

Wurde früher als Heilkraut gegen Wechselfieber angewendet. Weitere Volksnamen dieser Pflanze sind Kaisertee, Brusttee und Lungenkraut.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen, München 2003, ISBN 3-576-11482-3
  • Fischer, M. A., Adler, W. & Oswald K.: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol, Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Weblinks


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