FOCUS
Focus
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Beschreibung Nachrichtenmagazin
Verlag Hubert Burda Media
Erstausgabe 18. Januar 1993
Erscheinungsweise wöchentlich montags
Auflage
(IVW Q2/2008)
751.625 Exemplare
Verbreitete Auflage
(IVW Q2/2008)
765.169 Exemplare
Reichweite
(MA 2008 II)
5,71 Mio. Leser
Chefredakteur Uli Baur und Helmut Markwort
Herausgeber Helmut Markwort
Weblink focus.de
Artikelarchiv 1993 ff.
ISSN 0943-7576
Chefredakteur H. Markwort, 2005

Der Focus ist ein deutsches wöchentlich erscheinendes Nachrichtenmagazin. Er erscheint im Burda-Verlag München unter der Leitung von Hubert Burda als Verleger und Helmut Markwort als Chefredakteur und Herausgeber.

Burda und Markwort gründeten und konzipierten das Magazin als Konkurrenzblatt zu dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Die Berichterstattung des Magazins gilt in der deutschen Medienlandschaft als konservativ und wirtschaftsliberal. Im Bundestagswahlkampf 2005 bezog der Focus deutlich Position zugunsten einer Koalition aus CDU/CSU und FDP.

Inhaltsverzeichnis

Daten zum Focus

Die verkaufte Auflage beträgt ca. 730.000 Exemplare (Quartal 3/2007). Davon sind etwa 313.500 Abo-Exemplare, 90.000 Exemplare werden über Lesezirkel und 160.000 als Bordexemplare über die Fluggesellschaften vertrieben. Der Einzelverkauf schwankt – je nach Titelthemen – relativ stark und liegt im Durchschnitt im 3. Quartal 2007 bei 154.000 Stück. Der Focus stellt nach dem Spiegel und dem Stern das drittgrößte deutsche Nachrichtenmagazin dar.

Zusätzlich gibt es noch das wöchentliches Wirtschaftsmagazin Focus-Money. Focus-Money ist derzeit (2008) der zweit-auflagenstärkste Wirtschaftstitel mit einer Auflage von ca. 150.000 Exemplaren. Es gibt auch noch eine „Focus Schule“ genannte Zeitschrift, die zweimonatlich erscheint und sich besonders an Eltern schulpflichtiger Kinder richtet.

Darüber hinaus gibt es vom Focus mehrere Fernsehproduktionen, wie zum Beispiel Focus-TV und Future-Trend. Die Magazine aus München präsentieren auf den Sendern ProSieben und RTL dem Zuschauer die Hintergründe aktueller Entwicklungen.

Zu Focus Online kommen 40% der Besucher über Google News.

Geschichte des Focus

Der Focus erschien erstmals am 18. Januar 1993 und hatte ein angebliches Comeback (entpuppte sich als Ente) des Politikers Hans-Dietrich Genscher als Titelthema.[1] . Burda und Markwort gründeten und konzipierten das Magazin als Konkurrenzblatt zu dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Das Focus-Konzept will mit kurzen Texten, zahlreichen Grafiken und Bildern als Zielgruppe nach eigenen Angaben vor allem junge, bildungs- und karrierebewusste Menschen ansprechen.[2]

Zuvor waren bereits mehrere Konkurrenz-Versuche zum bis dahin unangefochtenen Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» gescheitert. Für viele Medienbeobachter überraschend war der Focus jedoch wirtschaftlich erfolgreich und etablierte sich innerhalb weniger Jahre[1]. Außergewöhnlich bekannt wurde die Werbung mit dem Slogan „Fakten, Fakten, Fakten“. Für die Werbespots werden Ausschnitte aus einer nachgestellten Redaktionssitzung gezeigt.

Die Zeitschrift betreibt seit dem 1. Juni 2005 einen Bezahlfernsehsender namens Focus Gesundheit, der über Premiere ausgestrahlt wird. Seit 2000 kommt im selben Verlag das wöchentliche Wirtschaftsmagazin »Focus Money« heraus sowie seit 2005 zweimonatlich das Bildungsmagazin »Focus Schule«.[2]

Die Focus-Redaktion rückte bei den Ermittlungen zum Journalisten-Skandal des Bundesnachrichtendienstes in den Blickpunkt (ab 2006). Bei dem Skandal hatten mehrere Journalisten dem Geheimdienst angeboten (unter anderem gegen Geld- und Sachleistungen) Informationen über investigative Journalisten und deren Quellen zu sammeln und weiterzugeben[3]. Dies ergab sich aus den Erkenntnissen des Bundestagkontrollausschusses, der Aussage vom BND-Direktor Volker Foertsch am 12. Februar 2009[4][5] und dem Schäfer-Bericht zur BND-Affäre.[6] Eine zentrale Spitzelrolle hatten demnach die Focus-Journalisten mit den BND-Decknamen Jerez, Bosch, und Dali. Die Notizen vom BND-Direktor Foertsch über weitergegebene Informationen vom Focus-Redakteur Hufelschulte umfassten gar 219 Seiten[5]. Die Focus-Journalisten wurden aber als Informationsquellen vom BND teils selbst zusätzlich ebenfalls überwacht.

Seit 2007 bietet Focus ein Internetportal speziell für Studierende an. Das Werbebudget des „Focus Campus“ beläuft sich auf rund 1,5 Millionen Euro.

Trivia

Während das Konkurrenzblatt „Der Spiegel” in vorwiegend akademischen Kreisen frühzeitig schon als „'Bild-Zeitung' für Intellektuelle” belächelt wurde, wird der „Focus” als „'Spiegel' für Arme” verspottet.

Literatur

  • Filipp, Ulf-Dieter (1995): Focus im Spiegel der Marktforschung. Die Erfolgsgeschichte einer Zeitschrift. In: Böhme-Dürr, Karin (Hg.): Auf der Suche nach dem Publikum. Medienforschung für die Praxis. Konstanz: Univ.-Verl. Konstanz (Medien und Märkte, 6), S. 21–44. ISBN 3-87940-552-2
  • Scharf, Wilfried; Stockmann, Ralf (1998): „Der Spiegel“ und „Focus“. Eine vergleichende Inhaltsanalyse 1993 bis 1996. In: Publizistik, Jg. 43, H. 1, S. 1–21.

Einzelnachweise

Doppeldeckerbus mit Focus-Werbung
  1. a b „Umstrittene Fakten - Der „Focus“ und sein Jubiläum“, NDR, Zapp, 5. März 2008
  2. a b Focus in Meyer's Lexikon Online
  3. NDR: Peinliche Details - Journalisten liefern Informationen an BND, 25. Februar 2009
  4. Bundestag.de: Foertsch: Journalistenkontakte sollten BND-Lecks aufdecken, 12. Februar 2009
  5. a b sueddeutsche.de: Dem BND zu Diensten , 12. Februar 2009
  6. Gutachten von Dr. Gerhard Schäfer vom 26. Mai 2006 (PDF, 8,72 MB)

Weblinks


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