FO Deh 4/4 II
FO Deh 4/4 II
Anzahl: 6
Hersteller: SLM (mechanischer Teil, Lokomotivkasten)
BBC (elektrische Ausrüstung)
Baujahr(e): 1979/1984
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 1.000 mm
Länge über Puffer: 15.500 mm
Leermasse: 48,3 t
Höchstgeschwindigkeit: 60/30 km/h
Stundenleistung: 1.032 kW
Stromsystem: 11 kV 16,7 Hz AC
Stromübertragung: Oberleitung
Anzahl der Fahrmotoren: 4

Weil die Furka-Oberalp-Bahn (FO) mit den Deh 4/4 I gute Erfahrungen gemacht hatte, beschaffte sie die Deh 4/4 II als Nachfolger, wobei diese ursprünglich kompatibel mit den Tunnellokomotiven Ge 4/4 III sein sollten. Im Zuge des Zusammenschlusses der FO mit der BVZ kamen sie zur neuen Gesellschaft Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB).

Technik

Deh 4/4II bei Betten

Da man mit den Aluminium-Kästen der Vorgänger leichte Probleme hatte, bekamen die Deh 4/4 II Kästen in leichter Stahlbauweise mit Sicken. Ausserdem wurden zur Gewichtseinsparung die Kästen verkürzt. Für den Triebfahrzeugführer wurde die Sicht verbessert und die elektrischen und pneumatischen Apparate wurden ihm zugänglich gemacht. Die Drehgestelle sind mit denjenigen der Deh 4/4 I austauschbar. Um bei Ausfall einer Tunnellokomotive Ge 4/4 III den Autoverlad dennoch abwickeln zu können, erhielten die Deh 93-94 und die 1984 nachgelieferten Deh 95-96 Anschlüsse für die Druckluftbremse. Die Fernsteuerung ab den Autozugsteuerwagen ist nicht möglich, die Komposition muss mit je einem Deh an jedem Ende bespannt werden (Eine Probefahrt fand am 23. Oktober 1984 statt, Bild in der SER 5/84; Fahrplaneinsätze sind nicht bekannt). Ab 1985 übernahmen die HGe 4/4 II, die von den Autozugsteuerwagen ferngesteuert werden können, den Reserve- und Zusatzdienst im Autoverlad

Betrieb

Die Deh 4/4 II werden wie die Deh 4/4 I für Pendelzüge, die zusammen mit zwei Mittelwagen und einem Steuerwagen gebildet sind, auf dem gesamten Streckennetz der ehemaligen FO eingesetzt.

Quellen

  • Hans-Bernhard-Schönborn: Schweizer Triebfahrzeuge. GeraMond, 2004, ISBN 3-7654-7176-3, S. 82–83. 

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