Aktive Schulen

Eine Alternativschule ist eine Schule, die im Gegensatz zur Regelschule ein alternatives pädagogisches Konzept hat und das Lernen anders als üblich organisieren will.

Inhaltsverzeichnis

Schulkonzepte der Reform- und Alternativpädagogik

Alternativschulen wurden in den frühen 1970er Jahren von Elterninitiativen gegründet, in engem Anschluss an die vorausgehende Bewegung der Antiautoritäre Erziehung und deren Kinderladen. Pädagogisch schließen sie meist an die Konzepte der Reformpädagogik des frühen 20. Jahrhunderts an. Vergleichbare Schulen entstanden etwa gleichzeitig auch in vielen anderen Teilen der Welt, und werden international als free skool movement bezeichnet.

Zur Entwicklungsgeschichte der reformpädagogischen Alternativschulen:

Deutschland

Im Deutschland sind im engeren Sinn die Freien Alternativschulen gemeint, von denen sich die meisten im BFAS - Bundesverband der Freien Alternativschulen (D), sowie im Netzwerk - Bundes-Dachverband für selbstbestimmtes Lernen (AT) zusammengeschlossen haben. Freie Schule bedeutet zunächst nur Schule in freier (=nicht staatlicher) Trägerschaft, es schwingt jedoch die besondere Bedeutung von selbstbestimmtem Lernen und Selbstorganisation mit. So werden viele Regeln von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichberechtigt entschieden. Die Laborschule und das Oberstufenkolleg in Bielefeld ähneln den Alternativschulen zwar in vieler Hinsicht, werden aber als staatliche Gründungen meist nicht dazugezählt.

Österreich

In Österreich gibt es etwa 70 reformpädagogische Kindergärten und Schulen[1], primär Waldorfschulen, Montessorischulen, Pestalozzischulen und Lernwerkstätten nach Wild.

Diese Schulen sind im österreichischen Bildungssystem als Statutschule verankert.

Siehe auch

Literatur

  • Michael Behr (Hrsg.): Schulen ohne Zwang. Wenn Eltern in Deutschland Schulen gründen. München 1984.
  • Manfred Borchert, Karin Derichs-Kunstmann (Hrsg.): Schulen die ganz anders sind. Werkschule Berlin, Freie Schule Essen, Freie Schule Frankfurt, Glocksee-Schule Hannover, Tvind-Schule Dänemark. Erfahrungsberichte aus der Praxis für die Praxis. Fischer-Taschenbuch, Frankfurt 1979.
  • Manfred Borchert, Michael Maas (Hrsg.): Freie Alternativschulen. Die Zukunft hat schon begonnen. Bad Heilbrunn 1998.
  • Bundesverband der Freien Alternativschulen (Hrsg.): Freie Alternativschulen. Kinder machen Schule. Wolfratshausen 1992.
  • Peter O. Chott: Die Entwicklung des Mathetik-Begriffs und seine Bedeutung für den Unterricht der (Grund)Schule. In: PÄDForum (1998) H.4, S. 390-396.
  • George Dennison: The lives of children - A pratical description of freedom in its relation to growth and learning. - The story of the First Street School. Vintage Book, New York 1970; dt. Übersetzg.: Lernen und Freiheit - Aus der Praxis der First Street School. März Verlag, Frankfurt/Main 1970
  • Lutz van Dick: alternativ-schulen - information-probleme-erfahrungen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 1970
  • Hartmut von Hentig: Wie frei sind Freie Schulen? Gutachten für ein Verwaltungsgericht. Stuttgart 1985.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. E. C. Zach: Schulen in freier Trägerschaft. Netzwerk, 21. September 2008. Abgerufen am 24. Oktober 2008. (Verzeichnis österreichischer reformpädagogischer Schulen)

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