Al-Firat
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Euphrat
Der Euphrat bei Ar-Raqqa, Syrien

Der Euphrat bei Ar-Raqqa, Syrien

Daten
Lage Türkei, Syrien, Irak
Länge etwa 2.736 kmdep1
Ursprung Zusammenfluss von Murat und KarasuVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Schatt al-Arab30.42485833333348.1687777777787Koordinaten: 30° 25′ 29″ N, 48° 10′ 8″ O
30° 25′ 29″ N, 48° 10′ 8″ O30.42485833333348.1687777777787
Linke Nebenflüsse Chabur
Verlauf des Euphrat
Boot auf dem Euphrat

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Euphrat [ˈɔʏ̯frat] (arabischالفرات‎, DMG al-Firāt, kurdisch Fırad, türkisch Fırat, ist der größte Strom Vorderasiens.

Der Euphrat hat eine Länge von 2.736 km. Mit seinem längsten Quellfluss, dem Murat, hat er eine Länge von 3.380 km. Der andere Quellfluss ist der Karasu (Schwarzes Wasser). Die beiden Quellflüsse fließen ziemlich parallel in westlicher Richtung, beide Quellflüsse entspringen in der Türkei im Bergland Ostanatoliens. Sie vereinen sich an der Keban-Talsperre (675 km²; 31 km³) zum Euphrat. Danach fließt der Strom durch die Karakaya-Talsperre (268 km²; 9,58 km³), den Atatürk-Stausee (817 km²; 48,7 km³) und die Euphrat-Staustufe Birecik (1,2 km³). Anschließend durchfließt er Syrien und die Tabqa-Talsperre und den Irak mit der Haditha-Talsperre (500 km²; 6,4 km³) in südöstlicher Richtung und vereinigt sich dort mit dem Tigris zum Schatt al-Arab, der in den Persischen Golf mündet.

Der Wasserstand des Euphrat ist im September am tiefsten und steigt bis Mai auf seinen Höchststand an. Bei der Schneeschmelze können Springfluten auftreten. Der Euphrat spielte bereits zu Zeiten der mesopotamischen Hochkulturen eine große Rolle für die Wasserversorgung des Landes. Heute ist allerdings ein großer Teil der einstmals fruchtbaren Ebene, die der Fluss durchquert, unfruchtbar. Der Fluss, der mit Flößen auf vielen seiner großen und kleinen Nebenflüsse schiffbar ist, kann auf einer Länge von 720 Kilometern mit kleinen Booten befahren werden. Obwohl der Wasserpegel durch Schleusen erhöht wird, kann die Wassertiefe während der Trockenzeit zwischen Dezember und März auf nur 60 Zentimeter sinken. Während der Fluss in weiten Abschnitten landwirtschaftlich nicht genutztes Land durchquert, wird an anderen sein Wasser für den Bewässerungsfeldbau u. a. mit Baumwolle und Getreide verwendet. Zu diesem Zweck werden stellenweise Kanäle abgeleitet. Für die Gewinnung von Energie und zur Bewässerung von Feldern wurden seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts mehrere Stauanlagen errichtet. Seit dem Bau mehrerer Dämme im oberen Flussabschnitt und der damit möglichen Kontrolle der Wasserführung des Euphrat von Seiten der Türkei kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen der Türkei, Syrien und dem Irak. Nach der Errichtung des etwa 630 Quadratkilometer großen Assadstausees in Syrien verschärfte sich das Problem der Wasserversorgung für den Irak weiter. 1988 wurde der Thartharkanal, der den Euphrat mit dem Tigris verbindet, fertig gestellt. Die in den vergangenen Jahrzehnten ständig zunehmende Wasserentnahme hat nach Angaben der Vereinten Nationen zu nachhaltigen Veränderungen im Tal des Euphrat geführt. Offiziellen Angaben zufolge sind etwa 90 Prozent der Region durch menschliche Einwirkungen geschädigt. Das Marschland von Mesopotamien ist mittlerweile nahezu vollständig ausgetrocknet. Zusammen mit seinem Zwilingsfluss Tigris bildet der Euphrat, dessen Einzugsgebiet 765.831 km² umfasst, das Zweistromland.

Am unteren Euphrat fanden sich Ruinenhügel ehemals bedeutender Städte wie Uruk, Ur oder Babylon. Moderne Städte sind am Mittellauf in Syrien, in Mesopotamien, Deir-ez-Zor, Haditha, Kerbela und in Nedjef. Heute leben am Unterlauf des Euphrats unter anderem die Marsch-Araber.

Geschichten und Erzählungen

Laut der Genesis soll sich das Paradies zwischen den Flüssen Pischon, Gichon, Chidekel und Perat befinden. Der Perat wird oft mit dem Euphrat gleichgesetzt.

Nach mesopotamischen Mythos entspringen Euphrat und Tigris den Augen der Urgöttin Tiamat, welche Marduk getötet hatte und aus ihr Himmel und Erde formte.

Im Euphrat sollen Fische ein goldenes Ei gefunden und ans Ufer geschoben haben. Dort habe es eine Taube bebrütet, bis ihm die Göttin Ischtar entschlüpfte, die auch als Astarte oder Aschtoret bekannt ist [1].

Den Griechen galt der Euphrat wie sein Bruder Tigris als Sohn des Pontos und der Thalassa.

Der Name Euphrat

Das Wort Euphrat ist die griechische Version des altpersischen Wortes Ufrat. Auf Hebräisch und Aramäisch heißt es Prâth/Froth, auf Armenisch:Եփրատ Yeṗrat, auf Arabisch Al-Furat الفرات, auf kurdisch Firad und auf alt-Assyrisch Pu-rat-tu. Der sumerische Herrscher Gudea nannte den Fluss Buranun.

Die altpersische Version Ufrat, von der die meisten anderen Bezeichnungen abgeleitet wurden, stammt vom zusammengesetzten Begriff Huperethuua ab, was „gut zu überqueren“ bedeutet. Das Wort Hu heißt „gut“ und Peretu „Furt“.

In der Einheitsübersetzung der Bibel wird der Strom Eufrat genannt. Bei der Beschreibung des Garten Eden findet sich die Bezeichnung Perat.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Quelle?

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