Al-Saadi Gaddafi
al-Saadi Gaddafi
Spielerinformationen
Voller Name as-Saadi Muammar al-Qaddhafi
Geburtstag 28. Mai 1973
Geburtsort TripolisLibyen
Position Mittelfeld
Vereine als Aktiver1
Jahre Verein Spiele (Tore)
bis 2003
2003-2004
2005-2006
2007
Al-Ittihad Tripolis
Perugia Calcio
Udinese Calcio
Sampdoria Genua
0
1 (0)
1 (0)
0 (0)
Nationalmannschaft
Libyen

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
 Stand: 10. September 2007

as-Saadi al-Qaddhafi (arabischالساعدي معمر القذافي‎, DMG as-Sāʿdī Muʿammar al-Qaḏḏāfī; meist al-Saadi Gaddafi geschrieben; * 28. Mai 1973 in Tripolis) ist ein libyscher Fußballspieler, Fußballfunktionär und Filmproduzent. Er ist der Sohn von Muammar al-Gaddafi, dem De-facto-Staatsoberhaupt Libyens.

Karriere als Fußballspieler

Gaddafi, der auf dem Fußballplatz üblicherweise im offensiven Mittelfeld agiert, spielte lange Zeit als Kapitän von Al-Ittihad Tripolis in Libyen.

Zur Spielzeit 2003/04 wechselte Gaddafi in die italienische Serie A zu Perugia Calcio. Der Verein ging damit als erster europäischer Profiverein in die Geschichte ein, der den Sohn eines Staatschefs im Kader hat. [1] Am 5. Oktober 2003 wurde er positiv auf Doping getestet und für drei Monate gesperrt. [2][3] Sein einziges Ligaspiel für Perugia bestritt er am 2. Mai 2004 gegen Juventus Turin, als er in der 75. Minute für Jay Bothroyd ins Spiel kam.

Zu Beginn der Saison 2005/06 unterschrieb er einen Vertrag beim Erstligisten Udinese Calcio. Doch auch hier lief es nicht besser für Gaddafi; der Einsatz am 7. Mai 2005 gegen Cagliari Calcio, bei dem er in der 79. Minute für Barreto ins Spiel kam, war zugleich sein letzter in der Serie A. Nach einer Spielzeit verließ er den Klub wieder und war zunächst vertragslos.

Im Januar 2007 schloss sich der Mittelfeldspieler Sampdoria Genua an. Bis Juni desselben Jahres bestritt er allerdings kein Spiel für die Blucerchiati, die er daraufhin wieder verließ.

As-Saadi al-Gaddafi spielte auch für die libyschen Nationalmannschaft. Als der damalige italienische Nationaltrainer Libyens, Francesco Scoglio, Gaddafi aus sportlichen Gründen auf der Bank ließ, wurde er vom libyschen Fußballverband entlassen. [1]

Gaddafi wurde mehrmals, unter anderem 2003, 2002 und 2001 zu Libyens Fußballer des Jahres gewählt. Trotzdem gilt er als nicht besonders talentiert. Der politische und finanzielle Einfluss seines Vaters ermöglichte ihm jedoch neben einer Sonderbehandlung in der Heimat – zum Beispiel bewusste Schiedsrichter-Fehlentscheidungen zu Gunsten seines Clubs Al-Ittihad[1] – auch seine Profi-Engagements in Italien. [4]

Außerhalb des Fußballplatzes

as-Saadi al-Gaddafi, der mit der Tochter eines Militärkommandanten verheiratet ist, ist der Präsident von World Navigator Entertainment, einer Filmproduktionsfirma. [5]

Auch ist Gadaffi Vereinspräsident von al-Ittihad Tripolis. Außerdem war er Vizepräsident der Libyan Football Federation, dem Fußballverband Libyens. [1] Bis Oktober 2003 war Gaddafi zudem Mitglied des Präsidiums seines Lieblingsvereins Juventus Turin. Diese Position war ihm garantiert, da er die Libyan Arab Foreign Investment Company (Lafico) repräsentiert, die 7,5% der Anteile an dem italienischen Klub hält. [1][3]

Einzelnachweise

  1. a b c d e Die Weltwoche: Spieler des Jahres
  2. sportgericht.de: Drei Monate Sperre für Al-Saadi Gaddafi
  3. a b sportgericht.de: Al-Saadi Gaddafi positiv getestet
  4. siehe u.a. ARD, Zeit, 11 Freunde und Weltwoche
  5. Beautiful Atrocities: Gaddafi: The Comedy

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