Fidel Castro
Fidel Castro (2003)

Fidel Alejandro Castro Ruz [fiˈðɛl ˈkastɾɔ ˈrus] (* offiziell 13. August 1926[1] in Birán bei Mayarí, Provinz Oriente) ist ein kubanischer Politiker. Er führte von 1959 bis 2008 Kuba als Regierungschef und von 1976[2] bis 2008 als Staatspräsident mit diktatorischem Führungsanspruch. Er war mit der Bewegung des 26. Juli (M-26-7) treibende Kraft der kubanischen Revolution gegen den Diktator Batista 1959 auf Kuba. In den kubanischen und internationalen Medien wird er häufig auch als Máximo Líder (Größter Führer) oder Comandante en Jefe (Oberkommandierender) bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend und Familie

Castro wurde unehelich geboren und von seiner Mutter katholisch erzogen. Ihr Glaube war vermutlich durch synkretische Elemente beeinflusst und der Santería ähnlich. Er wurde erst mit acht Jahren getauft. Castro besuchte drei katholische Schulen, nämlich das von den Marianern geleitete Colegio La Salle sowie die jesuitischen Schulen Colegio Dolores und Colegio Belén.[3] Am 3. Januar 1962[4] wurde Fidel Castro exkommuniziert, da er den Weihbischof von Havanna aus Kuba ausgewiesen, Maßnahmen gegen katholische Schulen unternommen und die katholische Kirche in ihrer Arbeit behindert hatte. In der Folge wurden staatliche Mittel für katholische Schulen und Kirchen gestrichen. Castro selbst bezeichnet sich als Atheist, beruft sich aber hin und wieder auf die Bibel und das Christentum. Ein hohes Regierungsmitglied hat Fidel folgendermaßen charakterisiert: „Fidel ist als erstes Revolutionär, als zweites Jesuit und erst dann Marxist.“[5] Seit einiger Zeit sieht er sich verstärkt als Globalisierungskritiker und Sprecher für die Interessen der Dritten Welt.

Sein Sohn Fidel Castro Díaz-Balart (* 1949), genannt FidelitoKleiner Fidel, der aus der Ehe mit seiner ersten Frau Mirta Díaz-Balart Gutiérrez stammt, ist promovierter Atomphysiker und arbeitete an der kubanischen Akademie der Wissenschaften an dem gescheiterten kubanischen Nuklearprogramm mit.[6] Aus der zweiten Ehe mit Dalia Soto del Valle gingen fünf Söhne hervor, darunter Antonio Castro Soto, Mannschaftsarzt der Baseballnationalmannschaft des Landes.[7] Ergebnis der Liaison mit Natalia (Naty) Revuelta ist die uneheliche Tochter Alina Fernández Revuelta (*1956), die heute in den USA lebt und als eine der schärfsten Kritikerinnen ihres Vaters gilt.[8]

Fidel Castro 1. Mai 2005

Fidel Castro wurde, wie seine fünf Geschwister auch, als uneheliches Kind eines Zuckerrohrplantagenbesitzers geboren. Seine Eltern waren Ángel Castro Argiz und Lina Ruz González. Sein Vater war spanischer Emigrant aus der galicischen Stadt Lugo. Dieser kämpfte u. a. als Soldat der spanischen Armee in Kuba gegen Aufständische. Nach der Unabhängigkeit Kubas ging der Vater zunächst zurück in seine Heimat. Castros Mutter Lina Ruz González war damals eine Bedienstete im Hause Castro. Sie kam aus einer Bauernfamilie aus der kubanischen Provinz Pinar del Río. Der Vorname Fidel kommt von einem Freund von Castros Vaters Ángel, Fidel Pino Santos.[9] Castros Brüder sind u.a. Raúl und Ramón Castro.

Trotz des Reichtums der Familie (Vater Angel hatte ein Hotel, eine Telegrafenstation, eine Metzgerei und Bäckerei, mehrere Handwerksbetriebe sowie eine kleine Schule eingerichtet) kam Fidel häufig mit der armen Landbevölkerung in Kontakt. Er besuchte erst eine kleine Dorfschule in Mayarí, später kam er auf das Colegio La Salle in Santiago de Cuba.[5] Er wohnte zu dieser Zeit bei der Familie des haitianischen Konsuls Luis Hipólito Alcides Hibbert.

Da Fidel nicht getauft war, wurde er in der Schule regelmäßig als „Jude“ beschimpft. Die Taufe erfolgte erst im Alter von acht Jahren auf den Namen Fidel Hipólito Ruz. Der zweite Vorname Hipólito stammt von seinem Paten Luis Hipólito. Der Nachname seines Vaters, Castro, tauchte in der Taufurkunde nicht auf, da dieser seine Kinder mit Lina Ruz González noch nicht anerkannt hatte, was erst 1941 erfolgte. 1943 erhielt er dann seinen endgültigen Namen Fidel Alejandro Castro Ruz.[9]

Aufgrund seiner schulischen Leistungen[10] oder weil die Lehrer nicht mit ihm fertig wurden, wurde er auf das von den Jesuiten geleitete Colegio Dolores überstellt. Das war auch das Sprungbrett ins Colegio Belén in Havanna, das auch sein jüngerer Bruder Raúl (* 1931) besuchte.[11] Er eckte in seinen jungen Jahren immer wieder an und konnte Autoritäten schwer akzeptieren. So soll er mit dreizehn Jahren versucht haben, die Plantagenarbeiter seines Vaters zu einem Streik zu bewegen.

Sein Geburtstag ist umstritten, möglicherweise wurde er 1927 oder gar 1928 geboren. Sowohl sein Bruder Ramón als auch seine Schwestern sollen gesagt haben, dass er anlässlich der Einschulung ein Jahr älter gemacht wurde. Ob dies anlässlich seiner Einschulung am marianischen Colegio La Salle oder später bei seiner Einschulung am Colegio Belén geschah, ist ebenso umstritten. Eine andere Theorie ist, dass das falsche Geburtsjahr (nämlich das Jahr 1927) aus einer sowjetischen Biographie stammt. Im November 1940 verfasste Fidel Castro einen Brief an Franklin D. Roosevelt, in dem er dem Präsidenten zur Wiederwahl gratuliert und um eine 10-Dollar-Note bittet. Im gleichen Brief behauptet er, 12 Jahre alt zu sein – dies würde bedeuten, er wäre am 13. August 1928 geboren.[12]

Studium und erste politische Betätigung

1945 begann er ein Jura-Studium an der Universität von Havanna. Hier fiel er durch politisches Engagement auf. Castro gehörte dort zu einer Gruppe von Studenten, die als Los muchachos de gatillo alegre bekannt waren.[13] Castro wurde Vorsitzender der Vereinigung der Jurastudenten, gründete einen Studentenausschuss gegen Rassendiskriminierung und schloss sich 1947 der Orthodoxen Partei von Eduardo Chibás an, die gegen die korrupte Regierung von Carlos Prío Socarrás und für eine auf nationale Interessen orientierte Wirtschaftspolitik eintrat.

Seine erste militante Aktion war seine Beteiligung an dem Versuch der Karibischen Legion, mit 3.000 Mann im Jahr 1947 den Diktator der Dominikanischen Republik, Rafael Trujillo, zu stürzen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch, da die Expeditionsschiffe von kubanischen Kriegsschiffen abgefangen wurden. Castro konnte sich einer Verhaftung entziehen, indem er zusammen mit zwei anderen von Bord sprang und drei Meilen zur Küste schwamm. 1948 heiratete er Mirta Díaz-Balart, Schwester seines damaligen Freundes Rafael Diaz-Balart, eine Philosophiestudentin aus einer ebenfalls wohlhabenden kubanischen Familie; sogar der spätere Diktator Batista schickte ein Hochzeitsgeschenk. 1949 wurde sein erster Sohn, Fidelito, geboren. Die Ehe wurde 1955 auf Castros Wunsch wieder geschieden. Während der kubanischen Revolution wurde die Guerillera Celia Sánchez (1920–1980) seine Lebensgefährtin.

Während dieser Zeit Ende der 1940er Jahre wurde er für seine durch José Martí beeinflusste antiimperialistische Einstellung und seine Ablehnung des US-amerikanischen Einflusses auf Kuba bekannt. 1950 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften und eröffnete eine Rechtsanwaltskanzlei, die er bis 1952 führte. Im Jahr 1950 veröffentlichte er einen Artikel in Son Los Mismos (eine Studentenzeitung, später als El Acusador bekannt) in dem er die Regierung von Batista verurteilte.[14]

Im Juni 1952 beabsichtigte er, mit der Orthodoxen Partei bei den Parlamentswahlen anzutreten. Der Staatsstreich am 10. März, der von General Fulgencio Batista angeführt wurde und die Regierung von Carlos Prío Socarrás absetzte, verhinderte jedoch sein Vorhaben, da die Wahlen abgesagt wurden. Er klagte gegen Batista wegen Verfassungsbruches, jedoch ohne Erfolg.

Angriff auf die Moncada-Kaserne

Aufgrund der gescheiterten Anklage vor dem Obersten Gerichtshof gegen Batista erklärte Castro, dass nach Ausschöpfung aller legalen Mittel nun das in der Verfassung von 1940 enthaltene Widerstandsrecht in Kraft getreten sei, und begann mit den Vorbereitungen eines Angriffs auf die Moncada-Kaserne in Santiago de Cuba sowie die Kaserne Carlos Manuel de Céspedes in Bayamo. Damit sollte ein Volksaufstand im Osten Kubas ausgelöst werden, um das Batista-Regime zu stürzen.

Am 26. Juli 1953 versammelte Fidel Castro rund 160 Mitstreiter um sich, um die zwei Kasernen zu stürmen. 40 Mann waren für die Kaserne in Bayamo bestimmt, die restlichen 120, darunter Fidel und auch zwei Frauen, sollten sich um die Moncada-Kaserne mit mehr als 1500 Mann Besatzung kümmern. Fünf Studenten lehnten kurz vor dem geplanten Sturm ihren Einsatz aus Furcht ab, sodass Fidels Gruppe nur noch aus 115 Personen bestand.[15][16] Er rechnete damit, dass die Truppen wegen der Karnevalsfeiern müde sein würden. Der Versuch scheiterte, da er miserabel vorbereitet und durchgeführt wurde. Acht Angreifer und 13 Soldaten wurden getötet. Durch blutige, teilweise in aller Öffentlichkeit durchgeführte Racheaktionen durch Batista-Militärs und Geheimpolizei wurde die Aktion jedoch landesweit bekannt. Der Erzbischof von Santiago, ein Freund der Castro-Familie, forderte das sofortige Ende der Mordaktionen. Möglicherweise rettete dieser öffentliche Meinungsumschwung Castro das Leben, denn als er wenige Tage später von einer Militärpatrouille aufgespürt wurde, verhinderte der anführende Feldwebel eine Lynchaktion seiner Soldaten. Castro wurde festgenommen und der Justiz überstellt.[17]

Am 16. Oktober 1953 fand die Gerichtsverhandlung in Santiago de Cuba statt. In seiner Verteidigungsrede sprach Castro seinen berühmt gewordenen Satz: „Die Geschichte wird mich freisprechen!“ („La historia me absolverá!“). Castro wurde zu 15 Jahren Zuchthaus auf der Isla de Pinos verurteilt. Unter liberalen Haftbedingungen - sein Schwager Rafael Díaz-Balart war inzwischen stellvertretender Innenminister - hielt er weiterhin Kontakt zu seinen politischen Freunden und seiner Familie und bildete sich zusammen mit seinen Mitgefangenen politisch weiter. Man hatte freien Zugang zu jeglicher Literatur. Am 15. Mai 1955 kam Castro im Rahmen einer Generalamnestie nach nur zwei Jahren frei.[18]

Castro verließ im März 1955 die Orthodoxe Partei und gründete zusammen mit seinen Gefährten noch auf Kuba am 12. Juni 1955 die Bewegung des 26. Juli (M-26-7). Die Strategie war der bewaffnete Kampf durch kleine geheime Zellen im Untergrund, die über das ganze Land verstreut waren.

Exil und Vertreibung Batistas

Da auf Kuba eine militärische Ausbildung und Vorbereitung nicht möglich war, ging eine Gruppe von 82 Kämpfern am 7. Juli 1955 nach Mexiko ins Exil. Unter der Leitung des spanischen Ex-Generals Alberto Bayo, der im spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republik gegen Francisco Franco gekämpft hatte, begann die militärische Ausbildung der Guerilleros. Dort traf er auch auf den Argentinier Ernesto Guevara, später allgemein Che genannt.

Am 25. November 1956 brach Fidel zusammen mit Che Guevara, Camilo Cienfuegos, seinem Bruder Raúl Castro und weiteren 78 Revolutionären von Tuxpan (Mexiko) mit der Yacht Granma nach Kuba auf, wo sie am 2. Dezember 1956 ankamen. Als Comandante en Jefe (Befehlshabender Kommandant) führte Fidel Castro die Guerilla der Rebellenarmee M-26-7 in der Sierra Maestra an.

Nach über zwei Jahren Guerillakampf gegen die zahlenmäßig weit überlegene Armee flüchtete der Diktator Batista schließlich am 1. Januar 1959 aus Kuba, da die Gewerkschaften und bürgerliche Demokraten sich gegen ihn stellten und die USA nach einem Massaker an Oppositionellen ein Waffenembargo verhängten und militärischen Beistand verweigerten. Trotz dieser Weigerung weiterer Militärhilfe war die CIA bis zum Untergang des Batista-Regimes in Havanna gegen Revolutionsbefürworter und für das alte Regime tätig, besonders in der Festung Havanna.

Nach dem Sieg wurde Castro, der noch vor der Revolution behauptet hatte, er wolle für sich persönlich keine Macht, sondern sich nach dem Sturz des alten Regimes ins Privatleben zurückziehen, de facto der neue Staatschef Kubas. Am 13. Februar 1959 übernahm er das Amt des Ministerpräsidenten,[19] am 16. Februar legte er den Amtseid ab.[20]

Castros Rolle beim Aufbau des neuen Kuba

Castro im Jahr 1959

Castro bewunderte anfangs die USA. Er erhielt aus den Vereinigten Staaten Unterstützung und ihnen galt 1959 auch sein erster Staatsbesuch. Trotz seines Wunsches empfing ihn jedoch Präsident Eisenhower nicht, sondern schickte nur seinen Vize Nixon. Nach zahlreichen feindlichen Akten beiderseits und insbesondere zahlreichen Versuchen der CIA, ihn zu ermorden, sind die USA aber Castros Hassobjekt Nummer eins, was sich in der Darstellung der Vereinigten Staaten als der gegenwärtige Hauptfeind in den Medien und den auch nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch sehr schlechten Beziehungen der beiden Staaten niederschlägt.

Aufgrund seiner sozialen Herkunft und politischen Entwicklung war Castro noch für einige Zeit das Bindeglied zwischen der Revolution und den bürgerlich-liberalen Bewegungen – die er allerdings schnell politisch kaltstellte (s. Huber Matos) –, während sein Bruder Raúl und Che Guevara die Aufnahme von Beziehungen zu den sozialistischen Ländern forcierten. Erst nach einem persönlichen Treffen mit Nikita Chruschtschow am Rand der UNO-Vollversammlung 1960 baute Castro seine Vorbehalte gegenüber der Sowjetunion und der traditionell reformistischen sozialistischen Partei (Partido Socialista Popular, im folgenden PSP) langsam ab. Als Castro sein autoritäres Regime errichtete, fragte er „Elecciones, para qué?“, d.h. „Wozu Wahlen?“ (Raffy, 2003; Coltman, 2003).

Während Castro, Guevara und andere auf die besondere Rolle Kubas in der revolutionären und sozialistischen Bewegung und unter den nichtpaktgebundenen Staaten Wert legten, wollten die Altkommunisten um Blas Roca und Anibal Escalante die neue Partei und Kuba auf die führende Rolle der Sowjetunion einschwören. Castro setzte sich nach einem Machtkampf im Frühjahr 1962 durch. Das und die Verärgerung Castros und Guevaras über den Abzug der sowjetischen Raketen im Oktober 1962 führten zur Beendigung der Kubakrise, ebenfalls jedoch auch zu angespannten Beziehungen zur UdSSR.

Die Spannungen verschärften sich nach dem Sturz Chruschtschows 1964, durch Che Guevaras Sympathien für den Maoismus und nach einem Versuch von Escalante (in Absprache mit Moskau), Castro zu stürzen (Ende 1967). Castro spielte auf einer Kundgebung Abhörbänder vor; Escalante und seine Anhänger wurden im Januar 1968 verhaftet.

Internationalismus

Besuch Castros in der DDR, Brandenburger Tor, Juni 1972

Durch den Einfluss Castros verfolgte Kuba eine Politik des Internationalismus. Castro entsandte, gewissermaßen als Gegenleistung für die umfangreiche Entwicklungshilfe der Sowjetunion, in enger Anlehnung an die Außenpolitik des Ostblocks, Truppen zur Unterstützung kommunistischer Regimes und Bürgerkriegsparteien. Die Regierung unterstützte beispielsweise die Sandinisten in Nicaragua, die gegen von den USA unterstützte, rechtsgerichtete Contra-Gruppen kämpften.

Darüber hinaus verfolgte Kuba ein kontinuierliches militärisches und geheimdienstliches Engagement in Zentralafrika, besonders in Äthiopien und Angola. Dort landeten am Vorabend der Unabhängigkeit (1975) kubanische Truppen, um der marxistischen Volksbewegung zur Befreiung Angolas (MPLA) unter Agostinho Neto zur Macht zu verhelfen und die FNLA und die UNITA zurückzuschlagen (siehe Kubanischer Militäreinsatz in Angola).

Wesentlicher Teil des kubanischen Internationalismus ist auch die Entsendung von Ärzten, Lehrern, Technikern und Konstrukteuren in viele Winkel der Welt. So wurden bisher über 15.000 Ärzte in verschiedene Länder geschickt, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von kubanischen Ärzten in den Armenvierteln Venezuelas. Bei dem Projekt „Barrio Adentro“ (dt. etwa: hinein ins Armenviertel) bezogen Ärzte aus Kuba Quartiere in den Barrios, um den Menschen eine grundlegende medizinische Versorgung zu bieten und so die bolivarianische Revolution in Venezuela zu unterstützen. Als Gegenleistung liefert Venezuela Öl weit unter Weltmarktpreis nach Kuba.

Nach 1989

Obwohl Castros unorthodoxer Marxismus sowie seine politische Praxis zahlreiche Parallelen zu Michail Gorbatschow aufwiesen, kritisierte er Glasnost und Perestroika.

Für Kubas Wirtschaft spielte der Handel mit Ländern des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) eine große Rolle. Als ab 1989 der RGW wegen Systemwechsels in den meisten Mitgliedsländern ausfiel, stürzte Kuba in eine wirtschaftliche Krise, die Fidel Castro zwang, Wirtschaftsreformen durchzuführen. Dazu zählten die Legalisierung des Dollarbesitzes sowie die Zulassung selbständiger Arbeit und freier Bauernmärkte, begleitet von einer Öffnung des Landes für Tourismus und Auslandsinvestitionen. Diese Zeit wird Periodo Especial en Tiempo de Paz (Sonderperiode in Friedenszeiten), kurz Periodo Especial genannt.

Inzwischen hat sich die Versorgungslage, trotz einiger immer noch bestehender Engpässe, gebessert. Das politische System wurde allerdings nicht reformiert.

Politische Ämter

Castro hatte das Amt des Staatspräsidenten, des Staatsratsvorsitzenden sowie des Ministerratsvorsitzenden gleichzeitig inne. Als Präsident hielt er zugleich den Rang eines Comandante en Jefe (Oberkommandierender) der kubanischen Armee. Ferner war er bis 2011 Erster Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas.

Am 1. August 2006 gab Fidel Castro wegen einer schweren Erkrankung seine Funktionen als Generalsekretär der Kommunistischen Partei, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Präsident von Staatsrat und Regierung vorläufig an seinen jüngeren Bruder Raúl ab.[21] Am Vorabend hatte Castros Privatsekretär Carlos Valenciaga einen persönlichen Brief des Präsidenten im Fernsehen verlesen: „[…] aufgrund der Arbeit Tag und Nacht ohne genügend Schlaf kam es zu extremem Stress und in der Folge zu Darmblutungen. Deshalb musste ich mich einem komplizierten, chirurgischen Eingriff unterziehen.“

Am 17. Dezember 2007, etwa einen Monat vor den Parlamentswahlen, deutete Fidel Castro in einem Brief an, dass er sich von seinen Führungsämtern zurückziehen wolle.[22] Seinen endgültigen Verzicht auf die erneute Kandidatur zum Staatspräsidenten und Oberkommandierenden verkündete er in einer von der Parteizeitung Granma am 19. Februar 2008 veröffentlichten Mitteilung.[23][24] Am 24. Februar wählte das Parlament seinen Bruder Raúl als seinen Nachfolger.[25]

Im Vorfeld des VI. Parteikongresses der Kommunistischen Partei im April 2011 sagte Fidel Castro, dass er eigentlich schon seit 2006 auch seinen Posten als deren Generalsekretär nicht mehr ausübe.[26] Am 19. April 2011 trat er das Amt auch offiziell an seinen Bruder ab.[27]

Seit Bildung des Parlaments Asamblea Nacional del Poder Popular 1976 ist Fidel Castro Abgeordneter für den Wahlbezirk Santiago de Cuba. Zuletzt ließ er sich 2008 für die laufende VII. Legislaturperiode wiederwählen. Der Parlamentssitz ist sein letztes verbliebenes offizielles Mandat. Nach über vierjähriger Abwesenheit ließ er im August 2010 eine Sondersitzung einberufen, um die Abgeordneten und die Nation in einer Rede vor den Gefahren eines bevorstehenden internationalen Atomkrieges zu warnen.[28]

Attentate/Sturzpläne

Seit dem Amtsantritt Castros hat es zahlreiche Mordanschläge und Pläne seines Sturzes gegeben; siehe hierzu insbesondere die Operation Mongoose der US-amerikanischen Regierung und der CIA. Fabian Escalante, ehemaliger kubanischer Geheimdienstchef, der lange Zeit für Castros Sicherheit zuständig war, gab an, insgesamt 638 Attentate gezählt zu haben, die meisten davon geplant oder unterstützt von der CIA und ausgeführt von Exilkubanern oder US-amerikanischen Mafiosi.[29] Die CIA selbst gab bisher acht eigene Mordversuche zu.[30] Tatsächlich gab es wohl um die 30 Attentatsversuche, die Castro, auch dank des effizienten Geheimdienstes, unbeschadet überstand.[31]

Die Palette der eingesetzten Mittel reichte von Gift in Zigarren oder Essen über Haarausfall bewirkende Chemikalien oder LSD bis zu Schusswaffen oder Bomben.[32][33][34] Die CIA arbeitete bei den Attentatsplanungen auch mit den beiden Mafia-Größen Momo Salvatore Giancana und Santos Trafficante zusammen, die zu den meistgesuchten Kriminellen der USA gehörten.[35]

Auch die von den USA gegen Kuba verhängten Wirtschaftssanktionen waren dem Sturz Fidel Castros gewidmet. Robert Torricelli, Initiator des Torricelli Act, erklärte 1992, das Ziel der Sanktionen sei die Lahmlegung der kubanischen Ökonomie in einem Ausmaß, das innerhalb weniger Wochen zum Sturz des kubanischen Präsidenten Fidel Castro führen sollte.[36] US-Außenminister Colin Powell legte am 1. Mai 2004 einen 500-seitigen Bericht der „Beratungskommission für ein freies Kuba“ vor, in welchem innerhalb von sechs Monaten unter Mitarbeit des kubanischstämmigen US-Wohnungsbauministers Mel Martínez „Maßnahmen für einen schnellen Regimewechsel“ auf Kuba erarbeitet wurden.[37]

Die Mitglieder einer als Miami Five bekannten Gruppe von Kubanern, die im Auftrag der kubanischen Regierung in exilkubanischen Organisationen in Miami (USA) Informationen über terroristische Aktivitäten gegen Kuba sammelten, sind nach ihrer Verhaftung 1998 in 26 Anklagepunkten, von Spionage über Verschwörung bis hin zu Mord, zu hohen Strafen verurteilt worden.

Erkrankung, Aufgabe der Amtsgeschäfte und die Zeit danach

Cristina Fernández de Kirchner beim erkrankten Fidel Castro (21. Januar 2009)

Am 20. Oktober 2004 stürzte Castro nach einem öffentlichen Auftritt eine Treppe hinunter, was viele Medien zu der absichtlich doppeldeutigen Schlagzeile Castro gestürzt veranlasste. Castro hat sich dabei die linke Kniescheibe zertrümmert und den rechten Oberarm angebrochen, wie von der kubanischen Regierung bestätigt wurde. Schon am nächsten Tag nahm er wieder an einer Sitzung teil. Im November 2005 ließ die CIA verlauten, die Symptome der Parkinson-Krankheit, an der Castro leiden soll, hätten sich in den letzten Monaten deutlich verstärkt. Der kubanische Staatschef dementierte und hielt wenige Tage später eine fünf Stunden dauernde Rede durchgehend im Stehen. Mit Venezuelas Präsident Hugo Chávez, seinem engsten Verbündeten, verbindet ihn, laut eigener Aussage, eine persönliche Freundschaft. Obwohl Kuba zu den größten Zigarrenproduzenten der Welt zählt, ist Fidel Castro seit Jahren Nichtraucher und warnt die Bevölkerung in Reden regelmäßig vor den gesundheitlichen Gefahren des Tabakkonsums.

Mitte 2006 erlitt Fidel Castro eine Darmblutung, woraufhin er sich einer komplizierten Operation unterziehen musste und in Folge dessen er, zunächst nur „vorläufig“, Anfang 2008 dann endgültig, von seinen politischen Ämtern zurücktrat. Er empfing jedoch noch gelegentlich hohen Besuch aus befreundeten Staaten.

Sein politischer Einfluss auf die aktuelle Politik ist umstritten. Offiziell berät er nur seinen Bruder Raúl, den neuen Staatschef, jedoch meinen viele Beobachter, dass wirkliche Reformen in Kuba erst nach dem Tod Fidels verwirklicht werden können, da er weiterhin darauf achte, dass sein Weg der Revolution nicht verlassen wird.[38] Außerdem veröffentlicht Castro, soweit es sein Gesundheitszustand zulässt, regelmäßige Kolumnen in der Parteizeitung Granma, Reflexiones genannt.[39]

Nachdem Fidel Castro im Amt seit 1959 insgesamt zehn US-Präsidenten erlebt hatte, erklärte er im Januar 2009, dass er das Ende der Amtszeit des neu gewählten Präsidenten Barack Obama, „sein“ nunmehr elfter Präsident, bis zum Jahre 2013 wahrscheinlich nicht mehr erleben werde.[40][41] Im weiteren Verlauf des Jahres wirkte Castro jedoch auf den veröffentlichten Fotos zunehmend gesünder,[42] war Ende August 2009 erstmals seit langer Zeit wieder im Fernsehen zu sehen[43] und am 7. Juli 2010 zeigte er sich bei einem Besuch des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNIC) erstmals seit seiner Erkrankung wieder in der Öffentlichkeit,[44] wo er sich zunächst ausschließlich zu außenpolitischen Themen äußerte und unter anderem vor einem Atomkrieg in Folge eines US-Angriffs auf den Iran oder des Koreakonflikts warnte. Außerdem erklärte er, dass er inzwischen wieder vollkommen genesen sei.

Seit dieser Zeit sind auch wieder verstärkte Einmischungen in innenpolitische Themen zu beobachten. Einige Experten sehen darin einen Grund für die schleppenden Reformen seines Bruders Raúl im Amt des Staatsoberhaupts. Der wahre Einfluss Fidels auf die Politik seines Bruders ist jedoch schwer einzuschätzen.[45]

Anfang September 2010 durfte der US-Journalist Jeffrey Goldberg Castro für einige Tage begleiten und ein Interview führen. Dabei machte Castro, Goldbergs Angaben zufolge, einige Aufsehen erregende Aussagen. So rief er den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad auf, dessen antisemitische Ideologie zu beenden und das Existenzrecht Israels anzuerkennen.[46][47] Des Weiteren meinte er auf die Frage, ob das „kubanische Modell“ immer noch wert sei, exportiert zu werden: „Das kubanische Modell funktioniert selbst bei uns nicht mehr“.[48][49] Nach der Veröffentlichung relativierte Castro seine Aussagen, er habe sie ironisch gemeint, was die ebenfalls beim Gespräch anwesende US-amerikanische Lateinamerikaexpertin Julia Sweig bestritt.[50] Beobachtern zufolge könnte Castro die eingeleiteten Wirtschaftsreformen seines Bruders Raúl gegen Widerstände in den eigenen Reihen in Schutz nehmen wollen.[51] Die Revolution selbst wollte er aber nicht in Frage stellen, so Sweig.[49]

Kritik

Menschenrechtsverletzungen

In den ersten Jahren von Castros Herrschaft wurden zahlreiche, nach US-amerikanischen Studien einige tausend, politische Gegner inhaftiert und hingerichtet.[52] Gegner Castros wurden als „Gegenrevolutionäre“, „Faschisten“ oder „CIA-Agenten“ bezeichnet und ohne Gerichtsverfahren und unter äußerst erbärmlichen Bedingungen inhaftiert.[53] 1965 wurden unter dem Namen „Militärische Einheiten zur Unterstützung der Produktion“ Arbeitslager eingerichtet, die Che Guevara wie folgt begründete: Sie sind für „Menschen, welche Verbrechen gegen die revolutionäre Moral begangen haben“. Später wurden darin auch Kubaner inhaftiert, die nach Castros Definition als „Soziale Abweichler“, einschließlich Homosexueller und HIV-Infizierter, galten, um so „konterrevolutionäre“ Einflüsse aus Teilen der Bevölkerung auszumerzen.[54] Professor Marifeli Pérez Stable, ein kubanisch-stämmiger US-Amerikaner, der einst die Revolution unterstützte, reflektiert über die Kosten des Umsturzes: „[Es gab] Tausende Exekutionen, vierzig-, fünfzigtausend politische Gefangene. Die Behandlung politischer Gefangener, mit dem was wir heute über Menschenrechte und Menschenrechte betreffende internationale Normen wissen … ist es legitim die Frage nach möglichen Menschenrechtsverletzungen in Kuba zu stellen.“[55] Castro gesteht zwar ein, dass Kuba politische Gefangene halte, meint aber, dass dies gerechtfertigt sei, da sie nicht wegen ihrer Ansichten, sondern aufgrund „konterrevolutionärer Verbrechen“ einschließlich Bombenlegung inhaftiert seien.[56]

Fidel Castro beschreibt die kubanische Opposition als illegitimes Ergebnis einer fortschreitenden Konspiration, aufgezogen von Exilkubanern mit Verbindungen zu den USA oder der CIA, was faktisch teilweise auch belegt ist (Siehe Attentate/Sturzpläne). Castros Unterstützer behaupten, seine Maßnahmen seien legitim um den Sturz der kubanischen Regierung zu verhindern, während seine Gegner, die kubanische Opposition in den USA und die USA selbst, hinter dieser Darstellung eine bloße Schuldzuweisung sehen, um seine bestehende politische Macht zu rechtfertigen.

Amnesty International zählte im Jahresbericht 2006 insgesamt 71 gewaltlose politische Gefangene (prisoner of conscience). Außerdem sind 30 Gefangene zum Tode verurteilt, wobei seit 2003 keine Exekution mehr stattfand.[57] Die antikommunistische Internationale Gesellschaft für Menschenrechte berichtet sogar von 300 namentlich bekannten politischen Gefangenen. Sie hat ein Patenschaftsprogramm deutscher Abgeordneter für die Inhaftierten aufgelegt.[58]

Personenkult

Von der Staatsführung wurde um Castro ein Personenkult errichtet, der sich neben einer ständigen Medienpräsenz vor allem durch die allgegenwärtige Darstellung auf Postern, Plakaten, Bildern und einigen Briefmarken auszeichnet, häufig in Kombination mit Nationalsymbolen und eingängigen Parolen. Häufig wird Castro zusammen mit bekannten historischen Persönlichkeiten abgebildet (insbesondere mit Che Guevara und anderen kubanischen Revolutionären), deren politisches Erbe er für sich beansprucht.

Auch Kinder müssen sich von klein auf mit Castro, seinen Reden und Taten beschäftigen. In den Schulen werden Lieder und Gedichte zum Lob des Máximo Líder – auf Deutsch etwa: größter, höchster Führer – gelernt, während ältere Schüler im Unterricht seine Reden oder politischen Schriften studieren.

Castro lässt es nicht zu, dass sein Privatleben in den Medien thematisiert wird. Castro selbst bestreitet, dass es auf Kuba einen Personenkult gebe, und versucht in Reden und Fernsehinterviews ein bürgernahes und bescheidenes Bild seiner Person zu vermitteln.

Castro ist berühmt für seine nicht selten mehrstündigen Reden, die er früher oft anlässlich von Massenveranstaltungen hielt. Öffentlich trat Castro gewöhnlich in Uniform auf. Seit seiner Erkrankung 2006 lässt er sich dagegen häufig als Rekonvaleszent und Privatmann im Trainingsanzug fotografieren.

Werke Fidel Castros

  • Die Geschichte wird mich freisprechen. Rotbuch Verlag, Berlin 2009. ISBN 978-3-86789-061-8
  • Briefe 1953 − 1955. Offizin Andersen Nexö Leipzig, 1984.
  • Fanal Kuba. Reden und Schriften 1960 – 1962. Dietz Verlag Berlin 1963.
  • Ausgewählte Reden zur internationalen Politik 1965 − 1976. Rotpunktverlag, Zürich 1976. ISBN 3-85869-001-5
  • Über Che Guevara. 1. Auflage: Voltaire Verlag, Berlin 1967.
  • Unsere Stärke liegt in der Einheit. Besuche in der DDR, der UdSSR und in Chile. Dietz Verlag Berlin 1973.
  • Kampf und Tod Salvador Allendes. Pahl-Rugenstein, Köln 1974. ISBN 3-7609-0145-X
  • Ausgewählte Reden. Dietz Verlag Berlin 1976.
  • Rede vor dem XIII. Gewerkschaftskongreß. (in: Das Argument, Nr. 85/1974)
  • Castro: „Wir haben viele Kopfschmerzen“. (in: Der Spiegel, Nr. 26/1977)
  • Rede des Oberkommandierenden Fidel Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Vorsitzender des Staatsrates und des Ministerrates der Republik Kuba und Präsident der Bewegung der Nichtpaktgebundenen Staaten, vor der XXXIV. Vollversammlung der Vereinten Nationen. New York, 12. Oktober 1979, im 20. Jahr des Sieges. Verlag Zeit im Bild, Dresden 1979.
  • Grußadresse des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas [an den X. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands]. (in: Protokoll der Verhandlungen des X. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, Band I. Dietz Verlag Berlin 1981)
  • Rede auf der 68. interparlamentarischen Konferenz. Havanna, 15. September 1981. Dietz Verlag Berlin 1981.
  • Kuba verteidigt entschlossen seine Revolution. Rede anläßlich des 30. Jahrestages des Sturms auf die Moncadakaserne Santiago de Cuba, 26. Juli 1983. Dietz Verlag Berlin 1983.
  • Wenn wir überleben wollen. Die ökonomische und soziale Krise der Welt. Weltkreis-Verlag, Dortmund 1984. ISBN 3-88142-308-7
  • Interview für die mexikanische Zeitung „Excelsior“, 21. März 1985. Dietz Verlag Berlin 1985.
  • „Die USA haben mich zu einem Mythos gemacht“ (in: junge Welt, 26. Juli 2000)
  • Mein Leben. Rotbuch Verlag, Berlin 2008. ISBN 3-86789-038-2
  • Reflexionen. Verlag Wiljo Heinen, Berlin 2008. ISBN 978-3-939828-32-7
  • La paz en Colombia („Der Frieden in Kolumbien“) spanische Ausgabe: Editora Política, La Habana 2008. ISBN 978-959-01-0850-1

Filmische Rezeption

Literatur

  • Frei Betto: Nachtgespräche mit Fidel. Berlin: Union-Verlag, 1988, ISBN 3-372-00220-2.
  • Peter G. Bourne: Fidel Castro. Der „Maximo Lider“ der kubanischen Revolution. München: Heyne, 1990, ISBN 3-453-04257-3.
  • Dickey Chapelle: Wie Castro gewann, in: Franklin Mark Osanka (Hg.): Der Krieg aus dem Dunkel. 20 Jahre kommunistische Guerillakämpfe in aller Welt, Köln 1963, S. 433-447.
  • Leycester Coltman: Der wahre Fidel Castro. Biographie. Düsseldorf: Artemis & Winkler, 2005, ISBN 3-538-07200-0.
  • Abelardo Cuadra: Hombre del Caribe. Memorias presentadas y pasadas en limpio por Sergio Ramírez, 3. Aufl. San José/Costa Rica 1981.
  • Alina Fernández Revuelta: Ich, Alina. Mein Leben als Fidel Castros Tochter. Reinbek: Rowohlt, 2000, ISBN 3-499-60941-X.
  • Norberto Fuentes: Die Autobiographie des Fidel Castro. München: Beck, 2006, ISBN 3-406-54216-6 und München: dtv 2008, ISBN 978-3-423-34495-1.
  • Susanne Gratius: Fidel Castro. München: Diederichs 2005, ISBN 3-7205-2644-5.
  • Jorge Edwards: Persona non grata, dt. im Wagenbach-Verlag, 2006, 284 Seiten, ISBN 3-8031-3201-0.
  • Albrecht Hagemann: Fidel Castro. München: Deutscher Taschenbuchverlag, 2003, ISBN 3-423-31057-X.
  • Robert E. Quirk: Fidel Castro. Die Biographie. Berlin: edition q, 2001, ISBN 3-86124-538-8.
  • Alain Jammar, Juan Vivès, Jacobo Machover: Cuba nostra, les secrets d'états de Fidel Castro, Plon 2005, ISBN 2-259-20115-6.
  • Jeanette E. Heufelder: Fidel. Ein privater Blick auf den Máximo Líder. Frankfurt/M.: Eichborn, 2004, ISBN 3-8218-3980-5.
  • Marita Lorenz: Lieber Fidel. Mein, Leben, meine Liebe, mein Verrat. München: Ullstein 2002, ISBN 3-548-36364-4.
  • Thomas M. Leonard: Fidel Castro. A biography. Westport, Conn.: Greenwood, 2004. – ISBN 0-313-32301-1.
  • Indestructible Amistad y Soldaridad Fraternal Entre Los Pueblos Coreano y Cubano. Visita del camerada Fidel Castro Ruz a la Republica Popular Democratica de Corea, Pyongyang: Ediciones en Lenguas Extranjeras, 1986
  • Robert Merle: Moncada. Fidels erste Schlacht. München: Goldmann, 1988, ISBN 3-442-08957-3.
  • Hernando Calvo Ospina: Dissidents ou mercenaires ? Des Etats-Unis à l'Europe pour déstabiliser Cuba, EPO 2000, ISBN 2-87262-135-0.
  • Serge Raffy: Castro, l'infidèle, Fayard 2003, ISBN 2-213-61257-9.
  • Salomón Susi Sarfati: Diccionario de Pensamientos de Fidel Castro, Editora Política, La Habana, 2008. 497 wichtige Zitate aus Diskursen, Reden und Artikeln Castros seit der Machtübernahme im Jahre 1959 bis Juni 2006 in alphabetischer Reihenfolge
  • Peter Schenkel Eisenhertz: Kuba unter Castro. Fidel, Che, die Revolution und ich., München: Herbig, 2008, ISBN 978-3-7766-2574-5.
  • Volker Skierka: Fidel Castro. Eine Biographie. Reinbek: Rowohlt, 2004, ISBN 3-499-61386-7.
  • Bernd Wulffen: Eiszeit in den Tropen. Botschafter bei Fidel Castro, Berlin 2006, ISBN 3-86153-406-1.
  • José de Villa und Jürgen Neubauer: Maximo Líder. Fidel Castro: Eine Biografie. Berlin: Econ, 2006, ISBN 978-3-430-30001-8.
  • Enrique Ros. Fidel Castro y El Gatillo Alegre: Sus Años Universitarios (Coleccion Cuba y Sus Jueces) Ediciones Universal Miami 2003 ISBN 1-59388-006-5.
  • Anthony Depalma. The Man Who Invented Fidel: Castro, Cuba, and Herbert L. Matthews of The New York Times. PublicAffairs Perseus Publishing New York 2006, ISBN 1-58648-332-3.
  • José Pardo Llada, Fidel de los Gesuitas al Moncada, Bogotà, 1976.
  • José Pardo Llada, Fidel y el Che, Plaza & Janés, Madrid 1988.
  • Paul C. Sondrol Totalitarian and Authoritarian Dictators: A Comparison of Fidel Castro and Alfredo Stroessner Journal of Latin American Studies, Vol. 23, No. 3 (Oct., 1991), pp. 599–620.
  • Frank Niess: Fidel Castro. Rowohlt Verlag, Reinbek 2008, ISBN 978-3-499-50679-6.
  • Nicole Bayer, Nicole König, Christian Mantsch, Bernd Niebling: Maximo Lider - Fidel Castro. Eine objektive Personalbibliographie selbständiger und unselbständiger Literatur in englischer, spanischer und deutscher Sprache von 1957 bis 2004. München, 2004. Volltext online
  • Michael Zeuske: Insel der Extreme – Kuba im 20. Jahrhundert, Rotpunktverlag Zürich, 2. Auflage (2004), ISBN 3-85869-208-5
  • Michael Zeuske unter Mitarbeit von Thomas Neuner: Fidel Castro, in: Nikolaus Werz (Hg.): Populisten, Staatsmänner, Revolutionäre. Politiker in Lateinamerika, Frankfurt a. M. 2010, S. 298-319.
  • Reinhard Kleist: Castro Die Grafic Novel (Fachliche und inhaltliche Beratung: Volker Skierka ) Carlsen Verlag, Hamburg 2010, ISBN 3-551-78965-7

Weblinks

Wikinews Wikinews: Fidel Castro – in den Nachrichten
 Commons: Fidel Castro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Michael Zeuske in Bundeszentrale für politische Bildung: Fidel Castro und die Geschichte Kubas, 8. Januar 2008
  2. http://www.nzz.ch/nachrichten/international/castro_daten_1.674259.html
  3. Coltman, Der wahre Fidel Castro, 2005
  4. New York Times vom 4. Januar 1962: Vatican Declares Castro Incurred Church's Excommuniction Automatically; Penalty Is Explained, abgefragt am 2. Januar 2010
  5. a b Bourne, Fidel Castro, 1988
  6. Cicero – Magazin für politische Kultur
  7. University of Miami: The Castro Clan, Cuba-Facts, Ausgabe 39 von April 2008
  8. Alina Fernandez Revuelta,. In: Der Spiegel. Nr. 36, 1994 (online).
  9. a b Castro, El Infiel, Elizabeth Burgos
  10. Volker Skierka: Fidel Castro 2000
  11. Thomas, Castros Cuba, 1984
  12. Volker Skierka, Fidel Castro, 2000 / Leycester Coltman, Der wahre Fidel Castro, 2005 / Peter G. Bourne, Fidel Castro, 1988 / Robert E. Qurik, Fidel Castro, 1996 & Albrecht Hagemann, Fidel Castro, 2002
  13. Ros, 2003
  14. http://www.latinamericanstudies.org/cuban-rebels/voices.htm
  15. Ignacio Ramonet (2008): Fidel Castro. Mein Leben. Rotbuch Verlag. S. 135 ff.
  16. Michael Zeuske: Insel der Extreme, 2. Aufl., S. 167 ff.
  17. Gerd Koenen: Traumpfade der Weltrevolution, S. 91 ff.
  18. Gerd Koenen: Traumpfade der Weltrevolution, S. 117 ff.
  19. Die Presse.com: Fidel Castro. Ein Leben für die Revolution, abgefragt am 12. Februar 2009
  20. BBC News: 1959: Castro sworn in as Cuban PM (englisch), abgefragt am 16. Februar 2009
  21. sueddeutsche.de:Der kubanische Patient, 1. August 2006
  22. Taz, 18. Dezember 2007
  23. SZ Online, 19. Februar 2008
  24. Asamblea Nacional: Mensaje del Comandante en Jefe vom 19. Februar 2008
  25. http://www.whoswho.de/templ/te_bio.php?PID=99&RID=1
  26. Fidel bekräftigt: Bin nicht mehr Parteichef, Der Standard, 22. März 2011
  27. Kubas Erneuerung: Auf die Alten folgen die Alten, Spiegel Online vom 19. April 2011
  28. Fidel en la Asamblea Nacional (Spanisch) In: Granma vom 7. August 2010, abgerufen am 26. Mai 2011
  29. 638 ways to kill Castro The Guardian, 3. August 2006
  30. Spiegel-Online/Einestages: Attentate und politische Morde Zugegriffen am 29. Juli 2008
  31. Michael Zeuske: Fidel Castro und die Geschichte Kubas (2) in: Bundeszentrale für politische Bildung vom 8. Januar 2008
  32. U.S. Senate Select Committee to Study Governmental Operations with Respect to Intelligence Activities – Alleged Assassination Plots Involving Foreign Leaders, 20. November 1975, S. 71–180, (auch „Church Committee Reports“ genannt)
  33. New York Times, 22. November 1964, S. 26
  34. M.E. Monroe: Common Courage 1995, Appendix III, S. 453
  35. Süddeutsche Zeitung: CIA-Akten bestätigen Mordplan gegen Fidel Castro, 27. Juni 2007
  36. Cuba-Related Legislation
  37. Commission for Assistance for a free Cuba: Report to the President Mai 2004
  38. NZZ / Volker Skierka: Kuba wartet auf seine Zukunft vom 9. August 2008
  39. Reflexiones del compañero Fidel
  40. taz: Fidel skeptisch über seine Gesundheit - Ich bin dann mal weg vom 23. Januar 2009
  41. Granma / Fidel Castro: El undécimo presidente de Estados Unidos vom 22. Januar 2009
  42. Fidel Castro wirkt auf neuem Foto gesund, Der Standard vom 13. August 2009
  43. Fidel Castro wieder am Fernsehen, NZZ vom 25. August 2009
  44. Visitó Fidel el CENIC (+ Fotos), in Cubadebate.cu vom 10. Juli 2010
  45. Uwe Optenhögel Kuba: Wie der tropische Sozialismus sein eigenes Erbe riskiert, in: Internationale Politik und Gesellschaft 3/2010
  46. Jeffrey Goldberg: Fidel to Ahmadinejad: 'Stop Slandering the Jews', The Atlantic vom 7. September 2010
  47. Fidel Castro: "Beendet die Diffamierung von Juden", amerika21.de vom 8. September 2010
  48. Fidel: "Kubanisches Modell" funktioniert nicht mehr, Der Standard vom 9. September 2010
  49. a b Jeffrey Goldberg: Fidel: 'Cuban Model Doesn't Even Work For Us Anymore', The Atlantic vom 8. September 2010
  50. Castro dementiert Kritik am Wirtschaftsmodell, Der Standard vom 11. September 2010
  51. Castro bricht mit Kubas Wirtschaftssystem, ftd.de vom 9. September 2010
  52. Matthew White: Minor Atrocities of the Twentieth Century. Juni 2005, abgerufen am 1. Juni 2006.
  53. Ernest Volkman: Our man in Havana. Cuban double agents 1961–1987. In: Espionage: The Greatest Spy Operations of the Twentieth Century. Wiley, New York 1995, ISBN 0471161578.
  54. Jorge Castañeda: Compañero: The Life and Death of Che Guevara. Vintage, New York 1998, ISBN 0340566507, S. 62.
  55. American Experience | Fidel Castro | People & Events | PBS
  56. PBS Online NewsHour: Fidel Castro 12 February 1985
  57. 2006 Elections to the Human Rights Council: Background information on candidate countries | Amnesty International
  58. Kuba/IGFM-Patenschaftsprogramm: Abgeordnete setzen sich für politische Gefangene ein

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