Al Shamshoon
Seriendaten
Deutscher Titel: Die Simpsons
Originaltitel: The Simpsons
Produktionsland: USA
Südkorea (Animation)
Produktionsjahr(e): seit 1989, (1987)
Episodenlänge: etwa 22 Minuten
Episodenanzahl: 439+ in 20 Staffeln
Originalsprache: Englisch (AE)
Musik: Alf Clausen, Richard Gibbs
Titellied: Danny Elfman
Idee: Matt Groening
Genre: Comedy, Satire
Erstausstrahlung: 17. Dezember 1989 (USA)
auf FOX
Deutschsprachige Erstausstrahlung: 13. September 1991
auf ZDF
Synchronisation

Die Simpsons ist eine von Matt Groening geschaffene US-amerikanische Zeichentrickserie, die mit zahlreichen Emmy-Awards ausgezeichnet wurde. Die Serie ist die am längsten laufende US-Zeichentrickserie; bisher wurden in den USA auf dem Sender Fox Network über 400 Episoden ausgestrahlt, Ende Juli 2007 kam außerdem Die Simpsons – Der Film weltweit in die Kinos. Daneben erscheinen die Simpsons auch als Comic und in Computerspielen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Produktion

Matt Groening, Schöpfer der Serie

James L. Brooks wurde durch die Comicserie Life in Hell auf Matt Groening aufmerksam. Er rief Groening 1985 an und bot ihm an, etwas für die Tracey Ullman Show zu zeichnen. Bei dem vereinbarten Treffen soll Groening dann einigen Quellen zufolge erfahren haben, dass er etwas Neues und Außergewöhnliches präsentieren sollte. So zeichnete er in 15 Minuten die Figuren zur Serie. Hierbei soll ihm auch die Idee gekommen sein, dass Homer in einem Kernkraftwerk arbeitet.[1] In einem Interview verriet er jedoch, dass er sich bei besagtem Treffen entschlossen habe, nicht, wie ursprünglich geplant, aus der Comicserie Life in Hell eine Fernsehserie zu machen, da dies, wie er erfahren musste, bedeutet hätte, die Rechte an Life in Hell abzugeben. Stattdessen entwickelte er dann spontan die Idee zur Serie Die Simpsons.[2] Die Simpsons wurden erstmals am 19. April 1987 als Kurzfilm in der Tracey Ullman Show gesendet. Die Figuren waren zu diesem Zeitpunkt noch äußerst krude gezeichnet, da Matt Groening die Rohentwürfe den Animatoren in der Hoffnung übergab, diese würden für den nötigen Feinschliff sorgen; stattdessen übertrugen sie die Skizzen ohne weitere Veränderungen.[3] 1989 wurde die Idee vom Fernsehsender Fox Network zu einer Fernsehserie ausgebaut, die dort seither wöchentlich läuft. Ihre Erstausstrahlung im deutschen Sprachraum hatte die Serie 1991 im ZDF, seit 1994 wird sie auf ProSieben ausgestrahlt und ist zudem auch bei Sat.1 Comedy empfangbar. In Österreich läuft die Serie auf ORF 1 und in der Schweiz auf SF zwei im Zweikanalton. 1997 überholten Die Simpsons die Familie Feuerstein im Rekord für die am längsten laufende US-amerikanische Zeichentrickserie zur Prime Time und bekamen damit einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde.[4] 2004 wurden Die Simpsons von Scooby Doo bei der Anzahl der Episoden überholt, konnten den Titel jedoch 2005 zurückerobern und führen seitdem zwei Einträge im Guinness-Buch der Rekorde.

Handlung

Hauptschauplatz ist die fiktive US-Stadt Springfield, einer der häufigsten Ortsnamen in den USA. Auf diese Weise wird versucht, die Trivialität der Handlungssituation auszudrücken: Springfield kann in jedem Bundesstaat sein, existiert aber in Wirklichkeit nicht. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Running Gag, dass vermieden wird, den Bundesstaat zu verraten, in dem die Simpsons leben. Die Simpsons wohnen in Springfield in 742, Evergreen Terrace. Diverse Aspekte des US-amerikanischen Alltagslebens (Fast-Food, Fernsehen, Religion, Korruption etc.) werden karikiert und dadurch auch – offen und versteckt – kritisiert. Der Journalist Tim Schleider schreibt über die Serie: „Die Serie ist eine mitunter bösartige, hoch zynische Abrechnung mit dem ‚American Way of Life‘ und den Idealen des ‚American Dream‘. Viele Folgen stecken voller Anspielungen und sind gespickt mit Seitenhieben auf die US-amerikanische Alltagskultur. Und Groening nimmt sie alle aufs Korn – Fitness-Gurus, religiöse Eiferer, Waffennarren, Konsumverrückte, Fernsehjunkies, Fast-Food-Opfer, Fortschrittsgläubige, Spießer, Radikalfeministinnen und dergleichen mehr. Für Kinder nur bedingt empfehlenswert, für Amerika-Fans ein Muß!“[5]

Charaktere

Hauptartikel: Figuren aus Die Simpsons
Zur Familie: Simpsons-Familie

Die Supermärkte von 7-Eleven verkauften Simpsons-Produkte wie „Buzz-Cola“. Zwölf Märkte wurden als Werbemaßnahme für den Kinofilm zu den aus der Simpsons-Serie bekannten „Kwik-E-Marts“ umgestaltet.

Typisch für Die Simpsons ist, dass sich der Großteil der personellen Besetzung in den einzelnen Folgen aus einem zwar breiten, aber überschaubaren Spektrum an Springfield-Bewohnern bildet. Die Haupthandlung der einzelnen Folgen wird jedoch immer von den Angehörigen der Familie Simpson getragen, hauptsächlich von Homer, Marge, Lisa und Bart Simpson. Maggie Simpson nimmt meistens nur passiv an den Haupthandlungen teil.

Homer Simpson

Hauptartikel: Homer Simpson

Homer Jay Simpson ist das Familienoberhaupt der Simpsons, Ehemann von Marge und Vater von Bart, Lisa und Maggie. Sein Alter schwankt je nach Episode zwischen 36 und 42 Jahren. Er arbeitet im Springfielder Kernkraftwerk als Sicherheitsinspektor im Sektor 7G, obwohl er nahezu keinerlei Qualifikation für diesen Beruf besitzt. In den ersten Folgen hatte er keine besondere Stellung. Sein Chef ist Charles Montgomery Burns.

Homer ist ein fauler Couch-Potato, infantil und vergnügungssüchtig, besitzt eine geringe Aufmerksamkeitsspanne, ein niedriges Reflexionsniveau und neigt außerdem zu drastischen Gefühlsausbrüchen. Er hat eine Essstörung und nach Feierabend betrinkt er sich häufig in Moes Taverne mit seinem Lieblingsgetränk, Duff-Bier. Homer ist die Überzeichnung des klassischen Antihelden, der trotz auffallender charakterlicher Mängel durchaus Sympathieträger ist. Er verfolgt keine bösen Absichten und wird in den meisten Folgen als zwar teilweise desinteressierter, aber dennoch aufrichtiger Familienmensch gezeigt. In den älteren Staffeln war Homer mehr um seine Familie bemüht.

Matt Groening, der Erfinder der Simpsons, benannte Homer nach seinem Vater.

Marge Simpson

Marjorie „Marge“ Simpson, geborene Bouvier, die 34-jährige Ehefrau von Homer und Mutter von Bart, Lisa und Maggie, ist die gute Seele im Hause Simpson. Sie lebt in aufopfernder Zuwendung für ihre Familie und führt den Haushalt. Aus dieser Rolle bricht sie nur selten aus; sie verdrängt ihre Gefühle oft; wenn sie jedoch dann ausbrechen, wird es ernst. Sie ist im Gegensatz zu Homer kulturell interessiert. Zudem ist sie eine ausgezeichnete Malerin, die in ihrer Jugend Kunst studiert hat. Sie vertritt starke moralische Grundsätze (auch wenn sie nicht unbedingt die Gabe besitzt, diese rational zu begründen), die sie auch in der Erziehung an die Kinder weiterzugeben versucht. Sehr selten verfällt sie der Spielsucht, was aber nie lange andauert. Ihr größtes Markenzeichen sind ihre blauen aufgetürmten Haare. Der Charakter ist angelehnt an Margaret „Marge“ Groening, die Mutter von Matt Groening.

Bart Simpson

Bartholomew „Bart“ Jo-Jo Simpson, alias „El Barto“, alias „Bartman“, ist der zehnjährige Sohn von Homer und Marge und zwei Jahre und 38 Tage älter als Lisa. Er besucht die vierte Klasse der Grundschule in Springfield, die von Rektor Seymour Skinner geleitet wird. Seine Klassenlehrerin ist Miss Edna Krabappel. Bart ist der typische Klassenclown, ausnehmend frech und frühreif. Seine bekannten Schwächen liegen in seiner geringen Fähigkeit, sich zu konzentrieren, und seiner Shrimps-Allergie. Bart ist ein Anagramm für brat, was auf Deutsch so viel wie Balg bedeutet. Bart war außerdem die erste der Simpsons-Figuren, da Matt Groening ursprünglich eine Geschichte über einen frechen und ungezogenen Jungen erzählen wollte. Sein bester Freund ist Milhouse Mussolini van Houten. Bart hinterlässt sein Alias überall in der Stadt; in einigen Folgen sind diese Graffiti auf oder in Gebäuden in Springfield zu sehen. Ähnlich wie Matt Groenings Vorname ist auch der Name Bart biblischen Ursprungs: Matthäus und Bartholomäus.

Lisa Simpson

Lisa Marie Simpson, acht Jahre alt, ist das zweite der Simpson-Kinder und mit einem IQ von 159 hochbegabt. Sie besucht die zweite Klasse der Grundschule von Springfield unter der Leitung von Miss Hoover. Dort gehört sie zu den Vorzeigeschülern der Schule und wird von Ihren Mitschülern deswegen oft als Streberin gehänselt. Sie hat auch keine echten Freunde oder Freundinnen, weswegen sie oft sehr traurig und verzweifelt ist. Dann versucht sie krampfhaft sich auf die Ebene der anderen zu stellen, was ihr nie lang gelingt. Sie spielt Baritonsaxophon, ist Vegetarierin, Buddhistin und Umweltschutzaktivistin. Lisa fühlt sich von der Welt und im Speziellen von ihrer Familie missverstanden. Homer hat ein besonderes Verhältnis zu Lisa, er ist über die Maßen stolz auf seine kleine Tochter, was sich darin äußert, dass er sogar bereit ist, mit ihr in ein Museum einzubrechen. Wenn Lisa etwas von ihm will, lautet die Gegenfrage immer: „Ja, was ist denn, mein Schatz?“. Auch ansonsten versucht Homer Lisa zu helfen, wo er nur kann.

Lisa war auch der Name von Matt Groenings Schwester.

Maggie Simpson

Margaret „Maggie“ Simpson ist mit einem Jahr das jüngste Mitglied der Familie und besitzt für ihr Alter außergewöhnliche Fähigkeiten. Dies drückt sich unter anderem dadurch aus, dass sie minimale, unterbewusst gegebene Handzeichen Lisas versteht oder auf einem pentatonischen Metallophon Teile der Nussknacker-Suite spielen kann. Außerdem ist sie, genauso wie Lisa, in der Lage Saxophon zu spielen, wie man am Ende der Episode Klug & Klüger sehen kann. Innerhalb der Familie findet sie jedoch nur selten Beachtung, und kommt auch in den meisten Episoden nicht über den Part einer Nebenrolle hinaus. Nur in der Episode Am Anfang war das Wort spricht sie ein einziges Wort: „Daddy“. Oscar-Preisträgerin Elizabeth Taylor lieh der kleinen Maggie dafür ihre Stimme. Im Abspann des Kinofilms spricht Maggie ein weiteres Mal ihr erstes Wort, das in der deutschen Version „Fortsetzung?“ lautet. In wenigen Episoden hatte mindestens eine der Figuren die Möglichkeit, in die Zukunft zu blicken. In diesen ist Maggie durchaus in der Lage zu sprechen, wird aber immer unterbrochen. Auch Maggies Name stammt aus Matt Groenings Familie – eine seiner Schwestern heißt ebenfalls Margaret, wird aber Maggie gerufen.

Markenzeichen der Serie

Stil des Humors

Die Serie bedient sich zum einen typischer Elemente kindlichen Humors – so finden sich Elemente der absurden Komödie bis hin zum Slapstick; der Humor basiert auf der ständigen Durchbrechung von Erwartungshaltungen. Darüber hinaus bindet der Humor der Serie den Zuschauer über eine Reihe immer wiederkehrender Running Gags (Bart: „Ay caramba!“, Homer: „Nein!“ („D’oh!“), Marge brummt, Maggie fällt hin oder nuckelt an ihrem Schnuller, Barney rülpst, Burns sagt: „Ausgezeichnet!“, Nelson sagt: „Haha!“, Homer würgt Bart usw.).

Zum anderen spricht der Witz der Serie ebenso den „reiferen“ Humor an, indem er immer wieder Kritik an der (US-amerikanischen) Gesellschaft übt oder beispielsweise auf Filme anspielt, die eher den älteren Zuschauern geläufig sein dürften.[6] Diese Art des Humors bildet zwar ein Fundament der Simpsons, erschließt sich jedoch dem jüngeren Zuschauer noch nicht unbedingt. Dieses fehlende Verständnis wirkt sich aber auf den Eindruck der jüngeren Zuschauer der Serie nicht zwangsläufig negativ aus, da sie ihre Wünsche und „Bedürfnisse“ durch den Einsatz der oben erwähnten Elemente kindlichen Humors befriedigt sehen.

Die Komik der Simpsons fixiert sich somit nicht auf eine bestimmte Altersgruppe, sondern überlässt es mehr oder weniger dem Zuschauer, welche Art des Humors er versteht und wodurch er sich angesprochen fühlt. Es handelt sich daher weder um eine eindeutige Serie für Kinder, noch um eine Serie ausschließlich für Erwachsene.

Entwicklung der Charaktere

Der hintergründige Humor und die Charakteristika der einzelnen Figuren entwickelten sich erst im Laufe der Zeit. Die Charaktere machten äußerlich wie inhaltlich eine Wandlung durch, bis sie auf dem heutigen Stand angekommen sind. Dies betrifft zumindest die erste Staffel, in der die Figuren noch auffällig grob gezeichnet waren, beispielsweise mit kleineren Augen und eckigeren Umrissen. Am auffälligsten sind Barts Freund Milhouse van Houten, Clancy Wiggum, der Polizeichef von Springfield, und Barkeeper Moe, die alle drei zunächst noch schwarze Haare hatten.

Viele Fans der ersten Stunde kritisieren die neueren Folgen seit Staffel 9, da diese in ihren Augen alberner und schlecht charakterisiert seien und die Anspielungen ihre Subtilität verloren hätten. Kritisiert werden vor allem die Abkehr vom Realismus, Homers Charakterwandel zum so genannten „Jerkass Homer“ (Vollidiot-Homer) und die Erzwungenheit der Überhand nehmenden Slapstickwitze im Gegensatz zur leichtfüßigen, intelligenten Komik der alten Staffeln. Wiederum finden andere Fans, dass die neuen Staffeln der heutigen Zeit mehr entsprechen und sogar im Humor bissiger und satirischer sind.

Wie für amerikanische Zeichentrickserien üblich, werden die Charaktere im Laufe der Zeit nicht älter und am Ende einer Folge (spätestens zu Beginn der nächsten) findet immer eine Rückkehr zum status quo ante statt, wie er auch sonst typisch für Serien der 1980er Jahre ist (z. B. Magnum). Jedoch erinnern sich die einzelnen Personen dann aber doch an Ereignisse aus vergangenen Folgen und entwickeln sich weiter. Besonders im Zusammenhang mit Krusty, der sich nie daran erinnert, dass ihm von Bart und Lisa schon öfter geholfen wurde, und der Abstellkammer im Haus der Simpsons, die sich im Laufe der Serie mit Requisiten aus früheren Folgen füllt, wird diese Eigenart anderer Serien sogar nochmals persifliert. Die grundlegenden Verhältnisse ändern sich jedoch nie, bis auf folgende Ausnahmen:

  • Maude Flanders, Zahnfleischbluter Murphy und der alte Gil sterben (in der 11., 6. und 19. Staffel), Murphy taucht allerdings später lebend wieder auf, während Maude mehrmals im Himmel zu sehen ist.
  • Mona Simpson stirbt in der vorletzten Folge der 19. Staffel.
  • Der Psychologe Dr. Marvin Monroe verschwindet, er taucht in Staffel 15 aufgrund eines Metagags nochmals auf.
  • Die Simpsons nehmen den Hund Knecht Ruprecht bei sich auf, nachdem sie ihn bei der Hunderennbahn ihn Springfield gefunden haben.
  • Homer erhält einen besseren Job im Kernkraftwerk.
  • Die van Houtens lassen sich scheiden und kommen Jahre später wieder zusammen.
  • Lisa wird Buddhistin und Vegetarierin.
  • Apu Nahasapeemapetilon heiratet und bekommt mit seiner Frau Manjula Achtlinge.
  • Selma adoptiert ein chinesisches Baby, welches auch in späteren Folgen zu sehen ist.
  • Selmas Nachname wird länger, da sie die Nachnamen ihrer Ex-Männer behält.
  • Troy McClure und Lionel Hutz verschwinden aus der Sendung. Dies liegt jedoch daran, dass der Originalsprecher von beiden, Phil Hartman, gestorben ist. Matt Groening wollte daraufhin keinen neuen Sprecher und strich die Charaktere aus der Sendung.
  • Die Nachbarn der Simpsons, die Winfields, ziehen weg und stattdessen ziehen die Powers ein.

Die Treehouse-of-Horror-Episoden halten sich diesbezüglich an überhaupt keine Regeln. Sie beginnen und enden meist mit völlig anderen dramaturgischen Verhältnissen (zum Beispiel mit dem Tod mehrerer Charaktere).

Haupthandlung und Vorgeschichte

Die meisten Folgen beginnen mit einer kürzeren Geschichte, deren Ende die Grundlage für die hauptsächliche Handlung bildet und die oft bis auf das verbindende Element kaum miteinander zu tun haben. Weiterhin wird in manchen Episoden der primäre Handlungsstrang durch eine meist autonom verlaufende Nebenhandlung ergänzt. Mit Ausnahme der einzigen Doppelfolge Wer erschoss Mr Burns? sind alle Simpsons-Folgen eine abgeschlossene Geschichte und man kann der Handlung problemlos folgen, aber es gibt immer wieder Ereignisse, die sich auf die späteren Geschichten auswirken. Zudem werden manche Gebäude und Straßen in Springfield versetzt, um der jeweiligen Folge gerecht zu werden. Dies hat jedoch keine Auswirkungen auf spätere Folgen der Serie.

Eröffnungssequenz

Die Eröffnungssequenz, mit der die Simpsons-Episoden beginnen, setzt sich sowohl aus fixen als auch von Episode zu Episode unterschiedlichen Szenen zusammen. Auch die Länge der Sequenz variiert durch Weglassen einzelner Szenen und durch unterschiedlich lange Couch-Gags, dadurch soll die unterschiedliche Länge der einzelnen Folgen ausgeglichen werden, so dass jede Episode in Summe in etwa die gleiche Länge von rund 21 Minuten hat. Eine Ausnahme bilden die Treehouse of Horror-Episoden, die über spezielle Eröffnungen verfügen.

Die Eröffnungssequenz – in ihrer Langform – beginnt mit einem Kamera-Zoom in den Simpsons-Schriftzug samt blauem Himmel und Quellwolken. Danach nähert sich die Kamera der Springfielder Grundschule und zeigt durch ein offenes Fenster Bart, wie er zur Strafe einen Satz mehrmals mit Kreide auf die Tafel schreibt (der so genannte Tafel-Gag). Beim Läuten der Schulglocke verlässt Bart auf einem Skateboard die Schule, danach sieht man Homer beim Beenden seiner Schicht im Kernkraftwerk. Die nächste Szene zeigt Marge und Maggie beim Einkaufen im Supermarkt, wobei Maggie vom Verkäufer mit in die Tüte verpackt wird, darauf folgend verlässt Lisa – immer noch Saxophon spielend – vorzeitig den Musikunterricht, da sie sich nicht an die vorgegebenen Noten gehalten hat (Lisas Saxophon-Solo). Danach sind die Familienmitglieder auf dem Heimweg zu sehen, dabei gibt es eine schnelle Ansicht der Straße, in der einige Bewohner Springfields zu sehen sind. Anschließend treffen die Simpsons fast gleichzeitig vor der Garage ihres Hauses ein. Homer flüchtet vor der sich hupend nähernden Marge ins Haus, wo sich die Familie letztlich gemeinsam auf die Couch vor den Fernseher setzt (der so genannte Couch-Gag).

  • Barts Tafel-Gag: Bart schreibt jedes Mal einen anderen Satz auf die Tafel, seine Synchronstimme liefert – aus dem Off – die deutsche Übersetzung. Der Satz beginnt häufig mit den Worten „Ich darf […] nicht …“ oder „… ist kein …“ und legt nahe, dass Bart die beschriebene Missetat bereits begangen hat und nun zur Strafe diesen Satz x-mal an die Tafel schreiben muss. Die Tafelsprüche werden normalerweise in Großbuchstaben geschrieben (Ausnahme: „eBay“, wo ein kleines „e“ verwendet wurde). Bei manchen dieser Gags geht in der deutschen Version allerdings der Witz verloren, nicht zuletzt aufgrund nur schwer übersetzbarer englischsprachiger Wortspiele (siehe Abschnitt Übersetzung).
  • Lisas Saxophon-Solo: Lisa spielt beim Verlassen des Musikunterrichts auf ihrem Saxophon ein Solo, von dem es insgesamt rund 20 Varianten gibt.
  • Couch-Gag: Grundthema dieses Gags ist, dass die Mitglieder der Simpsons-Familie auf der Couch vor dem Fernseher Platz nehmen. Dies wird auf die verschiedenste Art und Weise variiert, außerdem sind die Gags unterschiedlich lang und halten sich mitunter weder an die Kontinuität der Serie noch an physikalische Gesetze. So werden beispielsweise die Simpsons von einem riesigen Monty-Python-Fuß zerquetscht, ein anderes Mal finden sie sich in einer surrealen M.-C.-Escher-Welt wieder, ein weiteres Mal verwandelt sich die Couch in ein Monster und verschluckt die Familienmitglieder.

In der ersten Staffel war die Eröffnungssequenz ein wenig anders, in der ersten Folge kam sie überhaupt noch nicht vor. Der größte Unterschied zu den neuen Eröffnungssequenzen ist, dass es statt der schnellen Straßenansicht, in der man einige Springfielder sieht, zwei andere Szenen gab. In dieser Version fährt Bart Skateboard und nimmt dabei das Schild von einer Bushaltestelle mit, sodass der Bus vorbeifährt. Dann sieht man, wie Lisa mit dem Fahrrad nach Hause fährt.

Im Jahr 2006 wurde vom britischen Fernsehsender Sky One eine Real-Version der Eröffnungssequenz produziert, um damit Werbung für die zu dieser Zeit gerade laufende 17. Staffel der Simpsons zu machen. Das Video verbreitete sich auch außerhalb Großbritanniens rasch, vor allem im Internet über Video-Websites wie Youtube.

Seit der 10. Episode der 20. Staffel, die in den USA im Februar 2009 gesendet wurde, werden die Simpsons in HDTV produziert und ausgestrahlt. Dies hatte auch eine Änderung der Eröffnungssequenz zur Folge, die nun nicht nur ebenfalls HD-Format hat, sondern auch neu gestaltet wurde. Der Ablauf der Sequenz ist relativ unverändert, es wurden aber zahlreiche Details geändert, so sind nun beispielsweise etliche Charaktere zu sehen, die in der alten Sequenz nicht vorgekommen sind.[7] Dies ist die zweite große Änderung der Sequenz; die erste fand bereits in der zweiten Staffel statt.

Gelbe Hautfarbe und vier Finger

Alle Figuren bei den Simpsons haben an jeder Hand vier Finger. Die einzige Person mit fünf Fingern an jeder Hand ist Gott, der manchmal in der Serie auftaucht. Hände mit vier Fingern tauchen in vielen Cartoons und Zeichentricksendungen auf, weil sie einfacher und schneller zu zeichnen sind.[8]

Die Simpsons und die meisten Bewohner von Springfield besitzen zudem eine (mehr oder weniger) gelbe Hautfarbe (die Simpsons selber haben den RGB-Farbwert 255/217/15). Zum einen wird gesagt, die Simpsons seien gelb, weil Groening zum Zeitpunkt des Entwerfens lediglich die Farbe Gelb vorrätig gehabt habe und trotzdem anfing, mit dieser zu zeichnen. In der US-Sendung Inside the Actors Studio gab Yeardley Smith (englische Synchronstimme von Lisa) an, Groening habe mit der Wahl der gelben Farbe die Fernsehzuschauer verwirren und glauben machen wollen, die Farbeinstellungen ihres Fernsehers seien nicht korrekt. Dies kam beim NTSC-System, das in den USA verwendet wird, tatsächlich häufig vor.

Die Charaktere sind sich ihrer gelben Hautfarbe bewusst. So sagt Bart, als ihn Lisa bei einem Bad erwischt, dass auch ein Junge Wert auf eine gepflegte, gelbe Haut lege. In einer Folge stellt sich Homer jedoch vor, wie wohl seine Kinder aussähen, wenn Marge und er verwandt wären: „Das wären fleischfarbene Monster ohne Überbiss mit fünf Fingern an jeder Hand!“ – woraufhin für einen kurzen Augenblick tatsächlich Bart, Lisa und Maggie wie „normale Menschen“ aussehen.

„Neinn!“

„Neinn!“ ist der zum Markenzeichen gewordene Ausruf von Homer Simpson, wenn ihm ein Missgeschick passiert oder etwas Negatives widerfährt. Im englischen Original lautet dieser Ausruf D’oh. Dieses Wort ergibt eigentlich überhaupt keinen Sinn und über seine Entstehung gibt es viele Legenden. Als gesichert gilt, dass in den Drehbüchern der Serie immer nur Annoyed Grunt (verärgertes Grunzen) steht. Homers Sprecher Dan Castellaneta improvisierte darauf das D’oh. Quellen verweisen auf das Komiker-Duo Laurel und Hardy (Dick und Doof). In deren Film „Die Sittenstrolche“ sagt ein Charakter, nachdem ihm eine kleine Glocke, die von Laurel zu heftig bedient wird, auf den Kopf fällt „dooh!“. Der Laurel-und-Hardy-Experte Leonard Maltin behauptet in einem DVD-Kommentar, dass Dan Castellaneta sich auf genau die Szene bezog, als er das D’oh! einführte.

Inzwischen ist das Wort in den amerikanischen Sprachgebrauch eingegangen und auch für die meisten Nicht-Simpsons-Fans verständlich. 2001 wurde D’oh sogar offiziell in den Webster’s Millennium Dictionary of English aufgenommen und ist auch im Oxford English Dictionary zu finden. In der deutschen Synchronisation wurde aus dem D’oh ein kurzes, scharfes Neinn!.

Gäste

In zahlreichen Folgen traten prominente Musiker, Schauspieler, Fernsehmoderatoren und Sportler als Gäste auf. Ihre gezeichneten Alter Egos wurden meist von den realen Prominenten synchronisiert. Allerdings mussten in den USA für die Gastauftritte (ehemaliger) US-Präsidenten Stimmenimitatoren gefunden werden. Der britische Premierminister Tony Blair war bereit, seine Zeichentrickfigur selbst zu synchronisieren. Auch der Physiker Stephen Hawking ließ es sich nicht nehmen, seiner Figur die eigene Stimme bzw. die seines Sprachcomputers zu leihen. Darüber hinaus synchronisieren Prominente ab und an Figuren, die mit ihnen selbst nichts zu tun haben. Als Adelung der Serie durch die Hochkultur wurde der Auftritt des Schriftstellers Thomas Pynchon gewertet, der nach 40-jähriger Medienabstinenz einen Gastauftritt hatte und zum ersten Mal wieder zu hören war.[9]

Fiktive Fernsehsendungen innerhalb der Serie

Die Itchy-und-Scratchy-Show

Es existiert eine Splatter-Zeichentrickserie namens Die Itchy-und-Scratchy-Show, die u. a. sehr gerne von Bart und Lisa gesehen wird. Diese mit Regelmäßigkeit überaus brutale Fernsehsendung lehnt sich an die Thematik der Zeichentrickserien Herman and Katnip und Tom und Jerry an.[10] Als Vorbild für die Katze Scratchy kann auch die Zeichentrickkatze Felix the Cat gelten. Eine Maus, in diesem Fall Itchy, und eine Katze, Scratchy, leben in Rivalität und bekämpfen sich. Die Itchy-und-Scratchy-Show wird gerade wegen ihrer extremen Brutalität von den Kindern in der Simpsons-Welt geliebt und karikiert auf diese Weise zum einen das gewaltverherrlichende Fernsehen sowie die Jugend. Nicht zuletzt ermöglicht diese Serie es den Simpsons-Autoren, selbstironisch die Zeichentrickindustrie auf die Schippe zu nehmen.

Das Itchy-und-Scratchy-Land, ein Themenpark, ist eine Satire auf die heile, gewaltlose Welt des Walt-Disney-Imperiums. Ursprünglich waren Itchy und Scratchy eine Satire auf die Medienwelt, inzwischen zeigt sich aber, dass dieses Konzept auch in der Realität funktioniert. Die Flashcartoon-Serie Happy Tree Friends ist ebenso brutal wie die Itchy-und-Scratchy-Show, erfreut sich aber außerordentlicher Beliebtheit und hat es bis ins deutsche Fernsehen und auf DVD geschafft.

Nachrichtensendungen

Der Anchorman Kent Brockman moderiert den Großteil der Nachrichten- und Informationssendungen in Springfield, die meist auf Channel 6 (Kanal 6) laufen.

Die von den Simpsons am häufigsten gesehenen Sendungen sind My two Cents, Smartline und Eye on Springfield (auf Deutsch: früher Ein Auge auf Springfield, heute Brennpunkt Springfield oder Blickpunkt Springfield).

Radioactive Man

Neben Itchy & Scratchy erfreut sich bei der Jugend der Simpsons-Welt auch der Comic Radioactive Man großer Beliebtheit. Bei einem Atombombentest wird der Held radioaktiv verstrahlt und erhält so übernatürliche Kräfte. Da sich ein Stück der Bombenverkleidung in seine Schädeldecke gebohrt hat, kann er nur mit einem Hut auf die Straße gehen, um nicht erkannt zu werden. Sein Assistent Fallout Boy hat einen Unfall mit einem LKW, der ein Röntgengerät transportiert. Dieses wird beschädigt und sendet zu energiereiche Röntgenstrahlung aus, welche Fallout Boy (Fallout = radioaktiver Niederschlag) ebenfalls zu einem Superhelden mutieren lässt. Mit ihren Kräften kämpfen sie gegen zahlreiche Verbrecher, die ebenfalls durch Filmschurken inspiriert wurden (wie Die Krabbe). Die Comicfigur Fallout Boy wurde Namensgeber der amerikanischen Rockband Fall Out Boy.

Angelehnt sind die beiden Helden offensichtlich an die Superheldencomics der 1930er- bis 1960er-Jahre, wie Superman, Spider-Man, Batman etc. Oft werden die Geschichten von Radioactive Man als eigene Handlungen und mit eigenem Deckblatt, das an jene alten Comics erinnert („Ausgabe 23, Juli 1964“), in den Simpson-Zeitschriften gedruckt. Wie Superman, Batman, Spider-Man, Wonder Woman und andere in frühen Ausgaben kämpft auch Radioactive Man gegen die Feinde Amerikas, in seinem Falle vorzugsweise Hippies oder Kommunisten. Auch in der Fernsehserie sind immer wieder Anspielungen auf die Superhelden zu finden, vor allem in der Folge Filmstar wider Willen, in der in Springfield ein Radioactive-Man-Film gedreht werden soll. Die Folge beinhaltet nicht nur eine bissige Anspielung auf die Batman-Serie der 1960er Jahre, sondern nimmt auch die gesamte Filmbranche Hollywoods aufs Korn.

Duff-Bier

Die Standardbiermarke der Serie ist Duff (von engl.: „wertlos, dumm, inkompetent“). Als Werbeikone gibt es in der Serie den Duffman. Zahlreiche Merchandising-Artikel im Umfeld der Trickfilmserie bilden Duff-Bierdosen ab. Die Produzenten der Simpsons vergeben jedoch prinzipiell keine Lizenzen für echte alkoholische Produkte. 1995 stellte die South Australian Brewing Co. ein Bier unter dem Namen Duff her. 1996 unterlag die Brauerei vor Gericht der Twentieth (20th) Century Fox Film Corporation und der Matt Groening Productions Inc. und musste die Produktion einstellen. 2001 musste die nach ihrem Inhaber benannte neuseeländische Brauerei Duffs Brewery sich auf Druck von 20th Century Fox umbenennen. Australische Duff-Dosen werden unter Sammlern hoch gehandelt. In den USA gibt es einen alkoholfreien Energydrink unter dem (offiziell lizenzierten) Duff-Label. Seit Anfang 2009 ist lizenziertes Duff-Bier in Deutschland und der Schweiz erhältlich, in Deutschland handelt es sich um ein Bier nach deutschem Reinheitsgebot, das von der Eschweger Klosterbrauerei gebraut und von einer Vertriebsgesellschaft in Gotha an Händler und Gastronomie vertrieben wird. In der Nachbarstadt Springfields, Shelbyville, wird das Pendant zu Duff gebraut, das Fudd (von engl.: fuddle, „sich volllaufen lassen“).

Treehouse of Horror

Unter dem englischen Titel Treehouse of Horror werden alljährlich seit der zweiten Staffel die Halloween-Sonderepisoden der Serie produziert und ausgestrahlt. Der Name erinnert an die erste Halloween-Folge Horror frei Haus (engl.: Treehouse of Horror), die aus drei in Barts Baumhaus erzählten Horrorgeschichten besteht. Seitdem tragen alle Sonderepisoden in der Originalfassung diesen Titel. In der deutschen Übersetzung hat jede dieser Folgen einen eigenen Titel.

Oft persiflieren die Folgen berühmte Werke wie Edgar Allan Poes Der Rabe oder Stephen Kings The Shining. Die in den Episoden gezeigten Geschichten haben keinerlei Einfluss auf die Kontinuität der Serie, so dass die Autoren in den Halloween-Folgen Charaktere beispielsweise sterben lassen können, die in den regulären Episoden weiterhin zu den Lebenden zählen. In bisher jeder Treehouse of Horror hatten die Aliens Kang und Kodos einen Auftritt.

Schauplatz

Hauptartikel Springfield (Die Simpsons)

Matt Groening wählte den Namen Springfield für die Stadt, in der die Serie spielt, da er 1989 zu den häufigsten Städtenamen in den USA zählte.[11] Derzeit gibt es eine oder mehrere Städte dieses Namens in 35 Bundesstaaten.[12] Springfield soll den typischen Durchschnitt einer US-amerikanischen Kleinstadt widerspiegeln, weshalb in der Serie verschwiegen wird, in welchem Bundesstaat das Springfield der Serie liegt. Zu den Running Gags gehört auch, dass immer wieder sich widersprechende Andeutungen gemacht werden, wo genau sich der Wohnort der Simpsons befindet.

Musik

Die bekannte Titelmelodie zur Serie wurde von Danny Elfman komponiert. Die ersten zwei Noten (The Simp-) enthalten das dissonante Intervall Tritonus (der Teufel in der Musik), das mit der dritten Note (-sons) in einer Quinte aufgelöst wird. Der Tritonus ist im Intro äußerst häufig zu finden, was dann eben durch den Beinamen des Tritonus auf den Charakter der Familie anspielt. Produktion, Adaptionen für spezielle Folgen und die restliche Serienmusik stammen von Alf Clausen, zusätzlich wird die Musik von bekannten Musikern und Komponisten, die zumeist auch einen Gastauftritt in der jeweiligen Folge bekleiden, ergänzt.

Zur Serie sind bislang fünf Audio-CDs erschienen:

  • 1990: Sing the Blues
  • 1997: Songs in the Key of Springfield
  • 1998: The Yellow Album
  • 1999: Go Simpsonic with The Simpsons
  • 2007: The Simpsons – Testify

Synchronisation

Die Synchronisation der Simpsons erfolgte bis zur dritten Staffel unter der Leitung von Siegfried Rabe für das ZDF, danach wurde die Serie von ProSieben übernommen, die Ivar Combrinck als Synchronregisseur einsetzten.

Synchronsprecher

In den ersten vier bis fünf Staffeln ist der Austausch einiger Synchronsprecher erkennbar, seither ist aber diesbezüglich eine weitgehende Stabilität eingetreten.

Als im Sommer/Herbst 2006 binnen weniger Wochen die Synchronsprecherin Elisabeth Volkmann sowie Ivar Combrinck starben, verloren Marge Simpson sowie einige Nebenfiguren wie Patty & Selma, Reverend Lovejoy und Tingeltangel-Bob ihre deutschen Stimmen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Synchronarbeiten für die 17. Staffel gerade in vollem Gange, die Leitung wurde bis auf weiteres Matthias von Stegmann übertragen. Am 10. Oktober wurde bekannt, dass Anke Engelke die Rolle der Marge übernehmen wird. Obwohl Angelika Bender bereits einige Folgen als Marge aufgenommen hat, wird sie nun nur deren Schwestern sprechen.

Homers Stimme ist im Original durchgehend tief, während sie in der deutschen Synchronisation höher ist und bei Erregung sogar ins piepsige geht. Deutlich spürbar, aber nicht ganz so extrem, war der Unterschied bei Marge, bevor Engelke übernahm und versuchte, sich stärker am Original zu orientieren.

Bei den Gastauftritten von Prominenten wird im Falle von Schauspielern versucht, deren entsprechende deutsche Synchronsprecher zu verpflichten. Bei Sängern, wie z. B. Michael Jackson oder Barry White, die sowohl Sprech- als auch Gesangsparts haben, werden die Lieder nach Möglichkeit nicht synchronisiert, bei den Sprechpassagen wird versucht, eine passende Synchronstimme zu finden.

S = Staffel
? = unbekannt

Charakter Originalstimme Deutsche Stimme Zeitraum dt. Stimme
Homer Simpson Dan Castellaneta Norbert Gastell Durchgehend
Marge Simpson Julie Kavner Elisabeth Volkmann † 2006 S01–Mitte S17
Anke Engelke Mitte S17–Heute
Bart Simpson Nancy Cartwright Sandra Schwittau Durchgehend
Lisa Simpson Yeardley Smith Sabine Bohlmann Durchgehend
Maggie Simpson Nancy Cartwright Sabine Bohlmann Durchgehend
Abraham „Grampa“ Simpson Dan Castellaneta Walter Reichelt † 2002 S01–S08
Ulrich Bernsdorff S09
Horst Raspe † 2004 S10–S15
Michael Rüth S16–Heute
Jacqueline Bouvier Julie Kavner Alice Franz S01
Elisabeth Volkmann † 2006 S02–Mitte S17
Angelika Bender Mitte S17–Heute
Patty Bouvier Julie Kavner Gudrun Vaupel S01
Elisabeth Volkmann † 2006 S02–Mitte S17
Angelika Bender Mitte S17–Heute
Selma Bouvier Julie Kavner Ursula Mellin S 1
Elisabeth Volkmann † 2006 S02–Mitte S17
Angelika Bender Mitte S17–Heute
Mr. Burns Harry Shearer Reinhard Brock Durchgehend
Waylon Smithers Harry Shearer Gerhard Acktun S01–S02
Hans-Georg Panczak S03–Heute
Lenny Leonard Harry Shearer Bernd Simon S01
versch. S02–S04
Ulf-Jürgen Wagner S05–Heute
Carl Carlson Hank Azaria versch. S01–S03
Klaus Kessler S04
Peter Musäus S05–Heute
Ned Flanders Harry Shearer Frank Röth S01
Ulrich Frank S02–Heute
Maude Flanders † Maggie Roswell Michaela Amler S01–S02
Manuela Renard S03–S11
Todd Flanders Pamela Hayden Michèle Tichawsky S02–S03
Beate Pfeiffer ?
Natascha Geisler ?
Caroline Combrinck S15–Heute
Rod Flanders Nancy Cartwright Michèle Tichawsky S02–S03
Natascha Geisler ?
Beate Pfeiffer ?
Caroline Combrinck S15–Heute
Otto Harry Shearer Gudo Högel S01–S04
Nico Macoulis S05–Heute
Martin Prince Russi Taylor Gabor Gomberg S01
Inez Günther S02–S03
Michèle Tichawsky S04–Heute
Dr. Marvin Monroe Harry Shearer Manfred Erdmann Durchgehend
Kent Brockman Harry Shearer ? ?
Donald Arthur ?–Heute
Krusty der Clown Dan Castellaneta Hans-Rainer Müller Durchgehend
Reverend Lovejoy Harry Shearer Ulrich Bernsdorff S01
Günter Clemens Oft S02
Michael Schwarzmaier Ende S02–Anfang S04
Willi Röbke Ende S08–S11
Ivar Combrinck † 2006 S04–S07 und S12–Mitte S17
Walter von Hauff Mitte S17–Heute
Helen Lovejoy Maggie Roswell Linda Joy S01
Bettina Kenter S02
Astrid Polak ?
Michaela Amler S17–Heute
Chief Wiggum Hank Azaria Gernot Duda S01
Michael Habeck S02–S03
Thomas Rau S04–Heute
Miss Hoover Maggie Roswell Manuela Renard Durchgehend
Luann van Houten Maggie Roswell Astrid Polak ?
Manuela Renard S15–Heute
Barney Gumble Dan Castellaneta Gernot Duda † 2004 S01–S14
Michael Rüth S15–Heute
Moe Syzslak Hank Azaria Bernd Simon Durchgehend
Dr. Hibbert Harry Shearer Klaus Guth S02–S04
Berno von Cramm S05–S08 und S17–S17x10
Fritz von Hardenberg S09–S15
Reinhard Brock S16 und S17x10–Heute
Apu Nahasapeemapetilon Hank Azaria Peter Musäus S01
Tobias Lelle S02–Heute
Manjula Nahasapeemapetilon Jan Hooks Natascha Geisler Durchgehend
Rektor Seymour Skinner Harry Shearer Fred Klaus † 2005 S01–S13
Klaus Guth S14–Heute
Hausmeister Willie Dan Castellaneta Werner Abrolat † 1997 S02 und S04–S07
Michael Habeck S03
Peter Thom S08–S09
Thomas Rauscher S10–Heute
Milhouse van Houten Pamela Hayden Michaela Amler Durchgehend
Edna Krabappel Marcia Wallace Gudrun Vaupel S01–S03
Inge Solbrig-Combrinck S04–Heute
Tingeltangel-Bob Kelsey Grammer Randolf Kronberg † 2007 S01 und S03
Ivar Combrinck † 2006 S05–Mitte S17
Axel Malzacher Mitte S17–S18
Christian Tramitz S19–Heute
Bürgermeister Quimby Dan Castellaneta Randolf Kronberg † 2007 ?
Kirk van Houten Hank Azaria Fritz von Hardenberg ?
Oberschulrat Chalmers Hank Azaria Berno von Cramm S06–S08 und S18–Heute
Fritz von Hardenberg S09–S15
Reinhard Brock S16 und S17
Bienenmann Hank Azaria Ivar Combrinck † 2006 S1–Mitte S17
? Mitte S17–heute
Cletus Hank Azaria Ulrich Frank S08
Peter Musäus S09–Heute
Prof. Frink Hank Azaria Tobias Lelle S04
Ivar Combrinck † 2006 S06–S07 und S10–Mitte S17
Peter Musäus S08 und S09
Kai Taschner Mitte S17–Heute
Lionel Hutz Phil Hartman Christoph Lindert S02–S04
Berno von Cramm S05–Anfang S07
Ivar Combrinck † 2006 Anfang S07–S09
Troy McClure Phil Hartman Ivar Combrinck † 2006 S08 und S10
Thomas Albus S09
Dr. Nick Riviera Hank Azaria Michael Habeck S02
Karl-Heinz Krolzyk S03
Tonio von der Meden S04
Nico Macoulis S05–S13
Ivar Combrinck † 2006 S14–Mitte S17
Hans-Georg Panczak Mitte S17–Heute
Snake Hank Azaria Gernot Duda S05
Willi Röbke S06–Heute
Duffman Hank Azaria Ivar Combrinck † 2006 S13–S15
Thomas Albus S15–Heute
Kang Harry Shearer Ivar Combrinck † 2006 S05–S14
Willi Röbke S15–Heute
Kodos Dan Castellaneta Willi Röbke S06–S14
Ivar Combrinck † 2006 S15–Mitte S17
? Mitte S17–Heute
Zahnfleischbluter Murphy † Ron Taylor Fred Klaus S01–S03
Donald Arthur S06x1

Übersetzung

Bei der Übersetzung besteht prinzipiell das Problem, dass sich bei bestimmten Anspielungen die Frage gestellt werden muss, ob der Zuschauer mit dabei referenzierten Begriffen und Personen aus der US-amerikanischen Kultur vertraut ist. Falls dies nicht angenommen wird, wird gelegentlich versucht, den Gag auf im deutschen Sprachraum bekannte Begriffe und Personen zu übertragen. Dies geschieht jedoch tendenziell seltener.

Ein häufiger Kritikpunkt deutschsprachiger Simpsons-Fans ist die Qualität der Übersetzungen.[13] Dabei bestehen die Fehler häufig zum einen in einer wörtlich richtigen Übersetzung, die jedoch im Kontext unsinnig ist, oder aber es werden Begriffe übersetzt, die nur im Englischen beziehungsweise sinngemäß übertragen ihre Bedeutung im Kontext zur US-amerikanischen Popkultur behalten hätten.

Die Herkunft der Namen

Die Namen vieler Nebenfiguren stellen Anspielungen auf real existierende Personen dar:[14]

  • Jacqueline Bouvier (Marges Mutter) – Bouvier war der Geburtsname von John F. Kennedys Ehefrau Jacqueline
  • Chief Clancey Wiggum (der Polizeichef) – Matt Groenings College-Liebe hieß mit Nachnamen Wiggum
  • Seymour Skinner (Rektor der Grundschule) – Vom Serienautor Jon Vitti nach dem Psychologen und prominentesten Vertreter des Behaviorismus in den USA, Burrhus Frederic Skinner benannt.
  • Miss Hoover (Lisas Klassenlehrerin) – Eine Grundschullehrerin Groenings
  • Apu Nahasapeemapetilon (Supermarktleiter) – Apus Weg ins Leben, einer von Groenings Lieblingsfilmen sowie eine Verballhornung des Namens eines ehemaligen Mitschülers des Serienautors Mike Reiss mit dem Namen Pahasa Neemapetilon.
  • Maude, Rod und Todd Flanders (frömmelnde Nachbarn) – reimen sich alle auf god (dt. Gott)
  • Kang und Kodos (Aliens in den Horror-Folgen) – Ein Klingone (Kang) bzw. ein Diktator (Kodos) aus Raumschiff Enterprise
  • Barney Gumble (Homers Saufkumpan) – Barney Rubble (dt. Barney Geröllheimer) aus Familie Feuerstein
  • Troy McClure (zweitklassiger Schauspieler) – Die B-Movie-Schauspieler Troy Donohue und Doug McClure
  • Dr. Nick Riviera (schlechter Arzt, genannt Dr. Nick) – Elvis Presleys Leibarzt George C. Nichopoulos, genannt Dr. Nick
  • Milhouse Mussolini van Houten (Barts bester Freund und Nachbarskind) – nach Richard Milhous Nixon und Leslie Van Houten, einem Mitglied der „Manson“-Familie, nach Benito Mussolini dem italienischen Diktator; Milhouses Großmutter (Nana Sofia) ist Italienerin, die von einem amerikanischen Soldaten ein uneheliches Kind hat (Onkel Bastardo)
  • C. (Charles) Montgomery Burns (Besitzer des Kernkraftwerks) – „See, Montgomery burns“ (dt.: „Schau, Montgomery brennt“): Anspielung auf den Ku-Klux-Klan, der Kirchen und Häuser von schwarzen Bürgern anzündete (Montgomery, Hauptstadt von Alabama, wo die amerikanische Bürgerrechtsbewegung mit dem Vorfall um Rosa Parks ihren Anfang hatte). Außerdem lernte Matt Groening auf dem College den Comiczeichner Charles Burns kennen und arbeitete mit ihm an der dortigen Schülerzeitung.
  • Artie Ziff (Millionär und Abschlussball-Begleitung von Marge) – Art Garfunkel (Simon and Garfunkel), auch optische Ähnlichkeit

Außerdem beziehen sich einige Namen auf Straßennamen in Matt Groenings Heimatstadt Portland, unter anderem Flanders, Kearny, Jasper, Quimby und Lovejoy (Asa Lovejoy war der Gründer von Portland).

Verhältnis zum Sender FOX

Der Sender Fox Network, der in den USA Die Simpsons produziert und ausstrahlt, muss sehr viel Humor beweisen. Immer wieder bauen die Macher um den fast komplett aus dem Produktionskreislauf ausgeschiedenen Matt Groening Querschüsse gegen den eigenen Sender in die Geschichten ein.

Die Simpsons gehen beispielsweise in ein Internet-Cafe, wo Homer Aktien einer Firma übers Internet kauft, die sich als FOX herausstellt. Erschrocken hämmert Homer auf die Tastatur und brüllt voller Angst: „Abbrechen, abbrechen!“

In einer Folge die im Jahre 2010 spielt, sind die großen Fernsehsender Amerikas unter ABC zu „CNNBCBS“ fusioniert. FOX ist zu einem Pornokanal geworden.

Auch aus der pro-republikanischen Haltung von FOX wird kein Hehl gemacht. Als in der Folge Marges alte Freundin ein mit „BUSH CHENEY 2004“ bedruckter LKW von FOX-News vorfährt, unterbricht Kanal-6-Reporter Kent Brockman seine Ansage und We Are The Champions von Queen erklingt.

Sogar der Besitzer von FOX, Rupert Murdoch, wurde nicht geschont. In der Super-Bowl-Episode bezeichnet er sich selbst als „milliardenschweren Despoten“.

Besonderes Aufsehen erregte im Oktober 2003 Matt Groenings Aussage (in einem Interview mit dem Radiosender NPR), dass die FOX-Tochterfirma Fox News Channel wegen der am 9. März 2003 erstmals in den USA ausgestrahlten Episode Krusty im Kongress mit einer Klage gedroht habe. In dieser Folge gibt es eine Szene, in der die Simpsons den Fox News Channel im Fernsehen sehen. Während der Moderator Nachrichten kommentiert, laufen Meldungen im Live-Ticker durch das Bild. Dort sind unter anderem folgende Informationen zu lesen:

  • „Studie: 92 % aller Demokraten sind schwul“
  • „Streitthema: Verursachen Demokraten Krebs?“
  • „Laut Bibel: Jesus war für Senkung der Kapitalertragsteuer
  • „Öl hält Robben jung und lebendig.“
  • JFK tritt nach seinem Tod der republikanischen Partei bei.“

Zu diesen Aufmachern kam noch die Tatsache, dass das Hintergrundbild, das zu sehen war, dem des echten Fox-Nachrichtenkanals stark ähnelte. Anspielungen auf den Sender finden sich in vielen weiteren Episoden.

Vermarktung

Comics

Hauptartikel: Simpsons Comics

Die von Matt Groening gegründete Bongo Comics Group bringt seit einigen Jahren die Simpsons Comics heraus, die vom Panini Verlag (früher: Dino-Verlag) lokalisiert und im deutschsprachigen Raum sowie in Frankreich vertrieben werden.

Videospiele

Seit dem Start der Serie sind 19 Videospiele für verschiedene Systeme erschienen.

PC C64 Amiga Arcade NES SNES SMS Mega Drive Game Boy Game Gear PS PS2 PS3 PSP Game Cube Xbox Wii Xbox 360 NDS
The Simpsons (1991) X X X
Bart vs. the Space Mutants (1991) X X X X X X X
Escape from Camp Deadly (1991) X
Bart vs. the Juggernauts (1992) X
Bartman Meets Radioactive Man (1992) X
Krusty’s Fun House (1992) X X X X X X
Bart vs. the World (1993) X X X X
Bart’s Nightmare (1993) X X
Virtual Bart (1994) X X
Miniature Golf Madness (1994) X
Bart and the Beanstalk (1994) X
Virtual Springfield (1997) X
Simpsons Bowling (2000) X
The Simpsons (2001) X
Treehouse of Horror (2001) X
Simpsons Wrestling (2001) X
Simpsons Road Rage (2003) X X X X
Simpsons Hit & Run (2003) X X X X
The Simpsons Game (2007) X X X X X X

Sammelkartenspiel

2001 kam im Dino-Verlag das The-Simpsons-Sammelkartenspiel (STCG) heraus. Die Erfinder waren Sebastian Jakob und Michael Palm. Anfangs gab es ein Starter-Set (mit den Bart-&-Lisa-Decks) und drei Charakterdecks (Homer, Mr. Burns, Ned Flanders). Wie in jedem Sammelkartenspiel konnte man sich Booster kaufen, um sein Deck zu verbessern. Zu dieser Zeit gab es schon Planungen für das Krusty-Deck, das im Mai 2002 erschien. Oktober 2002 folgte das Halloween-Deck, mit den Charakteren Kang und Kodos. Im Juni 2004 kam die wahrscheinlich letzte Erweiterung Extreme Sports heraus. Diese bestand nur aus Boostern. Bis Dezember 2004 gab es einen Ligaapparat, der jedoch komplett zum Erliegen kam. Bisher gab es drei deutsche Meisterschaften.

2004 brachte Wizards of the Coast ebenfalls ein Sammelkartenspiel zum Thema Die Simpsons heraus. Anders als beim STCG gehören der Zielgruppe eher jüngere Spieler an.

Im Sommer 2005 wurde von Bongo Comics und Panini Simpson-Sammelkarten herausgebracht. Sie wurden erstmals mit den Simpson-Comics vertrieben.

Flipperautomaten

Es gibt zwei verschiedene lizenzierte Modelle von Flipperautomaten zum Thema Die Simpsons. Zum einen den bereits 1990 veröffentlichten The Simpsons von Data East und den 2003 von Stern veröffentlichten The Simpsons Pinball Party.

Al Shamshoon

2005 wurde die Serie unter dem Namen „Al Shamshoon“ auch in die arabische Welt verkauft, allerdings gab es einige Anpassungen gegenüber dem Original. So heißt Homer Omar, Bart Badr und Springfield wird zu Rabeea (das arabische Wort für Frühling, engl. Spring). Den Regeln des Koran folgend werden Szenen mit Duff-Bier oder Schweinefleisch für die arabische Version herausgeschnitten und die Folgen entsprechend verändert. „Moes Taverne“ existiert in der arabischen Version gar nicht. Durch diese Änderungen verliert die Serie jedoch laut Aussagen von arabischen Fans viel von ihrem Biss.[15]

Eine erste „Staffel“ von 52 adaptierten Episoden wurde für den Sender Middle East Broadcasting Center (MBC) vorbereitet. Der Start erfolgte im Oktober 2005 zu Beginn des Fastenmonats Ramadan, da während dieser Zeit besonders viel ferngesehen wird. Die Serie war jedoch kein Quotenerfolg, so dass lediglich 34 der 52 Episoden ausgestrahlt wurden.[16]

Kritik

Al Jean (links, Produzent) und David Mirkin (ehemaliger Produzent)

Die Serie wurde von vielen Journalisten, Wissenschaftlern, Fernsehproduzenten positiv bis hervorragend bewertet und ist auch beim Publikum erfolgreich. Sie hat mehrere Fernsehpreise gewonnen, es gab allerdings auch einige Kontroversen zu den Simpsons.

Gelobt wurden die Simpsons für mehrere Aspekte, die zusammengenommen die Qualität der Sendung[17] ausmachen: Vielfach Anerkennung fand die hintergründige kritische Kommentierung sozialer, politischer und gesellschaftlicher Phänomene durch die Simpsons. Kritik an Umweltzerstörung, dem Bildungssystem, den Medien[18], religiöser Doppelmoral oder patriarchalen Familienverhältnissen gehören zu wiederkehrenden gesellschaftskritischen Themen der Sendung. Typisch ist dabei, dass die Sendung hier nicht moralisierend vorgeht, sondern subversiv[19]: Durch überspitztes, satirisches Überzeichnen bestimmter Verhaltensweisen, beispielsweise dem sorglosen Umgang der Mitarbeiter des Kernkraftwerkes mit radioaktivem Material, werden Botschaften vermittelt.[20] Die Charaktere sind dabei, für einen Cartoon bis dato ungewöhnlich, sehr menschlich und mehrdimensional angelegt, so dass über eine Identifikation mit ihnen auch eigenes Verhalten reflektiert werden kann. Gesellschaftskritik kann aber auch subtiler formuliert sein, wie in der Eingangssequenz, wo Maggie versehentlich über den Barcodeleser gezogen wird und der Preis $ 847.63 erscheint; der Betrag, den es statistisch kosten soll, ein Baby in den USA einen Monat lang großzuziehen.[17] Diese verschiedenen Subtilitätsebenen des Humors machen es für den Zuschauer lohnend, genau aufzupassen, und ermöglichen es der Serie, verschiedenes Publikum anzusprechen. Weiterhin wird die Sendung für ihre vielfältigen popkulturellen Referenzen gelobt, eine Eigenschaft, die auch als Intertextualität bezeichnet werden kann. Weitere positiv bewertete Elemente sind das „Gedächtnis“ der Serie, das Zurückverweisen auf Ereignisse vergangener Episoden. Ebenso ist die Serie auch immer wieder selbstreferenziell, etwa wenn Homer äußert, dass Cartoons keinen tieferen Sinn hätten. Die Serie gilt als innovativ, da sie verschiedene Genres mischt, wie Drama, Mystery, Action, Liebesgeschichte und Musicals. Von der Grundstruktur kann sie dabei als eine Sitcom verstanden werden, die allerdings geschickt übliche Rollenverteilungen aufhebt, wie sie z. B. in der Bill Cosby Show vorherrschen, mit der sie zu Beginn im amerikanischen Fernsehen konkurrierte.

Da die Serie einen ganzen sozialen Mikrokosmos reproduziert, wurde auch vorgeschlagen, sie als Lehrmittel in der Soziologie[21][22] oder der Politischen Theorie[23] einzusetzen. Auch philosophische[24] und psychologische[25] Fragen werden anhand der Simpsons reflektiert und erklärt. Aufgrund der oftmals sehr subtilen Verwendung naturwissenschaftlicher Witze führte das Nature Magazine 2007 ein Interview mit Executive Producer Al Jean.[26]

Kritisiert wurde die Serie in den USA insbesondere von konservativer Seite für das von ihr repräsentierte Familienmodell. Anders als in sonstigen Familienserien, wo die Probleme am Ende durch weisen elterlichen Rat gelöst werden (z. B. Father knows best), tauge die Familie nicht als Vorbild.[27] Die Figur des Bart Simpson wurde von Lehrern wegen seiner „underachiever and proud of it“ (etwa: „leistungsschwach und stolz darauf“)-Haltung kritisiert.[27] Der republikanische Politiker Joseph R. Pitts machte die Figur des Homer Simpson für den Niedergang der amerikanischen Vaterrolle mitverantwortlich.[28] George H. W. Bush mahnte 1992, die amerikanische Nation solle „mehr wie die Waltons und weniger wie die Simpsons“ sein.[29] Die Atomkraftindustrie kritisierte die Serie für die Darstellung der Kernkraftwerke.[30] Zudem wurde kritisiert, dass die Familie ohne Gurt Auto fährt.[31] Dies wurde inzwischen jedoch geändert.

Auch im Ausland wurde die Serie zum Teil stark kritisiert: Der russische Anwalt Igor Smykow klagte vor Gericht gegen den russischen Sender Ren TV wegen der Ausstrahlung der Simpsons mit der Begründung, die Serie verderbe seine Kinder sittlich, und verlangte Entschädigung.[32] Die nationalistisch-populistische russische Partei LDPR hat vergeblich versucht, die Sendung vom Kulturministerium verbieten zu lassen.[33]

Wissenswertes

Der Film

Hauptartikel: Die Simpsons – Der Film

Schon seit der zweiten Episode gab es Gerüchte, dass ein Film in Planung sei. 2004 wurde von den Produzenten ein Kinofilm angekündigt. Als Termin wurde zunächst Sommer 2008 genannt und von 20th Century Fox am 6. Juni 2005 bestätigt. Ende März 2006 überraschte 20th Century Fox aber die Simpsons-Fans, als vor dem Kinofilm Ice Age 2: Jetzt taut’s ein 25-sekündiger Teaser gezeigt wurde, in dem The Simpsons Movie für den 27. Juli 2007 angekündigt wurde. In der Zwischenzeit waren insgesamt vier Trailer hinzugekommen.[34] Am 19. März 2007 lief eine längere Vorschau während eines Simpsons-Marathons auf ProSieben. Erscheinungsdatum des Films in Deutschland war der 26. Juli 2007, zwei Tage davor lief die Vorpremiere in Zürich.

Das reale Simpsons-Haus

1997 wurde als gemeinsamer Marketing-Gag von Fox und Pepsi das Haus der Simpsons real nachgebaut und im Zuge eines Gewinnspiels, bei dem man in verschiedenen Pepsi-Produkten enthaltene Gewinnscheine einsenden musste, verlost. Das Haus wurde dem Original aus der Serie möglichst detailgetreu nachempfunden, inklusive der Wandfarben und der Einrichtung, lediglich der Maßstab wurde kleiner gewählt, ausgehend von der Gleichsetzung der Größe Homers mit der eines durchschnittlichen Erwachsenen. Mittlerweile wurde das Haus aber neu gestrichen und fungiert nicht mehr als Touristenattraktion.[35]

The Simpsons Ride

Der Simpsons Ride ist eine IMAX-Simulatorfahrt und wurde in den Freizeitparks Universal Studios Florida am 15. Mai 2008[36] und Universal Studios Hollywood am 19. Mai 2008 offiziell eröffnet.[37][38][39] In beiden Fällen ersetzt The Simpsons Ride die über 15 Jahre alte Simulatorfahrt Back To The Future: The Ride (Zurück in die Zukunft), die mit Hilfe hydraulisch bewegter Wagen und einem IMAX-Rundkino die Besucher empfing. Die neue Simpsons-Fahrt zeigt im Gegensatz zu der alten Attraktion eine moderne computergenerierte 3D-Animation, deren Wagen durch neue hydraulische Antriebe eine deutliche Verbesserung darstellen. Die Fahrt selbst dauert etwa sechs Minuten.

Die Besucher werden in der Warteschlange der Attraktion in einen fiktiven Zeichentrick-Freizeitpark namens Krustyland eingeführt, der von Krusty, dem Clown, errichtet worden sein soll. Die Vorzüge des Freizeitparks werden auf typischer Simpsons-Art ironisch den Besuchern der Attraktion, die ja selbst in einem Freizeitpark sind, dargelegt. In der Warteschlange wird auch ein Cameo-Auftritt von Doc Brown aus Zurück in die Zukunft in Gedenken an die ersetzte Attraktion gezeigt.

Die eigentliche Fahrt wird von Krusty vor Betreten der Pre-Show auf Monitoren als Superachterbahn namens Thrilltacular vorgestellt. Neben den Besuchern möchte auch die Simpsons-Familie mitfahren. In der Pre-Show, die auf Monitoren vor dem Betreten der eigentlichen Fahrt gezeigt wird, wird den Besuchern von Krusty mitgeteilt, dass Personen mit körperlichen Beschwerden und unter einer Mindestgröße nicht mitfahren dürfen. Somit bleiben Grandpa Simpson und die kleine Maggie zurück, während sich der Rest der Simpsons-Familie auf das Einsteigen vorbereitet. Währenddessen tritt Sideshow Bob auf, der aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Er will Rache an Krusty nehmen und manipuliert die Fahrt Thrilltacular. Nach einem weiteren Sicherheitsvideo – diesmal präsentiert von Itchy und Scratchy – dürfen die Besucher in einen von 24 Wagen mit zwei Reihen à vier Sitzen einsteigen, danach beginnt die Thrilltacular-Fahrt. Abschluss der Fahrt ist wiederum eine selbstironische Anspielung auf die (Un-)Sitte, dass der Ausgang aller Freizeitparkattraktionen durch ein Geschäft führt (Each ride must end in a gift shop).

Die Fahrt zeigt mehr als 24 Charaktere aus der Fernsehsendung. Die Synchronisation der Figuren erfolgt in allen Fällen durch die originalen amerikanischen Sprecher. Im Ausgangsbereich befindet sich ein Shop, der dem Kwik-E-Mart nachempfunden ist. Hier werden vor allem Simpsons-Merchandise-Produkte angeboten.[40]

Episoden

Hauptartikel: Liste der Simpsons-Episoden

In den 19 Staffeln, die in den USA bisher ausgestrahlt sind, wurden insgesamt 420 Folgen der Simpsons gezeigt. Premiere hatte die Sendung am 17. Dezember 1989 auf FOX, in Deutschland fand die Premiere am 13. September 1991 im ZDF statt. In Deutschland wurden bislang 19 Staffeln ausgestrahlt. In den USA wurde am 16. Februar 2009 die zehnte Episode der 20. Staffel erstmals in HDTV ausgestrahlt.[41]

Auszeichnungen

Walk-of-Fame-Stern

Die Serie Die Simpsons erhielt zahlreiche Auszeichnungen, so wurde sie am 14. Januar 2000 mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame geehrt.

  • 26 × Annie Award (1992, 1993, 1994, 2 × 1995, 1996, 4 × 1997, 3 × 1998, 2 × 1999, 2 × 2000, 2001, 2003, 4 × 2004, 2007, 2 × 2008)
  • 24 × Emmy (1990, 1991, 6 × 1992, 1993, 1995, 2 × 1997, 3 × 1998, 2000, 2 × 2001, 2 × 2003, 2004, 2 × 2006, 2008)
  • 6 × ASCAP Award (1995, 1996, 2001, 2002, 2003, 2004)
  • 4 × Genesis Award (1993, 1994, 1995, 1996)
  • 3 × EMA Award (1991, 1994, 2001)
  • 3 × WAC Winner (1997, 2 × 1998)
  • 3 × TP de Oro (2002, 2003, 2004)
  • 3 × BMI Film & TV Awards (1996, 1998, 2003)
  • 2 × TCA Award (1990, 2002)
  • 2 × British Comedy Award (2000, 2004)
  • 1 × Saturn Award (1993)
  • 1 × E Pluribus Unum Award (1996)
  • 1 × Peabody Award (1997)
  • 1 × GLAAD Media Awards (1998)
  • 1 × Golden Reel Award (1998)
  • 1 × Golden Eagle Award (2000)
  • 1 × American Comedy Award (2001)
  • 1 × Internationaler Monitor Award (2002)
  • 1 × Blimp Award (2002)
  • 1 × WGA Award – TV (2004)
  • 1 × Kids Choice Award (2002)
  • 1 × National Music Award (2002)

Literatur

  • Matt Groening, Ray Richmond, Antonia Coffman: Die Simpsons – Der ultimative Serienguide 2001, ISBN 3-89748-323-8
  • Matt Groening, Scott M. Gimple: Die Simpsons Forever – Der ultimative Serienguide 2 2001, ISBN 3-89748-517-6
  • Michael Gruteser, Thomas Klein, Andreas Rauscher: Subversion zur Prime-Time – Die Simpsons und die Mythen der Gesellschaft 2002, ISBN 3-89472-336-X
  • Daniel Kehlmann: Voltaire und Starbucks. Artikel in Der Spiegel 23/2006, S. 144ff.
  • Paul Halpern: Schule ist was für Versager. Was wir von den Simpsons über Physik, Biologie, Roboter und das Leben lernen können. 2008, ISBN 978-3-499-623851

Die Simpsons Bibliothek der Weisheiten

(alle Matt Groening)

  • Das Homer Buch, 2005, ISBN 3-8332-1315-9
  • Das Bart Buch, 2005, ISBN 3-8332-1314-0
  • Das Lisa Buch, 2007, ISBN 978-3-86607-387-6
  • Das Krusty Buch, 2007, ISBN 978-3-86607-386-9
  • Das Ralph Wiggum Buch, 2008, ISBN 978-3-86607-561-0
  • Comic-Typs Buch der Popkultur, 2008, ISBN 978-3-86607-614-3

Weblinks


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