Aladar Pege
Aladár Pege

Aladár Pege (* 8. Oktober 1939 in Budapest; † 24. September 2006 ebenda) war ein ungarischer Kontrabassist. Er war ein außergewöhnlicher Interpret des klassischen Solo-Repertoires und zugleich ein Jazzkontrabassist.

Pege war zunächst Autodidakt, begann aber dann mit 15 Jahren eine klassische Ausbildung am Bartok-Konservatorium und an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest. Schon 1963 Jahren hatte er sich mit einem eigenem Trio neben der Klassik dem Jazz zugewandt. 1970 wurde er auf dem Montreux Jazz Festival zum besten Solisten gekürt. 1973 zog er nach Westberlin, um Stars wie Dexter Gordon, Art Farmer, Benny Bailey, Albert Mangelsdorff, Walter Norris und Leo Wright zu arbeiten. Er spielte in der Mingus Dynasty und war auf den bedeutendsten Jazzbühnen der Welt unterwegs (u.a. 1982 mit Herbie Hancock in der Carnegie Hall). Pege unterhielt ein Jazzquartett mit ungarischen Musikern wie Gyula Csepregi, Zsolt Koloncsák und Tamás Kothencz. Es kam aber auch zur Zusammenarbeit mit Dexter Gordon, Wynton Marsalis, Michal Urbaniak sowie Tony Williams und zu Aufnahmen mit Karl Ratzer, Lee Harper, Charly Antolini, Dorothy Donegan und Attila Zoller. Daneben war Pege auch mit klassischem Repertoire unterwegs.

Seit 1978 unterrichtete Aladár Pege (klassischen) Kontrabass als Professor an der Franz Liszt-Hochschule in Budapest. Aufgrund seines dynamisch überaus vitalen Pizzicatospiels, der für den Jazz ungewöhnlich agilen Bogentechnik und seinen Flageoletts wurde er auch als der Paganini des Kontrabasses bezeichnet. Er war unumstritten einer der bedeutendsten Bassisten Europas und Kossuth-Preisträger (die höchste ungarische Auszeichnung für Musiker).


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