Aladdin (Film)
Filmdaten
Deutscher Titel Aladdin
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Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1992
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK o. A.
Stab
Regie John Musker,
Ron Clements
Drehbuch John Musker,
Ron Clements,
Ted Elliott,
Terry Rossio
Produktion John Musker
Musik Alan Menken
Schnitt H. Lee Peterson
Synchronisation

Aladdin [əˌladɪn] ist der 31. abendfüllende Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios aus dem Jahr 1992. Er bezieht sich auf die Geschichte Aladin und die Wunderlampe aus den Märchen aus 1001 Nacht, wobei viele Elemente der traditionellen Story für den Film geändert wurden. Als Sprecher wurde unter anderem Robin Williams als Dschinni verpflichtet.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film beginnt mit einem fahrenden Händler, der das Titellied singt, dann einige Produkte vorstellt (unter anderem "original babylonische Tupperware", die beim Öffnen furzt), dann schließlich zeigt er die Wunderlampe und beginnt, die Geschichte des "ungeschliffenen Diamanten" zu erzählen:

Aladdin ist ein Straßendieb, der sich in der großen, geschäftigen Stadt Agrabah mit seinem Affen Abu über die Runden schlägt. Sein Leben ändert sich von dem Moment an, als sich Prinzessin Jasmin verschleiert unter das Volk mischt. Durch Zufall lernt er sie kennen und sie geht ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Er versucht, sie nun unter allen Umständen wiederzusehen, doch er wird vom bösen Ratgeber des Sultans, Dschafar, in den Kerker geworfen, wo er von diesem, verkleidet als ein alter, gebrechlicher Mann, in dessen Pläne involviert wird, das Land mit einer mysteriösen Wunderlampe zu beherrschen. Dschafar bittet Aladdin, die Lampe für ihn zu holen, da nur eine Person, die einen „ungeschliffenen Diamanten“ darstellt, die Lampe aus der geheimnisvollen Höhle bergen kann. Doch er darf nichts anderes als die Lampe berühren, sonst fällt die Höhle in sich zusammen.

Als Aladdin die Lampe erreicht und nebenbei einen fliegenden Teppich gefunden hat, berührt sein Affe Abu einen der verbotenen Schätze, woraufhin die Höhle zu zerfallen beginnt. Als er den Ausgang erreicht, wartet „der alte Mann“ schon auf ihn, nimmt ihm die Lampe ab und wirft ihn zurück in die Höhle. Als Aladdin die Hoffnung schon aufgeben will, zeigt ihm Abu die Lampe, die er Dschafar, bevor dieser Aladdin hineinwarf, abgenommen hatte. Als Aladdin versucht, die Inschrift auf der Lampe zu lesen und dazu den Schmutz von ihr reibt, erscheint der unglaubliche Geist aus der Lampe: Dschinni. Dieser gibt ihm nun drei Wünsche frei. Aladdin bringt zunächst einmal Dschinni dazu, ihn aus der Höhle herauszubringen, ohne es als seinen ersten Wunsch zu formulieren. Ihm wird klar, dass er mit Dschinni die schöne Jasmin für sich gewinnen kann, die nach dem Gesetz ausschließlich einen Prinzen heiraten darf.

So zieht Aladdin als Prinz Ali in einem pompösen Aufzug in die Stadt ein, doch Jasmin winkt ab, da sie ihn nur für einen weiteren austauschbaren Heiratskandidaten hält. Aladdin gibt jedoch nicht auf und lädt sie zu einem nächtlichen Spazierflug auf seinem fliegenden Teppich ein, den er aus der Höhle mitgebracht hat. Jasmin erkennt, dass Aladdin anders als die anderen Prinzen ist und erlaubt ihm, sie wiederzutreffen. Doch den beiden kommt wiederum Dschafar in die Quere, der im Prinzen Ali den Straßendieb Aladdin wiedererkannt hat. Er stiehlt, mit Hilfe seines Papageis Jago, die Wunderlampe und tyrannisiert von da an den Sultan und seine Tochter Jasmin, die er nun versucht, für sich zu gewinnen.

Aladdin, Abu und Dschinni können den größenwahnsinnigen Dschafar jedoch mit einem Trick überwältigen. Dschinni erfüllt Dschafars Wunsch, selbst ein Dschinni zu sein, woraufhin Aladdin ihn in der Wunderlampe gefangen nimmt, denn auch zum größten Dschinni aller Zeiten gehört stets eine Lampe, die ihn zum Diener macht. Dschafar kommt nun erst wieder aus der Lampe heraus, wenn jemand jemals daran reiben sollte, und Dschinni verbannt die Lampe mit einem weiten Schnipser für 10.000 Jahre in die Wunderhöhle zurück. Mit seinem letzten Wunsch schenkt Aladdin Dschinni schließlich die Freiheit und erhält vom Sultan die Erlaubnis, Jasmin zu heiraten.

Synchronsprecher

Rolle Englische Stimme Deutsche Stimme
Aladdin Scott Weinger Michael Deffert
Aladdin (Gesang) Brad Kane Peter Fessler
Jasmin Linda Larkin Maud Ackermann
Jasmin (Gesang) Lea Salonga Sabine Hettlich
Dschinni Robin Williams Peer Augustinski
Dschafar Jonathan Freeman Joachim Kemmer
Jago Gilbert Gottfried Wolfgang Ziffer
Sultan Douglas Seale Gerry Wolff
Abu Frank Welker Frank Welker
Erzähler Robin Williams Jürgen Kluckert
Erzähler (Gesang) Bruce Adler Bernd Klinzmann
Razoul Jim Cummings Wolfgang Kühne
Tigerschädel (Eingang zur Wunderhöhle) Frank Welker Michael Chevalier
Gazzim Charlie Adler Santiago Ziesmer

Musik

  • Arabische Nächte (englisch "Arabian Nights") – Eröffnungstitel. Gesungen von einem reisenden Händler, der beginnt, die Geschichte zu erzählen.
  • Schnell weg (engl. "One Jump Ahead") – Gesungen von Aladdin auf der Flucht vor den Wachen.
  • Nur'n kleiner Freundschaftsdienst' (engl. "Friend Like Me") – Gesungen von Dschinni in der Wunderhöhle, als er Aladdin seine Fähigkeiten demonstriert.
  • Prinz Ali (engl. "Prince Ali") – Gesungen von Dschinni, während Prinz Ali alias Aladdin in einer großen Parade durch die Stadt zieht.
  • Ein Traum wird wahr (engl. "A Whole New World") – Gesungen von Aladdin und Jasmin. Während ihres gemeinsamen Flugs auf dem Teppich verlieben sie sich ineinander.
  • Prinz Ali - reprise (engl. "Prince Ali - reprise") – dieser zweite Song wird von Dschafar gesungen, nachdem er mit Hilfe der Lampe die Macht an sich gerissen hat und Aladdin als Hochstapler enttarnt.

DVD

  • Aladdin – 2-Disc Special Edition, Buena Vista Home Entertainment, 2004
  • Aladdin – Musikalische Meisterwerke, Limited Edition, Buena Vista Home Entertainment, 2009

Konzeption

Der Film basiert zu großen Teilen auf der indischen anstatt der arabischen Kultur. Bei der Figur des Aladdin orientierten sich die Zeichner aber an dem damals jungen Schauspieler Tom Cruise.

Ursprünglich sollte sich Dschinni in den Erzähler vom Anfang verwandeln, nachdem er befreit wird. Das würde erklären, woher er die Geschichte kennt und die Lampe besitzt. Da aber ein zweiter Teil unmöglich wäre, wenn man die Figur grundlegend veränderte, wurde diese Idee gestrichen. Dschinnis menschliche Form kann man allerdings noch beim Lied „Prince Ali“ sehen. Der Erzähler taucht dafür zum Schluss von Aladdin und der König der Diebe wieder auf und beendet seine Erzählung vom Beginn des ersten Teils und spannt damit den Bogen zu einer echten Trilogie. Robin Williams sang alle Lieder mit dem Dschinni selbst und schrieb sogar noch einige Zeilen davon eigenhändig.

Als der Film in der Rohfassung Jeffrey Katzenberg vorgeführt wurde, war dieser von dem Ergebnis derart enttäuscht, dass er sämtliche Szenen überarbeiten und neu zeichnen ließ, um mehr Schwung und Witz hineinzubringen. Die völlige Überarbeitung des Konzepts kippte darüber hinaus einige wichtige Figuren wie Aladdins Mutter.

Aufgrund von Protesten der arabisch-stämmigen Bevölkerung wurde der Text des Anfangsliedes „Arabische Nächte“ (engl. „Arabian Nights“) geändert. Während die Textstelle in der Kinoversion „du riskierst deinen Kopf und sofort ist er weg“ lautet sie später „und steckst du mal im Sand, kommst du dort nie mehr weg“.

Rezeption

Kommerzieller Erfolg

Das Budget betrug etwa 28 Millionen US-Dollar; der Film konnte an den Kinokassen bis heute etwa 480 Millionen Dollar einspielen. Allein in den USA lag das Einspielergebnis bei 217 Millionen Dollar.[1]

Auszeichnungen

  • 1995: ASCAP Film and Television Music Award für Alan Menken für den Besten Song*
  • 1994: BMI Film Award für Alan Menken für den Besten Song*
  • 1994: Grammy für Alan Menken und Tim Rice für den Besten Song*
  • 1994: Grammy für Alan Menken für die Beste Filmmusik
  • 1993: MTV Movie Award für Robin Williams in der Kategorie Best Comedic Performance
  • 1993: Golden Globe für Alan Menken und Robin Williams
  • 1993: BMI Film Music Award für Alan Menken
  • 1993: Oscar für Alan Menken für die Beste Filmmusik
  • 1993: Oscar für Alan Menken und Tim Rice für den Besten Song*
  • 1992: Saturn Award für den besten Nebendarsteller für Robin Williams
  • 1992: Los Angeles Film Critics Association Award in der Kategorie Best Animation

* für „A Whole New World“

Fortsetzungen

Das Produktionsteam von Aladdin veröffentlichte noch zwei weitere Filme als Direct-to-Video-Versionen, so dass man von einer Aladdin-Trilogie sprechen kann. So kam 1994 Dschafars Rückkehr und 1996 Aladdin und der König der Diebe heraus, die Aladdins Geschichte weitererzählen. Zusätzlich entstand von 1994 bis 1996 die 86-teilige Fernsehserie Disneys Aladdin, die zeitlich zwischen dem zweiten und dritten Film spielt.

Literatur

  • Elmar Biebl, Dirk Manthey, Jörg Altendorf et al.: Die Filme von Walt Disney. Die Zauberwelt des Zeichentricks. 2. Auflage, 177 S. Milchstraße, Hamburg 1993, ISBN 3-89324-117-5

Einzelnachweise

  1. http://www.imdb.de/title/tt0103639/business

Weblinks

Vorgänger Film Nachfolger
Die Schöne und das Biest Disneyfilme der „Meisterwerke“-Reihe
1992
Der König der Löwen

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