Alarmreaktion
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Das allgemeine Anpassungssyndrom (AAS, synonym Adaptationssyndrom, Selye-Syndrom, engl. general adaption syndrome) bezeichnet ein Reaktionsmuster des Körpers eines Organismus auf lang anhaltende Stressreize.

Beschreibung

Ist ein Organismus längere Zeit Stressoren (Hitze, Kälte, Hunger, Durst, psychische Belastung...) ausgesetzt, zeigt er eine Antwort, die eine kurzzeitige Erhöhung der Widerstandskraft bewirkt, langfristig aber zu körperlichem Fehlverhalten (z. B. Kreislaufschwächen) führt.[1][2]

Man unterscheidet drei Stadien:[3]

  • Alarmreaktion: die Hypophyse schüttet vermehrt ACTH (adrenocorticotropes Hormon) aus, das auf die Nebennierenrinde einwirkt. Diese erhöht ihre Aktivität und gibt vermehrt Glukokortikoide, wie z. B. Cortisol, ab. Cortisol bewirkt eine Hemmung der Proteinbiosynthese und fördert den Proteinabbau in Knochen, Muskeln und lymphatischen Gewebe. Diese Prozesse haben eine erhöhte Aminosäureabgabe ins Blut zur Folge. Diese freien Aminosäuren werden in der Leber zur Glucoseneubildung eingesetzt, der Blutzuckerspiegel steigt. Es kann zum Schock kommen. Außerdem wird, durch die Hemmung der Proteinbiosynthese in den lymphatischen Organen, die Tätigkeit des Immunsystems unterdrückt (Entzündungshemmung).
  • Widerstandsstadium: Ausschüttung von Somatotropin (STH) und Mineralkortikoiden, Zunahme von entzündlichen Reaktionen
  • Erschöpfungsstadium: Erfolgt keine Heilung, wird die Nebennierenrinde regressiv transformiert. Auch können Anpassungskrankheiten auftreten.

Einzelnachweise

  1. Irmtraud Beyer, Horst Bickel, u.a.: Natura - Biologie für Gymnasien - Oberstufe. Ernst Klett Verlag, 2005
  2. Horst Bayruber (Hrsg.), Ulrich Kull (Hrsg.): Linder Biologie. Gesamtband, 21. Auflage, Schroedel Verlag GmbH, Hannover, 1998
  3. Pschyrembel, Eintrag Anpassungssyndrom, allgemeines


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