Alb (Südschwarzwald)
Alb
Position der Alb hervorgehoben

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DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Ursprung Bernauer und Menzenschwander Alb mit Ursprung am Herzogenhorn bzw. Seebuck
47° 51′ 42″ N, 8° 1′ 37″ O47.8616111111118.02684166666671347
Quellhöhe ca. 1.347 m ü. NN (Menzenschwander Alb)Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Albbruck in den Rhein
47.5841222222228.1285055555556308

47° 35′ 3″ N, 8° 7′ 43″ O47.5841222222228.1285055555556308
Mündungshöhe ca. 308 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 1.039 m
Länge 42,8 kmmit 11,7 km langer Menzenschwander Alb; Bernauer Alb ca. 10,5 km
Einzugsgebiet ca. 241 km²dep1Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen

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Rechte Nebenflüsse Ibach
Durchflossene Stauseen Albstausee
Kleinstädte St. Blasien
Gemeinden Feldberg, Bernau, Görwihl, Dachsberg, Albbruck
Blick vom Spießhorn ostwärts ins Tal der Menzenschwander Alb

Blick vom Spießhorn ostwärts ins Tal der Menzenschwander Alb

Die Alb ist ein Fluss im Südschwarzwald. Er entsteht aus zwei Quellflüssen, der Menzenschwander Alb und der Bernauer Alb, fließt in südliche Richtung und mündet nach 42,8 km bei Albbruck in den Hochrhein.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Der Name Alb geht möglicherweise auf das indogermanische *albhos für weiß oder auch Fluss zurück. Das Flusstal bildete den Grenzverlauf des ehemaligen Albgau zum Breisgau.

Quellflüsse

Das Quellgebiet der Menzenschwander Alb liegt am Südhang des Feldberg-Massivs im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, das der Bernauer Alb am Südhang des Herzogenhorns. Nachdem beide Bäche ihre namengebenden Orte, Menzenschwand und Bernau in südöstlicher Richtung durchflossen haben, vereinigen sie sich nach ca. 12 bzw. 11 Kilometern an der Glashofsäge zur Alb.

Beide Täler haben durch eiszeitliche Gletscher verbreiterte Talsohlen, die wegen ihrer Höhenlage um 900 m von Grünlandwirtschaft geprägt sind. Das Bernauer Tal ist ein breites Becken, das durch kleine Talstufen, Moränenwälle, moorige Senken, kleine Bachschluchten und rundhöckerartige Felsköpfe gegliedert ist. Etwas oberhalb der frostgefährdeten Talsohle liegen verstreut die Weiler und Einzelhöfe des Ortes. Noch augenfälliger sind die glazialen Formen im engeren Tal der Menzenschwander Alb. Bekannt ist der steile Endmoränenwall der Menzenschwander Kluse. Unterhalb stürzt die Alb in Wasserfällen durch eine kleine Schlucht zur Verlandungsebene eines vom einstigen Krunkelbach-Talgletscher ausgeschürften Seebeckens. Beide Quellflüsse erreichen in Schluchten ihren Zusammenfluss in der Ebene eines weiteren einstigen Seebeckens, das sich über 4 km bis zur Kleinstadt St. Blasien hinzieht.

Mittellauf

Der von der Ortslage St. Blasien eingenommene Talraum wird geprägt von der klassizistischen Kuppel des Doms St. Blasien. Unterhalb des Ortskerns bildet die Alb den Wasserfall am Tusculum (Ortsname bezogen auf das römische Tusculum). Dann ändert die Alb wie auch fast alle östlich benachbarten Schwarzwaldflüsse ihren Lauf, um etwa 60 Grad abknickend, in südliche Richtung, was mit dem in Folge tektonischer Erdkrustenbewegungen seit dem Pliozän zunehmenden Gefälle zum Hochrhein hin in Zusammenhang steht. Das einstige weiter nach Südosten verlaufende Tal ist fast 200 Meter höher im Sattel von Häusern noch gut erkennbar, besonders weil in den letzten Eiszeiten ein Teil des hier um 300 Meter mächtigen Albtalgletschers durch diese Senke zum Tal der Schwarza überlief.

Unterhalb des Talknicks wird der Fluss im Albbecken gestaut (im Mittel 18 Hektar, Länge der Staumauer: etwa 80 Meter) und der größte Teil seiner Wasserführung zum Stausee Schwarzabruck des Schluchseewerks abgeleitet.

Die Alb durchfließt nun ein wiesengesäumtes, 200 bis 400 Meter breites Tal, in dem die Orte Schlageten und Immeneich liegen. Das Tal wird hier nicht mehr von schmalen, bewaldeten Bergrücken, sondern von den welligen, von Mooren und Felskuppen gegliederten Hochplateaus des Hotzenwaldes um die Gemeinden Dachsberg und Höchenschwand begleitet. Bei der Niedermühle lag das Zungenende des Albgletschers, dem mit 27 Kilometern längsten Schwarzwaldgletschers zur Würmkaltzeit. Hier verengt sich das Tal abrupt und lässt auf den verbleibenden 14 Kilometern bis Albbruck keinen Platz für Siedlungen.

Albschlucht

Das Gefälle der Alb verstärkt sich in den Schluchten stark und der Fluss zwängt sich durch mehrere klammartige Passagen und verblockte Abschnitte wie die bekannte Teufelsküche. Von rechts münden, ebenso in Schluchten fließend, der Ibach und der Höllbach in die Alb, Letzterer mit zwei Wasserfällen. Wegen der Enge der Schlucht verläuft die Straße bis zu 80 Meter höher am linken Ufer. Bei der Talweitung an der Sägemühle Tiefenstein münden von zwei Seiten Schildbach und Steinbach ein. Hier befinden sich auf halber Höhe zwei Burgruinen und Granit-Steinbrüche. Wenig unterhalb beginnt der etwa 4 Kilometer lange engste und gefällereichste Abschnitt. Auch hier floss die Alb früher auf einem anderen Weg weiter, und zwar durch das heutige, bei Hauenstein in den Rhein mündende Mühlbachtal. Der alte Fließweg wurde durch Schmelzwasser- und Gletscherablagerungen während einer älteren Eiszeit blockiert, worauf die Alb einen neuen Weg zum Rhein fand. Seitdem schneidet sie die „neue“ Schlucht in den Granitfels. Dieser Schluchtabschnitt ist ohne Ausrüstung nicht passierbar, allerdings ist hier durch erneute Wasserableitungen die Wasserführung meist gering. Bei ausreichendem Wasserstand gilt die Alb hier unter Kanuten als wohl schwierigstes Wildwasser Deutschlands.[1]. In diesem Abschnitt verläuft die Straße bis zu 100 Meter oberhalb des Flusses und durchquert fünf kurze, durch die Felswände geschlagene Tunnel, weshalb die Straße früher auch Axenstraße des Schwarzwaldes genannt wurde. Ab der Häusergruppe Hohenfels (Gastronomie, Aussichtspunkt) fällt die Straße bis Albbruck allmählich wieder auf Flussniveau. Dort mündet die Alb in den Hochrhein.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Josef Haas: Wildwasserperlen. Konstanz 1980, S. 25.

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