Alba (Piemont)
Alba
Wappen
Alba (Italien)
Alba
Staat: Italien
Region: Piemont
Provinz: Cuneo (CN)
Koordinaten: 44° 42′ N, 8° 2′ O44.78.0333333333333172Koordinaten: 44° 42′ 0″ N, 8° 2′ 0″ O
Höhe: 172 m s.l.m.
Fläche: 54 km²
Einwohner: 31.341 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 580 Einw./km²
Postleitzahl: 12051
Vorwahl: 0173
ISTAT-Nummer: 004003
Demonym: Albesi
Schutzpatron: San Lorenzo
Website: Alba

Alba ist eine Stadt mit 31.341 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der nordwestitalienischen Region Piemont. Sie liegt in der Provinz Cuneo am Rande der Poebene und ist der Hauptort des Hügellandes der Langhe. Die Einwohner werden auf Italienisch Albesi genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Alba liegt 50 km südlich von Turin am Fluss Tanaro - einem großen Nebenfluss des Po - zwischen den Hügellandschaften der Langhe und des Roero.

Sie ist die größte Stadt der Langhe und liegt 60 km nordöstlich der Provinzhauptstadt Cuneo, 27 km südwestlich der Provinzhauptstadt Asti und 13 km östlich von Bra. Etwas oberhalb der Stadt mündet die Stura di Demonte in den Tanaro.

Geschichte

Die Siedlungsgeschichte von Alba reicht bis in Neolithikum zurück (6. bis 3. Jahrtausend v. Chr.). Die Ligurer ließen sich hier nieder. 173 v. Chr. kam das Gebiet unter die Herrschaft des Römischen Reiches und ist seit 89 v. Chr. unter dem Namen Alba Pompeia als römisches Municipium beurkundet.

Flagge der Republik Alba, 1796–1801

Im Mittelalter wurde Alba von den Langobarden erobert und litt unter dem Einfall der Sarazenen. Im 12. Jahrhundert wurde es eine freie Stadt (comune) und schloss sich dem Lombardenbund der norditalienischen Städte an. Umkämpft zwischen Montferrat und den Visconti, fiel es der Herrschaft der Gonzaga zu, wurde drei Mal von Karl Emanuel I. erobert und wieder verloren und geriet dann in den Machtkonflikt zwischen Frankreich und Spanien. Mit dem Frieden von Cherasco (1631) fiel Alba an die Savoyer.

Während der Herrschaft Napoleon Bonapartes existierte hier die Republik Alba zwischen dem 26. April 1796 und dem 19. April 1801. Zwischen dem 10. Oktober und 2. November 1944 rief hier die lokale Widerstandsbewegung gegen die faschistische Diktatur in Italien erneut die Republik Alba aus.

Politik

Bürgermeister ist Maurizio Marello (Partito Democratico, Wahl 2009).

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Stadt ist umgeben von berühmten Wein- sowie Obstanbaugebieten und ist ein Zentrum der Süßwarenindustrie (seit 1946 Hauptsitz der Firma Ferrero). Außerdem ist in Alba die Unternehmenszentrale der Firma MONDO, einem der größten Produzenten von Kautschukbelägen und Bällen. Außerdem stellt MONDO spezielle Sportbeläge her und rüstet seit 1976 alle Leichtathletikstadien für Olympische Spiele aus.

Die berühmten Weine der Langhe sowie die weißen Trüffel, die in der unmittelbaren Umgebung zu finden sind, locken besonders im Oktober viele Touristen in die Stadt und ihre Umgebung.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Aus der Römerzeit sind die Überreste einer Befestigungsanlage mit Mauern und einem Tor erhalten, sowie einige mit Mosaiken ausgelegte Gebäude. Zu den bedeutendsten Bauten zählen der Dom aus dem 15. Jahrhundert und die Johannes dem Täufer geweihte Kirche (Chiesa di San Giovanni Battista).

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.

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