Albarola

Albarola ist eine weiße Rebsorte. Sie heißt auch Erbarola, Calcatella oder Bianchette und wird in Italien in Ligurien (Provinz Genua und Provinz La Spezia), in der Toskana (Provinz Massa-Carrara) und in Sizilien angebaut. Die Rebflächen in den drei Regionen umfassen gut 4.180 Hektar.

Albarola findet zusammen mit anderen Sorten in den DOC-Weinen Cinque Terre (maximal 20 %), Candia dei Colli Apuani, Colline di Levanto und Val Polcéveta Verwendung. Die frühreifende Sorte ist eher neutral und wird nur als Verschnittpartner eingesetzt. In Ligurien findet die Sorte auch als Tafeltraube Verwendung.

Siehe auch den Artikel Weinbau in Italien sowie die Liste der Rebsorten.

Inhaltsverzeichnis

Synonyme

Die Rebsorte Albarola ist auch unter den Namen Albarola bianca, Albarola di Lavagna, Albarola trebbiana, Bianchetta Genovese, Calcatella oder Calcatella di Sarzana, Erbarola, Temosci, Trebbiano di Sarzana, Trebbiano locale und Uva albarola bekannt.

Ampelographische Sortenmerkmale

In der Ampelographie wird der Habitus folgendermaßen beschrieben:

  • Die Triebspitze ist offen. Sie ist hellgrün und weißwollig behaart jedoch ohne karminroten Anflug. Die Jungblätter sind glänzend und hellgrün gefärbt. Lediglich die Blattunterseite ist leicht wollig behaart.
  • Die mittelgroßen Blätter sind entweder nicht gelappt oder dreilappig und kaum gebuchtet (siehe auch den Artikel Blattform). Die Stielbucht ist kaum geöffnet. Das Blatt ist stumpf gezahnt. Die Zähne sind im Vergleich der Rebsorten mittelgroß.
  • Die walzen- oder kegelförmige Traube ist klein bis mittelgroß (im Mittel 117Gramm) und dichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von grüngelber Farbe.

Die Rebsorte Albarola reift ungefähr 10 Tage nach dem Gutedel. Sie zählt damit zu den noch früh reifenden Sorten. Albarola ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera). Sie besitzt zwittrige Blüten und ist somit selbstfruchtend. Beim Weinbau wird der ökonomische Nachteil vermieden, keinen Ertrag liefernde, männliche Pflanzen anbauen zu müssen. [1]

Einzelnachweise

  1. Albarolain der Datenbank des INRA.

Weblinks

Literatur


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