Albatros (1926)

Die Albatros war ein Torpedoboot der Raubvogel-Klasse (Torpedoboot 1923). Seit 1927 im Dienst der Reichsmarine, kam das Boot im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz, wobei es am 10. April 1940 im Rahmen des Unternehmens Weserübung verloren ging.

Geschichte

Die Albatros wurde am 5. Oktober 1925 bei der Reichsmarinewerft Wilhelmshaven auf Kiel gelegt, wo das Boot am 15. Juli 1926 vom Stapel lief. Die Indienststellung bei der Reichsmarine erfolgte am 5. Mai 1927.[L 1]

Mit den anderen Booten ihrer Klasse war die Albatros bei Kriegsbeginn Teil der 5. Torpedoboot-Flottille. Diese kam in der Folge bei den am 3. September 1939 begonnenen Minenoperationen in der Nordsee zum Einsatz.[W 1] Es folgten im Oktober Einsätze im Rahmen des Handelskriegs im Skagerrak und Kattegat.[W 2]

Beim Unternehmen Weserübung im April 1940 war das Boot Teil der Kriegsschiffsgruppe 5, die gegen Oslo fuhr. Dabei konnte die Albatros am 9. April das norwegische Wachboot Pol III manövrierunfähig schießen. Am gleichen Tag war das Boot bei einem Landungsunternehmen in Horten beteiligt. Am darauf folgenden Tag beschossen norwegische Küstenbatterien bei Bolaerne im Oslofjord die Albatros. Aufgrund fehlerhafter Schiffsführung lief das Boot am selben Tag auf Grund vor der Stadt Fredrikstad und musste aufgegeben werden.[W 3]

Das Wrack liegt auf der Position: 59° 5′ 40″ N, 10° 47′ 30″ O59.09444444444410.791666666667Koordinaten: 59° 5′ 40″ N, 10° 47′ 30″ O

Die Besatzung der Albatros übernahm kurz darauf den in Kristiansand erbeuteten norwegischen Zerstörer Kriegsmarine als Torpedoboot Löwe in Dienst gestellt wurde.

Technische Beschreibung

siehe auch: Raubvogel-Klasse - Technische Beschreibung

Das Boot gehörte zu den Serienbooten des Typs 1924. Diese wiesen eine Typverdrängung von 924 ts sowie eine Konstruktionsverdrängung von 998 t auf. Im Einsatz verdrängten sie 1290 t. Die Bunkerkapazität lag bei 321 m³ Öl für einen Fahrbereich von 2000 Seemeilen bei 20 Knoten. Die Antriebsleistung der Getriebeturbinenanlage von Schichau lag bei 23000 PSw, was eine Höchstgeschwindigkeit von 33 Knoten erlaubte. Die Länge lag bei 88,5 Meter über alles und 85,7 Meter in der Wasserlinie. Die Breite betrug 8,3 Meter und der mittlere Tiefgang 3,65 Meter.[L 2]

Die Bewaffnung setzte sich bei Indienststellung aus drei 10,5-cm-Geschützen, zwei 2-cm-Flak sowie sechs Torpedorohren zusammen.[L 3]

Einzelnachweise

  • Literaturnachweise:
  1. M.J.Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, 1995, ISBN 3-613-01426-2, Seite 29
  2. Harald Fock: Z-vor! Internationale Entwicklung und Kriegseinsätze von Zerstörern und Torpedobooten, Bd. 1. 1914 bis 1939. Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2001, ISBN 3-7822-0762-9, Seite 83
  3. Harald Fock: Z-vor! Internationale Entwicklung und Kriegseinsätze von Zerstörern und Torpedobooten, Bd. 1. 1914 bis 1939. Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg 2001, ISBN 3-7822-0762-9, Seite 274
  • Webseiten:
  1. Chronik des Seekrieges, August/September 1939, eingesehen am 24. Januar 2009
  2. Chronik des Seekrieges, Oktober 1939, eingesehen am 24. Januar 2009
  3. Chronik des Seekrieges, April 1940, eingesehen am 24. Januar 2009

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