Albert-Schweitzer-Schule Berlin
Albert-Schweitzer-Schule Berlin
Schultyp Gymnasium
Gründung 1907
Ort Berlin-Neukölln
Bundesland Berlin
Koordinaten 52° 29′ 5,1″ N, 13° 25′ 35″ O52.48473888888913.4263916666677Koordinaten: 52° 29′ 5,1″ N, 13° 25′ 35″ O
Träger Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung -Außenstelle Neukölln
Lehrer etwa 40
Leitung Georg Krapp
Website http://www.die-schweitzer.de

Die Albert-Schweitzer-Schule ist ein Gymnasium im Norden des Berliner Ortsteils Neukölln. Die Schule ist nach dem Friedensnobelpreisträger Albert Schweitzer benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Gymnasium wurde 1907 als Städtische Höhere Mädchenschule Rixdorf gegründet. Bis 1912 hieß die Stadt Neukölln noch Rixdorf. Das Gebäude wurde vom Architekten Reinhold Kiehl entworfen und steht heute unter Denkmalschutz. Frühere Namen der Schule waren:

  • Städtische Studienanstalt mit Lyzeum I Neukölln
  • Städtisches Oberlyzeum (Oberschule Berlin-Neukölln)
  • Städtisches Oberlyzeum Berlin-Neukölln (Oberrealschulrichtung)
  • Städtisches Oberlyzeum (Oberschule Neukölln)
  • Städtische Oberschule Neukölln
  • Agnes Miegel – Schule (Oberschule für Mädchen)
  • Neuköllner Oberschule II

Am 2. August 1952 gab Albert Schweitzer seine Zustimmung zur Umbenennung der Schule.

Besonderheiten

Die Albert-Schweitzer-Schule ist ein Ganztagsgymnasium. Schüler des siebten bis neunten Jahrgangs sind die Ersten, die am Programm teilhaben. Der Schultag beginnt wie gewöhnlich am Vormittag, es folgt eine zweistündige Pause, die sowohl für warme Mahlzeiten in der Cafeteria als auch für Hausaufgabenbetreuung durch individuelle Förderung genutzt werden kann. Der Unterricht endet am Nachmittag.

Die Albert-Schweitzer-Schule hat auch eine der größten Sporthallen (45 x 21 Meter) in Berlin-Neukölln. Sie wurde 1993 gebaut und am 4. Mai 1994 eingeweiht. Die Kosten von ungefähr 13 Millionen DM trug der Senat für Schulwesen.

Derzeit wird die kleine Sporthalle zur Mensa umgebaut, um den Anforderungen einer Ganztagsschule gerecht zu werden.

Schwerpunkte

Die Albert-Schweitzer-Schule offeriert besondere Angebote. Eins dieser Angebote ist der Spanischunterricht, der ab der siebten Klassenstufe als zweite Fremdsprache und ab der neunten Klassenstufe als Wahlpflichtfach gewählt und in der Oberstufe weitergeführt werden kann. So können Schüler die englische, französische und spanische Sprache erlernen.

Soziales Engagement

Die Schülerzeitung ¿DéjàVu? unterstützt das SOS-Kinderdorf in Nairobi, indem sie einem Patenkind finanziell beiseitesteht. Außerdem ist die ¿DéjàVu? Mitglied bei Amnesty International und unterstützt damit weltweit die Menschenrechte sowie den WWF. Jedes Jahr wird von der Schülervertretung versucht, eine Benefizgala in Zusammenarbeit mit einer Hilfsorganisation (wie z.B. den SOS-Kinderdörfern) zu organisieren, um Geld für Notleidende zu sammeln.

Schule im Kiez

Die Albert-Schweitzer-Schule liegt im Norden von Neukölln. Die Schule hat einen Migrantenanteil von über 80%. Die daraus resultierenden sprachlichen Schwierigkeiten werden in enger Zusammenarbeit mit dem Türkisch-Deutschen Zentrum e.V. bewältigt. Sie stellen Betreuer zur Verfügung, die Freizeitangebote, Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung durchführen.

Seit dem 20. Dezember 2007 wird die Schule, wie 12 weitere Schulen in Berlin-Neukölln, von zwei Wachmännern des Germania Wachschutz aus Bielefeld bewacht.

Weiterhin besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersmanagement Flughafenstraße.

Bekannte Schüler der Albert-Schweitzer-Schule

Der Krimiautor und Soziologieprofessor Horst Bosetzky war in den Nachkriegsjahren Schüler der Albert-Schweitzer-Schule.

Die deutsche Schauspielerin, Sängerin und Moderatorin Jana Pallaske besuchte die Albert-Schweitzer-Schule. Sie singt in der Berliner Punkband Spitting Off Tall Buildings.

Eine weitere ehemalige Schülerin ist die deutsche Schriftstellerin Judith Hermann.

Literatur

  • Festschrift zur 75-Jahrfeier der Albert-Schweitzer-Schule

Weblinks


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