Albert-Schweitzer-Turnier
Frankreich–USA beim Albert-Schweitzer-Turnier 2010

Das Albert-Schweitzer-Turnier (AST) ist ein Wettbewerb für Basketball-Nationalmannschaften der männlichen Jugend, der alle zwei Jahre in Mannheim stattfindet. Veranstalter sind die US Army, der Deutsche Basketball-Bund und die Stadt Mannheim. Das AST gilt als inoffizielle Weltmeisterschaft für die Altersklasse U18. Traditioneller Austragungsort ist die US Sports Arena auf dem Gelände des Militär-Stützpunkts der Vereinigten Staaten. Seit 2006 findet ein Teil der Spiele in der MWS-Halle am Herzogenried statt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Initiatoren des ersten Albert-Schweitzer-Turniers, das im Dezember 1958 mit acht Mannschaften ausgetragen und von Belgien gewonnen wurde, waren der Fotograf Hans-Joachim Babies[1] und der deutsche Basketball-Pionier Hermann Niebuhr, der den evangelischen Theologen und Arzt Albert Schweitzer als Namensgeber gewann. Schon im darauffolgenden Jahr fand das zweite AST statt, danach gab es eine Pause bis 1966. Ab diesem Zeitpunkt etablierte sich der Zwei-Jahres-Rhythmus. 1991 musste das AST wegen des Zweiten Golfkriegs ausfallen. Seit 1994 findet das AST in geraden Jahren statt. Damit passten sich die Organisatoren dem Kalender des Basketball-Weltverbands FIBA an.

Das Albert-Schweitzer-Turnier ist ein Einladungsturnier, bei dem nicht alle Bewerbungen für die mittlerweile 16 Startplätze berücksichtigt werden können. Rekordsieger sind die USA mit bislang zehn Titeln, gefolgt von Italien und Jugoslawien, die beide dreimal siegten.

Gewinner des 25. Albert-Schweitzer-Turniers, das vom 3. bis 10. April 2010 stattfand, ist Australien, das sich im Finale mit 68:51 gegen Deutschland durchsetzte und seinen ersten Turniersieg feierte. Auch für Deutschland bedeutet der zweite Platz das bisher beste Ergebnis beim AST. Mit 28.763 Zuschauern wurde der Besucherrekord von 2008 nur knapp verfehlt.[2]

Bedeutung

Das Albert-Schweitzer-Turnier ist ein wichtiger Termin für Basketballfachleute aus aller Welt, weil hier die größten Talente aus den besten Nationen aufeinandertreffen. Für viele dominierende Spieler der amerikanischen Profiliga NBA wie zum Beispiel Magic Johnson, Dirk Nowitzki, Tim Duncan, Tony Parker, Vince Carter, Arvydas Sabonis, Hidayet Türkoglu, Mehmet Okur und Toni Kukoč stand das AST am Beginn ihrer Karriere.[3]

Siegerliste

  • 1958: Belgien
  • 1960: Belgien
  • 1966: Italien
  • 1967: Polen
  • 1969: Italien
  • 1971: Jugoslawien
  • 1973: USA
  • 1975: USA
  • 1977: USA
  • 1979: Jugoslawien
  • 1981: USA
  • 1983: Italien
  • 1985: USA
  • 1987: USA
  • 1989: USA
  • 1993: USA
  • 1994: USA
  • 1996: USA
  • 1998: Spanien
  • 2000: Jugoslawien
  • 2002: Griechenland
  • 2004: Türkei
  • 2006: Frankreich
  • 2008: Griechenland[4]
  • 2010: Australien[5]

Einzelnachweise

  1. www.ast-basketball.de
  2. AST-Website, abgerufen am 10. April 2010
  3. http://www.ast-basketball.de/index.php?id=92
  4. http://www.ast-basketball.de/index.php?id=49
  5. http://www.schoenen-dunk.de/news_a39513_DBB_Australien-triumphiert-verdient.htm

Siehe auch

Weblink

 Commons: Albert-Schweitzer-Turnier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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