Albert Cuyp (Markt)

Der Albert-Cuyp-Markt ist der größte Tagesmarkt in Amsterdam und der bekannteste in den Niederlanden. Seinen Namen hat der Markt von dem niederländischen Landschaftsmaler Albert Cuyp.

Albert Cuyp-Markt
Rechtsform Warenmarkt
Gründung 1904
Sitz Amsterdam, Niederlande
Branche Tagesmarkt
Produkte Internationaler Nahrungsmittel und Warenmarkt
Website http://www.albertcuypmarkt.nl

Der Markt, de Cuyp, wie er im Volksmund genannt wird, in der Albert Cuypstraat im Amsterdamer Stadtviertel De Pijp wurde 1904 als Samstagsmarkt mit Handkarren und Straßenverkäufern eröffnet; seit 1912 wird er bis heute sechs Tage in der Woche gehalten (Montag bis Samstag). Am Beginn des 20. Jahrhunderts war de Pijp ein Arbeiterviertel mit ca. 15.000 Einwohnern und „Armut, Prostitution und Alkoholismus waren das tägliche Leben[1].

Geschichte

Der Name De Pijp soll angeblich 1892 entstanden sein als noch ein Stadtgraben vorhanden war und dieser mit einer Pijpenla (schlauchartiger Graben) verglichen wurde. Eine andere Erklärung führt den Namen darauf zurück dass das Stadtviertel als erstes außerhalb des Stadtzentrums an Gasleitungen (Pijpen) angeschlossen wurde durch die Gaspijpencompanie. Der Cuyp-Markt entstand in einem Gebiet wo früher Sägemühlen standen; der Stadtgraben wurde trockengelegt und die Sägemühlen abgebaut [2]. Um 1900 bestand die Bevölkerung des Stadtviertels „YY“, später De Pijp genannt, aus Handwerkern, mittleren Beamten, Studenten, Künstlern und kleinen Betrieben.

Albert-Cuyp-Markt

In der Albert Cuyp-Straat waren stets mehr Händler anzutreffen die viel Publikum anzogen und von der Polizei wegen Verkehrsbehinderung weggejagt wurden. Offiziell wurde dann 1905 die bestehende Situation von der Gemeinde legalisiert. 1930 wohnten noch rund 75.000 Menschen in De Pijp; während des 2. Weltkrieges war die Anzahl der Bevölkerung um die Hälfte zurückgegangen.

In den 1960er und 1970er Jahren wurde aus dem Stadtviertel-Markt der größte Handelsmarkt in den Niederlanden. Heute besuchen in den Sommermonaten täglich fast 20.000 Menschen den Markt mit seinen rund 300 Verkaufsständen und einem Kilometer Länge und seinem internationalen Nahrungsmittelangebot an Geflügel, Fisch, Backwaren, Obst, Gemüse sowie Blumen, Kleidung, elektrische Artikel, Schmuck u.a.m. Er gilt als größter Wochenmarkt in Europa [3]. 2005 feierte der Markt sein 100-jähriges Bestehen. Außer den Verkaufsständen gibt es zahlreiche Cafés, kleine und große Restaurants mit internationaler Küche, Spezialgeschäfte mit zum Beispiel Kräutern, Tee; Warenläden mit Kleidung, Haushaltsartikeln und vieles mehr. War De Pijp und die A. Cuyp-Straat einst ein typisches Arbeiterviertel, ist es heute, ähnlich dem Dappermarkt in Amsterdam Oost, multikulturell geworden und gilt als Quartier Latin von Amsterdam mit internationaler Atmosphäre aus Kunst, Geschäften, Restaurants, kulturellen Einrichtungen und etwa 40 verschiedenen Nationalitäten.

Weblinks

Einzelnachweis

  1. Zitat nach: M. van der Weg/Maria Douwes, 100 jaar Albert Cuyp Markt. Verlag Baas Lubberhuizen. ISBN 9059370910
  2. Geschichte der Albert Cuypstraat; niederländisch. Abgerufen am 9. Mai 2009
  3. Der A. Cuypmarkt wird als größter Wochenmarkt in Europa angesehen

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