Albert Diwo

Albert Eugène Diwo (* 24. Januar 1895 in Paris; † 19. September 1966 in Morsang-sur-Orge, Departement Essone) war ein französischer Automobilrennfahrer.

Albert Diwo war von Beruf Mechaniker und von 1919 bis 1939 Automobilrennfahrer. In den 1920er und 1930er Jahren war er als Fahrer für Sunbeam, Delage, Bugatti, Talbot und Delahaye sechsfacher Grand-Prix-Sieger.

1922 nahm er am Internationalen Tourist Trophy Endurance Race auf der Isle of Man teil.

Seinen ersten Grand Prix-Sieg erzielte er 1923 für Sunbeam beim Sitges Grand Prix auf der Sitges-Terramar-Rennstrecke etwa 40 Kilometer außerhalb von Barcelona, Spanien.

Als Fahrer für Delage wurde er 1924 hinter Giuseppe Campari Zweiter im Europäischen Grand Prix von Lyon.

1925 gewann er zwei Grand Prix für Delage. Im Juli gewann er den Französischen Grand Prix im Autodrom von Montlhéry, nachdem sein Wagen ausgeschieden war und er den Rennwagen seines Teamkollegen Robert Benoist übernommen hatte. Im September teilte er sich den Sieg mit dem Teamkollegen André Morchel beim Spanischen Grand Prix auf dem Circuito Lasarte. Am 22. August 1925 fand das erste große Renn-Duell beim Klausen-Bergrennen auf der Klausenpassstraße statt, das der Italiener Graf Giulio Masetti auf seinem Sunbeam-Grand-Prix-Wagen mit Zweilitermotor gegen den Franzosen mit seinem Delage mit Fünflitermotor gewann. Das Klausenrennen galt von 1922-1934 als schwerstes und prestigeträchtigstes Bergrennen Europas.

Mit einem Talbot 700 gewann er 1926 den Grand Prix von Salon

1927 wurde er, ebenfalls mit einem Talbot 700, Dritter beim Grand Prix von Brooklands und Erster bei der ACF Libre.

1928 und 1929 fuhr er auf einem Bugatti Type 35 bei der Targa Florio zum Sieg.

Viele Rennen bestritt er in England und Irland. Angeblich wegen der leichteren Aussprache in diesen Ländern ließ er 1928 die Schreibweise seines Namens in Divo ändern. In Morsang-sur-Orge wurde er 1935 in den Stadtrat gewählt.

Albert Diwo war Gründungsmitglied des Club International des Anciens Pilotes de Grand Prix F1 (1962 in Villars-sur-Ollon, Schweiz).

Albert Diwo wurde als Ritter der Ehrenlegion ausgezeichnet. Er starb 1966 und wurde auf dem Friedhof in Morsang-sur-Orge beigesetzt.

Grand Prix-Siege

  • 1923: Spanischer Grand Prix in Sitges (Sunbeam)
  • 1925: Französischer Grand Prix Monthléry(Delage), Spanischer Grand Prix Circuito Lasarte (Delage)
  • 1926: Grand Prix in Salon (Talbot)
  • 1927: ACF Libre (Talbot)
  • 1928: Targa Florio (Bugatti)
  • 1929: Targa Florio (Bugatti)

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