Albert Kayser

Albert Kayser (* 28. November 1898 in Stettin; † 18. Oktober 1944 im KZ Buchenwald) war ein deutscher Politiker (KPD).

Albert Kayser war Arbeiter und später Gewerkschaftsfunktionär bei Siemens in Berlin. Dort wurde er wegen eines Streiks 1923 entlassen, ging zu den Berliner Verkehrsbetrieben und leitete dort den 1932 auch von der nationalsozialistischen Gewerkschaft Nationalsozialistischen Betriebszellenorganisation (NSBO) unterstützten Verkehrsarbeiterstreik. Von Juli 1932 bis März 1933 war er Reichstagsabgeordneter.

Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten wurde Kayser von Februar bis Dezember 1933 in „Schutzhaft“ genommen. Im Januar 1935 erneut von der Gestapo in Halle festgenommen, wurde Kayser im August 1935 vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode verurteilt. Laut Urteil soll sich Kayser weiterhin für die KPD betätigt haben. Das Todesurteil wurde nach internationalen Protesten in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Zunächst in Plötzensee und ab Februar 1936 im Zuchthaus Brandenburg festgehalten, wurde Kayser im Dezember 1943 in das KZ Buchenwald deportiert, wo er im Oktober 1944 an Flecktyphus starb.[1]

Sein Ehrengrab befindet sich auf dem Urnenfriedhof an der Seestraße. Seit 1992 erinnert in Berlin in der Nähe des Reichstags eine der 96 Gedenktafeln für von den Nationalsozialisten ermordete Reichstagsabgeordnete an Kayser.

Einzelnachweise

  1. Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933−1945. Droste-Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-7700-5162-9, S. 324f.

Literatur

  • Hermann Weber und Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Karl Dietz Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-320-02044-7, S. 363.

Weblinks


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