Albert Knoepfli

Albert Knoepfli (* 9. Dezember 1909 in Bischofszell; † 14. Dezember 2002 in Aadorf) war ein Schweizer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger.

Albert Knoepfli studierte in Basel, Grenoble und Perugia Kunst- und Musikwissenschaften, Geschichte, Germanistik und Romanistik. Von 1935 bis 1945 war er Sekundarlehrer in Aadorf, von 1945 bis 1974 Inventarisator der Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau und dessen erster Denkmalpfleger. 1962 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich, wurde dort 1964 Dozent und leitete von 1972 bis 1979 das von ihm gegründete Institut für Denkmalpflege der ETH Zürich.

Sein besonderes Interesse galt den Kunstdenkmälern des Kantons Thurgau und des Bodenseeraums sowie der Architektur der Eisenbahn. Seine über 6500 Objekte umfassende Kartensammlung hat er 1975 in die Dr.-Albert-Knoepfli-Stiftung eingebracht, die sich im Ortsmuseum Bischofszell befindet.

Schriften

  • Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau (Bd. 1-4). 1950-1989.
  • Kunstgeschichte des Bodenseeraumes, 2 Bde. 1961-1969.
  • Das Kloster St. Georgen zu Stein am Rhein. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Basel 1979.
  • Evangelisch-Reformiert Kirchgemeinde St. Gallen (Hrsg.): Reformierte Kirche S[ank]t Laurenzen, S[ank]t Gallen, In: Schweizerische Kunstführer Nr. 325, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1983, ISBN 3-85782-325-9.
  • Reinhard Schneider (Hrsg.): Salem.: 850 Jahre Reichsabtei und Schloss. Stadler, Konstanz 1984, ISBN 3-7977-0104-7.
  • mit Walter Drack, Karl Keller; Reformierten Kirchenpflege Oberwinterthur (Hrsg.): Die reformierte Kirche S[ank]t Arbogast in Oberwinterthur. Schweizerische Kunstführer ; Nr. 354 : Ser. 36. In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 1984. ISBN 3-85782-354-2.
  • mit Alfons Raimann, Hermann Lei sen.; Gemeinderat Weinfelden (Hrsg.): Weinfelden. In: Schweizerische Kunstführer. Nr. 359/360 : Serie 36, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1984, ISBN 3-85782-359-3.
  • Stadt Stein am Rhein (Hrsg.): Stein am Rhein. In: Schweizerische Kunstführer Nr. 218/219 Serie 22, 2., korrigierte Auflage, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 1984 (ohne ISBN).
  • Birnau am Bodensee. Langewiesche, Königstein im Taunus 1984. ISBN 3-7845-0241-5.
  • mit Otto Raggenbass, Carl J. Burckhardt: Trotz Stacheldraht 1939 - 1945. Grenzland am Bodensee und Hochrhein in schwerer Zeit. Nachwort von Herbert Berner, 2. Auflage, Südkurier, Konstanz 1985, ISBN 3-87799-054-1.
  • Des Thurgaus erste Druckerei zu Bischofszell. 1792 - 1800 Huber, Frauenfeld 1986, ISBN 3-7193-0964-9.
  • mit Alfons Raimann und Alfred Hungerbühler; Stadtrat Kreuzlingen und Vereinigung Heimatmuseum (Hrsg.): Kreuzlingen TG. In: Schweizerische Kunstführer Nr. 393/394 : Serie 40, Gesellschaft für Schweizer. Kunstgeschichte, Bern 1986.
  • mit Evangelischen Kirche Wagenhausen (Hrsg.): Propstei Wagenhausen TG. In: Schweizerische Kunstführer Nr. 407 Serie 41, Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 1987, ISBN 3-85782-407-7.
  • Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken. Teil 2., Wandmalerei, Mosaik, Reclam, Stuttgart 1990, ISBN 3-15-010345-2.
  • Amerika - Sieger und Besiegte der Kolumbuszeit [Katalog der gleichnamigen Ausstellung im Museum Bischofszell vom 13. Juni bis 12. Juli 1992] / Museumsgesellschaft Bischofszell, Bischofszell 1992 (ohne ISBN).
  • mit Beatrice Sendner-Rieger; Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK (Hrsg.): Bischofszell: Kunst, Kultur, Geschichte, In: Schweizerische Kunstführer, Nr. 541/543 Serie 55, 3., vollständig überarbeitete Auflage, GSK, Bern 1994, ISBN 3-85782-541-3.
  • Armin Rüeger und sein Freund Othmar Schoeck Albert Knoepfli, Aadorf (Sulzerhof 3) 1995 (Selbstverlag, ohne ISBN).

Literatur

  • Peter Erni, Beatrice Sendner; Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau (Hrsg.): Albert Knoepfli - erster Denkmalpfleger des Kantons Thurgau. In: Denkmalpflege im Thurgau, Band 5, Huber, Frauenfeld / Stuttgart / Wien 2003. ISBN 3-7193-1340-9

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Knoepfli — Knöpfli bezeichnet schweizerisch Spätzle Knöpfli oder Knoepfli ist der Familienname folgender Personen: Albert Knoepfli (1909–2002), Schweizer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Sonja Knöpfli (* 1977), Schweizer Langstreckenläuferin …   Deutsch Wikipedia

  • Konstanzer Münster — Das Konstanzer Münster oder Münster Unserer Lieben Frau ist eine ehemalige Bischofskirche in Konstanz am Bodensee. Patrone der Basilica minor sind die Jungfrau Maria und die Patrone des ehemaligen Bistums Konstanz, Pelagius und Konrad von… …   Deutsch Wikipedia

  • Münster zu Unserer Lieben Frau — Das Konstanzer Münster oder Münster Unserer Lieben Frau ist eine ehemalige Bischofskirche in Konstanz am Bodensee. Patrone der Basilica minor sind die Jungfrau Maria und die Patrone des ehemaligen Bistums Konstanz, Pelagius und Konrad von… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Kn — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Kloster Kreuzlingen — St. Ulrich und St. Afra, Klosterkirche des ehemaligen Augustinerstifts Kreuzlingen Das Kloster Kreuzlingen wurde um 1125 durch den Konstanzer Bischof Ulrich I. von Kyburg Dillingen als Augustiner Chorherrenstift in Kreuzlingen gegründet. 1848 hob …   Deutsch Wikipedia

  • Halden TG — Bischofszell Basisdaten Kanton: Thurgau Bezirk: Bischofszell …   Deutsch Wikipedia

  • Schweizersholz — Bischofszell Basisdaten Kanton: Thurgau Bezirk: Bischofszell …   Deutsch Wikipedia

  • Gesso — ist der italienische Begriff für Gips oder Kreide und bezeichnet die traditionelle Grundierung auf Leinwänden. Gesso ist der Oberbegriff für eine Substanz, die aus Hasenhautleim und Schlämmkreide (Kalziumkarbonat) besteht. Der Begriff ist die… …   Deutsch Wikipedia

  • Knöpfli — bezeichnet schweizerisch Spätzle Knöpfli oder Knoepfli ist der Familienname folgender Personen: Albert Knoepfli (1909–2002), Schweizer Kunsthistoriker und Denkmalpfleger Sonja Knöpfli (* 1977), Schweizer Langstreckenläuferin …   Deutsch Wikipedia

  • Josef Zemp (Kunsthistoriker) — Josef Zemp (* 17. Juni 1869 in Wolhusen; † 4. Juli 1942 in Zürich)[1] war ein Schweizer Kunsthistoriker und einer der bedeutendsten Schüler von Johann Rudolf Rahn.[2] Inhaltsverzeichnis 1 Leben …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”