Albert Speer
Albert Speer (1933)

Berthold Konrad Hermann Albert Speer (* 19. März 1905 in Mannheim; † 1. September 1981 in London) gehörte zu den führenden Architekten und zentralen Organisatoren des Nationalsozialismus. Seit 1937 war er Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt und plante zahlreiche Monumentalbauten, die den NS-Herrschaftsanspruch unterstreichen sollten. Ab 1942 zunächst Reichsminister für Bewaffnung und Munition, leitete er bis zum Kriegsende die Kriegswirtschaft des Deutschen Reichs. Speer gehörte zu den 24 Angeklagten im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof. Am 1. Oktober 1946 wurde er wegen seiner Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen und zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Vor allem wegen seiner nach der Haft publizierten Autobiografie und der darin enthaltenen Apologetik gilt er als ein umstrittener Autor über das „Dritte Reich“.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Albert Speer entstammte einem großbürgerlichen Elternhaus in Mannheim. Bereits sein Vater Albert Friedrich Speer und sein Großvater waren Architekten. Speer war der mittlere von drei Söhnen, sein älterer Bruder hieß Hermann (* 1902), sein jüngerer Ernst (* 1906, 1943 in Stalingrad vermisst). Er besuchte zunächst das Lessing-Gymnasium in Mannheim und studierte dann an der Universität Karlsruhe und von Frühjahr 1924 bis Sommer 1925 an der Technischen Hochschule München (heute Technische Universität München). Im Herbst 1925 wechselte er an die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg und bemühte sich vergeblich darum, in das Seminar von Hans Poelzig aufgenommen zu werden. 1926 wurde Speer Schüler Heinrich Tessenows und nach dem Diplom (1927) sein Assistent, was er bis Anfang 1932 blieb.

Architekt Hitlers

Albert Speer (2.v.l.) bespricht am 21. Juni 1939 mit Adolf Hitler (2.v.r.) auf dem Berghof Pläne für das neue Opernhaus in Linz. Foto von Heinrich Hoffmann.

Nach eigenem Bekunden erwachte Speers Interesse am Nationalsozialismus im Dezember 1930 nach dem Besuch einer politischen Kundgebung in der Berliner Hasenheide, bei der Hitler als Redner auftrat. Einige Wochen später, am 1. März 1931, trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 474 481). Im selben Jahr wurde er Mitglied der SA, wechselte aber 1932 von der SA zur Motor-SS.[1]

1931 beauftragte der Leiter der NS-Kreisleitung West in Berlin, Karl Hanke, den ihm als NSKK-Mann bekannten Speer damit, den Sitz der Kreisleitung, eine angemietete Villa in Berlin-Grunewald, umzubauen. Kurz vor der Reichstagswahl am 31. Juli 1932 erhielt Speer ebenfalls über Hanke den Auftrag, das gerade von der Partei erworbene neue Gauhaus in der Voßstraße 10 für die Parteizwecke umzubauen. Anschließend verließ Speer mangels Aufträgen Berlin und ging zurück nach Mannheim. Er ließ sich dort als Architekt nieder, erhielt jedoch keine Aufträge.

Nach der Reichstagswahl am 5. März 1933, die nicht den erhofften Stimmzuwachs brachte, ernannte Hitler seinen Propaganda-Chef Goebbels zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda. Das bisherige Gebäude der Regierungspressestelle, das Leopold-Palais am Wilhelmplatz (gegenüber der Reichskanzlei), ein klassizistisches Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das später von Schinkel umgebaut worden war, erhielt Goebbels als Sitz für sein Ministerium. Wieder wurde ein Architekt gesucht, der es innenarchitektonisch auf den Stil der Partei bringen konnte. Hanke ließ den Auftrag wiederum Speer zukommen und holte ihn zu diesem Zweck aus Mannheim nach Berlin zurück. Speer selbst beschreibt, dass er das Gebäude ohne größere Rücksichtnahme auf die historische Bausubstanz in der von Hitler und Goebbels gewünschten Weise umbauen ließ.

Über Hanke erhielt er wenig später auch den Auftrag, das Aufmarschgelände auf dem Tempelhofer Feld für eine der ersten NS-Massenaufmärsche am 1. Mai 1933 dekorativ herzurichten. Speer ließ sechs gigantische Hakenkreuzfahnen und drei Fahnen mit den kaiserzeitlichen Farben schwarz-weiß-rot hinter einer großen Rednertribüne (mit Platz für die gesamte Parteiführerschaft) aufhängen. Goebbels ließ den als anstellig und stilistisch auf Parteilinie befindlich erkannten Speer nun auch damit beauftragen, seine Dienstwohnung an der Königgrätzer Straße (heute Ebertstraße) südlich des Brandenburger Tors innenarchitektonisch in gewünschter Weise zu modernisieren.

Goebbels war damit zufrieden und schlug Speer nun als architektonischen Gestalter für den geplanten Reichsparteitag in Nürnberg vor. Hitler gefielen Speers Vorschläge. Den Auftrag, die Dienstwohnung des Reichskanzlers in der Alten Reichskanzlei innenarchitektonisch zu verändern, erhielt zwar Hitlers damaliger Leibarchitekt Paul Ludwig Troost, der sein Büro in München hatte, doch Speer wurde als ausführender Bauleiter für diese Baumaßnahmen engagiert. 1934 starb Troost, und Speer übernahm dessen Aufgaben.

Ab 1934/35 entwarf Speer monumentale Bauten für die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg, die jedoch kriegsbedingt nur zum Teil realisiert wurden. Ab 1935 widmete er sich der Planung der Neuen Reichskanzlei in Berlin, deren Bau bereits seit 1934 im Gespräch war.[2] Nach großflächigen, vorbereitenden Abrissarbeiten in den beiden Folgejahren begannen 1937 die Bauarbeiten,[2] die sich samt aller weiteren Ausbaumaßnahmen noch bis in die vierziger Jahre erstrecken sollten.

Bei der Reichstagswahl am 29. März 1936 kandidierte er als Amtsleiter, erhielt aber kein Mandat.

Ebenfalls 1937 ernannte Hitler Speer zum Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt (GBI), dem eine gleichnamige Behörde unterstellt war. Speers Hauptaufgabe als Generalbauinspektor war der Umbau Berlins zur Welthauptstadt Germania. In diesem Rahmen sollte im Spreebogen mit der Großen Halle die größte Kuppelhalle der Welt entstehen.

Speers Behörde zeichnete verantwortlich für Planung, Genehmigung und Bau von Zwangsarbeiterlagern und betrieb etliche in eigener Regie. Nach Siemens und der Reichsbahn war der GBI 1942/43 drittgrößter Betreiber von Zwangsarbeiterlagern im Großraum Berlin.

Mit Heinrich Himmler vereinbarte Speer die Herstellung und Lieferung von Baumaterial durch KZ-Häftlinge. Das Kapital für die von der SS gegründete Firma „Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH (DEST)“ wurde aus dem Haushalt Speers finanziert. Das Geld floss direkt in den Aufbau des KZ-Systems. Der zinslose Kredit für die SS-Totenkopfverbände war rückzahlbar an Speers Behörde in Form von Steinen. Deshalb wurden fast alle KZs zwischen 1937 und 1942 in der Nähe von Tongruben oder Steinbrüchen gebaut. Für die Lager in Groß-Rosen in Schlesien und Natzweiler-Struthof im Elsass legte Speer 1940 die Standorte wegen der dortigen Granitvorkommen selbst fest.

Aufgrund der Aktenlage lässt sich heute beweisen, dass die Deportationslisten zwischen Oktober 1941 und März 1943 von Speers Mitarbeitern zusammen mit der Gestapo erstellt wurden. Speer hat die Kenntnis davon bis zu seinem Tode bestritten. Gleichwohl schrieb er in einem Brief vom 13. Dezember 1941 an Martin Bormann, dass die „Aktion in vollem Gange“ sei, und beschwerte sich darüber, dass Bormann Judenwohnungen ausgebombten Berlinern bereitstellen wolle, obwohl doch diese ihm (Speer) zustünden.

Seit August 1941 war Speer Mitglied des Reichstages.[3]

Städtebauliche Entwürfe für das „Dritte Reich“ und den Wiederaufbau

Das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg um 1940

Albert Speer hatte sich in der Frühzeit des Regimes gegenüber Paul Schultze-Naumburg und dessen Heimatschutzarchitektur mit neoklassizistischen Konzepten durchsetzen können. Speer wurde zum führenden NS-Architekten in enger Kooperation mit seinem Bauherrn, Adolf Hitler. Dieser gab die programmatische Grundlinie für tiefgreifende städtebauliche Veränderungen vor. So sollte beispielsweise Hamburg als „Welthandelszentrum“, München als „Hauptstadt der Bewegung“, Nürnberg als „Stadt der Reichsparteitage“ und Linz, wo Hitler begraben werden wollte, als „Patenstadt des Führers“ neuerrichtet werden. 1937 erteilte Hitler Speer den größten Auftrag, Planungen für den Umbau Berlins in die „Welthauptstadt“ Germania vorzulegen.

„Berlin ist eine Großstadt, aber keine Weltstadt. Sehen Sie Paris an, die schönste Stadt in der Welt! Oder selbst Wien! Das sind Städte mit einem großen Wurf. Berlin aber ist nichts als eine ungeregelte Anhäufung von Bauten. Wir müssen Paris und Wien übertrumpfen.“

Adolf Hitler

Siehe auch: Architektur im Nationalsozialismus

Bereits 1940/41 waren eine Vielzahl von Fachpublikationen zum Wiederaufbau vorgelegt worden. Ab 1943 richtete Speer einen zentralen „Arbeitsstab Wiederaufbau zerstörter Städte“ unter seiner Leitung ein.[4] Die hier vertretenen Architekten und ihre planerischen und baulichen Überlegungen spielten – mit Ausnahme von Speer selbst – noch Jahrzehnte nach Kriegsende eine wichtige Rolle.[4] Ihre modernistischen Planungen kamen unter Verzicht auf die NS-Symbolik fast ausnahmslos zum Tragen.[4] Wichtige Ausnahmen, die auch in der DDR Walter Ulbrichts eine Rolle spielten, waren einige, Elemente des Heimatstil wiederaufnehmende Wiederaufbauplanungen, in Westdeutschland die Innenstädte von Münster (Westfalen) und Freudenstadt.[4]

Rüstungsminister 1942 bis 1945

Adolf Hitler verleiht Albert Speer Fritz-Todt-Ring, Mai 1943
Albert Speer zusammen mit Erhard Milch General der Luftwaffe, Mai 1944

Wenige Stunden nach dem tödlichen Flugzeugabsturz des Rüstungsministers Fritz Todt (Februar 1942) ernannte Hitler Speer zu dessen Nachfolger in allen Ämtern, also zum Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Leiter der Organisation Todt, und zum Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Festungsbau, Wasser und Energie. Unverändert blieb er Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt. Damit gehörte Speer zum engsten Führungskreis des Dritten Reiches. Zuständig war er für die gesamte Heeresrüstung und übergreifend für Munition jeder Art, nicht aber für Marine und Luftwaffe.[5]

Speer gelang es, den schwerfälligen Ablauf der Rüstungsproduktion in kürzester Zeit zu reorganisieren. Er entzog diesen weitgehend der Wehrmacht und verlagert ihn auf die Industrie. Hierzu diente eine dreidimensionale Organisation:

  1. „Ausschüsse“ waren für die Auftragsvergabe zuständig, etwa für Munition, Waffen, Panzer. Diese waren bereits von Todt eingerichtet worden, Speer fügte weitere hinzu.
  2. „Ringe“ waren übergreifend für die Versorgung mit wichtigen Zulieferungen verantwortlich, z. B. Kugellager, Schmiedestücke, usw.
  3. „Kommissionen“ übernahmen die Konstruktionen, etwa von Panzern, Geschützen, Kraftfahrzeugen.

Alle diese Organisationen wurden mit hochrangigen Industrievertretern besetzt. Speer nannte dieses System den „großen Selbstverwaltungskörper der Rüstungsindustrie“.[6]

Fehlende Transparenz in der Verteilung von Rohstoffen, zumal des immer knappen Stahls, war ein wesentlicher Schwachpunkt des bisherigen Systems gewesen. Abhilfe schuf eine neu eingerichtete „Zentrale Planung“, geleitet von Hans Kehrl. An deren Sitzungen nahmen neben Speer der Generalluftzeugmeister Erhard Milch teil und, je nach Thema, andere Hauptbetroffene wie der „Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz“ Fritz Sauckel, oder Vertreter von Verwaltung und Industrie. Dieses Gremium sorgte dafür, dass die Produktionsprogramme durchführbar blieben: hinsichtlich der Rohstoffe und der Arbeitskräfte. Es war, so Tooze, das „eigentliche Kriegskabinett der deutschen Wirtschaft“.[7]

Rasch konnte Speer Erfolge vorweisen, auch wenn diese zunächst noch kaum seiner eigenen Amtszeit zuzurechnen waren. Nach der Niederlage der Wehrmacht vor Moskau war dies ein hochwillkommenes Thema für die Propaganda. Aber Speers neue Organisation bewährte sich und ermöglichte erhebliche Rationalisierungen und Materialeinsparungen. Bis zum Herbst 1944 stieg die Rüstungsproduktion in einer als erstaunlich wahrgenommenen Weise an, trotz der Zerstörungen durch die alliierten Bombenangriffe. Immer wieder bedachte Hitler dies mit Lob. Freilich blieb deutsche Rüstung weit hinter jener der Alliierten zurück, was Speer wusste, Hitler jedoch abwies.[8]

Speer konnte seinen Machtbereich erheblich ausdehnen: Im Juli 1943 kam die Marinerüstung hinzu. Im September übernahm er wesentliche Funktionen des Reichswirtschaftsministeriums. Damit war er auch für die wichtigsten Bereiche der zivilen Wirtschaft zuständig – jetzt lautete sein Titel „Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion“. Schließlich übernahm er 1944 auch die Luftrüstung.[9]

Die Arbeitskräfte waren ein Hauptengpass für die Rüstungsindustrie. Fast die Hälfte der in der deutschen Volkswirtschaft beschäftigten Männer wurden im Verlauf des Krieges zur Wehrmacht eingezogen. Um die Rüstungsproduktion dennoch aufrechtzuerhalten, wurden Handel, Handwerk und Verbrauchsgüterindustrie stark ausgedünnt. Dies reichte jedoch nicht aus. Vielmehr wurden Männer und Frauen aus den besetzten Gebieten herangezogen, zunächst freiwillig, dann unter Zwang. Hinzu kamen Kriegsgefangene, Juden und andere KZ-Häftlinge. Am Ende des Krieges waren dies mehr als 7 Millionen, etwa 20 % aller Beschäftigten. Später berief sich Speer darauf, dass nicht er, sondern der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Fritz Sauckel, für die Beschaffung der von ihm angeforderten Arbeitskräfte verantwortlich gewesen war.[10].

Speer wusste, dass im Jahr 1941 die sowjetischen Kriegsgefangenen in deutscher Hand kaum ernährt worden waren. Deshalb forderte er kurz nach Amtsantritt, dass die in Deutschland arbeitenden Ausländer ausreichend zu verpflegen seien. Für die Zivilarbeiter aus den westlichen Ländern konnte er dies erreichen, weniger jedoch für die Zivilarbeiter aus dem Osten und die Kriegsgefangenen. Am schlechtesten erging es denen aus Polen und der Sowjetunion. Die Überlebensquote sowjetischer Kriegsgefangener in Deutschland lag bei nur 42 %. (Zum Vergleich: Von den deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion kehrten 62 % zurück.) Insgesamt kamen etwa 2,7 Millionen von den für das Reich arbeitenden Ausländern, Juden und KZ-Häftlingen um. Das war jedoch nicht Speers Ziel gewesen: Arbeitskraft war für ihn ein knappes Gut und sollte möglichst erhalten bleiben.[11]

In den Berliner Rüstungsbetrieben waren 1942 zahlreiche Juden beschäftigt. Speer gelang es, diese zunächst vor den Deportationen in die Vernichtungslager zu bewahren, gegen Goebbels‘ erbitterten Widerstand. Er erklärte, diese seien für die Rüstungsproduktion unentbehrlich. Erst Anfang 1943, nach der Niederlage bei Stalingrad, konnte sich Goebbels bei Hitler durchsetzen. ‒ Im Herbst 1942 vereinbarte Speer mit Leiter des SS-Wirtschafts-und Verwaltungshauptamtes Oswald Pohl, fünfzigtausend für die Deportation vorgesehene Juden in der Rüstungsindustrie einzusetzen. Dazu kam es nicht, Hitler zog es vor, Zwangsarbeiter herbeischaffen zu lassen. ‒ Wenn Speer Juden für die Rüstungsproduktion einsetzen konnte, griff er zu. Dass er die Judenvernichtung gebilligt hätte, geht aus keiner seiner Äußerungen hervor. Dennoch war sie ihm bekannt – anders als er später behauptete. Diese und andere Verbrechen des Nationalsozialismus nahm er hin und nutzte sie auch für seine Ziele.[12]

Widersprüchliches Verhalten angesichts der Niederlage

Albert Speers Handlungen im letzten Kriegsjahr sind widersprüchlich. Auf der einen Seite erkannte er die bevorstehende Niederlage: Mit der systematischen und ständig wiederholten Zerstörung der deutschen Treibstofferzeugung ab Mai 1944 drohte die endgültige Lahmlegung der Wehrmacht. Speer legte dies Hitler in einer Serie von „Hydrierdenkschriften“ schonungslos dar. Auch kritisierte er Hitlers Entscheidungen, die Jagdflugzeuge vorwiegend an der Front einzusetzen anstatt zum Schutz der Basisindustrien. Weitere Denkschriften aus dem Spätjahr 1944 kündigten Hitler den bevorstehenden Zusammenbruch der gesamten Rüstungsindustrie an. Hitler ließ Speer dies durchgehen, während er sonst auch zaghafte Hinweise auf eine Niederlage rücksichtslos unterdrückte.[13]

Auf der anderen Seite wollte Speer die letzten Kräfte für die Rüstung mobilisieren. In einer Denkschrift „Totaler Krieg“ vom Juli 1944 forderte er radikale Maßnahmen: Die Verwaltung sei aufs äußerste zu vereinfachen, die Zahl der Hausangestellten sollte reduziert werden, auch die unteren Dienste der Wehrmacht könnten Kräfte abgeben. Das Studium geisteswissenschaftlicher Fächer sei jetzt unnötig, Gaststätten und Vergnügungslokale seien überflüssig. Umgesetzt wurde dies jedoch kaum. Auch in einer Serie von Reden zwischen Mai und Dezember 1944 rief er dazu auf, die Anstrengungen für die Rüstung aufs äußerste zu steigern.[14]

Während der zweiten Jahreshälfte 1944 führte er heftige Auseinandersetzungen mit Joseph Goebbels: Während Speer die Rüstungsproduktion steigern wollte, suchte Goebbels dieser die Arbeiter zu entziehen, um sie der Wehrmacht zuzuführen. Hitler nahm nicht für Goebbels Partei, sondern überließ beide ihrem Konflikt, ohne einzugreifen. Jedenfalls erreichte Goebbels seine Ziele nur teilweise, und – anders als Speer es in seinen „Erinnerungen“ schrieb – konnte Goebbels ihm keineswegs Befehle erteilen.[15]

Bei ihren Rückzügen sollte die Wehrmacht Industrie und Infrastruktur gründlich zerstören. Dies war die Politik der Verbrannten Erde, für die aber meist nicht hinreichend Zeit verblieb. Als sich die Front im Herbst 1944 den Reichsgrenzen näherten, erreichte Speer, dass Industrieanlagen nicht zu zerstören, sondern nur vorübergehend zu „lähmen“ seien, mit der Begründung, dass diese voraussichtlich wieder zurückerobert werden könnten. Auch könnten dann bis zum Schluss weiter Rüstungsgüter produziert werden.[16]

Am 19. März 1945 – die Amerikaner hatten bereits den Rhein, die Rote Armee die Oder überschritten – hob Hitler die Vorschriften zur Lähmung auf und verfügte eine rücksichtslose Zerstörung von Industrie, Infrastruktur und Sachwerten: der sogenannte Nero-Befehl. Elf Tage später konnte Speer Hitler wenigstens teilweise umstimmen: Für die Industrie galt wieder die Lähmung, Brücken sollten nur nach militärischer Notwendigkeit zerstört werden. Was Speer an Vernichtungen tatsächlich verhindert hat, ist schwer abzuschätzen.[17]

In der Berichterstattung an Hitler wurde Speer vom Spätjahr 1944 ab von seinem Stellvertreter Karl Saur verdrängt. Diesen ernannte Hitler auch in seinem Politischen Testament vom 29. April 1945 zu Speers Nachfolger. Speer widersetzte sich nicht. Seine Prioritäten hatten sich verschoben: Bereits am 27. Januar 1945 hatte er in einem „Rechenschaftsbericht“ an Mitarbeiter und Industrie einen Rückblick gegeben und nicht mehr zu weiteren Anstrengungen aufgefordert. Vielmehr ging es ihm jetzt um Zukunftsaufgaben in einer Zeit nach dem Dritten Reich. Im März 1945 sollten Landmaschinen und Lebensmittel den Vorrang vor Rüstungsgütern haben. In einem Deutschland nach Hitler erwartete er für sich selbst ein Amt beim Wiederaufbau. Dass er moralisch kompromittiert sein könnte, kam ihm damals nicht in den Sinn.[18]

Gegen Kriegsende befand sich Speer in Hamburg, flog aber am 23. April noch einmal nach Berlin, um sich von Hitler und Eva Braun zu verabschieden, wobei er Zeuge der Absetzung Görings wurde. Anschließend hielt er sich bei Dönitz in Schleswig-Holstein auf und gehörte nach dem Tod Hitlers dessen Kabinett an.

Nürnberger Prozesse, Gefängnis und die letzten Jahre bis zum Tod

Albert Speer als Angeklagter bei den Nürnberger Prozessen, 1946

Am 23. Mai wurde er von den Briten in Schloss Glücksburg verhaftet. Mit den anderen Regierungsmitgliedern wurde er nach Bad Mondorf geflogen. Da noch nicht feststand, ob ihm der Prozess gemacht werden sollte, wurde ihm zunächst eine privilegierte Sonderbehandlung zuteil. Er wurde im Juni in die Nähe von Paris und dann nach Kransberg gebracht und dort vernommen. Erst Ende September kam er mit den anderen Hauptkriegsverbrechern in das Nürnberger Gefängnis.

Im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess (1945–1946) wurde Speer am 1. Oktober 1946 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu 20 Jahren Haft verurteilt, die er im alliierten Kriegsverbrechergefängnis Spandau verbrachte. Seine langjährige Sekretärin Annemarie Kempf hatte als Zeugin durch positive Aussagen und gesammeltes Entlastungsmaterial versucht, das Urteil zu mildern. Der Todesstrafe entkam Speer nur sehr knapp. Zunächst votierten der sowjetische und der amerikanische Richter für Tod durch den Strang, während der französische sowie der britische Richter eine Zeitstrafe verhängen wollten. Da eine Mehrheit von drei zu eins notwendig war, musste später die Abstimmung wiederholt werden, in der sich der amerikanische Richter schließlich umstimmen ließ.[19] Letztendlich hatte Speer sein Leben seinen kurz vor Kriegsende gezeigten Aktivitäten gegen die Befehle Hitlers zu verdanken, die vor allem die Franzosen und Briten zu einem milderen Urteil tendieren ließen.

Während seiner Gefangenschaft unterstützten ehemalige Mitarbeiter auf Initiative von Rudolf Wolters seine Ehefrau Margarete Speer und die Kinder finanziell. Speer wurde erst nach vollständiger Verbüßung der Haftstrafe (1966) entlassen, da die Sowjetunion eine vorzeitige Begnadigung ablehnte. Seine in dieser Zeit heimlich erstellten Aufzeichnungen über die Haft, den immer gleichen Tagesablauf und die Konflikte unter den Mitgefangenen sowie Erinnerungen an Hitler wurden hinausgeschmuggelt und später unter dem Titel „Spandauer Tagebücher“ veröffentlicht. 1981 starb Speer während einer Interviewreise in London an den Folgen eines Schlaganfalls. Speer wurde in Heidelberg beerdigt.

Familie

Im Sommer 1922 hatte Speer die gleichaltrige Margarete („Margret“) Weber (1905–1987) kennengelernt, die aus einer Heidelberger Handwerkerfamilie stammte. Albert und Margret heirateten am 28. August 1928 in Berlin gegen den Willen von Speers Mutter, die die Schwiegertochter für „nicht standesgemäß“ hielt. Margret Speer brachte zwischen 1934 und 1942 sechs Kinder (Albert, Hilde, Margarete, Arnold, Fritz und Ernst) zur Welt. Einige von Albert Speers Kindern sind bekannte Persönlichkeiten. Sein Sohn Albert ist ebenfalls Architekt und wurde ein Stadtplaner von internationalem Rang. Seine Tochter Hilde Schramm ist Erziehungswissenschaftlerin und ehemalige Abgeordnete der Alternativen Liste im Berliner Abgeordnetenhaus, 1989/90 war sie ein Jahr lang dort Vizepräsidentin. 2004 erhielt sie für ihr Engagement in der Stiftung „Zurückgeben“ zugunsten künstlerischer und wissenschaftlicher Arbeiten noch unbekannter jüdischer Frauen den Moses-Mendelssohn-Preis. Seine am 19. Juni 1938 geborene Tochter Margarete wurde wie die Mutter Margret genannt und studierte Archäologie in Heidelberg. Am 14. April 1962 heiratete sie den Archäologen Hans J. Nissen, mit dem sie eine Zeitlang in Bagdad lebte. Sie wurde eine gefragte Fotografin, die sich besonders der Architektur-, Garten- und Pflanzenfotografie widmete. 2004 veröffentlichte sie ein Buch über ihren Vater. Sein 1940 geborener Sohn Arnold erhielt zunächst den Taufnamen Adolf, was später geändert wurde.[20]

Speers Beziehung zu Hitler

Speer selbst war schon bei der ersten Teilnahme an einer Kundgebung mit Hitler von ihm und seinen Visionen, Idealen, seiner intuitiven Anpassungsfähigkeit und seinem Charme beeindruckt. Speer sagte später: „Wenn Hitler Freunde gehabt hätte, dann wäre ich bestimmt einer seiner engen Freunde gewesen“.[21]

Hitler wiederum fand in Speer den Architekten, der ihm in kürzester Zeit mit seinem organisatorischen Talent Großbauwerke erstellen und mit dem er über Kunst parlieren konnte. Vor allem schätzte er Speers Loyalität. Hitler war an der Kunst im Allgemeinen, vor allem aber an Architektur interessiert und gewährte Speer alle möglichen Mittel für seine Bauten (Zitat Speer: „Für einen großen Bau hätte ich wie Faust meine Seele verkauft. Nun hatte ich meinen Mephisto gefunden.“).[22] Speer hatte durchaus eigene Interessen und Ziele, die er als Architekt von Hitlers Bauideen noch am ehesten verfolgen konnte, so etwa die gigantomane Umgestaltung von Berlin in die „Welthauptstadt Germania“, ein Über-Rom und Über-Paris zugleich. Speer verkörperte das, was Hitler immer so gern gewesen wäre: Künstler und Visionär.

Selbststilisierung

Speer arbeitete seit seiner Inhaftierung in Nürnberg und in Spandau daran, durch ebenso umfangreiche wie heimliche schriftliche Aufzeichnungen (die mit Hilfe eines Krankenpflegers nach draußen, zu seinem Freund Rudolf Wolters nach Coesfeld geschmuggelt wurden)[23] sein durch den Nürnberger Prozess einigermaßen positives Image als unpolitischer Technokrat und fehlgeleiteter Idealist zu stabilisieren, und dabei alle negativen Punkte seiner Biographie (Förderung des KZ-Ausbaus, Vertreibung der Juden aus Berlin etc.) zu verschleiern. Besonders in seinen beiden überaus erfolgreichen Buchpublikationen, den Erinnerungen von 1969 und den Spandauer Tagebüchern von 1975 entstellt er entscheidende Phasen seiner Tätigkeit im „Dritten Reich“ teilweise ins Gegenteil und stellt sich selbst als Fachmann dar, der von den Verbrechen des Regimes kaum gewusst habe und „nur seine Pflicht getan“ habe. In Speers Erinnerungen bilden die Jahre 1933 bis 1945 den Schwerpunkt, er beschreibt hier ausführlich sein angebliches Verhältnis zu Hitler. Speer setzt sich zwar mit seiner Rolle in der NS-Zeit kritisch auseinander und bestreitet auch nicht seine grundsätzliche Mitverantwortung, verschweigt aber nach Heinrich Schwendemann Wesentliches. An der veröffentlichten Textfassung der in den Spandauer Jahren vorbereiteten Autobiografie hatte im Auftrag von Wolf Jobst Siedler, dem damaligen Geschäftsführer des Ullstein Verlags, Joachim C. Fest als Ghostwriter mitgewirkt.[24] Dieses Buch zementierte über lange Zeit die „Speer-Legende“ vom „Gentleman-Nazi“.

Gleichem Zweck dienten auch die Spandauer Tagebücher, in denen seine Zeit im engsten NS-Führungszirkel noch einmal als Erinnerungseinsprengsel innerhalb der Schilderung der Jahre seiner Gefangenschaft erscheint. Über weite Strecken versucht er hier, durch Diffamierung der Ticks und Idiotismen seiner Mitgefangenen (Baldur von Schirach, Rudolf Heß, Karl Dönitz, Raeder, Neurath, Walter Funk) sich selber in besserem Licht darzustellen. Auch die Legende, er habe die Neue Reichskanzlei in weniger als zwölf Monaten errichten lassen, wird in beiden Büchern wiederholt (und damit eine von der NS-Propaganda ersonnene Legende zur Untermauerung der angeblichen Effizienz des NS-Systems).[25]

Von beiden Büchern wurden mehrere hunderttausend Exemplare verkauft, für die Erinnerungen hatte Speer vom Ullstein-Verlag schon vorab einen Vorschuss von 100.000 DM erhalten. In einem Fernseh-Interview nach seiner Freilassung 1966 behauptete Speer, nichts von der massenhaften Ermordung der Juden und anderer Minderheiten während der deutschen Besatzung gewusst zu haben. Speer war jedoch am 6. Oktober 1943 in Posen bei den Reichs- und Gauleitern und hielt dort eine Rede. Dann sprach Himmler von 17:30 bis 19:00 Uhr in der zweiten seiner „Posener Reden“ offen über den Holocaust. Speers Einlassung, er sei zuvor abgereist und habe auch von befreundeten Teilnehmern nie etwas davon erfahren, wird von Gitta Sereny als „schlicht unmöglich“ bezeichnet.[26] Neu aufgefundene Dokumente legen nahe, dass Speer den Ausbau des Zwangsarbeits- und Vernichtungslagers Auschwitz nicht nur kannte, sondern auch aktiv vorantrieb.[27] Die Selektion der Häftlinge in Arbeitsfähige für die Rüstungsindustrie und in für die Vernichtung bestimmte Alte, Kranke und Kinder entsprach seinen Interessen. Als Rüstungsminister brauchte er Zwangsarbeiter und als Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt hatte er für die Neugestaltung Berlins die Massendeportation der Berliner Juden betrieben. Die Recherchen und ihre Bewertung durch die Historiker sind auch auf diesen Gebieten noch nicht abgeschlossen.

Speers Veröffentlichungen verursachten auch ein Zerwürfnis mit vielen ehemaligen Mitarbeitern und Weggefährten, die ihm - ähnlich wie Kreise der intellektuellen Linken - vorwarfen, sich wie in den 1930er-Jahren erneut völlig dem Zeitgeist zu unterwerfen.[28] Demnach sei Speer in erster Linie ein überzeugungsloser Opportunist, der versuchte, in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Fuß zu fassen. Es kam zum endgültigen Zusammenbruch seiner Beziehung zu seinem engen Freund Rudolf Wolters. Dieser stieß sich vor allem an der Diskrepanz zwischen Speers öffentlichen Buß-Bekenntnissen und seinem vermögenden Lebensstil. Albert Speer, so Wolters, sei „ein Mann, für den Geld und Geltung entscheidend waren“.[29] In der Folge machte Wolters seine Akten dem Historiker Matthias Schmidt zugänglich, der 1982 eine erste kritische Biografie des Rüstungsministers veröffentlichte.

Joachim Fest, der als redaktioneller Berater an Speers Veröffentlichungen und somit an seiner Selbststilisierung entscheidend mitgewirkt hatte, meinte nach dem Erscheinen von Schmidts Buch, Speer habe „uns allen mit der treuherzigsten Miene der Welt eine Nase gedreht.“[30]

Literatur

Monografien

  • Albert Speer: Erinnerungen. Berlin, Ullstein 1969, ISBN 3-549-07184-1
  • Albert Speer: Spandauer Tagebücher. Propyläen 2002 [1975], ISBN 3-549-07158-2
  • Albert Speer: Der Sklavenstaat. Meine Auseinandersetzung mit der SS. Ullstein 1981, ISBN 3-421-06059-2
  • Albert Speer: Die Kransberg-Protokolle 1945. Seine ersten Aussagen und Aufzeichnungen, Juni – September. Hrsg. von Ulrich Schlie. München, F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung 2003, ISBN 3-7766-2288-1

Biografie

  • Adelbert Reif: Albert Speer. Kontroversen um ein deutsches Phänomen, 1978
  • Matthias Schmidt: Albert Speer. Das Ende eines Mythos. Bern, München, Scherz 1982
    1. Neuauflage: Albert Speer. Das Ende eines Mythos. München, Goldmann 1983
    2. Neuauflage: Albert Speer: Das Ende eines Mythos – Speers wahre Rolle im Dritten Reich, Geleitwort von Heinrich Breloer, Berlin, Netzeitung 2005, ISBN 3-938941-00-6[31]
  • Gitta Sereny: Albert Speer – Das Ringen mit der Wahrheit und das deutsche Trauma. München, Kindler 1995, ISBN 3-463-40258-0
  • Joachim Fest: Speer. Eine Biographie. Frankfurt a.M., Fischer 2001, ISBN 3-596-15093-0
  • Heinrich Schwendemann: Albert Speer. Architekt des Todes. „Im Herbst 1944 stand NS-Rüstungschef Albert Speer auf dem Höhepunkt seiner Macht. Auch heute noch gern zum »verführten Bürger« umgelogen, gehörte Speer tatsächlich zu den brutalsten Führern des Regimes.“[32]
  • Margret Nissen unter Mitarbeit von Margit Knapp und Sabine Seifert: Sind Sie die Tochter Speer? DVA, 2005, ISBN 3-421-05844-X[33]
  • Joachim Fest: Die unbeantwortbaren Fragen. Notizen über Gespräche mit Albert Speer zwischen Ende 1966 und 1981. Reinbek, Rowohlt 2005, ISBN 3-498-02114-1
  • Heinrich Schwendemann: Architekt des Todes. In: Die Zeit, Nr. 45/2004.
  • Heinrich Breloer: Unterwegs zur Familie Speer. Begegnungen, Gespräche, Interviews. Berlin, Propyläen 2005, ISBN 3-549-07249-X
  • Volker Ullrich: Die Speer-Legende. In: Die Zeit, Nr. 39/1999, Rezension der Fest-Biografie
  • Adam Tooze, Yvonne Badal (Übers.): Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im NS Siedler, München 2007 (zuerst engl. 2006) ISBN 978-3-88680-857-1, passim, insbesondere S. 634 ff. Neuaufl. Bundeszentrale für politische Bildung BpB (Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung; Band 663) ISBN 978-3-89331-822-3. Neuaufl. Pantheon, München 2008, ISBN 3-570-55056-7 (Rezension bzw. zusammenfassendes Interview siehe Netzeitung und Die Zeit)
  • Adam Tooze: Der Blitzkrieg, der keiner war. In: Die Zeit, Nr. 27/2007
  • Dan van der Vat: The good Nazi. The Life and Lies of Albert Speer. 1997 (deutsch: Der gute Nazi. Leben und Lügen des Albert Speer.) Aus dem Englischen übersetzt von Kurt Baudisch und Frank Jankowski. Henschel Verlag, Berlin, 1997. ISBN 3-89487-275-6.
  • Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 3-506-76909-X

Architektur und Stadtplanung

  • Joachim Petsch: Baukunst und Städteplanung im Dritten Reich. München, Hanser 1976, ISBN 3-446-12279-6
  • Heinrich Schwendemann: "Drastic Measures to Defend the Reich at the Oder and the Rhine…" A forgotten Memorandum of Albert Speer of 18 March 1945. In: Journal of Contemporary History. 38. Jahrgang, 2003, S. 597–614.
  • Susanne Willems:[34] Der entsiedelte Jude. Albert Speers Wohnungsmarktpolitik für den Berliner Hauptstadtbau. Berlin, Edition Hentrich 2002, ISBN 3-89468-259-0
  • Lars Olof Larsson: Die Neugestaltung der Reichshauptstadt. Albert Speers Generalbebauungsplan für Berlin. Stuttgart 1978, ISBN 3-7757-0127-3
  • Dietmar Arnold: Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“ – Legenden und Wirklichkeit. Berlin 2005, ISBN 978-3-86153-353-5
  • Lars Olof Larsson, Ingolf Lamprecht: „Fröhliche Neugestaltung“ oder: Die Gigantoplanie von Berlin 1937–1943. Albert Speers Generalbebauungsplan im Spiegel satirischer Zeichnungen von Hans Stephan. Kiel, Verlag Ludwig 2009, ISBN 978-3-937719-69-6

Film und Funk

  • Heinrich Breloer (Buch und Regie): Speer und Er, Dokudrama, Deutschland, 2004
  • Reinhard Knodt: Speer und Wir, Radiodokumentation, Bayerischer Rundfunk, Deutschland, 2005
  • Nigel Paterson (Regie): Nürnberg - Die Prozesse - Albert Speer - Karriere ohne Gewissen. Grossbritannien, 2006, 59 Min. Deutsche Fassung BR. (Doku-Drama, das Augenzeugenberichte und Archivmaterial mit nachgespielten Szenen verbindet)

Weblinks

 Commons: Albert Speer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Biografien

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich. 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 590. Nach seinen Erinnerungen S. 35f. war dies nicht der Fall, sondern er wurde in Berlin Mitglied des NSKK und nach dem Umzug nach Mannheim der Motor-SS als Gast zugeteilt.. 
  2. a b Dietmar Arnold: Neue Reichskanzlei und „Führerbunker“ – Legenden und Wirklichkeit. 1. Auflage, Berlin 2005, S. 69
  3. Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. VMA-Verlag, Wiesbaden 1967
  4. a b c d Werner Durth, Niels Gutschow: Träume in Trümmern. Vieweg Friedr. + Sohn, 1988, ISBN 3-528-08706-4. 
  5. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer: Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Aufl. Ullstein, Berlin 1969, S. 34.
  6. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer: Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Aufl. Ullstein, Berlin 1969, S. 43.44, 47.
  7. Adam Tooze: Ökonomie der Zerstörung. Die Geschichte der Wirtschaft im Nationalsozialismus. Siedler, München 2007, S. 642.
  8. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 279-282, 285.
  9. Gregor Janssen: Das Ministerium Speer: Deutschlands Rüstung im Krieg. 2. Aufl. Ullstein, Berlin 1969, S. 111, 135, 188-189.
  10. Bernhard R. Kroener: „Menschenbewirtschaftung“, Bevölkerungsverteilung und personelle Rüstung in der zweiten Kriegshälfte (1942 – 1944). In: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd. 5.2, DVA,Stuttgart 1999, ISBN 3-421-06499-7, S. 777-1002, hier S. 854-855
  11. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 302-303; Mark Spoerer: Zwangsarbeit unter dem Hakenkreuz: ausländische Zivilarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge im Deutschen Reich und im besetzten Europa 1939 – 1945. Stuttgart, DVA 2001, ISBN 3-421-05464-9, S. 229-231.
  12. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer. Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 303-307.
  13. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 294-297.
  14. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 300-301, 307-310.
  15. Speer: Erinnerungen. Propyläen 1969 / Ullstein 2003, Seite 406-407; Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 307-328.
  16. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 331-333.
  17. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 339-342.
  18. Karl-Günter Zelle: Hitlers zweifelnde Elite. Goebbels – Göring – Himmler – Speer, Ferdinand Schöningh, Paderborn 2010, S. 333-335, 345.
  19. Telford Taylor: Die Nürnberger Prozesse, S. 650, ISBN 3-453-09130-2
  20. Vgl. Arnold / Reichskanzlei 2005, S. 151.
  21. Speer: Erinnerungen. Propyläen 1969 / Ullstein 2003, Seite 517
  22. Speer: Erinnerungen. Propyläen 1969 / Ullstein 2003, Seite 44
  23. Gitta Sereny: Albert Speer: Sein Ringen mit der Wahrheit. Goldmann TB 15141, München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 733f.
  24. Volker Ullrich: Speers Erfindung. Wie die Legende um Hitlers Liebling entstand und welche Rolle Wolf Jobst Siedler und Joachim Fest dabei spielten. In: Die Zeit, Nr. 19/2005
  25. Joachim Fest referiert diese Legende ein weiteres Mal ohne kritische Anmerkung in seinem Speer-Buch von 1999, obwohl schon seit 1982 die wahre Geschichte des Baus der Reichskanzlei (begonnen 1934, vorläufig fertiggestellt erst 1943) bekannt und publiziert war.
  26. Gitta Sereny: Albert Speer: Sein Ringen mit der Wahrheit. Goldmann TB 15141, München 2001, ISBN 3-442-15141-4, S. 484; zusammenfassend zur Kontroverse: Stefan Krebs, Werner Tschacher: Speer und Er. Und Wir? Deutsche Geschichte in gebrochener Erinnerung. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Band 58, 2007, Heft 3, S. 163ff
  27. „Sonderprogramm Prof. Speer“, WDR 2005
  28. Fest (1999), S. 443f.
  29. van der Vat (1997), S. 552
  30. Joachim Fest: Die unbeantwortbaren Fragen. Notizen über Gespräche mit Albert Speer zwischen Ende 1966 und 1981. Rowohlt Verlag, Reinbek, 2006 ISBN 3-499-62159-2 S.257
  31. Informations- und Bestellseite zur Neuauflage
  32. Architekt des Todes. In: Die Zeit, Nr. 45/2004.
  33. Rezension von Schwendemann In: Die Zeit, Nr. 7/2005
  34. Susanne Willems

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