18. Klavierkonzert B-Dur

Wolfgang Amadeus Mozart komponierte das 18. Klavierkonzert in B-Dur, KV 456, im Jahr 1784 in Wien. Er schrieb dieses Werk mit großer Wahrscheinlichkeit für die Pianistin Maria Theresia Paradis. Es zählt zu den Militärkonzerten, da es mit einem marschartigen Kopfsatz im piano beginnt.

Satzbezeichnungen

  1. Allegro vivace
  2. Andante un poco sostenuto
  3. Allegro vivace

Zur Musik

Trotz des marschartigen Charakters wirkt das Stück weniger unruhig als sein Vorgänger. Das innige Kammerspiel lässt im 1. Satz eine Variation des Hauptthemas erklingen, welches zunächst nur überleitende Funktion, später motivischen Charakter entwickelt.

Der Variationssatz, g-Moll Andante, ist vom Einsatz der Bläser geprägt. Die Dramatik des Satzes beruht auf scharfen Gegensätzen in Stimmung und Dynamik. Dieser 2. Satz ist der erste seit dem Andantino in KV 271, der von einem Moll-Charakter bestimmt wird.

Im Finarondo fällt die Tonart h-Moll in chromatischer Relation zur Grundtonart B-Dur auf. Die Bläser spielen hier zunächst im 6/8 Takt, wechseln dann aber in den 2/4 Takt, wobei Streicher und Klavier vorerst im alten Takt bleiben. Im Anschluss konkurriert die Rhythmik des 2/4-Taktes in Klavier und Holzbläsern mit dem 6/8-Takt im Orchester.

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