Albertbrücke (Dresden)
Albertbrücke von der Carolabrücke aus gesehen
Bogenschütze an der Albertbrücke
Relief Schiffstreidler

Die Albertbrücke ist die östlichste der vier Elbbrücken der Dresdner Innenstadt. Benannt ist die 316 Meter lange Brücke heute wieder nach König Albert von Sachsen. Zu DDR-Zeiten trug sie, erinnernd an die Vereinigung von KPD und SPD (1946), den Namen Brücke der Einheit.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Bauwerk

Die Brücke verbindet den Sachsenplatz (mit den Kreuzungen Güntzplatz und Käthe-Kollwitz-Ufer) im Süden mit dem Rosa-Luxemburg-Platz im Norden. Von dort führen die Glacisstraße und die Hoyerswerdaer Straße in die Äußere Neustadt. Über die Brücke fahren heute die DVB-Straßenbahnen der Linien 6 und 13. Mit rund 44.000 Fahrzeugen, 750 Radfahrern und etlichen Straßenbahnen ist die Albertbrücke nach der benachbarten Carolabrücke die am stärksten befahrene Dresdner Stadtbrücke.

Das Brückenbauwerk besteht aus 14 Steinbögen, die symmetrisch zum 7,5 Meter breiten Mittelpfeiler in der Elbe ausgebildet sind. Die vier Stromöffnungen haben lichte Weiten von 31 Meter. Die kleinste Durchfahrtshöhe beträgt 7,92 Meter beim höchsten schiffbaren Wasserstand. Die Brücke ist 18,60 Meter breit.

Geschichte

Der erste Bau wurde 1877 unter dem Namen König-Albert-Brücke fertiggestellt. Am 7. Mai 1945, einen Tag vor Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland, wurden auf jeder Brückenseite 3 Bögen gesprengt. Der Wiederaufbau mit verkleideten Stahlbetonbögen zum heutigen Zustand konnte aber bereits im Juli 1946 abgeschlossen werden.

Baupläne

Ab Anfang 2011 soll die seit langem sanierungsbedürftige Brücke ausgebaut werden. Ursprünglich sollte die Sanierung und Verbreiterung bereits 2008 beginnen, nachdem im Jahr 2007 Sicherungsmaßnahmen getroffen wurden. So wurde die Geschwindigkeit auf Tempo 30 reduziert und die Geländer wurden teilweise abgesperrt. Außerdem ist unter der Brücke nur ein schmaler Durchgang für Radfahrer und Fußgänger frei. Durch einen Einspruch des Landesdenkmalamtes gegen die Verbreiterung verzögerte sich das Projekt. Der Ausbau kostet 21 Millionen Euro und soll Anfang 2011 beginnen. Dabei wird die Brücke nur um 3,60 m verbreitert statt der ursprünglich geforderten 4,70 m. Während der zweijährigen Bauzeit wird der Autoverkehr mit jeweils einer Fahrspur pro Richtung aufrechterhalten, die Straßenbahn hingegen verkehrt nicht.[1]

Kunstwerke in der Nähe der Brücke

Am Fuß der Brücke befinden sich am Neustädter Elbufer zwei Sandsteinreliefs, die von der Elbe aus zu sehen sind. Mit dieser Blickrichtung stellt das linke Relief das historische Flussleben dar. Es wurde 1936/1937 von Herrmann Alfred Raddatz geschaffen. Es ist 1,4 Meter hoch und 12 Meter breit. Es stellt Männer dar, die vermutlich Schiffsverladearbeiten durchführen sowie einen Fährmann mit seinem Kahn. Das andere Relief rechts der Brücke wurde 1938 von Edmund Moeller geschaffen. Dargestellt sind Männer, die Schiffe ziehen. Das Relief ist 1,4 Meter hoch und 10 Meter lang.[2]

Am Neustädter Brückenkopf befindet sich eine Gedenkstätte für Rosa Luxemburg. Nach ihr ist der Platz benannt, auf den die Albertbrücke führt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Albertbrücke wird ab 2011 ausgebaut, Denni Klein. In: Sächsische Zeitung vom 21. April 2009
  2. Kunst im öffentlichen Raum. Kulturamt Dresden, Dresden 1996.

51.05728055555613.7545055555567Koordinaten: 51° 3′ 26″ N, 13° 45′ 16″ O


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