Albertshofen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Albertshofen
Albertshofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Albertshofen hervorgehoben
49.76777777777810.160555555556187
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kitzingen
Höhe: 187 m ü. NN
Fläche: 3,8 km²
Einwohner:

1.965 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 517 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97320
Vorwahl: 09321
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 112
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kaiserstr. 37
97318 Kitzingen
Webpräsenz: www.kitzingen.de/65
Bürgermeister: Horst Reuther (CSU)
Lage der Gemeinde Albertshofen im Landkreis Kitzingen
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Über dieses Bild
Evangelische Pfarrkirche St.Nikolaus

Albertshofen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Der Ort liegt am Main und ist mit der direkten Nachbargemeinde Mainstockheim durch eine Fähre verbunden.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind (von Süden beginnend im Uhrzeigersinn): Kitzingen, Mainstockheim und Dettelbach.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurde Albertshofen 1317 durch eine Lehensgabe Gottfrieds von Hohenlohe an Otto Fuchs und seinen Bruder Konrad.

Der Ort war früher zweigeteilt. Das kleinere Unterdorf gehörte dem Kitzinger Spital. Besitzer des größeren Oberdorfes waren die jeweiligen Schlossbesitzer von Mainsondheim, bis 1592 die Herren von Crailsheim, bis 1727 die Familie Fuchs von Dornheim und seit 1727 die Freiherren von Mauchenheim, genannt Bechtolsheim.

Das Amt des Hochstiftes Würzburg/Spital Kitzingen fiel 1803 (Reichsdeputationshauptschluss) an Bayern und musste 1805 im Frieden von Pressburg Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen werden. Die hiesigen Besitzungen der Freiherren von Bechtolsheim wurden 1806 mediatisiert. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Der Ort entwickelte sich im 19. Jahrhundert von einer Weinbaugemeinde über den Obstanbau hin zu einem bedeutenden Gemüseanbaugebiet. Vor einigen Jahren wurde der Weinbau mit 16 Hektar Albertshöfer Herrgottsweg wiederbelebt.

1996 wurde der erste Bürgerentscheid Bayerns in Albertshofen durchgeführt. Thema war der geplante Bau einer Brücke nach Mainstockheim. Dieses Bauvorhaben wurde schließlich mit einer Mehrheit von 10 Stimmen abgelehnt.

Politik

  • Bürgermeister: Horst Reuther CSU
  • Stellv. Bürgermeisterin: Katharina Riedel SPD
  • Dritter Bürgermeister: Lothar Töpfer Freie Wähler (Stand 2011)

Wappen

Blasonierung

Durch einen schräglinken silbernen Wellenbalken geteilt von Schwarz und Rot; vorne zwei silberne Balken, hinten drei eins zu zwei gestellte silberne Kugeln

Wappengeschichte

Im Wappen der erstmals 1317 urkundlich genannten Gemeinde weisen die drei silbernen Kugeln auf den Heiligen Nikolaus hin. Sie sind seine Attribute. Die Kirche von Alberthofen ist ihm geweiht. Der Ort war im Mittelalter geteilt. Die Herrschaft über den kleineren Ortsteil übte das Kitzinger Spital aus. Der größere Teil unterstand den jeweiligen Schlossbesitzern. Ab 1727 waren dies die Freiherrn von Meuchenheim gen. Bechtoldsheim. Ihr Stammwappen sind zwei silbernen Balken in schwarzem Feld. Diese Attribute wurden in das heutige Wappen übernommen. Auf die Lage der Gemeinde am Main weist der silberne Wellenbalken hin. Die Farben Silber und Rot im Wappen sind die Farben Frankens.

Das Wappen wurde vom Innenministerium am 30. Januar 1969 verliehen.

Sehenswürdigkeiten

Die Mainfähren zwischen Albertshofen und Mainstockheim

Mit der direkten Nachbargemeinde Mainstockheim ist der Ort durch eine Mainfähre verbunden. Diese Mainüberquerung wird vor allem von Fußgängern und Radlern gerne benutzt. Sie ist jedoch auch für PKW, LKW und landwirtschaftliche Zugmaschinen zugelassen.

Der Höhepunkt im Dorfleben ist im November die weit über die Grenzen hinaus bekannte Höpper Kerm, mit dem traditionellen Wasenziehen und Göikerschlagen.

Der Ort verfügt heute mit 380 Hektar über die größte zusammenhängende Feldberegnungsanlage in Bayern. Das Wasser hierfür wird, genau wie auch die Trinkwasserversorgung, nicht von der Gemeinde selbst gefördert und bereitgestellt, sondern vom Wasserbeschaffungsverband. Diese Körperschaft des öffentlichen Rechts rechnet auch mit den Nutzern und Haushalten ab und sorgt für die konstante Wasserqualität.

Seit 1986 findet Ende August ein alljährliches Weinfest statt.

Wirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 76, im Produzierenden Gewerbe 67 und im Bereich Handel und Verkehr 85 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 74 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 822. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe.

Im Jahr 1999 gab es 48 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 305 Hektar. Davon waren 284Ackerfl äche.

Albertshofen ist eines der bedeutendsten Gemüse-Anbaugebiete Bayerns. Außerdem gibt es die Weinlage Herrgottsweg. Die Vermarktung des Gemüses erfolgt zum großen Teil über die Gartenbau-Zentrale Main-Donau.

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)

Weblinks

 Commons: Albertshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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