Albertshofer

Georg Albertshofer (* 19. Oktober 1864 in Neuburg an der Donau [1]; † 1933[2]) war ein deutscher Bildhauer.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er studierte an der Münchner Akademie unter Wilhelm von Rümann[3] und arbeitete danach für einige Jahre im Atelier des Ferdinand von Miller. Ab 1910 hatte er selbst eine Position als Professor in München inne und eröffnete ebenfalls ein eigenes Atelier.[1]

Werke

Das Kneippdenkmal in Bad Wörishofen
  • Kriegerdenkmal 1870/71 in Rosenheim (eingeweiht am 23. Juni 1907, in Zusammenarbeit mit dem Architekten German Bestelmeyer). Stand bis 1961 am Max-Bram-Platz, dann am Innspitz, wurde 2007 an die Herbststraße verlegt.[4][5]
  • Bennosäule in München (1910, mit Bestelmeyer und dem Erzgießer Ferdinand von Miller).
  • Skulpturen am Portal des Maximiliangymnasiums und Realgymnasiums, München.[6] Ebenda: Reliefs und eine Skulptur "Kapitolinische Wölfin" mit Romulus und Remus im Hof.[7]
  • Gebäudeschmuck am Deutschen Haus auf der internationalen Kunstausstellung in Rom (1911, Architekt: Bestelmeyer).[8]
  • Löwe am Hauptportal der Zollhalle an der Landsberger Straße in München (vor 1912).[9]
  • Dallmayr-Brunnen, 1912.
  • Aeskulap mit zwei Najaden im Kurhaus Aachen, 1913.[10]
  • Skulpturen im Mausoleum von Graf Ernst von Dörnberg zu Herzberg auf dem protestantischen Zentralfriedhof, Regensburg (1911–1915, Architekt: Bestelmeyer).[11]
  • Sechs Marmorfiguren (Wilhelm, Augustinus, Johannes, Paulus, Thomas, und Vitus) am Dreifaltigkeitsaltar in der St.-Benno-Kirche, München.[1]
  • Gebäudedekorationen an St. Pauls- und Sylvester-Kirchen, München.[1]
  • Kneippdenkmal in Bad Wörishofen.[1]
  • Oskar von Stobäus-Denkmal in Regensburg (mit Bestelmeyer).[12]
  • Relief Flussgott Inn an der Hafnergasse in Rosenheim (1927).[13]
  • Fischbrunnen auf dem Ludwigsplatz in Rosenheim (1928).[14]

Entwürfe

  • Elias-Holl-Denkmal in Augsburg. (Wettbewerb von 1913-1920, geteilter 1. Platz; Ausführung ging aber an ein anderes Projekt von Bildhauer Resch und Architekt Landauer.)[15]
  • Ludwig-Richter-Denkmal in Dresden (1895, 3. Preis im Wettbewerb; 1. Preis ging an E. Kircheisen aus Braunschweig)[16]
  • Monumentalbrunnen in Kulmbach (1894, 2. Preis im Wettbewerb; 1. Preis und Ausführung ging an den Bildhauer E. Beyer und den Architekten M. Düfler.)[17]

Quellen

  1. a b c d e Feger, G.: "Der Hl. Benno und die Bennokirche in München", in Bennopolaris 128(1), S. 11ff. (Pfarrbrief von St. Benno, München, April–Juli 2006).
  2. Leipzig-Lexikon: Register Ae-Al.
  3. Thieme/Becker, Eintrag "Albertshofer, Georg", Bd 1, 1907.
  4. Stadtarchiv Rosenheim: Die Einweihung des Kriegerdenkmals. Juni 2003.
  5. Oberbayrisches Volksblatt: Das Kriegerdenkmal wandert vom Innspitz in die Herbststraße, 31. Mai 2007.
  6. Kalkschmidt, E.: "Neue Baukunst in München", in Wasmuths Monatshefte für Baukunst und Städtebau 1914/15, Heft 5/6, S. 273ff, hier S. 288.
  7. Weiß, S. B.: Maximiliangymnasium: Architektur des Gebäudes.
  8. Brüstlein: "Die internationale Kunstausstellung in Rom im Jahre 1911", in Zentralblatt der Bauverwaltung, 31. Jg, Nr. 73, 9. September 1911, S. 449ff, hier S. 452.
  9. Freiherr v. Schacky auf Schönfeld: "Die Zollneubauten in München", in Zentralblatt der Bauverwaltung, 32. Jg, Nr. 83, 12. Oktober 1912, S. 553ff, hier S. 537.
  10. Laurent: "Die neuen Kur- und Badeanlagen des Bades Aachen", in Zentralblatt der Bauverwaltung, 36. Jg, Nr. 101, 16. Dezember 1916, S. 657ff.
  11. Nonn: "Das Gräflich v. Dörnbergsche Mausoleum in Regensburg", in Zentralblatt der Bauverwaltung, 42. Jg, Nr. 29, 8. April 1922; S. 170ff.
  12. Bauer, K.: Regensburg Kunst - , Kultur - und Alltagsgeschichte, 5. Aufl., MZ Buchverlag, 1997. ISBN 3931904199.
  13. Stadt Rosenheim: Altstadtrundgang - Max-Josefs-Platz.
  14. Stadt Rosenheim: Altstadtrundgang - Ludwigsplatz.
  15. N.N.: Zentralblatt der Bauverwaltung, 41. Jg, Nr. 39, 14. Mai 1921; S. 247.
  16. N.N.: Zentralblatt der Bauverwaltung, 15. Jg, Nr. 42, 19. Oktober 1895; S. 443f.
  17. N.N.: Zentralblatt der Bauverwaltung, 14. Jg, Nr. 21, 26. Mai 1894; S. 219.

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