Friedrich Wilhelm I. (Preußen)
Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Gemälde von Antoine Pesne, um 1733)

Friedrich Wilhelm I., König in Preußen und Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches (* 14. August 1688 in Berlin; † 31. Mai 1740 in Potsdam), aus dem Haus Hohenzollern, bekannt als Soldatenkönig, regierte Preußen von 1713 bis 1740.

Friedrich Wilhelm richtete sein Augenmerk auf den Aufbau Preußens als unabhängige Militärmacht und Merkantilstaat, schuf ein umfassendes Staatsfinanzwesen und führte straffe Sparmaßnahmen am preußischen Hofe ein. Aufgrund seiner umfangreichen Reformen wurde er als Preußens größter innerer König bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Kronprinz Friedrich Wilhelm (1688–1713)

Am Hannoverschen Hof

Friedrich Wilhelm wurde als Sohn des kurbrandenburgischen Kronprinzen Friedrich und der hannoverschen Herzogin von Braunschweig-Lüneburg Sophie Charlotte geboren. Das Kind besaß, ganz im Gegensatz zu seinem Vater, eine kräftige Konstitution. In seinen ersten Lebensjahren von 1689 bis 1692 wurde Friedrich Wilhelm am hannoverschen Hof seiner Großmutter, der späteren Kurfürstin Sophie von Braunschweig-Lüneburg, erzogen. Schon als Kind fiel er durch seine eigenwillige impulsive Natur auf. So vertrug er sich nur schlecht mit seinem fünf Jahre älteren Cousin und Spielgefährten, Georg August, dem späteren Georg II., König von Großbritannien, den er des öfteren verprügelte. Die beiden entwickelten aufgrund dessen eine lebenslange persönliche Feindschaft.

Schule und Ausbildung

Friedrich Wilhelm um 1701 (Portrait von Samuel Theodor Gericke)
Prinz Friedrich Wilhelm

Nach seiner Rückkehr aus Hannover wurde Friedrich Wilhelm von der Hugenottin Marthe de Montbail, der späteren Madame de Roucoulle als Gouvernante betreut, die später auch dessen Sohn Friedrich erzog und Zeit ihres Lebens kein Deutsch lernte. Wie die meisten seiner Standesgenossen sprach Friedrich Wilhelm daher ein eher schlechtes, einfaches Deutsch, durchsetzt mit vielen französischen Wörtern[1].

Die Mutter verwöhnte ihr Kind.[2] Es entwickelte sich im völligen Gegensatz zu den höfisch-repräsentativen Auffassungen seines Vaters wie auch der künstlerisch-philosophischen Lebensweise seiner Mutter. Beide Lebensweisen seiner Eltern lehnte er frühzeitig ab. 1694 erhielt er das Kommando über ein Kavallerie- und ein Infanterieregiment, was ihn von Kind an mit der militärischen Welt vertraut werden ließ.

Anfang 1695 wurde die Erziehung dem Generalleutnant Alexander Graf von Dohna anvertraut, der damit als Gouverneur die Verantwortung über seine Erziehung übernahm. Weil der Kronprinz aber mit neun Jahren weder lesen noch schreiben konnte, setzte seine Mutter 1697 durch, dass der bisherige, von Danckelmann bestellte Lehrer Cremer durch den Hugenotten Jean Philippe Rebeur ersetzt wurde. Beide sorgten für eine strenge calvinistische Erziehung des Kurprinzen. Im Unterricht wurden Latein, Französisch, Geschichte, Geographie, Genealogie, Mathematik, Kriegswissenschaften und Rhetorik behandelt. Der Kronprinz entwickelte allerdings eine große Abneigung gegen weite Teile der Wissenschaften, die er unter anderen in Tätlichkeiten gegenüber dem Lehrer äußerte.[3] Der Kronprinz entwickelte sehr früh ein Verständnis für Staatsangelegenheiten. Angesichts der nahezu unkontrollierten Verschwendung am Hof legte er sich mit zehn Jahren ein eigenes Ausgabenbuch über seine Ausgaben an. Neben dem Sinn für Sparsamkeit entwickelte sich immer mehr der Sinn fürs Militärische. Statt im Schlosspark zu spielen, kontrollierte er Bekleidung und Bewaffnung der Schildwachen.[4]

Weihnachten 1698 schenkte der Vater ihm zum zehnten Geburtstag das Gut Wusterhausen zur selbstständigen Bewirtschaftung als Gutsherr. Hier lernte er die ökonomischen Grundzüge einer erfolgreichen Bewirtschaftung kennen, die er später erfolgreich auf den preußischen Staat übertrug. Das Jagdschloss bildete fortan den Lebensmittelpunkt des Kronprinzen und späteren Königs, das ihm als Rückzugsort vom prunkvollen Berliner Hof diente. In Wusterhausen hielt der Kronprinz eine kleine Privatgarde bestehend aus den gepressten Söhnen der Gutsuntertanen. Diese Einheit bildete die Keimzelle für die späteren (1710) Langen Kerls. Das Wusterhausener Grenadierbataillon zählte bald mehr als 600 Mann.

Friedrich Wilhelm, der das Streben seines Vaters als Geldverschwendung konsequent ablehnte, erhielt 1701 bei der Königskrönung Friedrichs III. den Titel Prinz von Oranien und ein von 26.000 Taler auf 36.000 Taler aufgestocktes persönliches Budget. Ende 1702 übernahm die Erziehung Friedrich Wilhelms der Oberhofmeister Albert Konrad Graf von Finckenstein.

1702 wurde der vierzehnjährige Kronprinz Mitglied des Geheimen Staatsrats, ein Jahr darauf Mitglied des Kriegsrates. Bis zu seinem Regierungsantritt nahm der Kronprinz an vielen Sitzungen teil, womit er sich ein großes Detailwissen in inneren Regierungsfragen und dem Heerwesen erwarb. So blieb ihm nicht die Misswirtschaft des Drei-Grafen-Kabinetts unter Führung von Johann Kasimir Kolbe von Wartenberg verborgen. Auch wenn sich bei Friedrich Wilhelm eine zunehmend kritische Beurteilung der Regierung seines Vaters einstellte, blieb ein Vater-Sohn Konflikt dennoch aus, da sich vom Selbstanspruch des Kronprinzen her ein offener Widerstand gegen den Monarchen verbot.[5]

Volljährigkeit

Friedrich Wilhelm auf einem Schlobittener Pferd, 1706
Friedrich Wilhelm als Kronprinz, 1705

1704 wurde der sechzehnjährige Kronprinz für volljährig erklärt. Im selben Jahr ließ er für 23.000 Taler sein Schloss Wusterhausen ausbauen und bezog es jährlich von Ende August bis Anfang November als Hofresidenz. Das verwahrloste Gut Wusterhausen machte er innerhalb von zehn Jahren zu einem sich selbst tragenden Musterbetrieb. Das Städtchen Wusterhausen galt ihm als Staat en miniature. Hier probierte er im Kleinen, was er später im Großen tat. Seine Art zu regieren, zu verwalten, zu kommandieren wurde hier geprägt.[6]

Ein Jahr später wurde Friedrich Wilhelm 1705 zum Bürgermeister von Charlottenburg ernannt. Zwei Bildungsreisen nach Holland im Herbst 1700 und im Winter 1704/1705 erweiterten seinen Horizont. So verstärkten die Reisen seine puritanisch-bürgerlich geprägte Sichtweise und prägte seinen architektonischen Geschmack nachhaltig. Spätere Bauten des Königs, wie das Holländische Viertel in Potsdam, sind von seiner Zeit in Holland geprägt. Auf der zweiten Reise überraschte ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Am 14. Juni 1706 erfolgte die Verlobung mit Sophie Dorothea, die er am 14. November 1706 in Cölln an der Spree heiratete. Der Kronprinz, der vielfach seinen Vater um Fronturlaub, um Beurlaubung zur Front bat, durfte im Juli 1706 erstmals bei dem Feldzug in Flandern im Spanischen Erbfolgekrieg teilnehmen. Hier erprobte er in der Praxis, was er daheim auf seinem Gut mit seinem Privatregiment geprobt hatte. Während seiner Feldbesuche verbrachte Friedrich Wilhelm nach seinen eigenen Worten die glücklichsten Tage seiner Kronprinzenzeit.[7] Vom Mai bis Juli 1708, als sein Vater, König Friedrich I., zur Kur in Karlsbad weilte, übernahm Friedrich Wilhelm die erste Statthalterschaft. Die Vollmachten beschränkten sich nur auf laufende Justiz- und Landesangelegenheiten.

Ende April 1709 brach der Kronprinz zu einem neuerlichen Feldzug auf, diesmal für mehrere Monate. In dieser Zeit sorgte er für intensive Exerzierübungen der preußischen Regimenter, die die anwesenden alliierten Truppenführer mit verständnisloser Verwunderung und Spott zur Kenntnis nahmen. Friedrich Wilhelms Teilnahme an der Schlacht bei Malplaquet, der blutigsten Schlacht des Spanischen Erbfolgekrieges am 11. September 1709, stellte für ihn die glücklichste Fügung seines Lebens dar, die er fortan jedes Jahr zum Gedenken feierte.[8] Die Feldzüge begründeten die lebenslange Freundschaft mit Leopold I. von Anhalt, dem Alten Dessauer, der seitdem zu Friedrich Wilhelms Beraterkreis gehörte.

Als 1710 die Not des preußischen Staates durch die Pest in Ostpreußen und die überbeanspruchten Finanzen, bedingt durch die Misswirtschaft des Drei-Grafen-Kabinetts, untragbar wurde, bewegte der 22-jährige Friedrich Wilhelm seinen Vater dazu, eine Untersuchungskommission einzusetzen, die schließlich die ganze Korruption aufdeckte. Dies war das erste Mal, dass Friedrich Wilhelm aktiv in die hohe Politik eingriff.

Ein Jahr später, im Sommer 1711 reiste der König zu diplomatischen Verhandlungen nach Holland. Friedrich Wilhelm trat seine zweite Statthalterschaft an. Hier erlebte er die militärische Hilflosigkeit Preußens, als russische Truppen im Kampf gegen Schweden im Großen Nordischen Krieg ungefragt durch preußisches Territorium zogen. Die Neutralität Preußens wurde dadurch verletzt, ohne dass Preußen sich dessen hätte erwehren können, da seine Truppen im Spanischen Erbfolgekrieg, weitab der Heimat, gebunden waren. Dieser Vorfall bestärkte die Überzeugung des Kronprinzen, er müsse nach von fremden Subsidien unabhängiger eigener Stärke streben.

Ebenfalls 1711 kam es zum ersten Kontakt Friedrich Wilhelms zum Hallischen Pietismus von August Hermann Francke, vermittelt über den General von Natzmer. Der Pietismus wurde für den späteren König eine feste religiöse Basis für sein politisches Handeln. Ein offizieller Besuch Friedrich Wilhelms in Halle erfolgte bereits am 12. April 1713 nach dem Regierungswechsel. Die dort vorgefundenen christlichen Zucht- und Wohlfahrtsbestrebungen mit der bürgerlichen Arbeits- und Wirtschaftsauffassung übertrug Friedrich Wilhelm auf seine Politik.

Bedingt durch seine sehr praxisorientierte Ausbildung hatte der Kronprinz zum Zeitpunkt kurz vor der Regierungsübernahme bereits feste Vorstellungen seines späteren Staats-, Wirtschafts- und Militärverständnisses.

Friedrich Wilhelm I. als König (1713–1740)

Friedrich Wilhelm I. (Portrait von Samuel Theodor Gericke 1713)

Absoluter Herrscher

Gemäß seinem Staatslenkerverständnis übernahm Friedrich Wilhelm die Staatsgeschäfte selbst. So war er ein zeitgemäßer, absolutistisch regierender Herrscher. Sein Wort war Gesetz, Widerspruch duldete er nicht; so beschied er schon bei seinem Regierungsantritt einige Minister, er verlange „weder Rat noch Räsonnement, sondern Gehorsam“[9]. Er bezeichnete es als Grundsatz für jeden Herrscher, dass er „seine Affären alle selber tun müsse[10] und mahnte seinen Nachfolger: „Der liebe Gott hat euch auf den trohn gesetzet nicht zu faullentzen sondern zu arbeitten“[11]. Dass er trotz der despotischen Merkmale seiner Herrschaft sich nicht zu einem Tyrannen entwickelte, lag vor allem an seinem tiefen Glauben an Gott.

Der König führte die Regierung von seinem Kabinett aus, genaugenommen von seinen Privatgemächern. Friedrich Wilhelm gehört zu den fleißigsten Monarchen der Weltgeschichte; in täglicher stunden-, oft nächtelanger Schreibtischarbeit prüfte er die von den Ministern einlaufenden Berichte und traf meist alleine die Entscheidungen. Diese bestanden entweder aus den sogenannten von ihm eingeführten Marginalien oder aus Kabinettsordern, die seine Sekretäre nach seinen Angaben formulierten und dem Generaldirektorium überbrachten.

Friedrich Wilhelm I. war ein Mann der Arbeit. Während sein Großvater mühevoll Hinterpommern erwarb und die magdeburgischen und clevischen Lande in das brandenburg-preußische Staatsgebilde eingliederte, sah er seine Hauptaufgabe in der Kleinarbeit, in der Festigung dieses Staates durch Ergänzung und Ausbau der Armee sowie durch die Schaffung eines tüchtigen und zuverlässigen Berufsbeamtentums. Friedrich Wilhelm I. war ein Arbeiter von unglaublichem Fleiße und er verlangte auch von seinen Beamten das Menschenmögliche mit den Worten: „Arbeiten müßt Ihr, so wie ich dies beständig getan habe. Ein Regent, der in der Welt mit Ehren regieren will, muss seine Sachen alle selber machen, denn die Regenten sind zum Arbeiten geboren, nicht zum faulen Leben.“[12] Dadurch wurden Sparsamkeit und unermüdliche Arbeit die unabänderlichen Grundsätze dieses Königs; das Pflichtgefühl war sein höchstes Gebot. An seinen Berater und engen Vertrauten Fürst Leopold von Anhalt-Dessau schrieb er: „Parole auf dieser Welt, ist nichts als Unruhe und Arbeit und wo man selbst nicht die Nase in jeden Dreck steckt, so geht die Sache nicht, wie sie gehen soll[13]. Und so, wie dieser König für sich keine Schonung kannte, gab es auch für seine Untergebenen keine. Allseits gefürchtet war sein eigenhändiger Aktenvermerk „cito citissimo“, „schnell, schnellstens“.

Die Stützen seines Staates waren ein schlagfertiges Heer und geordnete Finanzen, ersteres um so bedeutender, da das damalige Preußen sich vom Rhein bis zum Kurischen Haff mit unsicheren Grenzen erstreckte.

Wirtschafts- und Finanzpolitik

Preußen war um 1700 ein vorwiegend landwirtschaftlich geprägter und geografisch weit auseinander liegender zersplitterter Staat, dessen einzelne Landesteile kaum miteinander in wirtschaftlichen Beziehungen standen. Handwerk, Manufakturwesen und Handel waren nur in Ansätzen entwickelt. Teure Fertigprodukte kamen ins Land zum Nachteil der heimischen Produzenten, Geld floss wiederum aus dem Land. Um den Abfluss finanzieller Mittel ins Ausland zu stoppen, die Entwicklung der einheimischen Wirtschaft zu fördern und sie zu schützen, führte der König den Merkantilismus in Preußen ein. Die Grenzen wurden für den äußeren Handelsverkehr weitgehend geschlossen, soweit dies im zersplitterten Territorium durchzuhalten war.

Der Merkantilismus in Preußen diente dem Aufbau eines leistungsfähigeren Gewerbes. „Holle der Deuffel lieber meine zeitliche wohlfardt als daß so viell leutte Betler werden und ich reich.“ Er begriff das Königtum aus protestantischer Amtsauffassung. Der Beruf des Königs ist, seinen Untertanen ein fürsorglicher Landesvater zu sein. Der König in Preußen galt nicht primär als Monarch von Gottes Gnaden, sondern gewissermaßen Inhaber eines „Amtes“, einer von Gott gegebenen „Funktion“.

Ein weiterer Schlüssel zur Wirtschaftsförderung lag für ihn in der Stärkung der Landwirtschaft. Daher ließ er die Anbaufläche durch Urbarmachung und Meliorationsmaßnahmen erweitern und straffte die Verwaltung der staatlichen Domänen. Dem Adel gestattete er die Vergrößerung seiner Güter auf 40-60 Prozent der Landesfläche und dehnte seine rechtlichen Vollmachten aus. Der preußische Junker beherrschte paternalistisch in „Ostelbien“ seine Bauern als Gutsherr, Richter, Kirchenherr und Offizier. Doch musste er Grundsteuern zahlen, wurde durch kein höfisches Leben entschädigt und hatte im absolutistischen Staat keinen Einfluss in einer Ständevertretung mehr.

Bei Friedrich Wilhelm I. wird eine calvinistisch-kapitalistische Idee sichtbar.[14] Er verordnete allen, den Adel einbegriffen, Arbeitseifer, Sparsamkeit, Fleiß und Pflichttreue. Zum Ausbau von Berlin und der Förderung der Wirtschaft befahl er den Reichen, Häuser zu bauen. Das erst 1709 zusammengeschlossene Berlin wurde wesentlich vergrößert durch neue Vorstädte wie Berlin-Friedrichstadt, und die Luisenstadt und wuchs bis 1740 von 55.000 auf 79.000 Einwohner an.

Bei seinem Tode 1740 hinterließ Friedrich Wilhelm I. einen schuldenfreien Haushalt und einen Staatsschatz von 8 Mio. Talern, die in Fässern im Keller des Berliner Schlosses lagerten. Seine Staatsausgaben, die 1740 7 Millionen Taler betrugen, wurden zu 85 % für das Militär verwendet, während die Ausgaben des Hofes nur ein Prozent des Staatsbudgets betrugen.

Etatkürzungen

Anfang 1713 verschlechterte sich der Gesundheitszustand Friedrichs I. zusehends. Der Berliner Hof geriet in Sorge, weil sich abschätzen ließ, dass der Thronwechsel den Hof radikal umgestalten würde und mit ihm viele adlige Nutznießer ihr Auskommen verlieren würden. Am 25. Februar 1713 starb König Friedrich I. Friedrich Wilhelm, der bis zuletzt bei seinem sterbenden Vater gewesen war, ließ sich, nachdem er das Totenzimmer verlassen hatte, als erste Amtshandlung den Etat bringen, um ihn kurzerhand durchzustreichen und für nichtig zu erklären.

Dem Vater erwies er noch ein pompöses Begräbnis, wie es sich der Verstorbene gewünscht hatte. Dabei zeigte er sich mit der Krone, womit jedem die neuen Machtverhältnisse deutlich gemacht wurden. Auf eine kostspielige Krönungszeremonie, wie die seines Vaters, verzichtete er.

Kurz nach der Beendigung der Trauerzeremonien für seinen verstorbenen Vater änderte er die pompöse Regierungsweise seines Vaters radikal. Zuerst konzentrierte er sich auf die Beseitigung der Auswirkungen der Herrschaft seines Vaters, namentlich die Neuordnung der Finanzen und den Abbau der Verschuldung. Grundmotiv der Regierungspolitik Friedrich Wilhelms war es, nicht wie sein Vorgänger von den Subsidien fremder Mächte abhängig zu sein, um ein großes stehendes Heer halten zu können. Daher bedurfte es neuer finanzieller Quellen für die Staatskasse.

Der neue König war sich seiner Unterschiedlichkeit dem Vater gegenüber bewusst.

„Mein Vater fand Freude an prächtigen Gebäuden, großen Mengen Juwelen, Silber, Gold und äußerlicher Magnifizienz – erlauben Sie, dass ich auch mein Vergnügen habe, das hauptsächlich in einer Menge guter Truppen besteht“

Friedrich Wilhelm I. bei der Ansprache an seine Minister; berichtet vom holländischen Gesandten Lintelo[10]

Am 27. Februar fuhr der designierte König nach Wusterhausen und begann mit der Ausarbeitung des Regierungsprogramms. Dafür genügten ihm nur vier Tage. Um von den 20 Millionen Talern Staatsschulden seines Vaters herunterzukommen, waren Massenentlassungen und radikale Gehaltskürzungen im eigenen Hause die Folge. So gelang es ihm, die Hofkosten von 276.000 auf 55.000 Taler zu reduzieren, die Ränge bei Hofe von 142 auf 46 zu kürzen.[15]

Von den 24 Schlössern seines Vaters behielt Friedrich Wilhelm I. nur sechs, die anderen wurden verpachtet oder veräußert. Der Lustgarten wurde in einen Exerzierplatz umgewandelt, steinerne Säulen dienten als Baumaterial, bronzene Statuen wurden zu Kanonen gegossen. Die Hofkapelle wurde aufgelöst, die kostbaren Weine, der Krönungsmantel, Karossen, Pferde, Sänften, Tafelsilber und Möbel wurden verkauft oder versteigert. Der Wegfall von lukrativen Aufträgen für den Hof trieb viele Handwerker der Residenz in den Ruin.

Akademien erhielten keine Förderung mehr, die Oper wurde geschlossen. Mit dem kulturellen Kahlschlag setzte ein plötzlicher Exodus der Künstler aus Berlin ein. Friedrich Wilhelm verbot die üppigen Allongeperücken, stattdessen wurde der Soldatenzopf verordnet. Statt prunkvoller Gewänder herrschte nun der schlichte Soldatenrock vor. Mit diesem Radikalprogramm beendete der König in kürzester Zeit den bis dato vorherrschenden Prunk und Luxus. Offen gegen den Sparkurs zu demonstrieren, wagte aus Angst vor dem König niemand. Die Sparmaßnahmen waren nur bei denen unpopulär, die davon betroffen waren.[16] Bei den Sparmaßnahmen machte er auch vor sich nicht halt. Von den 700 Zimmern des Berliner Schlosses bewohnte er nur fünf. Zwei Pagen genügten ihm zu seiner persönlichen Bedienung.[17]

Anfangs stagnierte durch die drastischen Sparmaßnahmen die Wirtschaft. Der Handel ging zurück, Konkurse waren an der Tagesordnung. Die Verbrauchssteuer (Akzise) sank rapide. Der König behielt trotzdem seinen Kurs bei und bemühte sich, an die Stelle des Arbeitgebers Hof die Armee zu setzen.

Zentralisierung der Finanzverwaltung

Um ein großes stehendes Heer unterhalten zu können, benötigte man mehr Finanzmittel. Eine Neuordnung des bis dato zersplitterten und uneffektiven Finanzwesens war dabei eine Voraussetzung. Bei Regierungsantritt war der Finanzhaushalt in einen zivilen und militärischen Teil getrennt. Der zivile Teil des Haushalts erstreckte sich auf zwei große Bereiche, die General-Domänenkasse – für die allgemeine Verwaltung – und die Schatulle, die der Hofhaltung diente.[18] Die Schatulle setzte sich aus den Einnahmen der dem König persönlich gehörenden Güter zusammen, der Erträge des Münzregals, sowie den Einkünften des Postwesens. Die Domänenkasse bezog ihre Einkünfte aus den Domänen und Forsten, die nicht der Schatulle angehörten. Die General-Kriegskasse bezog ihre Einnahmen aus dem allgemeinen Steueraufkommen (vorwiegend Akzise und Kontribution). Die Mittel dienten zu einem großen Teil der Armee und zu einem kleinen Teil der Staatsverwaltung.

Eine erste Vereinheitlichung der Finanzverwaltung folgte am 13. August 1713 als die bis dato privaten königlichen Schatullgüter zu Domänengütern gemacht und der gesamte königliche Länderbesitz für unteilbar und unveräußerlich erklärt wurde. Um feste planbare Einnahmen des Staates zu garantieren, verpachtete Friedrich Wilhelm diese an Bürger zur Bewirtschaftung. Im August 1713 schuf der König ein zentrales Generalfinanzdirektorium für alle Domäneneinahmen. Dieses geriet aufgrund der Verpflichtung zu steigenden Einnahmen in Konkurrenz zur Generalkriegskasse.

Zur Überwindung der Rivalität der Fiskal- und Militärbehörde vereinigte Friedrich Wilhelm Ende 1722 diese unter dem „General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domänen-Directorium“ (kurz: Generaldirektorium). Mit der Behördenzusammenlegung erreichte der König eine äußerst schlanke Verwaltung. Kollegialprinzip und Ressortkompetenz blieben erhalten und feste Dienstzeiten wurden eingeführt. Damit begründete der König das preußische Beamtenwesen, dessen Funktionsmerkmale sich aus den Tugenden pietistischer Frömmigkeit ableiteten und einen Bruch mit dem traditionellen feudalistischen Standesdünkel bedeuteten.

Peuplierung und Wiederaufbau Preußens

Empfang der Salzburger Protestanten in Berlin am 30. April 1732

Große Anstrengungen unternahm König Friedrich Wilhelm beim Wiederaufbau des durch die Pest von 1709 entvölkerten und wüsten Ostpreußens. Als um 1731 die Verfolgung der Protestanten in Europa durch Erzbischof Leopold Anton von Firmian im Salzburger Land wieder aufflammte, nutzte Friedrich Wilhelm dies für die „Re-Peuplierung“. Der Erzbischof ließ am Sonntag dem 11. November 1731 das Emigrationspatent vom 31. Oktober 1731 von den Kanzeln verlesen. Mitten im Winter 1731 mussten die Lutheraner daraufhin das Land verlassen. Daraufhin erließ Friedrich Wilhelm I. am 2. Februar 1732 sein Einladungspatent, ein Edikt, in dem er den Exulanten versprach, sie „aus christ=königlichem Erbarmen und herzlichem Mitleid“ in Preußen aufzunehmen. Zuerst wollte er nur 10.000 Flüchtlinge aufnehmen. Dann schließlich ließ er sie zahlenmäßig unbeschränkt ins Land. Unter großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme der deutschen Öffentlichkeit bewegte sich ein endloser Zug Vertriebener quer durch Deutschland über Berlin nach Ostpreußen. Friedrich Wilhelm I. siedelte die Salzburger Exulanten im Rahmen seines großen Peuplierungsvorhabens an. „Menschen achte ich vor dem größten Reichtum“, äußerte er. Preußen galt nun als Schutzmacht aller Protestanten.

Gedenktafel in Böhmisch Rixdorf, Berlin

Eine weitere Maßnahme zum Wiederaufbau Ostpreußens stellte die Gründung des Gestüts Trakehnen 1732 dar.

Weitere Peuplierungsmaßnahmen gab es 1732, als viele Protestanten, Nachfahren der Brüder-Unität, ihre böhmische Heimat verlassen mussten. Friedrich Wilhelm I. gewährte ihnen Asyl und siedelte sie in Böhmisch Rixdorf bei Berlin, außerhalb der Stadtmauern Berlins, an. In Rixdorf errichteten sie Friedrich Wilhelm I. aus Dankbarkeit die Statue, die auf dieser Seite den König zeigt. Am Sockel brachten sie eine Gedenktafel an, auf der zu lesen ist: „Die dankbaren Nachkommen der hier aufgenommenen Böhmen.“

Förderung der Textil- und Wollwirtschaft

Um die für die heimische Wirtschaft wichtige Wollproduktion zu fördern, errichtete der neue König 1713 mit dem Berliner Lagerhaus einen Textilverlag und -manufaktur mit Hilfe des Unternehmers Johann Andreas Kraut.

Die Ausfuhr von Wolle wurde 1718/19 (bei Todesstrafe 1723) verboten. Die Begründung: es würde „gewiß die höchste Unbilligkeit sein, länger zuzusehen, wie von der in Unseren Landen gefallenen Wolle vielen Auswärtigen Gelegenheit gegeben werde, ihr Brot reichlich zu verdienen, Unsere eigenen Untertanen und Wollarbeiter aber aus Mangel der Wolle und Arbeit müßig gehen und dem ganzen Lande mit Betteln zur Last fallen müssen, da doch die Wolle fast das einzige Mittel ist, so die gütige Natur Unserer Churmark selbst gegeben, die Müßiggänger und armen Leute in die Arbeit und Nahrung zu stellen, zugleich auch das Geld nicht nur im Lande zu behalten, sondern auch fremdes hereinzuziehen.“

Militärpolitik

Friedrich Wilhelm I. gab Preußen mit seinen 1,6 Mio. Einwohnern eine starke militärische Prägung. Von 1713 bis 1740 baute der König das stehende Heer seines Vaters von 40.000 auf über 80.000 Mann aus. Hinter Frankreich, den Niederlanden und Russland wurde Preußen viertstärkste Militärmacht in Europa. Damit erreichte er sein Ziel, aus der sekundären Subsidiarmacht Preußen seines Vaters eine autarke, selbständige militärische Macht in Europa zu machen. Die negativen Folgen waren eine weitgehende Militarisierung des alltäglichen Lebens und die vollständige Ausrichtung der Bedürfnisse des Staates auf die Armee.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Militärpolitik Friedrich Wilhelms war die Formung eines geschlossenen adeligen Offizierskorps zur Führung des Heeres. Das Monopol des Adels auf Offiziersstellen wirkte sich bis ins 20. Jahrhundert hinein auf die preußischen und deutschen Truppen aus.

Ausbau der Armee

Der König hatte noch zu seiner Kronprinzenzeit mehrfach erlebt, was es für einen Staat bedeutet, wenn er über kein starkes militärisches Drohpotenzial verfügt. So marschierten ausländische Heere mehrfach ohne Erlaubnis über preußisches Territorium. Zudem wurde Preußen regelmäßig bei anstehenden Friedensverhandlungen von den anderen Mächten bei der Aushandlung der Friedensbedingungen übergangen. So zuletzt während der Friedensverhandlungen in Utrecht, bei denen Preußen nur geringe Gebietsgewinne zugestanden wurden, die in keinem Verhältnis zum Aufwand standen. Auch die seit Jahren ausstehenden Subsidienzahlungen seiner Verbündeten wurden nicht beglichen.

Noch 1713 begann Friedrich Wilhelm daher die Armee auszubauen. Er verstärkte die Infanterie um 8073, die Kavallerie um 1067 Mann, womit die preußische Armee eine Stärke von nunmehr 50.000 Mann erreichte. Die zur Repräsentation dienenden Garden wurden zum großen Teil in Feldregimenter umgewandelt, die Schweizer Garde wurde aufgelöst. Mitte März setzen die ersten Werbungen ein, die häufig von Exzessen der Werber begleitet wurden. Gleichzeitig hob der König die Begrenzung der Dienstzeit auf, so dass theoretisch ein lebenslanges Dienstverhältnis drohte. Die Folge dieser Maßnahmen waren ein kurzzeitiges massives Ansteigen der Zahl der Desertionen und Landesfluchten junger Männer, um dem Militärdienst zu entgehen.

Lange Kerls

Grenadier Schwerid Rediwanoff aus Moskau. Rediwanoff soll (laut Bildbeschreibung DHM) zu den Männern gehört haben, die Peter der Große im Geschenkaustausch gegen das Bernsteinzimmer nach Berlin schickte

Ein ganz besonderes Augenmerk des Königs galt der Werbung von lang gewachsenen jungen Männern für sein Königsregiment in Potsdam. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dies auch seine große persönliche Leidenschaft war. Allerdings gab es einen praktischen Grund: Das Vorderladergewehr, das Füsil, erzielte die beste Wirkung, wenn es möglichst lang war. Entsprechend war es nur für hochgewachsene Männer leicht handhabbar. Das an Ressourcen und Menschen arme Land musste zwangsläufig die Effizienz der Feuerwaffen erhöhen, um gegen Gegner bestehen zu können.[19] Bereits 1712, als der König noch Kronprinz war, hatte die Jagd nach Männern, die über 1,88 Meter groß waren, europaweit begonnen. Dazu schickte er Werber bis nach Ungarn, Kroatien, Kurland und in die Ukraine aus. Der König, sonst auf allen Gebieten sparsam, war hier ohne Zögern bereit, große Mengen an Geld zu bezahlen. Ein so genannter inländischer Sechsfüßler kostete ihn 600 Taler. Für 1,92 Meter große Männer aus dem Ausland wurden 3000 Taler bezahlt.[20] Zwischen 1713 und 1735 gingen insgesamt 12 Millionen Taler Werbegelder ins Ausland.

Diese "Sammelleidenschaft" des Königs sprach sich europaweit herum. Neben diplomatischen Drohungen des Auslands, die illegal tätigen preußischen Werber hinzurichten, brachten andererseits ausländische Diplomaten dem König lang gewachsenen Kerle als Geschenk, um seine Gunst zu erlangen. So trafen Sendungen von ein paar Dutzend langen Kerlen aus Paris, London, Kopenhagen und Petersburg in Potsdam ein. Der König kümmerte sich persönlich um jeden seiner Langen Kerls. Von jedem kannte er den persönlichen Lebenslauf, sie erhielten höheren Sold und bekamen Geschenke in Form von Häusern und Grundstücken. Die jährlichen Kosten des Königsregiments betrugen 291.000 Taler, im Vergleich zu 72.000 Taler für ein normales Infanterieregiment.[21]

Adeliges Offizierskorps

Um dem im absolutistischen Staat nun weitgehend entmachteten Adelsstand eine Ersatzfunktion zu geben, versuchte der König diesen an die Krone zu binden. Dazu richtete er im September 1717 in Berlin das Königlich Preußisches Corps de Cadets ein, eine zentrale Kadettenanstalt, für deren Beschickung er persönlich die jungen Adligen auswählte, welche alle im Alter zwischen 12 und 18 Jahren in einem Verzeichnis erfasst waren. Damit bot er den Sprösslingen der meist verarmten Adelsfamilien eine Perspektive in beruflicher und sozialer Hinsicht. Neben der Karriere im Heer bot sich auch die Möglichkeit des Staatsdienstes für die Kadetten an. Damit sicherte der König dem teilweise verarmten Adel eine Teilhabe in seinem Staat, statt sie in politischer Opposition zu belassen. Trotz heftigen Widerstandes des alteingesessenen Adels setzte sich der König in dieser Frage durch. Der Zwang des Adels zur Militärpflicht in der preußischen Armee war von einem Verbot des Dienstes in anderen Armeen begleitet.

Schaffung des Kantonsystems

Um den Ungerechtigkeiten der bis dahin wahllos durchgeführten Werbungen entgegenzutreten, schuf Friedrich Wilhelm 1733 das Kantonsystem. Jedem Kanton wurde ein Regiment zugeordnet. Dies stellte eine Vorstufe zur allgemeinen Wehrpflicht dar. Damit wurde der Militärdienst für die einfache Bevölkerung deutlich berechenbarer und die Landesflucht vornehmlich junger Männer nahm in der Folgezeit wieder ab. Dem Adel wurde der Militärdienst außerhalb Preußens und damit eine Erwerbsquelle verboten, gleichzeitig zwang der König den Adel zum Dienst in der Armee.

Außenpolitik

Friedrich Wilhelm zu Besuch am sächsischen Hof
König Friedrich Wilhelm I. als Feldherr vor dem belagerten Stralsund (1715). Gemälde von Pesne 1729, allerdings in der neuen Uniform des Königsregiments

Friedrich Wilhelm I. hielt am Neutralitätskurs seines Vorgängers zunächst fest. Als ihn Zar Peter I. im März 1713 bei einem Besuch in Berlin zum Beitritt in die nordische Allianz gegen den schwedischen König Karl XII. während des Großen Nordischen Krieges bewegen wollte, lehnte er das ab mit der Begründung, dass er ein Jahr brauche, um Armee und Finanzen in Ordnung zu bringen. Nach Beendigung des Spanischen Erbfolgekrieges gab er aber den Neutralitätskurs auf und wandte sich der Allianz zu. Sein Ziel war es, die schwedischen Gebiete in Norddeutschland (Schwedisch-Pommern) und den Zugang zur wichtigen Odermündung für Preußen zu gewinnen. Die Preußen besetzten in der Folge als neutrale Besatzungsmacht Stettin.

Als Karl XII. nach seiner Rückkehr aus dem Osmanischen Reich im November 1714 den Oberbefehl in Pommern übernahm und den Krieg fortsetzte, trat Preußen am 1. Mai 1715 aktiv in den Krieg ein und belagerte Stralsund zusammen mit den Dänen und Sachsen. An der Belagerung nahm Friedrich Wilhelm I. die gesamte Zeit als Oberbefehlshaber teil.

Im Frieden von Stockholm vom 21. Januar 1720 schloss Preußen Frieden mit Schweden. Preußen gewann die Stadt Stettin mit dem Gebiet zwischen Oder und Peene, die Inseln Wollin und Usedom, sowie das Oderhaff und die Mündungen der Swine und Dievenow. Der kurze Feldzug von 1715 blieb der einzige kriegerische Einsatz der preußischen Armee in der Regierungszeit des Soldatenkönigs.

1718 lagerte unter dem Vorwand einer Reichsexekution gegen Mecklenburg-Schwerin ein Reichsheer (Österreich und Hannover-Großbritannien) von 50.000 Mann in Preußen. Friedrich Wilhelm I. ließ sich nicht herausfordern und hielt still. Anderseits nutzte Friedrich Wilhelm die Reichsexekution um seinerseits Mittel aus Mecklenburg zu pressen, indem er einige Güter in Mecklenburg besetzte und jahrzehntelang verwaltete.

Die bereits unter seinem Vorgänger abgewirtschafteten brandenburgischen Kolonien (Groß Friedrichsburg) verkaufte er für 7.200 Dukaten 1720 an die Niederlande, auch um die Ressourcen für den Aufbau der preußischen Armee zu bündeln.

Außenpolitisch galt der Monarch als wenig ambitioniert und talentiert. Bekannt war der „Soldatenkönig“ ebenso für seine unkriegerische Haltung, wofür er an den europäischen Höfen verspottet wurde. Seinen einzigen Waffengang im Großen Nordischen Krieg hatte er noch von seinem Vorgänger geerbt, und die dort sowie in der Jugend in der Schlacht von Malplaquet gemachten Erfahrungen ließen ihm den Krieg nicht als Option der Politik erscheinen. Kriege kosteten viel Geld und ramponierten die vorher mühsam aufgebaute Armee.

Während seiner weiteren Regentschaft war er an den Erbfolgerechten in Jülich und Berg interessiert, deren Umsetzung traditionell der Kaiser garantierte. In nahezu treuherziger Manier warb er mehrfach um die Gunst Karls VI. und wurde immer wieder von ihm getäuscht.

Bildungspolitik

Weil Friedrich Wilhelm praxisorientiert und pragmatisch dachte, konnte er wenig mit Gelehrten und Geisteswissenschaften anfangen. Er förderte daher außer der Theologie nur praxisorientierte Wissenschaften.

Flankierend zum Wirtschaftsaufbau installierte Friedrich Wilhelm I. an den Universitäten Halle und Frankfurt (Oder) die ersten Lehrstühle für Kameralwissenschaften. Es war der Anfang einer universitären Wirtschaftslehre. Dagegen wurden Fakultäten, die nicht praktisch dem Land dienten, von ihm mehr und mehr bedrängt. Der Philosoph Christian Wolff in Halle, dem der König vorwarf, er unterminiere die Religion und daher die Armee, und der Staatsrechtlerl Johann Jakob Moser, den er nach Frankfurt (Oder) berufen hatte, verließen Preußen unter Lebensgefahr.

Preußen wurde im Rahmen der Armeeversorgung zum Standort fortschrittlicher Medizin. Eine große Anzahl bedeutender Ärzte diente Friedrich Wilhelm. Zum Zentrum wurde die Charité in Berlin.

Schulpflicht

Königliche Verordnung zur Einführung der Allgemeinen Schulpflicht in Preußen, 1717

Am 28. Oktober 1717 führte der König durch königliche Verordnung im Prinzip die allgemeine Volksschulpflicht auf den königlichen Domänengütern ein. So sollte jedes Kind zwischen fünf und zwölf Jahren zur Schule gehen.

„Wir vernehmen missfällig und wird verschiedentlich von denen Inspectoren und Predigern bey Uns geklaget, dass die Eltern, absonderlich auf dem Lande, in Schickung ihrer Kinder zur Schule sich sehr säumig erzeigen, und dadurch die arme Jugend in grosse Unwissenheit, so wohl was das lesen, schreiben und rechnen betrifft, als auch in denen zu ihrem Heyl und Seligkeit dienenden höchstnötigen Stücken auffwachsen laßen.“

Friedrich Wilhelm I.[22]

Während seiner Regentschaft stieg das allgemeine Bildungsniveau in Preußen deutlich. Die 1717 erlassene Schulpflicht trug dazu wesentlich bei, auch wenn sie sich durch den schwachen und finanzarmen Staat nicht gleich flächendeckend durchsetzen konnte. So gab es statt der 320 Dorfschulen vom Jahre 1717 bei seinem Todesjahr schon 1480 Schulen.

Sozial- und Religionspolitik

Friedrich Wilhelm übertrug den von ihm geschätzten lutherischen Pietismus auf den preußischen Staat und die Gesellschaft. Unter ihm wurde dieser nahezu zur „preußischen Staatsreligion“, obwohl er selbst Calvinist blieb. So förderte er Pietisten als Universitätstheologen und stellte pietistische Feldprediger in der Armee an, denen er den Feldpropst Lambert Gedicke voranstellte. Die Lutherische Kirche übernahm den neuen Geist und ließ ihn durch Predigt und die betriebenen Schulen zum Allgemeingut für die Bevölkerung werden. Aus diesen Einrichtungen sowie der pietistischen Universität Halle bezog der Staat Preußen einen großen Teil seiner späteren Elite. Auch interessierte Friedrich Wilhelm sich sehr für die Erneuerung der Kirche der Böhmischen Brüder in Herrnhut. So stand er viele Jahre in Briefkontakt mit dem Grafen von Zinzendorf und ermunterte ihn zur Bischofsweihe.

Friedrich Wilhelm I. vertrat keine durchweg tolerante Religionspolitik. Die Beschränkungen für Juden bestanden unter Friedrich Wilhelm fort; zur christlichen Missionierung der Juden unterstützte er das Institutum Judaicum et Muhammedicum unter dem Theologen Johann Heinrich Callenberg ab 1728 in Halle. Die erste katholische Kirche in der Mark Brandenburg gestattete der Soldatenkönig 1722 auf dem Gelände einer Gewehrfabrik (sogen. Plan) für eingewanderte Waffenschmiede aus dem belgischen Lüttich, da die umworbenen Gewehrspezialisten die freie Religionsausübung zur Bedingung gemacht hatten.[23][24] Der des Atheismus beschuldigte Hallesche Philosophieprofessor Christian Wolff hingegen musste 1723 sein Amt aufgeben, Preußen innerhalb von 48 Stunden verlassen und seine Schriften waren bis 1736 verboten.[25]

Die Errichtung von sozialen Einrichtungen wie des Potsdamer Militärwaisenhauses 1724 oder das königliche Warenlagerhauses lassen sich unter anderen auch auf die religiöse Einstellung des Königs zurückführen. Aus der Zeit zwischen 1717 und 1723 liegen zahlreiche Anweisungen zur Abschaffung der Leibeigenschaft auf den königlichen Domänen durch Friedrich Wilhelm vor, doch sind sie faktisch kaum umgesetzt worden.

Am 9. Januar 1727 verfügte Friedrich Wilhelm I. in einer weiteren Kabinettsorder die Umwandlung eines Lazaretts in ein Bürgerhospital und ordnete in einer Randbemerkung an: „Es soll das Haus die Charité heißen.“ Erster Direktor wurde der Leibarzt des Königs, Johann Theodor Eller (1689–1760).

Konflikt mit dem Thronfolger

1730 kommt es wegen Friedrich Wilhelms Heiratsplänen zum Zerwürfnis zwischen ihm und seinem Sohn und Thronfolger, Friedrich, der daraufhin zusammen mit dem befreundeten Leutnant Hans Hermann von Katte vom Garderegiment Gendarmes seine bereits seit 1729 geplante Flucht aus Preußen in die Tat umsetzen wollte.

Der halbherzige Fluchtversuch Friedrichs scheiterte. In dessen Folge wurde er in der Festung Küstrin eingesperrt. Sein Freund und Fluchthelfer Hans Hermann von Katte wurde hingerichtet. Der König hatte das Urteil gegen Katte in die Todesstrafe umwandeln lassen, um ein Exempel zu statuieren. Seine Berater konnten ihn nur mit Mühe davon abbringen, dem Thronfolger Gleiches anzutun.

Die Ursachen für diesen schweren familiären Konflikt lagen in den Sorgen Friedrich Wilhelm I., dass der Sohn sein Lebenswerk wieder verkommen ließe. Er ließ seine Kinder und insbesondere Friedrich streng erziehen. Friedrich sollte die Ideale des Vaters, Strenge, Unbestechlichkeit, Stärke und Sparsamkeit von Anfang an befolgen. Der feinsinnige Sohn suchte aber immer wieder Zuflucht in Musik und Literatur, was zahlreiche Konflikte zwischen Vater und Sohn heraufbeschwor. Insbesondere akzeptierte der malende Vater die Musik nicht als Kunst, so dass diese als Verständigungsbasis zwischen den beiden nicht in Frage kam.

Noch während der Haftzeit Friedrichs kam es zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn, und auch wenn das Verhältnis weiterhin schwierig war, konnten sich beide damit arrangieren. Der König erlaubte später seinem Sohn, sich samt dessen Gemahlin auf Schloss Rheinsberg zurückzuziehen und dort eigene Studien zu betreiben, wodurch sich Friedrich aus der Umklammerung seines Vaters befreite.

Lebensende

Mit zunehmenden Alter litt Friedrich Wilhelm zunehmend an Gicht- und Podagraanfällen, die seinem ungesunden Lebensstil und einer erblichen Vorbelastung geschuldet waren. Er konnte kaum noch reiten. Am 31. Mai 1740 verstarb er im Potsdamer Stadtschloss an Wassersucht. Die Beisetzung erfolgte am 4. Juni in der Garnisonkirche zu Potsdam. Sein Sohn Friedrich II., bekannt als Friedrich der Große, folgte ihm als König in Preußen (seit 1772 König von Preußen) nach.

Sein Sarkophag steht seit 1991 im Kaiser-Friedrich-Mausoleum nahe der Friedenskirche in Sanssouci. Ursprünglich wie sein Sohn Friedrich der Große in der zerstörten Potsdamer Garnisonkirche beigesetzt, wurden die Sarkophage kurz vor Kriegsende 1945 fortgeschafft. Sie standen bis 1953 in der Elisabethkirche in Marburg (Hessen) und bis 1991 in der evangelischen Christuskapelle auf der Burg Hohenzollern bei Hechingen (Baden-Württemberg).[26]

Persönlichkeit

Insgesamt gesehen war er ein Mensch mit Widersprüchen. Einerseits ein friedliebender Monarch, andererseits ein heilloser Militarist, er war schreckenverbreitend, misstrauisch, brutal, geizig und liebevoll, entgegenkommend, ehrlich und großzügig. Er war ein Despot à la russe und ein tief religiöser, gottesfürchtiger Mensch. Er selbst schien die Widersprüche zu erkennen. Jedenfalls erklärte bzw. entschuldigte er sie:

„Mein ganzes Leben hindurch fand ich mich genötigt, zwei Leidenschaften anzuhängen, die ich nicht [sic!] hatte: eine war ungereimter Geiz und die andere eine ausschweifende Neigung für große Soldaten. Nur wegen dieser so sehr in die Augen fallenden Schwachheiten vergönnte man mir das Einsammeln eines großen Schatzes und die Errichtung einer starken Armee. Beide sind da, nun bedarf mein Nachfolger weiter keiner Maske.[27]

Völlig untypisch für diese Zeit legte er größten Wert auf Sauberkeit und Hygiene, um ansteckenden Krankheiten zu entgehen. Er hegte eine tiefe Abneigung gegen diplomatische Konventionen und höfische Etikette, was sich auf seinem Regierungsstil auswirkte. Sein Bildungsstand stand auf tiefem Niveau, so beherrschte er, obwohl zweisprachig aufgewachsen, weder das Deutsche noch das Französische korrekt und schrieb phonetisch.

Bewunderung zeigte der König für das musikalische Werk Georg Friedrich Händels. In seinen letzten Lebensjahren widmete sich der kranke Monarch der Malerei. Seine Werke, von den Hofmalern vorskizziert, entstanden hauptsächlich auf Schloss Kossenblatt bei Fürstenwalde und in (Königs) Wusterhausen, als Selbstbeschäftigung.

Er bevorzugte einfache Hausmannskost wie Weißkohl mit Schweinebauch, grüne Erbsen mit Hammelkarbonade, Rindsmaul mit Rindsfüßen. Diese Ernährung war seiner Gesundheit allerdings nicht zuträglich.[28]

Das Tabakskollegium im Schloss Königs Wusterhausen

Zu seinem privaten Vergnügen suchte der König regelmäßig ein Tabakskollegium auf, das aus acht bis zwölf abendlichen Mitzechern bestand, die einen rauen Ton pflegten. Mit dabei war Professor Jacob Paul von Gundling (1673–1731), ein Hausgelehrter und Berater des Königs. Gundling zeigte eine Veranlagung zur überheblichen Eitelkeit des Gelehrten und einen starken Hang zum Alkoholismus, verbunden mit Unreinlichkeit. Das machte ihn zur willkommenen Zielscheibe der ausgeprägten Spottlust Friedrich Wilhelms I. und der Teilnehmer des Tabakskollegiums. Gundling ließ es durch sein Verhalten zu, zum Hanswurst gemacht zu werden. Schon die Zeitgenossen und spätere Gelehrtengenerationen sahen darin eine generelle Verachtung der Wissenschaften durch Friedrich Wilhelm I., so ließ ihn der König in einem Weinfass auf dem Bornstedter Friedhof begraben.

Abweichend von den Sitten seiner Zeit unterhielt der König keine Mätressen. In seiner Instruktion an den Nachfolger von 1722 benannte er seine Prämissen für einen Herrscher:

„keine Metressen, es beßer zu Nennen Huhren, haben und ein Gottsehliches lehben führen; diße Regenten wierdt Gott mit allen weldt- und geistsehgen beschütten (…) nicht Sauffen und freßen davon ein unzügtiges leben herr kommet, (…) und auch nicht zugehben das in seine Lender und Prowincen keine Komedien, Operas, Ballettes, Masckeradhen, Redutten gehalten werden.“

Friedrich Wilhelm [29]

Schlösser des Königs

Friedrich Wilhelm I. blieb der einzige preußische Monarch, der nie ein Schloss gebaut hat. Alle Baumaßnahmen bzw. -vorhaben des Vorgängers ließ er einstellen, siehe Unfriedtbau in Königsberg. Repräsentative Bauten, wie etwa das Schloss Charlottenburg, benutzte er kaum, ließ sie aber im Winter beheizen, um Bauschäden vorzubeugen. Andere Schlösser ließ er verkaufen bzw. verkaufte das Inventar, siehe Stadtschloss von Potsdam oder auch Bernsteinzimmer. Schloss Königs Wusterhausen hatte er vom Vater geerbt. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass er dennoch auch Schlösser erwarb: Schloss Rheinsberg, welches er seinem Sohn Friedrich für seine Loyalität schenkte, und Schloss Kossenblatt, welches er selbst bewohnte und nach seinem Geschmack einrichtete.

Denkmal in der Siegesallee

Für die ehemalige und oft als „Puppenallee“ belächelte Berliner Siegesallee gestaltete der Bildhauer Rudolf Siemering 1900 die Denkmalgruppe 27 mit einem Standbild Friedrichs Wilhelms als Hauptfigur. Siemering legte drei Skizzen für die Figur an. Mit zwei Skizzen, die den König im Mantel zeigten, versuchte Siemering, vom Etikett Soldatenkönig abzurücken. Die dritte zeigte ihn dem Etikett entsprechend im Soldatenrock. Diesen Entwurf bestimmte Kaiser Wilhelm II., Auftraggeber der Monumentalallee, zur Ausführung. Die realisierte Figur zeichnet Friedrich Wilhelm I. zum einen als derbe Gestalt von schlichtem und energischen Wesen, die fest und breitbeinig in Knöpfgamaschen dasteht. Die Leibesfülle des Soldatenkönigs wurde bei der Figur nicht kaschiert, sondern „durch die über dem Bauch auseinanderklaffende Jacke und die tiefsietzende Leibbinde in geradezu grotesker Weise betont.“[30] Zum anderen bringt die Figur die widersprüchliche Persönlichkeit des Königs zum Ausdruck, indem im breiten Gesicht ein landesväterlicher Zug hervortritt. Accessoires wie ein Stock, ein Aktenbündel auf dem Boden und Folianten im Bücherregal, das als Stütze hinter der Figur angebracht ist, unterstreichen diese Kennzeichnung eines umsichtigen und sparsamen Regenten.

Als Nebenfiguren waren dem Standbild die Büsten des Ministers Heinrich Rüdiger von Ilgen und Des Alten Dessauers Leopold von Anhalt-Dessau zugeordnet. Die Enthüllung der Gruppe fand am 22. Dezember 1900 statt. Das Denkmal ist mit Schäden wie abgebrochenen Teilen erhalten und wird gemeinsam mit weiteren Siegesallee-Statuen seit Mai 2009 in der Zitadelle Spandau aufbewahrt.[31]

Ehe und Nachkommen

Friedrich Wilhelm war verheiratet mit seiner Cousine Sophie Dorothea von Hannover (1687–1757), Tochter des Königs Georg I. von Großbritannien und dessen Gattin Prinzessin Sophie Dorothea von Braunschweig-Lüneburg. Friedrich Wilhelm und seine Frau waren beide Enkelkinder der Sophie von der Pfalz, protestantische Stammmutter des britischen Königshauses nach dem Act of Settlement. Aus der Ehe gingen 14 Kinder hervor:

Die Söhne von Friedrich Wilhelm I. und Sophie Dorothea um 1737: Friedrich, August Ferdinand, August Wilhelm, Heinrich (vlnr.)
  • Friedrich Ludwig (1707–1708), Prinz von Oranien
  • Wilhelmine (1709–1758)
∞ 1731 Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth (1711−1763)
  • Friedrich Wilhelm (1710–1711), Prinz von Oranien
  • Friedrich, (1712–1786), als Friedrich II. König von Preußen
∞ 1733 Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern (1715–1797)
∞ 1729 Markgraf Karl von Brandenburg-Ansbach (1712–1757)
∞ 1733 Herzog Karl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1713–1780)
∞ 1734 Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt (1700–1771)
∞ 1744 König Adolf Friedrich von Schweden (1710–1777)
∞ 1742 Prinzessin Luise Amalie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1722–1780)
∞ 1752 Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel (1726–1808)
∞ 1755 Prinzessin Anna Elisabeth Luise von Brandenburg-Schwedt (1738–1820)

Literatur

Weblinks

 Commons: Friedrich Wilhelm I. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Heinz Kathe, S.2
  2. S.Fischer-Fabian, Preußens Gloria: Der Aufstieg eines Staates, S. ?
  3. Heinz Kathe, S. 3
  4. Heinz Kathe, S.4
  5. Heinz Kathe, S. 18
  6. S.Fischer -Fabian, S. 85
  7. S.Fischer-Fabian, S.99
  8. Heinz Kathe, S.23
  9. Zitiert nach: Ilja Mieck, Europäische Geschichte der Frühen Neuzeit, Stuttgart 1981, S. 184.
  10. a b Heinz Kathe, S. 29
  11. Zitiert nach: Mieck, S. 184.
  12. zitiert aus: König Friedrich der Große, Ein Gedenkbuch zu seinem 200jährigen Geburstage am 24. Januar 1912, von Theodor Rethwisch, Verlag Georg Wigand
  13. ebenda
  14. Otto Hintze: Kalvinismus und Staatsraison in Brandenburg zu Beginn des 17. Jahrhunderts, in: Gesammelte Abhandlungen 3, 1967, S. 255-312
  15. S. Fischer-Fabian, S. 85
  16. S.Fischer-Fabian, S. 86
  17. S.Fischer-Fabian, S. 88
  18. Werner Schmidt, S. 208
  19. „… denn ein kleiner Mann nicht leicht das lange Gewehr halten […] könne“ aus einer Vorschrift betr. Aushebung von Rekruten vom 27. Februar 1760, zit. nach Hans Bleckwenn: Einleitung S. XX, Fn. 13; in: Bibliotheka Rerum Militarum; Band 4: Preußisches Reglement von 1726. Neudruck der Ausgabe Potsdam 1726. Biblio Verlag, Osnabrück 1970. ISBN 3-7648-0156-5. Dieser praktische Umstand ist kaum bekannt, wurde u.U. auch bewusst geheim gehalten.
  20. S. Fischer-Fabian, S. 113
  21. S.Fischer-Fabian, S.115
  22. http://www.preussen-chronik.de/_/episode_jsp/key=chronologie_002390.html
  23. Nicht aus uneigennütziger Nächstenliebe - In der Ausstellung „Königliche Visionen“: Die Rosenkranzspende PNN 9. Januar 2004
  24. Kreuzberg und seine Gotteshäuser: Kirchen-moscheen-synagogen-tempel Marina Wesner, Berlin Story Verlag 2007 ISBN 3929829754 (Seite 93)
  25. Geschichte des deutschen Buchhandels Von Reinhard Wittman, 1999 (Seite 151)
  26. Sein Sohn Friedrich II. ist gemäß dessen testamentarischem Wunsch, der zunächst durch das Begräbnis neben seinem Vater in der Garnisonskirche missachtet wurde, seit 1991 auf der Terrasse neben dem Schloss Sanssouci begraben.
  27. Bericht des Geheimen Rates von Schliestädt, Kommissar des braunschweig-wolfenbüttelschen Hofes, zit. nach Georg Malkowsky, Die Kunst im Dienste der Staats-Idee; Berlin 1912; S. 110.
  28. S.Fabian-Fischer, S. 89
  29. Heinz Schilling: Höfe und Allianzen. Deutsche Geschichte von 1648 bis 1763, Berlin (Siedler) 1989, S. 399
  30. Uta Lehnert: Der Kaiser und die Siegesallee. Réclame Royale, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-496-01189-0, S. 199.
  31. Uta Lehnert: Der Kaiser und die Siegesallee. Réclame Royale, Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-496-01189-0, S. 198f.


Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich I. König in Preußen und Kurfürst von Brandenburg
1713–1740
Friedrich II.

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