Albrecht-Bengel-Haus
Albrecht-Bengel-Haus
Albrecht Bengel Haus.svg
Typ evangelisches Konvikt
Anschrift Ludwig-Krapf-Str. 5
72072 Tübingen
Bundesland Baden-Württemberg
Land Deutschland
Landeskirche Evangelische Landeskirche in Württemberg
Universität Eberhard Karls Universität Tübingen
Gründungsjahr 1969 [1]
Bewohner (ges.) ca. 120
Rektor Rolf Sons
Studienleiter Rolf Hille, Uwe Rechberger, Paul Murdoch, Nicole Mutschler, Clemens Hägele
Webadresse www.bengelhaus.de

Das Albrecht-Bengel-Haus (ABH) ist ein Studienhaus für evangelische Theologiestudentinnen und -studenten der Universität Tübingen. Es wurde nach dem pietistischen Theologen Johann Albrecht Bengel benannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1970, etwa ein Jahr nach der Gründung des Vereins Albrecht-Bengel-Haus e.V. am 27. Dezember 1969,[1] begann man mit dem Umbau eines Wohnhauses in der Tübinger Gartenstrasse zu einem Studentenwohnheim mit 11 Zimmern. Der erste Studienleiter war der Dekan des Kirchenbezirks Heidenheim und ehemaliger Stiftsrepetent, Walter Tlach, erster ehrenamtlicher Rektor war der Tübinger Missionswissenschaftler Peter Beyerhaus. Die steigenden Studentenzahlen führten bald zu akuter Raumnot. Daher wurde ein Teil des Karl-Heim-Hauses (eines Studentenwohnheims der Evang. Landeskirche) in der Tübinger Weststadt zusätzlich angemietet. Im Herbst 1977 konnte ein Neubau in Tübingen-Derendingen mit Platz für 76 Studierende („A-Bau“ und „B-Bau“) eingeweiht werden. Gerhard Maier, der spätere Bischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, wurde 1980 Rektor des ABH. Unter seinem Rektorat entstand 1987 ein Erweiterungsbau („C-Bau“) in der Ludwig-Krapf-Straße, so dass das Haus insgesamt 95 Studentenzimmer, drei Mitarbeiterwohnungen, eine große Bibliothek sowie Seminar- und Büroräume umfasste. Von 1995 bis 2009 war Rolf Hille Nachfolger von Gerhard Maier. Unter Rolf Hille wurde zur Förderung der Doktorandenarbeit im ABH ein weiteres Gebäude errichtet („D-Bau“) und im Juni 2009 eingeweiht. Es umfasst neben vier Doktorandenwohnungen, einem Andachtsraum, einem Seminarraum und einem Vorlesungsraum auch ein Cafeteria/Begegnungsraum. Zugleich wurde die bestehende Bibliothek mit ihren Arbeitsplätzen in den früheren Andachtsraum hinein erweitert. Am 1. September 2009 übernahm Rolf Sons das Rektorat. Das ABH ist als theologische Ausbildungsstätte dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband angeschlossen.[2]

Zielsetzung

Seine Hauptaufgabe sieht das Haus in der Studienbegleitung der knapp 120 Studierenden, diese wohnen im Haus selber, in Tübingen oder in umliegenden Gemeinden. Die Studienbegleitung und das Wohnen im Haus stehen ausdrücklich nicht nur Theologiestudierenden zur Verfügung. Insgesamt betreuen im Moment sechs Lehrkräfte jeweils kleine Studiengruppen (sog. Konvente von ca. 15 bis 25 Studierenden). Die Themen, die in diesen Konventen behandelt werden sollen sich an einen festgelegten Lehrplan halten.Zwei studentische Haussprecher unterstützten die Hausleitung in organisatorischen Dingen, die die Studierenden betreffen. Außerdem sind diese beiden Haussprecher unter anderem dafür zuständig, dass Zusammenleben der Studierenden auf den Stockwerken zu verbessern, wobei sie von je einem Stockwerkssprecher pro Stockwerk unterstützt werden. Verwaltungsleiter und Rektor des Kollegiums ist seit September 2009 Rolf Sons. Neben den angebotenen Wohnungen für Studenten, Doktoranden und Gäste werden durch einen hauseigenen ABH-Missionszweig ausgewählte Mitarbeiter und Studierende der Kirche Jesu Christi in aller Welt gefördert. Getragen wird dieses freie Missionswerk durch Spenden des gleichnamigen Freundeskreises. Insgesamt ist das ABH eine Stiftung des öffentlichen Rechts.

Die „Bengel“, wie sich die Studierenden dieses Hauses nennen, stehen in gutem Kontakt zu den „Stiftlern“ des Tübinger Evangelischen Stift mit denen jedes Semester ein Fußballspiel ausgetragen wird. Außerdem findet meist jedes Semester abwechselnd eine Begegnung mit dem Wilhelmsstift und dem Evangelischen Stift statt. Den Studierenden steht auch ein Stocherkahn zur Verfügung.

Bewerber verpflichten sich zum Verzicht auf vorehelichen Geschlechtsverkehr.[3]

Liste bedeutender ehemaliger ABH-Studierender

  • Peter Hahne (* 1952), Fernsehredakteur, Journalist
  • Thomas Pola (* 1956), Theologe
  • Jörg Frey (* 1962), Theologe
  • Ulrich Mack (* 1951), Theologe
  • Christian Rose (* 1955), Theologe

Einzelnachweise

  1. a b Martin Holland: Albrecht-Bengel-Haus. In: Helmut Burkhardt und Uwe Swarat (Hrsg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. 1, R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1992, ISBN 3417246415, S. 34 (Gründung des „Albrecht-Bengel-Haus e.V.“ am 27. Dezember 1969).
  2. Theologische Ausbildungsstätten. Evangelischer Gnadauer Gemeinschaftsverband, archiviert vom Original am 14. Dezember 2010, abgerufen am 14. Dezember 2010 (html, deutsch).
  3. Bewerbungsunterlagen (PDF, 265 KB), S. 8, abgerufen 30. Mai 2011

Weblinks


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