Albrecht I. von Hohenfels

Albrecht I. von Hohenfels († 12. Januar 1355 wahrscheinlich in Nürnberg) war Fürstbischof von Eichstätt von 1344 bis 1353.

Inhaltsverzeichnis

Herkunft

Albrecht I. von Hohenfels stammte aus dem bayerischen Adelsgeschlecht der von Hohenfels. Sie waren Ministeriale der Bischöfe von Regensburg. Namensgebender Stammsitz ist Burg Hohenfels, heute gelegen im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.

Leben

Albrecht I. ist seit 1322 in hohen kirchlichen Ämtern in Eichstätt nachweisbar. Seit 1342 hat er auch Ämter in Regensburg übernommen, er war u.a. Regensburger Domherr.

Er wurde 1344 vom Domkapitel einstimmig gewählt. Er erhielt auch die Bestätigung vom Mainzer Metropoliten Heinrich III. von Virneburg. Heinrich war allerdings als Parteigänger Kaiser Ludwigs des Bayern selbst exkommuniziert. Offenbar blieb ihm auch dauerhaft die Unterstützung des Papstes verwehrt, denn er urkundet stets als Elekt.

Mit der Ernennung von Berthold von Zollern 1351 zum neuen Eichstätter Bischof verstärkte das Domkapitel schließlich den Druck auf den Bischof, der unter Vermittlung von Burggraf Johann II., dem Bruder Bertholds, eine Lösung herbeiführte: Albrecht I. verzichtete auf seine Rechte als Bischof und wurde u.a. mit einer jährlichen Pension und Überlassung dreier Burgen abgefunden. Er starb 1355 und wurde im Willibaldschor des Eichstätter Domes begraben. Seine Grabplatte hat sich nicht erhalten.

Siehe auch

Literatur


Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich V. Schenk von Reicheneck Bischof von Eichstätt
1344–1353
Berthold von Zollern

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