Albrecht III. von Sachsen
Wappen als Fensterbild im Mainzer Dom

Adalbert III. von Sachsen (* 8. Mai 1467 in Meißen; † 1. Mai 1484 in Aschaffenburg) war Administrator des Erzbistums Mainz.

Adalbert war der Sohn Ernsts von Sachsen. Um den Schutz der thüringischen Gebiete um Erfurt und im Eichsfeld des Mainzer Erzstifts zu gewährleisten und sich mit Ernst von Sachsen zu verbünden, machten der Mainzer Erzbischof Diether von Isenburg und das Mainzer Domkapitel den noch minderjährigen Adalbert 1477 zum Provisor der Stadt Erfurt und zum Oberamtmann auf dem Rusteberg bei Rustenfelde im Eichsfeld und 1479 zum Mitglied des Mainzer Domstifts. Bereits 1480 wählte das Domkapitel Adalbert zum Koadjutor mit dem Recht zur Nachfolge auf den Bischofsstuhl. Die Wahl wurde trotz anfänglicher Bedenken 1481 durch Papst Sixtus IV. bestätigt. Nach dem Tod Diethers folgte ihm Adalbert am 8. Mai 1482 ins Amt. Adalbert hatte jedoch noch nicht das Alter für eine Bischofsweihe erreicht und blieb zunächst Administrator; da Adalbert schon 1484 vor der Bischofsweihe starb, war er formal nicht Erzbischof von Mainz. Entsprechend ist er auf seinem Grabmal im Mainzer Dom ohne Mitra und Pallium abgebildet.

Adalbert erlangte von Erfurt 1483 die Anerkennung der Erbherrlichkeit des Hochstifts über die Stadt. In Adalberts Regierungszeit wurde in Mainz die Martinsburg, die erzbischöfliche Burg, fertiggestellt.

Literatur



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