Albrecht Leo Merz

Albrecht Leo Merz (* 4. Februar 1884 in Schramberg/Schwarzwald; † 9. Februar 1967 in Stuttgart) war Senator und Gründer der Merz-Schule und der Merz-Akademie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er studierte Architektur in Berlin und Stuttgart. Im Ersten Weltkrieg war er Lehrer der Ballistik und Offizier an der Artillerie-Meßschule in Wahn bei Köln. Das im November 1918 in Stuttgart gegründete „Werkshaus mit Werkesschule“ musste 1933/34 geschlossen werden, Merz führte es aber privat weiter. Er erhielt Schreib- und Redeverbot. Ab 1934 betreute er die Lehrlingsausbildung der Klemm-Flugzeugwerke in Böblingen und arbeitete als freier Mitarbeiter ab 1942 am von Erich Jaensch an der Charité gegründeten Institut für Konstitutionsforschung. Nach dem Krieg gründete er 1946 den „Europäischen Werkring“, eröffnete seine Schule wieder und erweiterte sie 1952 um eine Oberschule und 1956 um ein Internat. [1]

Pädagogik

Das pädagogische Anliegen Albrecht Leo Merz' bestand in dem Anliegen, Menschen heranzubilden, die alle ihre Fähigkeiten einsetzen, um geistiges Erkennen und schöpferisches Gestalten für Leben und Beruf zu verwenden, da heißt ganzheitliche Bildung junger Menschen im Wissenschaftlichen, Künstlerischen und Handwerlichen. Wohlgemerkt, keineswegs in technikfeindlicher Absicht, dafür war Albrecht Leo Merz selbst viel zu sehr Techniker.

Einzelnachweise

  1. Deutsche Biographische Enzyklopädie, hrsg. von W. Killy 7.1998, zit. nach DBA 3(0619) S. 279.

Werke

  • Manifest der Erziehung – Stuttgart (1947).

Literatur

  • Albrecht L. Merz: der Mensch und sein Werk, Stuttgart (1954).

Weblinks


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