Albstadt-Pfeffingen
Pfeffingen
Stadt Albstadt
Koordinaten: 48° 15′ N, 8° 58′ O48.2541666666678.9638888888889764Koordinaten: 48° 15′ 15″ N, 8° 57′ 50″ O
Höhe: 764 m ü. NN
Einwohner: 2147 (30. Juni 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 72459
Vorwahl: 07432
Panorama von Pfeffingen

Pfeffingen ist ein Stadtteil von Albstadt im Zollernalbkreis, Baden-Württemberg. Es liegt auf der Schwäbischen Alb, etwa auf halbem Weg zwischen Stuttgart und dem Bodensee.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Blick vom Irrenberg

Geographische Lage

Pfeffingen liegt in 764 m Höhe, eingebettet in mehrere kleine Seitentäler am Ursprung der Eyach auf der Schwäbischen Alb. Auch heute noch wird intensive Schafzucht betrieben, charakteristisch für die Schwäbische Alb und nicht selten trifft man rund um Pfeffingen auf große Schafsherden. Die Landschaft wird durch zahlreiche Naturschutzgebiete bewahrt und durch meist ehrenamtlichen Helfer gepflegt, wie z. B. das Naturschutzgebiet Irrenberg nördlich von Pfeffingen.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Pfeffingen weist eine Gemarkungsfläche von 1343 Hektar aus.

Geschichte

Pfeffingen im Jahre 1890 (Blick von Norden her)
Pfeffingen

Durch Rückschlüsse von Funden aus der älteren Eisenzeit könnte die erste Besiedelung dieser Gegend um etwa 700 v. Chr. stattgefunden haben. Urkundlich erwähnt wurde der Ort Pfeffingen zum ersten Male in einer Urkunde des Klosters St. Gallen im Jahre 793 als Faffinga. Der Ort selbst ist eine alemannische Gründung, so wie alle Wohnstätten, die auf -ingen enden. Der erste Bestandteil des Ortsnamens gibt meist den Anführer oder Gründer der Besiedlung an. So bedeutet Pfeffingen: zu den Leuten des Paffo oder Faffo gehörend. 1403 kam Pfeffingen zu Württemberg und wurde dem Amt bzw. Oberamt Balingen zugeordnet, aus dem 1934 der Landkreis Balingen hervorging. Herzog Ulrich von Württemberg führte 1534 in seinem Territorium (und damit auch in Pfeffingen) die Reformation durch; seither ist Pfeffingen evangelisch. Im 18. Jahrhundert wurde vermehrt Kohle gebrannt und Kienspan aus Tannenwurzeln gewonnen. Der eifrige Handel mit den harzreichen Kienspänen brachte den Pfeffingern den Namen Kea-Länder ein, der bis heute für die Pfeffinger und die umliegenden Gemeinden ein Begriff ist. Im Dorfzentrum steht deshalb auch eine Statue, das Keaweib, eine Frau, die in einem Korb die Kienspäne zum Markt nach Ebingen trägt.

Figur des Keaweibs in Pfeffingen

Religionen

  • Evangelische Kirchengemeinde
  • Evangelisch-methodistische Kirchengemeinde
  • Neuapostolische Kirchengemeinde

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1971 wurde Burgfelden nach Pfeffingen eingemeindet, am 1. Januar 1975 wurde Pfeffingen (mit dem Ortsteil Burgfelden) im Rahmen der Gemeindereform Teil der neu gebildeten Großen Kreisstadt Albstadt.

Politik

Bürgermeister

siehe: Liste der Bürgermeister von Albstadt

Ortsvorsteher

  • 1975-1999: Gerhard Hils
  • seit 1999: Maria Elisabeth Keppler

Wappen

Das Wappen von Pfeffingen zeigt unter goldenem Schildhaupt, eine liegende schwarze Hirschstange, in Schwarz zwei schräggekreuzte goldene Spindeln.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Vereine

Schulhaus um 1900, heute Feuerwehrmagazin
  • FC 1919 Pfeffingen
  • Turnerbund Pfeffingen
  • Wintersportverein Pfeffingen
  • Männergesangverein
  • Musikkapelle Pfeffingen

Bauwerke

St. Nikolauskirche
  • Die alte Kirche St. Nikolaus. Die Nikolauskapelle ist schon seit dem 14. Jahrhundert erwähnt. Sie war zunächst Filiale von Burgfelden. Nach der Reformation wurde sie Sitz der Pfarrei, während Burgfelden Filiale wurde. Weitere Orte der Pfarrei Pfeffingen waren Zillhausen und Streichen. Die alte Kirche wurde 1897/98 durch einen Neubau ersetzt.

In Pfeffingen befinden sich mehrere sehr gut erhaltene Fachwerkbauten, die mehrere hundert Jahre alt sind.

  • Vogtshaus
  • Alte Mühle Richtung Margrethausen
  • Das (heutige) Feuerwehrmagazin
  • Bleiweißmühle: 1836 siedelte sich im Ort eine Bleiweißmühle an. Daraus entstand jedoch keine Industrie in großem Stil.
  • Das Wagnerhaus

Naturdenkmäler

Quelle der Eyach
  • Die Quelle der Eyach, die am Ortsrand von Pfeffingen entspringt

Sport

  • Im Fußball ist es vertreten durch den FC 1919 Pfeffingen und spielt zur Zeit in der Kreisliga A des Bezirks Zollern. In der vergangenen Saison 2005/06 wurde der Aufstieg zur Bezirksliga nur ganz knapp erst in der Relegation verpasst.
  • Im Radsport finden Mitte August alljährlich Frauen-Etappenrennen (Rennrad) in Pfeffingen statt, beginnend am ersten Tag mit einem anspruchsvollen Rundkurs und am nächsten Tag mit einem Einzelzeitfahren auf den Irrenberg.
  • Für Wintersportler bietet Pfeffingen einen Skilift mit 250 Meter Länge.

Wirtschaft und Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen

  • Feuerwehr Albstadt Abteilung Pfeffingen
    • Die Abteilung Pfeffingen führt ein LF 16 und ein LF 8 in ihrem Fuhrpark.
    • Die Abteilung hat 29 Mann in der Aktiven Wehr, und neun Jugendliche in der Jugendfeuerwehr.
  • DRK Bereitschaft mit Ersthelfergruppe

Literatur

  • Heinz Bader: Am Ursprung der Eyach. Alt-Pfeffingen. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 1992.
  • Friedrich Wissmann: An der Eyachquelle. Ein Heimatbuch von Pfeffingen und Burgfelden. Pfeffingen 1959.


Weblink


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