Alburg
Alburg
Kreisfreie Stadt Straubing
Koordinaten: 48° 52′ N, 12° 32′ O48.86666666666712.538888888889338Koordinaten: 48° 52′ 0″ N, 12° 32′ 20″ O
Höhe: 338 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 94315
Vorwahl: 09421
Karte

Die Pfarrkirche St. Stephan

Alburg ist heute ein Teil der niederbayerischen kreisfreien Stadt Straubing.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Alburg liegt im Gäuboden im Südwesten des Straubinger Stadtgebietes.

Geschichte

Frühe Zeugnisse

Schon jungsteinzeitliche Ackerbauern besiedelten die Flur mit ihren ausgezeichneten Lössböden. Im Ortsteil Lerchenhaid kamen bei archäologischen Untersuchungen jungsteinzeitliche Langhäuser und umfangreiche keltische Siedlungsspuren zum Vorschein.

Ein Zufallsfund beim Lehmabbau am Alburger Hochweg brachte aber den größten Schatz aus der Straubinger Antike ans Licht: den Römerschatz mit Teilen von Paraderüstungen für Soldat und Pferd (heute im Gäubodenmuseum Straubing ausgestellt).

Reiche Funde gibt es auch aus der Zeit zwischen Ende der römischen Herrschaft und dem frühen Mittelalter. So konnte mittlerweile ein sehr bedeutender bajuwarischer Siedlungsplatz an der Stelle des heutigen Dorfkerns und die dazugehörigen Begräbnisfelder nachgewiesen werden.

Alburg in Mittelalter und Neuzeit

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Alburg 777 in einer Schenkungsurkunde des Agilolfingerherzogs Tassilo III. an das oberösterreichische Stift Kremsmünster. Dabei wird eine dem hl. Martin geweihte „capella“ urkundlich bezeugt. Die im frühen Mittelalter urkundlich genannte Kapelle zu Ehren von St. Martin (heute Pfarrkirche St. Stephan) an der Fernstraße RegensburgPassauWien weist auf karolingisches Eigengut hin. Im 10. Jahrhundert erhielt das Regensburger Kloster St. Emmeram Grundbesitz bei Alburg. Der örtliche Besitz des Klosters Kremsmünster wurde 1073 von Bischof Altmann von Passau dem neu gegründeten Passauer Kloster St. Nikola übergeben. Dabei wechselte das Patrozinium von St. Martin auf den Passauer Diözesanpatron St. Stephanus. Auch das Kloster Rohr und verschiedene Adelige hatten im Mittelalter Grundbesitz bei Alburg.

1411 gab es einen Konflikt zwischen dem Kloster St. Nikola und dem Augsburger Domkapitel hinsichtlich der Zehentrechte für das Gebiet zwischen Alburg und Straubing. Mit Grenzsteinen wurde schließlich der Grenzverlauf zwischen Alburg und Straubing markiert. Alburg war damals bereits Pfarrei. Bis zur Säkularisation von 1803 pastorierten neben Weltpriestern Geistliche aus St. Nikola die im Bistum Regensburg gelegene Klosterpfarrei Alburg. Zum Zeitpunkt der Konskription besaß das Kloster hier noch sechs Güter.

Alburg war seit dem 16. Jahrhundert Oberamt des Landgerichtes Straubing, zu dem 1599 neben dem Stadtamt Straubing außerdem noch das Unteramt Salching gehörte. Das Oberamt war in die Hauptmannschaften Alburg, Atting, Perkam und Dürnhart aufgeteilt. 1752 umfasste der Bereich des Oberamtes Alburg 560 Anwesen. Eine eigene Niedergerichtsbarkeit etablierte sich in Alburg nicht.

Die Gemeinde Alburg

Mit den Gemeindeedikten seit 1808 entstand die Gemeinde Alburg. 1821 wurden Harthof und Oberast aus der Gemeinde Mitterharthausen Alburg zugeteilt, da sie zur Pfarrei Alburg gehörten.

Am 1. Juli 1972 kam im Zuge der Gebietsreform in Bayern die landwirtschaftlich geprägte Gemeinde Alburg zur kreisfreien Stadt Straubing.

Bildung

  • Volksschule St. Stephan Straubing-Alburg (Grund- und Hauptschule)
  • Kindergarten St. Stephan

Vereine

  • Freiwillige Feuerwehr Straubing Löschzug Alburg, gegründet 1868
  • Alburger Powerfrauen
  • FC Alburg 1956 e.V., gegründet am 1. Mai 1928 als Sportverein (SV) Alburg
  • KAB Alburg
  • KuSK Alburg
  • KLJB Alburg

Persönlichkeiten

In Alburg wurde der Pädagoge und Komponist Adalbert Hämel (1860–1932) geboren.

Literatur

  • Michael Wellenhofer: Die Ortsgeschichte und Hofgeschichte von Alburg. Alburg 1977.

Weblinks


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