Aldersbach
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Aldersbach
Aldersbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aldersbach hervorgehoben
48.58805555555613.085555555556328
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Passau
Höhe: 328 m ü. NN
Fläche: 45,82 km²
Einwohner:

4.300 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94501
Vorwahl: 08543
Kfz-Kennzeichen: PA
Gemeindeschlüssel: 09 2 75 114
Gemeindegliederung: 52 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Aldersbach
Klosterplatz 1
94501 Aldersbach
Webpräsenz: www.aldersbach.de
Bürgermeister: Franz Schwarz (CSU / Überparteiliche Wählergem.)
Lage der Gemeinde Aldersbach im Landkreis Passau
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Über dieses Bild
Das Rathaus von Aldersbach
Im Durchgang zum Kloster Aldersbach sind mehrere Tafeln mit einer umfangreichen Chronologie von Ort und Kloster angebracht, hier der Teil ab 1954

Aldersbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Passau. Bekannt ist der Ort unter anderem durch das Kloster Aldersbach.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Aldersbach liegt in der Region Donau-Wald im Tal der Vils rund 10 km südwestlich von Vilshofen an der Donau, 30 km westlich von Passau, 25 km nördlich von Pfarrkirchen und 15 km südlich von Osterhofen. Die Gegend zwischen Aldersbach und Fürstenzell wird vor allem touristisch gesehen als Klosterwinkel bezeichnet.

Gemeindegliederung

Die politische Gemeinde Aldersbach hat 52 amtlich benannte Ortsteile[2]:

  • Adenberg
  • Aldersbach
  • Am Käserberg
  • Ammerreuth
  • Atzenberg
  • Beiglöd
  • Duschlöd
  • Eck
  • Edelsbrunn
  • Eggerting
  • Freundorf
  • Gainstorf
  • Galgenberg
  • Grüneröd
  • Gumperting
  • Haag
  • Haidach
  • Haideck
  • Haidenburg
  • Harreröd
  • Heinrichsdorf
  • Hiendlöd
  • Hinteröd
  • Hirt
  • Holzhausen
  • Holzhäuser
  • Hütter
  • Karglöd
  • Kramersepp
  • Kriestorf
  • Maierhof
  • Meiering
  • Moos
  • Neustift
  • Niederöd
  • Ölat
  • Pörndorf
  • Reit
  • Reuth
  • Röslöd
  • Sankt Peter
  • Schwaig
  • Schwarzholz
  • Seier
  • Stocköd
  • Uttigkofen
  • Vogler
  • Walchsing
  • Weidfeld
  • Wenig
  • Wetzstein
  • Wifling

Es gibt die Gemarkungen Pörndorf, Walchsing, Aldersbach und Haidenburg.

Nachbargemeinden

Geschichte

Die erste geschichtliche Erwähnung einer Siedlung mit Namen Aldarespah stammt aus der Mitte des 8. Jahrhunderts im Traditionscodex des Klosters Mondsee. Die angebliche Ersterwähnung einer Kirche in Aldersbach aus dieser Zeit beruht auf einer missverstandenen Notiz des frühen 14. Jahrhunderts, die im ältesten Rechnungsbuch des Klosters Aldersbach überliefert ist. 1120 erfolgte die Gründung des ersten Klosters in Aldersbach (St. Peter) durch Augustiner-Chorherren. Etwa um 1140 war bereits der Name Alderbach gebräuchlich, eine latinisierte Form findet sich in Schriftzeugnissen des frühen 16. Jahrhunderts als Adalogeriopagus. Der Name leitet sich aus dem Personennamen Althar oder Aldar und dem althochdeutschen pah bzw. pach für einen Bach ab. Aldersbach gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Vilshofen des Kurfürstentums Bayern. Die Abtei Aldersbach besaß hier eine offene Hofmark, die 1803 säkularisiert wurde. 1806 kam es zum Verkauf und Abbruch der Kirchen in Weng und auf dem Bernhardsberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Aldersbach. 1972 kam es im Rahmen der Gebietsreform in Bayern zum freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinde Aldersbach mit den ehemaligen Gemeinden Pörndorf, Haidenburg und Walchsing. Die erzwungene Mitgliedschaft in der Verwaltungsgemeinschaft Aidenbach wurde 1980 aufgehoben.

Siehe auch: Kloster Aldersbach

Geschichte der Ortsteile

Der Ort Walchsing wird im Jahr 1100 erstmals urkundlich erwähnt. Haidenburg war ein Adelssitz, der ursprünglich zur Herrschaft Harbach gehörte, 1737 vom Kloster Aldersbach erworben worden war und sich nach der Säkularisation seit 1811 im Besitz der Familie von Aretin befindet. In der Folge der Reformen in Bayern entstanden mit dem Gemeinde-Edikt von 1818 die ehemaligen Gemeinden Pörndorf, Haidenburg und Walchsing, die 1972 nach Aldersbach eingemeindet wurden.

Einwohnerentwicklung

  • 1970: 3.210 Einwohner
  • 1987: 3.574 Einwohner
  • 2000: 4.018 Einwohner

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 2. März 2008 wie folgt zusammen:

  • CSU: 9 Sitze (58,0 % der Stimmen)
  • SPD-PWG: 3 Sitze (18,4 % der Stimmen)
  • Grüne und Parteifreie: 2 Sitze (12,7 % der Stimmen)
  • FWG: 2 Sitze (10,9 % der Stimmen)

Bürgermeister

Bürgermeister ist Franz Schwarz (CSU/Überparteiliche Wählergem.).

Eine Besonderheit in Aldersbach ist die politische Stabilität, sodass die Gemeinde seit 1946 erst drei Bürgermeister hatte: Von 1946 bis 1966 hatte Alfons Duschl dieses Amt inne, ihm folgte bis 1990 Josef Kiermeier. Seit 1990 ist Franz Schwarz Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl vom 2. März 2008 wurde er mit großer Mehrheit (82,25 % der gültigen Stimmen) für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt.

Finanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1421 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 154 T€.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 44, im Produzierenden Gewerbe 891 und im Bereich Handel und Verkehr 104 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 113 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1243. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 5 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 6 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 115 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3194 ha. Davon waren 2823 ha Ackerfläche und 351 ha Dauergrünfläche.

Der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Aldersbach ist das Werk der KNORR-Bremse AG, wo annähernd 1.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Ein weiterer großer Arbeitgeber ist die Brauerei Aldersbach.


Bildung

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2006):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 104 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 20 Lehrern und 350 Schülern

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Lübbers, Bernhard, Art. Aldersbach, in: Hans-Michael Körner/ Alois Schmid (Hg.): Handbuch der historischen Stätten, Bayern I: Altbayern und Schwaben (Kröners Taschenausgabe 324) Stuttgart 2006, S. 10-11.


Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111117/171547&attr=OBJ&val=733

Weblinks

 Commons: Aldersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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