Aleksandr Pokryshkin
Pokryschkin-Büste in seiner Heimatstadt Nowosibirsk

Alexander Iwanowitsch Pokryschkin (russisch Александр Иванович Покрышкин, wiss. Transliteration Aleksandr Ivanovič Pokryškin; * 21. Februarjul./ 6. März 1913greg. in Nowonikolajewsk; † 13. November 1985 in Moskau) war sowjetischer Pilot und dreifacher Held der Sowjetunion.

Leben

Pokryschkin begeisterte sich bereits als Schüler für das Fliegen. So wurde er Mitglied im Segelfliegerclub von Krasnodar und lernte dort das Segelfliegen. 1932 trat er in die Sowjetarmee ein, wo er nach der Grundausbildung ab 1934 als Flugzeugtechniker eingesetzt wurde. Sein Interesse galt aber dem Fliegen, und so ließ er sich von 1936 bis 1938 zum Piloten ausbilden.

Mit dem Beginn des Überfalls auf die Sowjetunion wurde er Jagdflieger. Er bewährte sich in den Luftkämpfen. Viele von ihnen bestritt er auf amerikanischen Bell P-39 „Airacobra“, die den sowjetischen Fliegern von den Amerikanern im Rahmen des Lend-Lease-Vertrages in großer Anzahl überlassen wurden. Seinen ersten Luftsieg errang er 1941 mit einer MiG-3 über eine Bf-109E. 1942 trat Pokryschkin in die kommunistische Partei ein.

Am 24. Mai 1943 wurde er zum Hauptmann befördert und gleichzeitig wurde er Staffelkommandeur des 16. Garde-Jagdfliegerregiments. Nach weiteren herausragenden Leistungen wurde er am 24. August 1943 dort zum Major befördert.

Knapp ein Jahr später, am 19. August 1944, wurde er zum Oberst befördert, gleichzeitig wurde ihm die Kommandantur der 9. Gardejagdfliegerdivision übertragen. Mit diesem Verband kam Pokryschkin am 2. Mai 1945 nach Deutschland, wo er zunächst in Großenhain stationiert war. Auf 560 Feindflügen errang Pokryschkin 59 Luftsiege, 48 davon auf der Bell P-39. Damit war Pokryschkin der zweiterfolgreichste alliierte Pilot (nach Iwan Koschedub) im Zweiten Weltkrieg.

Diese Leistungen brachte ihm insgesamt dreimal die Auszeichnung Held der Sowjetunion ein. Nach dem Ende des Krieges wurde er mehrfach Deputierter des Obersten Sowjet. 1948 schloss Pokryschkin die Frunse-Akademie ab, 1957 die Generalstabsakademie. Von 1968 bis 1971 war er stellvertretender Oberkommandeur der Luftverteidigung. Im Januar 1973 wurde Pokryschkin Marschall der Flieger. Von 1972 bis 1981 war er Vorsitzender der DOSAAF.

Pokryschkin war mit der von ihm entwickelten Angriffstaktik „Höhe-Geschwindigkeit-Manöver-Feuer!“ ein bedeutendes Vorbild erfolgreicher sowjetischer Jagdflieger und schrieb drei Bücher, von denen „Himmel des Krieges“ 1974 ins Deutsche übersetzt wurde.

Literatur

  • Александр Иванович Покрышкин: Крылья истребителя; Москва 1948
  • Александр Иванович Покрышкин: Небо войны; Москва 1970
  • Александр Иванович Покрышкин: Познать себя в бою; Москва 1986
  • Alexander Iwanowitsch Pokryschkin: Himmel des Krieges; deutsche Übersetzung der Autobiographie, Berlin 1974, Militärverlag der DDR

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