Alevitische Gemeinde Deutschland

Die Alevitische Gemeinde Deutschland e. V. (türkisch: Almanya Alevi Birlikleri Federasyonu, Abk.: AABF) mit Sitz in Köln ist der Dachverband der alevitischen Gemeinden in Deutschland. Der Bundesvorsitzende ist Turgut Öker.

Die Alevitische Gemeinde vertritt die zweitstärkste Religionsgemeinschaft innerhalb der türkeistämmigen Migranten in der Bundesrepublik, die rund 500.000[1] Angehörige hat.

Inhaltsverzeichnis

Bedeutung

Die AABF wurde 1986 gegründet und gab sich am 31. März 1998 ein neues Programm. Die „Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.“ ist in Landesvertretungen und Gemeinden auf Stadt- und Gemeindeebene organisiert und vertritt über 120 Gemeinden in Deutschland.

Die AABF ihrerseits ist Mitglied der „Europäischen Föderation der alevitischen Gemeinden“ (Avrupa Alevi Birlikleri Konfederasyonu; Abk. AABK). Die Jugend wird vertreten durch den Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland.

Ziele

Zu den Zielen der „Alevitischen Gemeinde in Deutschland“ gehören die Wiederbelebung des Alevitentums, die Integration und Partizipation ihrer Mitglieder in der deutschen Gesellschaft und die Erteilung eines eigenen Religionsunterrichts.

Publikationen

Alevilerin Sesi (Die alevitische Stimme) ist eine monatlich erscheinende Zeitschrift der AABF. Neben türkischen Texten werden auch deutsche und französische Beiträge veröffentlicht. Die Artikel handeln vom Alevitentum, der innenpolitischen Situation in der Türkei sowie in Deutschland und von alevitischen Vereinstätigkeiten.

Einzelnachweise

  1. BAMF: Muslimisches Leben in Deutschland (2009); S. 314 gibt "zwischen 480.000 und 552.000" an - PDF, 6 MB

Weblinks


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