1899 Hoffenheim
1899 Hoffenheim
Voller Name Turn- und Sportgemeinschaft
1899 Hoffenheim e. V.
Ort Sinsheim
Gegründet 1. Juli 1899
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Rhein-Neckar-Arena
Plätze 30.150
Präsident Peter Hofmann
Trainer Ralf Rangnick
Homepage www.achtzehn99.de
Liga Bundesliga
2007/08 2. Platz (2. Bundesliga)
Trikotfarben
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Trikotfarben
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Heim
Trikotfarben
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Auswärts

Die TSG 1899 Hoffenheim (offiziell: Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e. V.) ist ein Sportverein aus dem 3.300 Einwohner zählenden Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim. Bekannt ist der 1752 Mitglieder zählende Verein vor allem durch seine erste Fußball-Herrenmannschaft, der in der Saison 2007/08 der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Neben Fußball gibt es die Abteilungen Leichtathletik und Turnen. Seit dem 1. Januar 2005 ist die Fußballabteilung in die TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH ausgelagert.[1]

Gefördert wird der Verein durch den SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, der in seiner Jugend selbst für die TSG Hoffenheim spielte und dessen finanzielle Unterstützung dem Verein zwischen 1990 und 2008 den Aufstieg aus der Kreisliga A bis in die Bundesliga ermöglichte.[2]

Die Heimspiele während der Hinrunde der Bundesligasaison 2008/09 trug die erste Fußballmannschaft der TSG Hoffenheim im Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus. Seit der Rückrunde steht die neu erbaute Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1899 bis 1945 – Von den Anfängen bis zur Fusion

Der Verein wurde am 1. Juli 1899 als Turnverein Hoffenheim gegründet. Zu Beginn hatte der zunächst ausschließlich Männern vorbehaltene Verein rund 35 Mitglieder, darunter 20 Aktive. Der Gründungsvorstand bestand aus dem Schneidermeister Jakob Wetzel als 1. Vorstand, sowie dem Schriftwart Wilhelm Gilbert, dem Beisitzer Friedrich Ludwig, dem Kassierer Heinrich Brecht und dem Turnwart Karl Epp. Der Verein trat zunächst sowohl dem Turngau Unterland Badenia als auch dem Gau Main-Neckar bei.[3]

Geprägt war die Vereinsarbeit anfangs ausschließlich vom Turnen, wozu in der damaligen Zeit auch die Gymnastik und leichtathletische Disziplinen gehörten. Die ersten Turngeräte wurden dem jungen Verein vom bereits 1861 gegründeten TV Sinsheim leihweise überlassen, um den Hoffenheimern den Beginn des Turnbetriebes zu ermöglichen. Geturnt wurde auf den Grundstücken verschiedener Gaststätten. Das zehnjährige Jubiläum im Jahr 1909 feierte man mit einem mehrtägigen Sportfest, an dem über 500 Turner aus 23 Vereinen teilnahmen. Auf der Mitgliederversammlung vom 3. April 1913 beschloss der Verein, eine eigene Fahne zu erwerben, die mittels Spenden und Sammlungen im Ort finanziert wurde. Am 10. August desselben Jahres wurde die Fahne im Rahmen des in Hoffenheim stattfindenden Gauturnfests des Elsenz-Turngaues geweiht.

Während des Ersten Weltkriegs kam das Vereinsleben fast vollständig zum Erliegen, da die meisten Mitglieder zum Militär eingezogen wurden. Von 92 Mitgliedern, die am Krieg teilnehmen mussten, waren 28 gefallen oder blieben vermisst. Schon wenige Wochen nach Kriegsende fand am 25. Januar 1919 die erste Generalversammlung nach dem Krieg statt, an der noch 33 Personen teilnahmen. Die Vereinsarbeit im Turnverein wurde wieder aufgenommen, hatte jedoch zu Beginn der 1920er Jahre einige Krisen zu überstehen. Der Vorstand des Vereins bemängelte fehlende Disziplin. Versammlungen sowie die sportlichen Angebote wurden nur noch von einer Minderheit der Vereinsmitglieder wahrgenommen.[4] Die in der Weimarer Republik um sich greifende Inflation trieb zudem die Beitragssätze enorm in die Höhe und schwächte die Vereinskasse.

Dem Fußball im Dorf widmete sich der 1920 gegründete Fußballverein Hoffenheim. Dieser versuchte schon bald nach seiner Gründung einen Zusammenschluss mit dem Turnverein zu erreichen. Auf der Versammlung des Turnvereins am 6. März 1920 wurde die Entscheidung über den Antrag des Hoffenheimer Fußballvereins zu einem Zusammenschluss der beiden Vereine vertagt und schließlich am 17. April 1920 abgelehnt, „da der Fußball-Verein schon wieder am Abnehmen sei“.[5] Im Sommer 1922 versuchte der örtliche Fußballverein erneut die Fusion zu beantragen. Da der Fußballverein keine der von den Turnern gestellten Bedingungen erfüllen konnte, erfolgte am 22. August 1922 eine erneute Absage durch den Turnverein.

Nach den missglückten Fusionsversuchen mit dem Fußballverein Hoffenheim begann in der Folge im Turnverein die Aufgliederung nach Sportarten und damit in Abteilungen. Zunächst wurde bei der Sitzung am 30. Januar 1926 eine Spielabteilung, in der alles außer Fußball gespielt werden durfte, gegründet. Im Juli 1929 folgte eine Frauenabteilung im bis dahin ausschließlich Männern vorbehaltenen Verein. Kurze Zeit später wurde eine Handballabteilung ins Leben gerufen.

Ebenfalls im Jahr 1929 wurde die Hoffenheimer Turn- und Gesangshalle eröffnet. Der Bau der neuen Halle ging auf einen gemeinsamen Beschluss des Turnvereins und des örtlichen Gesangsvereins vom Mai 1925 zurück. Die offizielle Einweihung erfolgte im Rahmen des aufgrund des 30-jährigen Vereinsjubiläums in Hoffenheim ausgetragenen Gauturnfestes im Juni 1929.

Mit Beginn des Nationalsozialismus schlossen sich auch die Hoffenheimer Vereine den neuen Machthabern an. Sie übernahmen die allen Vereinen verordnete Einheitssatzung und wurden gleichgeschaltet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die örtliche Turnhalle von einem Rüstungsbetrieb genutzt und brannte gegen Ende des Krieges aus. Erst in den 1950er-Jahren wurden die Schäden repariert und die Halle wieder für den Sportbetrieb genutzt. Nach Kriegsende erfolgte im Mai 1945 die Fusion des Turnvereins mit dem Fußballverein Hoffenheim; daraus entstand als Nachfolgeverein die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim.

Saisondaten seit 1986

Spielzeit Liga Platz Ø Zuschauer
1986/87 Kreisliga A 5.
1987/88 Kreisliga A 1.
1988/89 Bezirksliga 15.
1989/90 Kreisliga A 13.
1990/91 Kreisliga A 1.
1991/92 Bezirksliga 1.
1992/93 Landesliga[6] 7.
1993/94 Landesliga 5.
1994/95 Landesliga 3.
1995/96 Landesliga 1.
1996/97 Verbandsliga 9.
1997/98 Verbandsliga 3.
1998/99 Verbandsliga 2.
1999/00 Verbandsliga 1.
2000/01 Oberliga 1. 1.457
2001/02 Regionalliga 13. 2.061
2002/03 Regionalliga 5. 1.649
2003/04 Regionalliga 5. 1.878
2004/05 Regionalliga 7. 1.926
2005/06 Regionalliga 4. 2.301
2006/07 Regionalliga 2. 3.022
2007/08 2. Bundesliga 2. 5.978
2008/09 1. Bundesliga
grün unterlegt: Aufstieg
orange unterlegt: Abstieg

1945 bis 1990 – Unterklassiger Sport in der TSG Hoffenheim

Nachdem erst 1957 eine neue Vereinssatzung von der Mitgliederversammlung angenommen wurde, trat die TSG Hoffenheim dem Badischen Sportbund bei. Die Fußballer des neu gegründeten Vereins wurden der Kreisklasse zugeordnet, die auch in den folgenden Jahrzehnten überwiegend die sportliche Heimat der TSG Hoffenheim war. Die fußballerischen Erfolge zu jener Zeit waren bescheiden, aber dennoch vorhanden. Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre klopfte die Mannschaft zweimal ans Tor zur 2. Amateurliga, musste jedoch beide Male andere Teams aufgrund eines schwachen Saisonendspurts an sich vorbeiziehen lassen. 1965 stand man im Halbfinale des Kreispokals, unterlag dort jedoch der damals drittklassig spielenden SpVgg Ilvesheim.

Nach der mit Einführung der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg stattfindenden Spielklassenstrukturreform im Jahr 1978 pendelte Hoffenheim zwischen Kreis- und Bezirksliga.

1990 bis 2001 – Von der Kreisklasse in die Regionalliga

Nach dem Abstieg der TSG Hoffenheim aus der Bezirksliga in die A-Klasse im Jahr 1989 beschloss SAP-Mitbegründer und Milliardär Dietmar Hopp, seinen Heimatverein, bei dem er in der Jugend als Stürmer gespielt hatte, als Mäzen finanziell zu unterstützen. Es folgten der Aufstieg in die Bezirksliga Sinsheim 1991 und im darauffolgenden Jahr in die Landesliga Rhein-Neckar. 1996 gelang der Aufstieg in die Verbandsliga Baden.

Während die TSG Hoffenheim im ersten Verbandsligajahr noch einen Mittelfeldplatz belegte, griff sie im zweiten Jahr bereits in den Kampf um den Oberligaaufstieg ein und belegte am Ende der Saison den dritten Platz. In der Saison 1998/99 wurde Hoffenheim Vizemeister und qualifizierte sich für die Aufstiegsspiele zur Oberliga Baden-Württemberg. Hier traf man auf den SV Linx, den Zweiten der Verbandsliga Südbaden. Nach einer 0:2-Niederlage im Hinspiel und einem 3:1 im Rückspiel unterlag die TSG Hoffenheim im Elfmeterschießen und verpasste somit erneut den Aufstieg.

In der darauf folgenden Saison war das Ziel der TSG Hoffenheim, die seit 1999 in einem von Dietmar Hopp finanzierten neuen Stadion spielte, der Aufstieg in die Oberliga. Nach einer 1:2-Niederlage gegen den SV Schwetzingen am 2. Spieltag wurde der erst seit März tätige Trainer Günter Hillenbrand durch Riko Weigang abgelöst. Nachdem auch dieser im März 2000 den Verein verlassen musste, gelang schließlich unter dem neuen Trainer Alfred Schön als Meister vor dem punktgleichen SV Waldhof Mannheim II der lang ersehnte Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Mit Hans-Dieter Flick als Trainer startete die TSG Hoffenheim mit einem 3:0-Erfolg beim VfL Kirchheim/Teck in die Oberligasaison 2000/01. Bereits nach dem zweiten Spieltag übernahm man die Tabellenführung. Nachdem die TSG diese zwischenzeitlich wieder abgeben musste, lag man zur Winterpause mit fünf Punkten Vorsprung vor dem zweitplatzierten SV Sandhausen an der Tabellenspitze. Am 21. Spieltag kam es in Sandhausen zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten, welches die TSG mit 0:5 verlor. Es folgte ein Endspurt mit 13 Spielen ohne Niederlage. Am Ende wurde der Verein als Neuling auf Anhieb Oberligameister und spielte daraufhin in der Regionalliga Süd.

2001 bis 2005 – Etablierung in der Regionalliga

Nachdem die TSG Hoffenheim nach der ersten Regionalligasaison noch den 13. Tabellenplatz belegt hatte, beendete der Verein die folgenden Spielzeiten im vorderen Tabellendrittel. Im Oktober 2002 kamen mit Christian Möckel und Norbert Hofmann zwei ehemalige Bundesligaprofis zur TSG, die bis dahin vorwiegend junge Spieler aus der Region verpflichtet hatte. Von 2002 bis 2005 wurde die TSG viermal in Folge badischer Pokalsieger und nahm hierdurch am DFB-Pokal teil. In der Saison 2003/04 erreichte die TSG das Viertelfinale in diesem Wettbewerb, wo sie sich dem VfB Lübeck geschlagen geben musste. Zuvor war unter anderem Bundesligist Bayer Leverkusen besiegt worden.

Zwar hatte sich die TSG Hoffenheim in diesen Jahren in der Drittklassigkeit etablieren können, war jedoch zu keiner Zeit in der Lage, ernsthaft um den Aufstieg in die Zweite Bundesliga mitzuspielen. Daraufhin erhöhte der Mäzen Hopp im Jahr 2005 den Einsatz für das Projekt „Profifußball in der Rhein-Neckar-Region“ deutlich. Er schlug vor, zur Bündelung der Kräfte in der Region die Vereine TSG Hoffenheim, FC Astoria Walldorf und SV Sandhausen zu einem FC Heidelberg 06 zu fusionieren. Für ein gemeinsames neues Stadion war dabei für ihn der Standort Heidelberg aus Namens- und Imagegründen erste Wahl; dort wollte er den Bau eines bundesligatauglichen Stadions finanzieren. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch am Widerstand der Vereine aus Walldorf und Sandhausen sowie, nach schwierigen Verhandlungen, an der Standortfrage des neuen Stadions in Heidelberg. Dort kollidierten die Stadionpläne mit der Absicht der Eppelheimer Wild-Werke, auf dem vorgesehenen Standort ihre Produktionsfläche zu erweitern, was für die betroffenen Städte zusätzliche Arbeitsplätze bedeuten könnte.[7] Aus Kosten- und Zeitgründen wurden alternative Standorte in Heidelberg nicht weiter verfolgt und stattdessen ein verkehrsgünstiger Standort in einem Gewerbegebiet der Stadt Sinsheim, zu der Hoffenheim gehört, ausgewählt.[8]

2005 bis 2008 – Großinvestitionen und Aufstieg in die Bundesliga

Auch sportlich brachte die Saison 2005/06 einen spürbaren Umbruch mit sich. Um die Pläne des Vereins zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga zu unterstützen, übernahm im August 2005 der frühere Nationalspieler Karlheinz Förster aus dem nahen Schwarzach das sportliche Management als Berater. Nach einer Heimniederlage gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart im November 2005 geriet der angepeilte Aufstieg jedoch in Gefahr. Trainer Flick wurde trotz seines bis zum Jahr 2010 laufenden Vertrages entlassen und im Dezember 2005 durch Lorenz-Günther Köstner ersetzt. Dieser trat nach dem verpassten Aufstieg Ende der Saison 2005/06 ebenfalls zurück. Wenig später verließ auch Förster den Verein.

Ralf Rangnick, Cheftrainer bei der TSG Hoffenheim

Seit der Spielzeit 2006/07 ist Ralf Rangnick Trainer in Hoffenheim, der ehemalige Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters ist Direktor für Sport- und Nachwuchsförderung und Hans-Dieter Hermann, der auch für die deutsche Fußballnationalmannschaft tätig ist, unterstützt die Mannschaft als Psychologe. Ausgestattet mit langfristigen Verträgen sollen die drei die weitere Entwicklung des Vereins forcieren.

Mit der neuen sportlichen Leitung und namhaften Neuverpflichtungen wie Francisco Copado oder Jochen Seitz erreichte die TSG Hoffenheim bereits in Rangnicks erster Saison als Tabellenzweiter den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zur neuen Saison firmierte der Club aus Marketinggründen als 1899 Hoffenheim, da Turn- und Sportgemeinschaft laut Verein „zu altbacken“ klinge.[9] Der offizielle Vereinsname blieb jedoch bestehen.

Im Zusammenhang mit den sportlichen Erfolgen änderte sich das Bild des Vereins. Wurde die Entwicklung der TSG wegen ihrer langfristig angelegten Jugendförderung bis dahin eher wohlwollend verfolgt, beobachtete die Öffentlichkeit den Verein nun zunehmend kritisch. Sowohl seitens der Presse[10][11] als auch von manchen gegnerischen Fans[12], vereinzelt aber auch von Offiziellen anderer Vereine wie dem Mainzer Manager Christian Heidel[13] wurde kritisiert, dass mit der TSG kein „Traditionsverein“ finanziell unterstützt werde, sondern ein „Dorfverein“ ohne gewachsene Fankultur und Zuschauerhintergrund. Zudem seien dem Verein sportliche Erfolge ermöglicht worden, die ohne die außergewöhnliche finanzielle Unterstützung des Mäzens undenkbar wären. Beispielsweise gab die TSG zur Saison 2007/08 mehr Geld für Neuverpflichtungen aus (im Laufe der Zweitligasaison wurden unter anderem die Juniorennationalspieler Carlos Eduardo aus Brasilien und der Nigerianer Obasi sowie der österreichische Nationalspieler Andreas Ibertsberger verpflichtet) als alle übrigen Zweitligisten zusammen.[14] Von gegnerischen Fußballfans wird der Verein wegen der finanziellen Zuwendungen durch Hopp daher auch ironisch als Hoppenheim bezeichnet und aus dem gleichen Grund in den Medien als „Retortenklub“[15] charakterisiert.

Die Planungen der Vereinsführung ließen den Sportlern bis 2010 Zeit für den Aufstieg, doch der sportliche Erfolg stellte sich schneller ein. Nach einem mäßigen Start in der Saison 2007/08 startete die TSG zu Beginn der Rückrunde mit einer Serie von sieben Siegen in Folge auf einen Aufstiegsplatz durch. Zudem erreichte der Verein zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Viertelfinale im DFB-Pokal, unterlag dort jedoch Borussia Dortmund auswärts mit 1:3. Trotz einer leichten Schwächeperiode gegen Mitte der Rückrunde erreichte die TSG zum Saisonende den zweiten Tabellenplatz und damit als Neuling den sofortigen Aufstieg in die Bundesliga. Dabei konnte vor allem die Hoffenheimer Offensive überzeugen: Die Neuzugänge Obasi und Ba erzielten jeweils zwölf Treffer, Copado steuerte zehn Tore bei.

Seit 2008 – Bundesliga

Auch in der Fußball-Bundesliga setzte der Club zunächst seinen Höhenflug fort. Durch eine starke Offensive, an der vor allem Vedad Ibišević mit 18 Toren einen großen Anteil hatte, wurde Hoffenheim nach einem Remis am 17. Spieltag gegen den FC Schalke 04 Herbstmeister. Ergänzt wurde die Mannschaft in der Winterpause durch Torwart Timo Hildebrand, der ablösefrei vom FC Valencia verpflichtet wurde, den aus Brasilien ausgeliehenen Verteidiger Fabrício sowie durch Boubacar Sanogo, der als Konsequenz aus einer Kreuzbandverletzung von Ibišević vom SV Werder Bremen ausgeliehen wurde. In der Rückrunde konnte die Mannschaft jedoch nicht an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen und rutschte ins Mittelfeld der Tabelle ab.

Namen und Zahlen

Hauptartikel: TSG 1899 Hoffenheim/Namen und Zahlen

Erfolge

Funktionäre

Aktueller Trainerstab

Name Funktion
Ralf Rangnick Cheftrainer
Tomislav Marić Co-Trainer
Achim Sarstedt Co-Trainer
Peter Zeidler Co-Trainer
Rainer Schrey Athletiktrainer
César Thier Torwart-Trainer
Hans-Dieter Hermann Sportpsychologe

Aktueller Profikader

Nummer Spieler Nationalität im Verein seit letzter Verein

Torhüter

1 Daniel Haas Deutscher 2005 Hannover 96
27 Ramazan Özcan Österreicher 2008 FC Red Bull Salzburg
28 Timo Hildebrand Deutscher 2009 FC Valencia
29 Daniel Bernhardt Deutscher 2008 zweite Mannschaft

Abwehr

2 Andreas Beck Deutscher 2008 VfB Stuttgart
3 Matthias Jaissle Deutscher 2007 VfB Stuttgart
5 Marvin Compper Deutscher 2008 Borussia Mönchengladbach
6 Fabrício Brasilianer 2009 Paraná Clube
14 Christoph Janker Deutscher 2006 TSV 1860 München
24 Per Nilsson Schweden 2007 Odd Grenland
26 Andreas Ibertsberger Österreicher 2008 SC Freiburg

Mittelfeld

10 Selim Teber Mannschaftskapitän Deutscher 2006 Denizlispor
17 Tobias Weis Deutscher 2007 VfB Stuttgart
21 Gustavo Brasilien 2007 Sport Club Corinthians Alagoano
23 Sejad Salihović Bosnier 2006 Hertha BSC
25 Isaac Vorsah Ghana 2007 Asante Kotoko
33 Carlos Eduardo Brasilien 2007 Grêmio Porto Alegre
37 Jonas Strifler Deutscher 2008 eigene Jugend

Angriff

9 Demba Ba Senegalese 2007 Excelsior Mouscron
12 Wellington Brasilianer 2008 SC Internacional
16 Kai Herdling Deutscher 2009 SV Waldhof Mannheim
18 Boubacar Sanogo Ivorer 2009 Werder Bremen
19 Vedad Ibišević Bosnier 2007 Alemannia Aachen
20 Chinedu Obasi Nigerianer 2007 Lyn Oslo
36 Marco Terrazzino Deutscher 2009 eigene Jugend

Für eine komplette Auflistung aller Spieler der TSG 1899 Hoffenheim seit deren Aufstieg in die Oberliga im Jahr 2000, siehe Liste der Spieler der TSG 1899 Hoffenheim.

Ausgeliehene Spieler

Transfers in der Winterpause 2008/09

Zugänge Abgänge

Rekordspieler und -torschütze

Der Spieler mit den meisten Einsätzen für Hoffenheim seit dem Oberliga-Aufstieg 2000 ist Marcel Throm mit 190 Liga- und 8 Pokalspielen bis zu seinem Weggang 2007. Die meisten Tore für Hoffenheim erzielte Thomas Ollhoff während den Jahren 2002 bis 2005 mit 39 Liga- und 3 Pokaltoren.

Amateurfußball

Saisondaten seit 2000

Spielzeit Liga Platz
2000/01 Landesliga 1.
2001/02 Verbandsliga 2.
2002/03 Verbandsliga 2.
2003/04 Oberliga 10.
2004/05 Oberliga 8.
2005/06 Oberliga 6.
2006/07 Oberliga 8.
2007/08 Oberliga 5.
2008/09 Oberliga
grün unterlegt: Aufstieg

Geschichte

Die zweite Herrenmannschaft des Vereins wurde 1992 gegründet und spielte zunächst in der Kreisliga B. Zwischen 1998 und 2001 gelangen der Mannschaft vier Aufstiege in Folge und damit der Sprung von der Kreisliga B in die Verbandsliga Baden. Bereits im ersten Verbandsligajahr wurde die Mannschaft Zweiter, scheiterte aber wie die erste Mannschaft einige Jahre zuvor in der Oberligarelegation am SV Linx. Im zweiten Jahr gelang schließlich der Aufstieg in die Oberliga, als man erneut Vizemeister der Verbandsliga Baden wurde und sich in den Relegationsspielen gegen die Zweitplatzierten der Verbandsligen Südbaden und Württemberg – den FC Emmendingen bzw. den Heidenheimer SB – durchsetzen konnte.

Seit dem Aufstieg 2003 spielt die TSG Hoffenheim II in der Oberliga Baden-Württemberg und belegte hier meist Plätze im Tabellenmittelfeld. In der Spielzeit 2007/08 wurde die Mannschaft Fünfter und verpasste den für die Qualifikation zur Regionalliga Süd notwendigen vierten Platz nur knapp.

Trainiert wird die zweite Mannschaft, die auch als U23-Team bezeichnet wird, vom früheren Bundesligaprofi Rainer Scharinger. Heimspielstätte ist das Dietmar-Hopp-Stadion, in dem bis zum Aufstieg in die 1. Bundesliga auch die Spiele der ersten Mannschaft ausgetragen wurden.

Größte Erfolge

  • Vize-Meister der Verbandsliga Baden und Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg: 2003

Jugendfußball und Nachwuchsförderung

Geschichte

Insgesamt verfügt die TSG 1899 Hoffenheim über 22 Jugendmannschaften, davon zwölf Jungen- und zehn Mädchenmannschaften. Die A- und B-Junioren des Vereins spielen in der jeweils höchsten Spielklasse, der U19- bzw. der U17-Bundesliga.

Die A-Junioren stiegen 2005 in die U19-Bundesliga auf und schlossen die bisherigen Spielzeiten auf Plätzen der unteren Tabellenhälfte ab. 2006 und 2008 wurden die Hoffenheimer in der 14 Mannschaften umfassenden Liga jeweils Neunter. 2007 belegten sie den zehnten Platz in der Abschlusstabelle.

Seit ihrem Aufstieg in die Regionalliga im Jahr 2005 spielen die B-Junioren unter ihrem Trainer Guido Streichsbier in der höchsten deutschen Juniorenspielklasse. 2007 qualifizierten sie sich für die neu gegründete U17-Bundesliga. In der Premierensaison wurde die B-Juniorenmannschaft Meister der Bundesliga-Staffel Süd/Südwest und erreichte damit die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft. Dort war sie im Finale im heimischen Dietmar-Hopp-Stadion mit 6:4 gegen Borussia Dortmund erfolgreich, nachdem im Halbfinale bereits Hertha BSC besiegt worden war, und wurde Deutscher Meister der B-Jugend. Sieben Spieler der Meistermannschaft, darunter die beiden Jugendnationalspieler Manuel Gulde und Marcel Gruber, kamen zur Saison 2007/08 vom VfL Neckarau, dem im Gegenzug von der Dietmar-Hopp-Stiftung ein Kunstrasenplatz finanziert wurde.

Basis der Hoffenheimer Jugendarbeit ist das seit 2001 existierende Förderprogramm „Anpfiff ins Leben“, dessen Konzept vom früheren Nationaltrainer Jürgen Klinsmann als deutschlandweit einmalig und wegweisend bezeichnet wurde. Hierbei werden im Jugendförderzentrum im benachbarten Zuzenhausen talentierte Jugendspieler und -spielerinnen fußballerisch an den Leistungsbereich herangeführt. Neben der Trainerarbeit und den sportlichen Einrichtungen bietet das Jugendförderkonzept auch ein Coaching hinsichtlich der schulischen und beruflichen Entwicklung, sowie die Entwicklung der sozialen Kompetenz der Jugendlichen. So stehen dem Nachwuchs neben Privatschulen auch Mentoren des Softwareunternehmens SAP zur Verfügung, die Patenschaften für die Jugendlichen übernehmen.[16] Aufgrund des Förderkonzepts wurde dem mit der TSG zusammenarbeitetenden Verbund aus fünf Schulen der Umgebung am 10. Juli 2008 das seit 2006 vom DFB vergebene Zertifikat Eliteschule des Fußballs verliehen. [17]

Größte Erfolge

Frauenfußball

Geschichte

Die Frauenfußballsparte der TSG 1899 Hoffenheim geht zurück auf die im Jahr 2000 gegründete Mädchenfußball-Spielgemeinschaft 1. FC Mühlhausen/VfB St. Leon, die sich in der Folgezeit durch zahlreiche Meisterschaften und Pokalsiege schnell zur Nummer eins im badischen Mädchenfußball entwickelte und zur Saison 2006/07 erstmals eine Frauenmannschaft an den Start schickte.

Am 1. Juli 2007 übernahm die TSG 1899 Hoffenheim die Fußballerinnen der aufgelösten Spielgemeinschaft 1. FC Mühlhausen/VfB St. Leon. Die erste Mannschaft startete in der Verbandsliga Baden, die zweite in der Landesliga. Ziel ist wie bei den Männern der Aufstieg in die Bundesliga. Bereits im ersten Spieljahr unter neuem Namen wurde die erste Mannschaft unter ihrem Trainer Jürgen Ehrmann 2008 überlegen Meister der Verbandsliga und schaffte den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg. Zudem sorgte der Verein für ein Novum, da im Finale des badischen Landespokals die erste Mannschaft der TSG auf die zweite Mannschaft traf und dabei mit 8:2 gewann.

Die Heimspiele der TSG 1899-Frauen werden auf dem Sportplatz des VfB St. Leon ausgetragen.

Größte Erfolge

  • Meister der Verbandsliga Baden: 2008
  • Badischer Pokalsieger: 2008

Stadion und Infrastruktur

In den Anfangszeiten des Turnvereins trafen sich die Mitglieder zum Turnen auf den Grundstücken verschiedener Hoffenheimer Gaststätten. 1929 wurde die Turnhalle eingeweiht, die gegen Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und erst in den 1950er Jahren wieder genutzt werden konnte.

Die Fußballer hatten zunächst keinen eigenen festen Spielplatz. 1968 wurde der Sportplatz im Rot errichtet, auf dem die TSG Hoffenheim fortan ihre Heimspiele austrug. Von 1968 bis 1971 erbaute der Verein in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportplatz sein eigenes Clubhaus. Die Einweihung erfolgte im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Fußballsparte der TSG. Dieses erste Clubhaus wurde bis zum Abriss 1999 genutzt.

Neubau der Rhein-Neckar-Arena im Januar 2009

Zum 100. Geburtstag des Vereins im Jahr 1999 wurde das Dietmar-Hopp-Stadion, das vollständig aus Hopps Privatvermögen finanziert wurde, eingeweiht und dem Verein geschenkt. Das zunächst 5.000 Zuschauer fassende Stadion wurde im Sommer 2007 nach dem Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga umgebaut und auf ein Fassungsvermögen von 6.350 Zuschauern erweitert. Für die 1. Bundesliga genügte das Stadion jedoch nicht den Anforderungen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Deshalb wich die Mannschaft in der Hinrunde der Bundesliga-Saison 2008/09 vorübergehend in das Mannheimer Carl-Benz-Stadion aus. Um die Auflagen der DFL zu erfüllen, wurde in dem 27.000 Zuschauer fassenden Stadion eine 400.000 Euro teure Videowand installiert und weitere 600.000 Euro in die bauliche Ertüchtigung, Medienarbeitsplätze und Sicherheitseinrichtungen investiert. Die Kosten übernahm als Stadioneigentümerin die Stadt Mannheim im Vorgriff auf einen Sponsor-Vertrag mit der Daimler AG.[18]

Schloss Agnestal vor dem Umbau

Parallel zum Umbau des mit dem Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga nur noch für Spiele der zweiten Mannschaft und der Junioren genutzten Dietmar-Hopp-Stadions wurde 2007 mit dem Neubau der Bundesliga-tauglichen Rhein-Neckar-Arena an der A 6 bei Sinsheim begonnen, welche am 24. Januar 2009 nach 22 Monaten Bauzeit mit dem Eröffnungsspiel der TSG Hoffenheim gegen eine Auswahl der Rhein-Neckar-Region festlich eröffnet wurde. Die Arena wird auch Schauplatz der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 sein.

Im Nachbarort Zuzenhausen wurde das Schloss Agnestal zu einem 15 Millionen Euro teuren Trainings- und Klubzentrum samt Fußballinternat und Geschäftsstelle umgebaut, welches die TSG im August 2009 beziehen wird. Eine Fläche von 7500 Quadratmetern soll auf dem insgesamt 16 Hektar umfassenden Gelände für Trainingsplätze nutzbar gemacht werden, während die Repräsentations- und Funktionsstätten der TSG Hoffenheim im Schloss sowie den ehemaligen Wirtschaftshäusern unterkommen sollen. Nach der Fertigstellung wird der Verein über eines der modernsten Trainingszentren Deutschlands verfügen.[19]

Zuschauer und Fans

Mit dem zunehmenden Erfolg stieg auch das Interesse der Zuschauer an den Spielen der TSG Hoffenheim. Nachdem der Zuschauerschnitt in den ersten Regionalligajahren um die 2.000 Besucher pendelte, brachte es der Verein im Aufstiegsjahr 2006/07 auf 3.022 Zuschauer im Schnitt. In der Zweitligasaison 2007/08 war das Dietmar-Hopp-Stadion fast immer ausverkauft. Der Besucherschnitt wurde auf knapp 6.000 Zuschauer gesteigert, was aufgrund der geringen Stadionkapazität dennoch den letzten Platz in der Zuschauertabelle der 2. Bundesliga bedeutete. Vor der ersten Bundesligasaison konnte 1899 Hoffenheim bereits nach zwei Vorverkaufstagen über 10.000 Dauerkarten absetzen.[20] Der Dauerkartenverkauf wurde nach kurzer Zeit vorzeitig gestoppt, um noch genügend Tageskarten anbieten zu können.

Seit der Saison 2001/02 gibt es eine organisierte Fanszene. Nach dem Aufstieg in die Regionalliga wurde der Zwinger-Club als erster Fanclub der TSG Hoffenheim gegründet. Mit den Bluedragons Hoffenheim und den TSG-Kellerfreunde Neckarbischofsheim kamen 2006 und 2007 zwei weitere hinzu. Der Verein hat inzwischen 52 offizielle Fanclubs[21], unter anderem in Australien, Berlin und Hamburg. Im Dietmar-Hopp-Stadion war der Kern der Hoffenheimer Fans im Block B auf der Osttribüne angesiedelt.

Das Maskottchen der TSG ist ein Elch namens „Hoffi“.

Sponsoren

Haupt- und Trikotsponsor der TSG 1899 Hoffenheim ist TV DIGITAL, eine Programmzeitschrift der Axel Springer AG. Die am 1. Juli 2008 beginnende Kooperation ist zunächst auf zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2009/10 angelegt. Neben dem Trikotsponsoring beinhaltet die Partnerschaft unter anderem auch Nutzungsrechte für Werbeflächen im Stadion sowie Titelnutzungsrechte. Der Sponsorenvertrag ist mit rund 2,5 Millionen Euro jährlich sowie Extra-Prämien dotiert.[22] Vorherige Hauptsponsoren waren Südbest sowie die Mannheimer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft.

Daneben wurde ein Sponsoren-Pool geschaffen, dessen Mitglieder sich als Offizieller Partner des Vereins bezeichnen dürfen. Die Partner sind in einer Sponsorenpyramide, in der Premium Partner über den normalen Team Partnern und den in der Pyramide noch weiter unten befindlichen Service- und Medienpartnern eingeordnet. Je nach Art Partnerschaft werden dem Sponsor bestimmte Rechte zugestanden. Neben vielen weiteren ist auch SAP, das ehemalige Unternehmen Hopps, ein Sponsor.[23]

Nachdem die Partnerschaft mit Nike beendet wurde, ist Puma ab dem 1. Juli 2008 Ausrüster von 1899 Hoffenheim. Mit dem Unternehmen wurde ein bis 2014 datierter Ausrüstervertrag abgeschlossen, der neben der Lizenzmannschaft auch das U23-Team sowie alle Jugend- und Frauenmannschaften umfasst.[24]

Der reine Personaletat von Hoffenheim beträgt in der ersten Bundesliga-Saison 23 Mio. Euro. Der Gesamtetat beläuft sich nach Angaben von Mäzen Dietmar Hopp auf rund 40 Mio. Euro.[25] Hopp hat in einem Interview erklärt, er habe in den letzten acht Jahren insgesamt rund 175 Mio. Euro in den Verein investiert, davon insgesamt rund 90 Mio. Euro in das Dietmar-Hopp-Stadion, die Rhein-Neckar-Arena und das neue Trainingszentrum in Zuzenhausen, sowie 25 Mio. Euro für Spielereinkäufe. [26]

Andere Sportarten

Wie viele andere Vereine in Deutschland, entstand der heute vor allem für seine Fußballabteilung bekannte Verein aus einem Turnverein heraus. Das Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreitete Turnen war zunächst Hauptstütze des Vereins. Neben Leichtathletik ist die Abteilung Turnen die einzige heute noch neben dem Fußball in der TSG Hoffenheim existierende Sportart.

Ende der 1920er wurde im damaligen Turnverein eine Handballabteilung geschaffen. Gespielt wurde im Verein das damals populäre Feldhandball. Mit der Verdrängung des Feldhandball durch das Handballspiel in der Halle wurde die Abteilung Anfang der Siebziger Jahre aufgelöst, da keine geeignete Spielstätte zur Verfügung stand. Größere Erfolge konnte die Handballabteilung nicht aufweisen.

Erfolgreicher waren die Rhythmischen Sportgymnastinnen des Vereins. Die 1978 gegründete Abteilung entwickelte sich schnell zu einer Talentschmiede. 1983 und 1985 nahm man sogar an den Deutschen Meisterschaften teil. Während man als Mannschaft nur hintere Plätze belegte, wurde Katharina Weber 1983 Dritte in der Einzelwertung. Mit dem aufkommenden Erfolg der Fußballer entwickelte sich die Rhythmische Sportgymnastik in der TSG hin zum Cheerleading. Im Jahr 2005 wurde die Abteilung aufgelöst.

Weitere heute ebenfalls nicht mehr existierende Abteilungen innerhalb der TSG Hoffenheim waren Schach, Volleyball, Judo sowie Ju-Jutsu.

Literatur

  • Theo Berberig: Festschrift der Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim 1899 e. V. zum 100-jährigen Jubiläum: 9. bis 11. Juli 1999. Sinsheim-Hoffenheim 1999, PPN 102754373.
  • Hardy Grüne: TSG Hoffenheim. In: Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7, S. 228, AGON Sportverlag, Kassel 2001, ISBN 3-89784-147-9.
  • Wolfgang Brück: Das Wunder von Hoffenheim: Von der Kreisklasse bis in die Bundesliga. Druckerei Odenwälder, 2008, ISBN 3936866260.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Da GmbH und Verein eng miteinander verzahnt sind, wird im Folgenden nicht zwischen beiden unterschieden.
  2. Moritz Kielbassa: „Ich bin kein Abramowitsch“. Auf: sueddeutsche.de, 20. Mai 2008.
  3. Vereinschronik 100 Jahre TSG Hoffenheim, 1999, S. 39.
  4. Vereinschronik 100 Jahre TSG Hoffenheim, 1999, S. 39. Der Vorstand beanstandete am 8. Januar 1921 „Im Verein herrscht keine Zucht und Ordnung mehr“ und beschloss Strafen. Die Chronik berichtet zudem von weiteren Unstimmigkeiten, in deren Verlauf Turnstunden mangels Teilnehmern ausfielen, Veranstaltungen und Feste abgesagt wurden und Einladungen anderer Vereine abgesagt werden mussten, da es keine aktiven Turner mehr gab.
  5. Vereinschronik 100 Jahre TSG Hoffenheim, 1999, S. 39.
  6. Archiv deutscher Fußball-Ligen seit 1902 Auf: asc-neuenheim.de, 6. Juli 2008
  7. WILD Standortsicherung – Expansionspläne für das Werk Eppelheim, Pressemitteilung der Wildwerke vom 4. Mai 2006
  8. Dietmar Hopp Besitzgesellschaft, TSG Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH: Pressemitteilung zum Standort des geplanten Fußballstadions. 20. September 2006.
  9. TSG zu altbacken. Auf: ntv.de, 24. Juni 2007.
  10. Sebastian Christ: Millionäre im Dorfclub. In: Die Zeit, Nr. 20 vom 10. Mai 2007, S. 62. Vgl. den Vergleich mit dem SV Wehen Wiesbaden: Robert Mühlbach: Durchmarsch der Dorfclubs. Auf: zeit.de, 30. Mai 2007.
  11. Rüdiger Scheidges: Im Club des Milliardärs: Hopp, Hopp, hurra!. In: Handelsblatt, Freitag, 16. Mai 2008.
  12. Offener Brief der FCK-Fanszene an Dietmar Hopp. Auf: der-betze-brennt.de, 25. Oktober 2007.
  13. Offener Streit zwischen Heidel und Hopp. Auf: swr.de, 4. Oktober 2007.
  14. Sven Goldmann: Vom Neid zum Hass. Wie Aufsteiger Hoffenheim und sein Mäzen Dietmar Hopp in der Zweiten Liga die Gemüter bewegen. Auf: tagesspiegel.de, 28. Oktober 2007.
  15. Christoph Ruf: Angeln im Aquarium: Fußball-Retortenclubs Auf: Spiegel Online, 10. Mai 2007.
  16. Uschi Götz: Hopp und Tor: Ein Milliardär setzt auf den Sport in der Provinz Aus: Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 20. Mai 2008
  17. Sechs neue „Eliteschulen des Fußballs“ ernannt Auf: dfb.de, 10. Juli 2008, abgerufen am 6. August 2008
    Hoffenheim zur „Eliteschule des Fußballs“ ernannt. Auf: tsg-hoffenheim.de, 13. Juli 2008. Abgerufen am 4. August 2008.
  18. Gemeinderatsvorlage Stadt Mannheim Juni 2008
  19. Joachim Henn: Die meisten Baustellen. Auf: 11freunde.de, 14. August 2007
  20. 1899 Hoffenheim verkauft 10 300 Dauerkarten Auf: fussball24.de, 16. Juli 2008, abgerufen am 6. August 2008
  21. Liste der Fanclubs auf www.tsg-hoffenheim.de, abgerufen 19. Oktober 2008
  22. TV DIGITAL neuer Haupt- und Trikotsponsor von 1899 Hoffenheim Auf: tsg-hoffenheim.de, 26. Juni 2008
  23. Partner von 1899 Hoffenheim Auf: tsg-hoffenheim.de, 22. Juni 2008
  24. PUMA wird neuer Ausrüster von 1899 Hoffenheim Auf: tsg-hoffenheim.de, 4. Juni 2008
  25. Adrian Bauer: FC Hopp Auf: zeit.de, 1. August 2008, abgerufen am 6. August 2008
  26. Hopp nennt Zahlen Auf: sport1.de, 9. Januar 2009, abgerufen am 10. Januar 2009

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