1906 TG
Asteroid
(588) Achilles
Eigenschaften des Orbits (Simulation)
Orbittyp Jupiter-Trojaner (L4)
Große Halbachse 5,192 AE
Exzentrizität 0,147
Perihel – Aphel 4,429 – 5,956 AE
Neigung der Bahnebene 10,3°
Siderische Umlaufzeit 11 a 303 d 1 h
Mittlere Orbitalgeschwindigkeit 13,00 km/s
Physikalische Eigenschaften
Durchmesser 135,48 km
Albedo 0,033
Rotationsperiode > 12 h
Absolute Helligkeit 8,67
Spektralklasse D- oder G-Typ
Geschichte
Entdecker Max Wolf
Datum der Entdeckung 22. Februar 1906
Andere Bezeichnung 1906 TG

(588) Achilles ist ein Asteroid aus der Gruppe der Jupiter-Trojaner, er läuft also auf der Bahn des Jupiters um die Sonne.

Achilles wurde am 22. Februar 1906 von Max Wolf als erster Trojaner entdeckt und ist nach dem griechischen Helden Achilles aus der Ilias benannt. Der Name des Asteroiden wurde ursprünglich von Johann Palisa, einem Freund und Kollegen von Max Wolf, vorgeschlagen. Der Asteroid läuft Jupiter auf dessen Bahn um 60° voraus (er befindet sich am Lagrange-Punkt L4). Die vorauslaufenden Trojaner werden auch als Griechen bezeichnet und sind deshalb nach antiken griechischen Helden benannt. Die Bahn von Achilles verläuft zwischen 4,429 (Perihel) und 5,956 (Aphel) astronomischen Einheiten und ist 10,3° gegen die Ekliptik geneigt. Die Bahnexzentrizität beträgt 0,147.

Während der Opposition erreicht Achilles eine scheinbare Helligkeit von 16,6 mag. Er ist damit ein äußerst lichtschwaches Objekt am Nachthimmel.

Neben seiner geringen Größe ist auch Achilles geringe Albedo (Reflektionsvermögen) für seine geringe Helligkeit verantwortlich. Er reflektiert nur 3,3 % des auftreffenden Lichts, ist also schwärzer als beispielsweise Asphalt. Seine Oberfläche besteht nach Messungen an der Infrared Telescope Facility (IRTF) der NASA wahrscheinlich zu 20 bis 40 % aus Pyroxen (verschiedene Silikate). Für die beobachtete Rotfärbung des reflektierten Anteils dürfte Eisen verantwortlich sein. Tholinanteile, also durch Ultraviolettes Licht umgeformte Methan- und Ethanbestandteile, über 10 % auf der Oberfläche konnten durch Spektralanalysen ausgeschlossen werden. Ebenso ist die Oberfläche arm an Chloriten (maximal 1 %).

Siehe auch

Literatur

  • Icarus: Volume 164, Issue 1, Pages 104-121: 7/2003: Constraints on the surface composition of Trojan asteroids from near-infrared (0.8–4.0 μm) spectroscopy: Emery, J. P.; Brown, R. H.: Artikel online auf dem Icarus-Server erhältlich (in Englisch): doi:10.1016/S0019-1035(03)00143-X
  • Icarus: Volume 170, Issue 1, Seite 131-152: 7/2004: The surface composition of Trojan asteroids: constraints set by scattering theory: Emery, J. P.; Brown, R. H.: Artikel online auf dem Icarus-Server erhältlich (in Englisch): doi:10.1016/j.icarus.2004.02.004

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