Alexander G. Bell

Alexander Graham Bell (* 3. März 1847 in Edinburgh, Schottland; † 1. August 1922 in Baddeck, Nova Scotia, Kanada), war ein britischer Sprechtherapeut, Erfinder und Großunternehmer. Er gilt als der erste Mensch, der aus der Erfindung des Telefons Kapital geschlagen hat, indem er Ideen seiner Vorgänger zur Marktreife weiterentwickelte. Zu seinen Ehren wurde die dimensionslose Maßeinheit (Pseudomaß) für logarithmische Verhältniswerte, mit dem auch Schallpegel gemessen werden, mit Bel benannt. In der Geschichte der Gehörlosen werden Bells Aktivitäten zwiespältig gesehen.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alexander Graham Bell

Bell, der wie seine beiden Brüder zunächst von der Mutter unterrichtet wurde, besuchte ab dem 10. Lebensjahr eine Privatschule in Edinburgh und ab dem 14. Lebensjahr eine Schule in London. Er studierte in Edinburgh Latein und Griechisch. Bereits der Großvater Alexander und der Vater Alexander Melville Bell beschäftigten sich mit Sprechtechnik, wobei Letzterer als Professor der Rede- und Vortragskunst[1] das erste universale phonetische Schriftsystem bzw. eine Lautschrift oder phonetisches Alphabet entwickelte, das er Visible Speech nannte, weil damit die Laute abgebildet würden.

Sohn Alexander, der in Bewunderung für einen Freund der Familie noch als Kind den Zunamen Graham annahm, wurde mit 17 Jahren Lehrer an der Weston House Academy für Sprechtechnik und Musik in Elgin, Schottland.[1] Während dieser Zeit begannen seine ersten selbständigen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Akustik. Dabei lernte er auch den deutschen Physiker und Physiologen Hermann von Helmholtz, kennen, der mit seinem 1863 erschienenen Werk „Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik“ den jungen Bell wesentlich beeinflusste.[1]

Schließlich folgte er seinem Vater nach London, wo dieser am University College als Lehrer für Sprechtechnik tätig war und seinen Sohn als Assistenten einstellte. Bell studierte bis 1870 Anatomie und Physiologie der menschlichen Stimme.

Nachdem Alexanders Brüder Edward (1868) und Melville (1870) beide an Tuberkulose gestorben waren, siedelten Alexander und seine Eltern 1870 nach Kanada über, wo der Vater ein besseres Klima erhoffte und eine Lehrtätigkeit aufnahm.

Die historisch nachhaltigste Wirkung hatte Bell 1876 mit der Entwicklung und Einführung des Telefons zu einem gebrauchsfähigen System. In der Folge entstand die Bell Telephone Company, die sich später zum weltweit größten Telekommunikationskonzern AT&T entwickelte.

1876 heiratete er die gehörlose Tochter Mabel seines Geschäftspartners Hubbard, die er als Taubstummenlehrer an der Clarke-Schule kennenlernte. Mit ihr hatte er zwei Töchter, Elsie May und Marian (Daisy) Bell, sowie die Söhne Edward und Robert, die beide im Kindesalter starben.

1882 erhielt Bell die Staatsbürgerschaft der USA. Bis zu seinem Tode 1922 beschäftigte sich Bell vor allem mit weiteren Entwicklungen und Erfindungen auf zahlreichen technischen Gebieten sowie auch mit Untersuchungen zur Eugenik der Taubheit.

Bell als Sprachtherapeut und Taubstummenlehrer

Bells Mutter Eliza Symonds Bell war stark schwerhörig, Bell konnte sich jedoch mit ihr mit besonders tiefer Stimme unterhalten. Dies, sowie die familiär vorgeprägte berufliche Laufbahn veranlassten Bell offensichtlich, einer der engagiertesten Befürworter des lautsprachlich orientierten Erziehungsprinzips für Taubstumme im Gegensatz zu gebärdensprachlich orientierten Methoden zu werden.

1868 gab Bell an Susanna Hulls Schule in London Sprechunterricht für taubstumme Kinder. 1871 ging Bell als Taubstummenlehrer an die in Northampton eingerichtete spätere „Clarke School“ in Massachusetts, USA. Er bleibt danach für den Rest seines Lebens Mitglied des Aufsichtsrats der Schule und wird in den letzten fünf Lebensjahren auch dessen Vorsitzender. An dieser Schule lernt er auch Mabel, seine spätere Frau kennen. In der gleichen Zeit unterrichtete er auch neben Edward Miner Gallaudet am American Asylum for the Deaf in Hartford, Connecticut.

Von 1873 bis 1877 bekleidete er eine Professur für Sprechtechnik und Physiologie der Stimme an der Universität Boston.

Angeblich betrachtete Bell sich selbst in erster Linie immer als Taubstummenlehrer und weniger als Erfinder. Eine Ironie der Geschichte ist es, dass Bell, der stets beabsichtigte, die Tauben fördern zu wollen, mit dem Telefon ein System verbreitete, das zum Standard-Instrument im Beruf, Geschäftsleben und Alltag wurde, jedoch durch seine Nicht-Nutzbarkeit für Taube diese ausgrenzte und ihre beruflichen Chancen mehr als ein ganzes Jahrhundert lang minderte.

Alexander G. Bell und das Telefon

Bell spricht in ein Telefon

Siehe auch: Erfindung des Telefons

Bells Telefon hatte zunächst zwei Vorgängerentwicklungen zur Grundlage.

Bereits 1860 hatte der italo-amerikanische Erfinder Antonio Meucci einen Fernsprechapparat vorgestellt[2] und 1871 einen Patentantrag gestellt. Für die endgültige Anmeldung konnte er, der sich damals in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage befand, jedoch die Kosten nicht aufbringen und die Gültigkeit der Vormerkung erlosch 1873. Inzwischen war Bell, der jetzt in den ehemaligen Werkstätten von Meucci arbeitete, auf dessen Materialien und Unterlagen gestoßen und konnte sie als Grundlage für sein Telefon nutzen. Als Meucci 1874 seine Gerätschaften und Unterlagen zurückforderte, wurde ihm mitgeteilt, man habe diese verloren. Meucci beauftragte einen Anwalt, gegen Bells Vorgehen zu protestieren, was jedoch nie geschah. Trotz jahrzehntelanger Streitigkeiten gelang es Antonio Meucci nicht, das Patent oder wenigstens finanzielle Entschädigungen von Bell zu erhalten. Er starb als verarmter Mann. Am 11. Juni 2002 würdigte das Repräsentantenhaus des amerikanischen Kongresses der Vereinigten Staaten in einer Resolution, Antonio Meuccis Erfindung und seine Arbeit bei der Einführung des Telefons.[3]

Von 1858–63[4] hatte Johann Philipp Reis das erste funktionierende Gerät[5] zur Übertragung von Tönen über elektrische Leitungen entwickelt und seiner Erfindung den Namen „Telephon“ gegeben. Am 26. Oktober 1861[6] führte er den Fernsprecher zahlreichen[7] Mitgliedern des Physikalischen Vereins in Frankfurt vor.[6] Danach verbesserte Reis den Apparat bis 1863 wesentlich[8] und verkaufte ihn in größeren Mengen als wissenschaftliches Demonstrationsobjekt.[9] So kamen auch Exemplare ins Ausland.

Bell lernte ein frühes Modell des Reis’schen Telefonapparates bereits 1862 in Edinburgh kennen. Sein Vater versprach ihm und seinen Brüdern einen Preis, wenn sie diese Sprechmaschine weiterentwickeln würden.[10] 1865 konnte der britisch-amerikanischer Erfinder David Edward Hughes in England gute Resultate mit dem deutschen „Telephon“ erzielen.[11] Ab 1868 wurde in den USA mit der deutschen Erfindung gearbeitet.[10] Als Bell im März 1875[10] an der amerikanischen Forschungs- und Bildungseinrichtung Smithsonian Institution mit dem Reis'schen Telefonapparat experimentierte,[4] war die Erfindung in Fachkreisen bereits gut bekannt. Bell konnte jedoch von der für ihn wichtigen Grundlagenforschung des Deutschen profitieren.[12]

Um 1873 versuchte Bell, einen „harmonischen Telegraphen“ zu entwickeln, der durch Benutzung mehrerer isolierter musikalischer Tonlagen mehrere Nachrichten gleichzeitig senden können sollte, betrieb dies jedoch mit wenig Engagement. 1874 führt Bell akustische Experimente zur Aufzeichnung von Schallwellen durch. Er konstruierte damit den „Phonautographen“, ein Gerät, das die Vibrationen des Schalls auf einem berußten Zylinder aufzeichnete.

Der prominente Bostoner Rechtsanwalt und gleichzeitige Direktor der „Clarke School for the Deaf“ Gardiner Greene Hubbard und der wohlhabende Geschäftsmann Thomas Sanders aus Salem erfuhren von Bells Experimenten und bewogen ihn, die Entwicklung am Harmonischen Telegraphen voranzutreiben. Die drei unterzeichneten eine Vereinbarung, nach der Bell finanzielle Unterstützung erhielt im Gegenzug für spätere Beteiligung von Hubbard und Sanders an den Erträgen. Hubbards gehörlose Tochter Mabel wurde als Druckmittel eingesetzt. Bell durfte sie erst 1877 heiraten, nachdem er seine Erfindung fertig gestellt hatte.

Obwohl Bell bei seinen Versuchen zufällig entdeckt haben soll, dass statt der erwarteten Telegraphenimpulse auch Tonfolgen übertragen werden konnten, gelang es ihm nicht, diese Entdeckung zu wiederholen. Gleichwohl meinte er, das Prinzip für die Übertragung von Tönen für einen Patentantrag beschreiben zu können. Zugute kam ihm dabei, dass das Patentamt einige Jahre zuvor die Anforderung hatte fallen lassen, mit dem Patentantrag ein funktionierendes Modell einzureichen. Am 14. Februar 1876 reichte Bells Anwalt, Gardiner Greene Hubbard, den Patentantrag ein, nur zwei Stunden bevor der Lehrer, Erfinder und Unternehmer, Elisha Gray gleiches tun konnte. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Fernsprechern war, dass Bells Erfindung im Gegensatz zu der von Gray nicht funktionierte. Während Bell bei seinem Antrag auch nur sehr vage blieb, beschrieb Gray sein Telefon in einer ins einzelne gehenden Schrift.[13] Bells Eile war nicht unbegründet, wusste er doch von mehreren Erfindern, die auch an Telefonen arbeiteten.[14]

Der von Hubbard eingereichte Antrag löst den größten Patentstreit der Geschichte aus. Bell verwendete bei der späteren praktischen Ausführung seines Telefons u. a. einen regelbaren Widerstand. Dieser war als Draht ausgeführt, der in einer Schwefellösung getaucht war. Bell soll diesen Widerstand nie zuvor ausprobiert haben. Zudem war dieser Widerstand in seiner Patentschrift nicht aufgeführt. Elisha Grays Antrag enthielt jedoch einen solchen Widerstand. Besonders nachdem Bells Patent am 7. März 1876 erteilt worden war, wurden die Stimmen lauter, die eine illegale Verbindung zwischen Bell und dem Patentamt sahen. Ein Beamter beschuldigte sich selbst der Bestechung, jedoch wurde seine wankelmütige Aussage auch in der internationalen Fachpresse bezweifelt.[15]

Das von Bells sachkundigem Mechaniker Thomas A. Watson gebaute erste funktionierende Telefon sah den Berichten zufolge merkwürdig aus. Die im Patentstreit umstrittene säuregefüllte Metalldose war mit einer Scheibe bedeckt, die einen Draht hielt, der in die Säure getaucht war. Außen an der Metalldose befand sich ein anderer Draht, der zum Empfängertelefon führt. Das Hineinbrüllen in einen senkrecht darüber angeordneten Trichter brachte Scheibe und Draht zum Schwingen. Durch diese Schwingungen veränderte sich der Abstand und damit auch der Stromfluss durch Draht und Säure zum Empfängertelefon. Dort wurden die Schwankungen des Stromes wieder in gleichartige Membranvibrationen umgesetzt, die dann Töne produzierten. Am 10. März 1876 soll der erste deutlich übertragene Satz übertragen worden sein: „Watson, come here. I want you.“ (Watson komm’ her, ich brauche dich). Bell soll sich aus Versehen Säure über die Kleidung geschüttet und nach Watson gerufen haben.

Dieses Telefon war nicht sonderlich gebrauchstauglich, doch Bell verbesserte es, da er im Gegensatz zu der Reis'schen Schallübertragungsmethode, die auf der Schwingung einer Membran beruhte, nun die elektromagnetische Induktion benutzte, welche der englischer Physiker und Chemiker Michael Faraday (1791–1867) entwickelt hatte.[16] Bell verwendete jetzt sowohl für den Lautsprecher als auch das Mikrofon elektromagnetische Spulen, Dauermagnete und den bereits erwähnten Widerstand. 1877 wurde dann ein neuartiger Schallwandler verbaut, der den druckabhängigen Übergangswiderstand zwischen Membran und einem Stück Kohle zur Signalgewinnung nutzte. Als Erfinder dieses Kohlemikrofon, das auf dem von Philipp Reis erfundenen Kontaktmikrofon aufbaut, gelten sowohl der britisch-amerikanischer Konstrukteur und Erfinder David Edward Hughes, der 1865 mit einem importierten Telefon des Deutschen experimentiert hatte[17] als auch der deutsch-amerikanische Erfinder Emil Berliner 1877 während seiner Tätigkeit bei den Bell Labs. Dennoch dauerte es noch bis 1881, bis das Bell-Telefon praktisch einsatzfähig war.

Bell als Großunternehmer

Alexander Graham Bell
(Foto von ca. 1914–1919)

Im Juli 1877 gründete Bell zusammen mit Thomas Sanders und Gardiner G. Hubbard unter Einschluss seines Assistenten Thomas Watson die Bell Telephone Company. Zwei Tage später heiratete er die taube Tochter Mabel seines Geschäftspartners Hubbard, die er zuvor schon im Lippenlesen und Sprechen geschult hatte.

Nicht ganz überraschend war der Bedarf an Telefonapparaten zunächst gering und Bell und seine Partner hatten anfangs Absatzschwierigkeiten. Es kam dabei so weit, dass sie ihre Patente der mächtigen Western Union Telegrafengesellschaft – Elisha Grays Arbeitgebern – für $100.000 zum Kauf anboten. Die Western Union lehnte ab, was sich bald als große Fehlentscheidung herausstellen sollte.

Dennoch sahen Amerikas Telegraphengesellschaften voraus, dass Bells Telefon eine Bedrohung für ihr Geschäft darstellte und versuchten, dem gegenzusteuern. Die Western Union Company ließ Thomas Alva Edison ein eigenes Telefon mit anderer Technik entwickeln. Bell verklagte daraufhin Western Union der Verletzung seiner Patentrechte. Diese versuchte zu argumentieren, dass eigentlich Elisha Gray das Telefon erfunden habe, verlor jedoch diesen und zahlreiche weitere Prozesse.

Im März 1879 fusionierte die Bell Telephone Company mit der New England Telephone Company zur National Bell Telephone Company, deren Präsident William H. Forbes, Schwiegersohn von Ralph Waldo Emerson, wurde. Im April 1880 erfolgte eine weitere Fusion mit der American Speaking Telephone Company zur American Bell Telephone Company.

1885 wurde die American Telephone and Telegraph Company (AT&T) gegründet, um die Fernverbindungslinien quer durch die USA für das Bell'sche System zu erobern. Theodore Vail wurde der erste Präsident der Gesellschaft.

1907 gründen Glenn Curtiss, Thomas E. Selfridge, Casey Baldwin, J.A.D. McCurdy und Bell die Aerial Experiment Association (AEA) mit finanziellem Sponsoring von Mabel Hubbard Bell.

1925 wurden die Bell Telephone Laboratories aufgebaut, um die Forschungslaboratorien der AT&T und der Western Electric Company zusammenzufassen.

Weiterhin erfand Bell, der sich nicht sonderlich für die Führung seiner Firmen interessierte, u. a. das Audiometer zum Messen der Gehörleistung, eine Induktionswaage zum Aufspüren metallischer Gegenstände im menschlichen Körper, die erste Wachswalze (statt Zinnfolie) zur Tonaufzeichnung und Verschiedenes auf dem Gebiet der Flugtechnik.

Eugenik

A.G. Bell erforschte zwischen 1882 und 1892 die Häufung von Gehörlosigkeit auf der Insel Martha’s Vineyard nahe Boston, vermutete dahinter richtigerweise erbbedingte Anlagen. Die Zusammenhänge konnte er jedoch nicht beweisen, da ihn irritierte, dass nicht jedes Kind von anscheinend erblich veranlagten Eltern taub wurde. Ihm fehlten dazu die Kenntnisse, die Gregor Mendel zwar schon 1865 formulierte, die aber bis zum Jahr 1900 der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt blieben. Dennoch empfahl er in der Monographie Memoir upon the Formation of a Deaf Variety of the Human Race ein Eheverbot unter Taubstummen, warnte vor Internaten an den „Taubstummen“-Schulen als möglichen Brutstätten einer tauben Menschenrasse und empfahl die eugenische Kontrolle von USA-Immigranten.

Spätere Arbeiten von Rassehygienikern stützten sich bis weit in das 20. Jahrhundert ungeprüft auf Bells Angaben. Als Folge wurden zahlreiche Taube ohne ihr Wissen und ohne ihr Einverständnis sterilisiert. Dabei soll Bell durchaus die methodischen Schwächen seiner Untersuchungen gekannt haben.

1921 war Bell Honorarpräsident des zweiten internationalen Eugenikkongresses unter der Schirmherrschaft des American Museum of Natural History in New York. Er arbeitete mit den Organisationen zusammen mit dem Ziel, Gesetze zur Verhinderung der Ausweitung von „defekten Rassen “einzuführen.

George Veditz, Präsident der National Association of the Deaf nannte Bell 1907 „den Feind, den die amerikanischen Tauben am meisten zu fürchten haben“. Alexander Graham Bell haftet damit der Ruf an, die Entwicklung der Gemeinschaft der gehörlosen Menschen und der Gebärdensprache massiv gestört zu haben mit Auswirkungen, die noch heute in vielen Ländern spürbar sind.

Die Sterilisation von Gehörlosen war im 20. Jahrhundert vor allem zur Zeit des Nationalsozialismus gängig, aber auch in der Schweiz wurden Gehörlose ihrer Gehörlosigkeit wegen sterilisiert und in eugenische Programme einbezogen.

Verschiedenes

  • Als Bell 1922 starb, ruhte zu seinem Gedenken in den Vereinigten Staaten für eine Minute der gesamte Telefonverkehr.
  • 1939 spielte ihn Don Ameche in der Hollywood-Filmbiografie Liebe und Leben des Telefonbauers A. Bell (The Story of Alexander Graham Bell) in der Regie von Irving Cummings.
  • Zu Ehren von Bell und seiner Erfindung erschien 1971 von der britischen Glam-Rock-Gruppe The Sweet der Titel Alexander Graham Bell, der in Deutschland Platz 24 in der Hitparade erreichte. Die Rockgruppe bekam eine goldene Schallplatte.
  • Auf Franz-Joseph-Land ist die Insel Graham Bell und dortselbst die ehemalige sowjetische Luftwaffenbasis „Greem-Bell“ nach Alexander Graham Bell benannt. Die Insel wurde 1899 von Evelyn Baldwin entdeckt und benannt.
  • Bell war ein Mitbegründer der internationalen Fachzeitschrift „Science“.

Schriften

  • Memoir upon the formation of a deaf variety of the human race. New Haven, CT: National Academy of Sciences. 1883 (Anmerkungen zur Formierung einer tauben Variation der menschlichen Rasse)
  • Utility of signs, 1894 (Nützlichkeit von Gebärden)
  • The question of sign language. 1898 (Die Frage der Gebärdensprache)
  • Marriage of the deaf. 1917. (Heiraten unter Tauben)

Literatur

  • Catherine Mackenzie: Alexander Graham Bell. Überwinder der Distanz (Originaltitel: Alexander Graham Bell). Deutsch von J. N. Lorenz. Rohrer, Wiesbaden 1951, 373 S.
  • Jon Balchin: Quantensprünge , 100 große Wissenschaftler und ihre Ideen. Deutsch von Dr. Hans w. Kothe, Gondrom Verlag GmbH 2005 ,Seite 132
  • Darrow, Karl K.: „Bell: Das Telefon“, Leprince- Ringuet, Louis (Hrsg.), Die berühmten Erfinder. Physiker und Ingenieure, [ Les inventeurs celebres], Genf: Mazenod, 1951, S. 208–210.
  • Berdrow, Wilhelm: „Buch der Erfindungen“,( Klassiker der Technik), Düsseldorf: VDI- Verlag GmbH, ²1985.
  • C.H. Hylander: „Amerikanische Erfinder“, München: Carl Hanser Verlag, 1947.
  • John Brooks (Hg.): „Telephone. The First Hundred Years“. New York: Harper and Row, 1976, S. 43–56.

Einzelnachweise

  1. a b c [1] Alexander Graham Bell und die Erfindung des Telefons
  2. Thomas Görne: Tontechnik, Hanser Verlag, 2008, ISBN 3446415912, S. 201
  3. Resolution des amerikanischen Kongresses vom 11. Juni 2002
  4. a b Silvanus P. Thompson: „Philipp Reis: Inventor of the telephone, E. & F.N. Spon, London 1883
  5. Werner Rammert: Technik aus soziologischer Perspektive, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1993, ISBN 3531124218, S. 249
  6. a b Horst Kant: „Ein „mächtig anregender Kreis“ – die Anfänge der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin, Preprint 2002, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin 2002
  7. Ferdinand Rosenberger: Die Geschichte der Physik, Verlag Georg Olms, Frankfurt am Main 1882, S. 792
  8. Hermann Julius Meyer: Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut, Leipzig, 1894, S. 314
  9. Werner Rammert: Technik aus soziologischer Perspektive, Westdeutscher Verlag, Opladen, 1993, ISBN 3531124218, S. 234
  10. a b c Joachim Beckh: Blitz und Anker, Band 1: Informationstechnik – Geschichte und Hintergründe, Books on Demand, 2005, ISBN 3833429968, S. 223
  11. E.C.S.: Calendar of Scientific Pioneers, Nature 106, 13. Januar 1921, S. 650f.
  12. Rudolf Vierhaus (Herausgeber): Deutsche biographische Enzyklopädie, 2. überarbeitete Auflage, K. G. Saur Verlag, München u. Leipzig 2007, ISBN 978-3-598-25030-9, S. 303
  13. Jörg Becker: Fern-Sprechen: Internationale Fernmeldegeschichte, -soziologie und -politik, Verlag Vistas, 1994, ISBN 3891580940, S. 52
  14. Bernd Fleßner: Geniale Denker und clevere Tüftler 20 bahnbrechende Erfindungen der Menschheit, Verlag Beltz & Gelberg, 2007, ISBN 3407753292, S. 74
  15. Elektrotechnischer Verein (Hrsg.): Elektrotechnische Zeitschrift, 9. Jahrgang, Verlag Julius Springer, 1888, S. 231
  16. Christoph Meinel, Harald Sack: WWW, Springer Verlag, 2003, ISBN 3540442766, S. 70
  17. E.C.S.: Calendar of Scientific Pioneers, Nature 106, 13. Januar 1921, S. 650f.

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