Alexander Hamilton Stephens
Alexander Hamilton Stephens

Alexander Hamilton Stephens (* 11. Februar 1812 in oder in der Nähe von Crawfordville, Taliaferro County, Georgia; † 4. März 1883 in Atlanta, Georgia) war ein US-amerikanischer Politiker und vom 11. Februar 1861 bis zum 11. Mai 1865 der Vizepräsident der Konföderierten Staaten von Amerika. Außerdem war er vom 4. November 1882 bis zum 4. März 1883 der 50. Gouverneur von Georgia.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Alexander Hamilton Stephens wurde am 11. Februar 1812 geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf. Seine Mutter starb bereits im frühen Kindheitsalter und sein Vater, als Stephens 14 Jahre alt war, sodass er bei Verwandten aufwuchs. Alexander Stephens studierte bis 1832 an der University of Georgia, die damals noch Franklin College hieß, und wurde Lehrer. Kurz darauf studierte er die Rechtswissenschaften, schloss als Erster in seinem Jahrgang ab, bekam 1834 seine Zulassung zur Anwaltskammer und ließ sich 1834 in Crawfordville als Jurist nieder, wo er auch gleichzeitig politisch aktiv war. Schon 1836 wurde er in das Repräsentantenhaus von Georgia gewählt; sein Mandat hielt er bis 1841, als er für ein Jahr in den Senat von Georgia gewählt wurde. Zum 2. Oktober 1843 erlangte er in Nachfolge von Mark Anthony Cooper als Mitglied der Whig Party einen Sitz im US-Repräsentantenhaus, schloss sich aber später der Demokratischen Partei an. Stephens stimmte 1854 für den Kansas-Nebraska Act und betrieb 1856 die Wahl James Buchanans zum US-Präsidenten.

Am 3. März 1859 schied er aus dem Kongress aus, weil er die extremen Ansichten der Sklavenhalterpartei nicht billigte, wie er 1861 auch anfangs gegen die Sezession war. Dennoch gehörte er in Georgia dem Gremium an, das 1861 die Sezession vorbereitete und wurde in den Kongress der Konföderation entsandt. Dort ließ er sich zum Vizepräsidenten der Konföderierten Staaten von Amerika wählen und bekleidete diesen Posten bis zu deren Untergang 1865. Durch Maßnahmen der Regierung von Jefferson Davis kam es zum Bruch mit dem Präsidenten. Er ging zurück nach Georgia, wo er ein Anhänger von Joseph E. Brown, Gouverneur von Georgia, wurde. Dort sabotierte er viele der Beziehungen der CS-Regierung zu diesem Staat. 1862 wurde er zum Führer der Opposition im CS-Kongress. Zusammen mit CS-Senator Robert Mercer Taliaferro Hunter und John Archibald Campbell, dem stellvertretenden CS-Kriegsminister, nahm er am 3. Februar 1865 als Delegierter an der erfolglosen Hampton-Roads-Konferenz mit Abgesandten der Union zur Beendigung des Bürgerkrieges teil.

Am 11. Mai 1865 wurde er auf seinem Besitz in Georgia auf Befehl der Nordstaaten verhaftet und nach Fort Warren bei Boston gebracht, nach fünf Monaten im Oktober 1865 aber wieder freigelassen. Daraufhin ließ er sich in Atlanta nieder. 1866 wurde er in den Senat der Vereinigten Staaten gewählt, konnte sein Amt aber nicht antreten.

Vom 1. Dezember 1873 bis zum 4. November 1882 war er erneut demokratisches Mitglied im Kongress und bemühte sich um die Versöhnung der Parteien. Im Gegensatz zu Jefferson Davis hat er seine Staatsbürgerschaft wohl nicht verloren. Er war Vorsitzender des Ausschusses für Zahlungsmittel, Gewichte und Maße (Committee on Coinage, Weights, and Measures). 1882 wurde er zum Gouverneur von Georgia gewählt. Er verstarb am 4. März 1883 im Amt und wurde zunächst auf dem Oakland Cemetery beigesetzt. Heute findet sich sein Grab auf seinem ehemaligen, jetzt zu einem Museum umgestalteten Anwesen „Liberty Hall” bei Crawfordville.

Werke

  • Constitutional View of the Late War Between States: Its Causes ISBN 0527863505

Literatur

  • Myrta L. Avary: Recollections of Alexander H. Stephens ISBN 0807122688
  • Jon L. Wakelyn: Biographical Dictionary of the Confederacy ISBN 0-8371-6124-X
  • Rembert W. Patrick: Jefferson Davis and his cabinet (Louisiana State University Press, Baton Rouge, 1944)
  • Correspondence of Robert Toombs, Alexander H. Stephens, and Howell Cobb ISBN 0306711915 (engl.)
  • Thomas E. Schott: Alexander H. Stephens of Georgia: A Biography, Baton Rouge: Louisiana State University Press, 1988

Weblinks

 Commons: Alexander Hamilton Stephens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Alexander Hamilton Stephens – Quellen und Volltexte

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